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Verhindert Segregation in Flüchtlingsheimen die Integration? Chancen der Binnenintegration in Geflüchtetenunterkünften

Titel: Verhindert Segregation in Flüchtlingsheimen die Integration? Chancen der Binnenintegration in Geflüchtetenunterkünften

Forschungsarbeit , 2018 , 13 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Joy Ludwig (Autor:in)

Soziologie - Politik, Majoritäten, Minoritäten

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Geduldete und Geflüchtete, deren Asylverfahren noch in Vollzug ist, sind in Deutschland größtenteils in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. Diese teilweise segregierten Wohneinheiten stellen jedoch ein Problem für die Geflüchteten mit Bleibeabsicht dar. Zahlreiche Studien haben belegt, dass Segregation als eines der größten Hindernisse für die Integration in die Aufnahmegesellschaft gilt. Unter welchen Voraussetzungen können Geflüchtetenunterkünfte positiv auf längerfristige Integrationsabsichten in Arbeitsmarkt und Bildungssystem von Geflüchteten einwirken? Ist dabei das Netzwerk der Geflüchteten selbst maßgeblich?

2016 erreichte die Zahl der Asylanträge in Deutschland einen historischen Höhepunkt. Die jüngsten Flüchtlingsströme schienen die hiesigen Aufnahmebehörden unvorbereitet zu treffen, denn es bestand keine geeignete Infrastruktur zur Aufnahme der Flüchtlinge. Obgleich die meisten Notunterkünfte bereits wieder geschlossen wurden und eine Normalisierung der Wohnverhältnisse für die in Deutschland registrierten Geflüchteten eingesetzt hat, bleibt die Wohnsituation bedingt durch den Rechtsstatus, den Asylsuchende in Deutschland genießen, prekär und ist daher seit geraumer Zeit Gegenstand der Forschung zu sozialräumlicher Segregation in der Städteforschung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Binnenintegrationsthese

3. Hypothesen

4. Daten

5. Operationalisierung & Auswertung

5.1 Erste Hypothese

5.2 Zweite Hypothese

5.3 Dritte Hypothese

Zielsetzung & Themen der Forschungsarbeit

Die vorliegende Forschungsarbeit untersucht, inwiefern soziale Austauschprozesse und Binnenintegration innerhalb von Flüchtlingsunterkünften positive Effekte auf die individuelle Integration, das Selbstbewusstsein sowie die Sprachkompetenz der Geflüchteten in Deutschland entfalten können.

  • Analyse der Binnenintegrationsthese nach Elwert
  • Einfluss von sozialem Austausch innerhalb der Unterkunft auf das Selbstbewusstsein
  • Zusammenhang zwischen internen sozialen Kontakten und externer gesellschaftlicher Teilhabe
  • Erwerb von Sprachkompetenzen durch soziale Vernetzung
  • Empirische Überprüfung mittels Fragebogenerhebung in Leipziger Unterkünften

Auszug aus dem Buch

2. Binnenintegrationsthese

Die Binnenintegrationsthese nach Elwert ist in erster Linie als Produkt eines mitunter von ihm vollzogenen Paradigmenwechsels in der Betrachtung und Bewertung von fremdethnischen Gruppierungen und Gemeinden im Aufnahmeland zu verstehen (Ceylan 2006: 71). Entgegen der vormals lauter werdenden Annahme solche Gemeinden seien in erster Linie Grundlagen einer zunehmenden Ghettoisierung, welche die Integration der ihr angehörenden Mitglieder hindere, ist sein Ziel den von ihm vermuteten Wert der Selbstorganisation für eine gelingende Integration durch Selbsthilfe zu verstehen und zu erklären. Seine Hypothese lautet, dass eine verstärkte Integration der Migranten in ihre ethnische Gemeinde, innerhalb der Aufnahmegesellschaft sich - unter bestimmten Voraussetzungen; positiv auf die Integration in die Aufnahmegesellschaft auswirkt (Ingenhoven 2003: 49). Elwert verwendet einen eingeschränkten Integrationsbegriff, unter welchem vornehmlich die Teilhabe an gesellschaftlichen Gütern zu verstehen ist (Ingenhoven 2003: 47). Dies betreffe Arbeitsmarkt-, Bildungssystem- sowie soziale Integration. Die Aufgabe der Binnengemeinschaft bestehe vornehmlich in der Vermittlung folgender Güter: Selbstbewusstsein, Alltagswissen und Interessenvertretung (pressure-group) (Ingenhoven 2003: 48). Unter Selbstbewusstsein versteht Elwert die Bedingungen der Möglichkeit sich selbstbewusst zu verhalten. Eine der wichtigsten Voraussetzungen für dieses von Elwert beschriebene Sendungsbewusstsein besteht in einem psychisch stabilen Zustand, der zu einem guten Teil durch die Zugehörigkeit zu einer Binnengemeinschaft und ein Solidaritätsgefüge durch Abgrenzung zur Aufnahmegesellschaft in dieser hergestellt werden könne (Vgl. Cappai 2005: 33). Größtenteils nur selbstbewusste Zuwanderer könnten sich demnach die erfolgreiche Integration benötigten Verhaltensweisen aneignen, da sie evaluativ Verhaltenanpassungen ohne Infragestellung ihres gesamten Selbstbewusstseins vornehmen können. Erst damit ist eine Grundlage zur Anwendung des durch die Binnengemeinschaft vermittelten Alltagswissens gegeben (Cappai 2005: 34). Unter Alltagswissen versteht Elwert das Rüstzeug angemessen mit anderen Akteuren und Institutionen der Aufnahmegesellschaft zu interagieren. Es geht also um spezifische Kompetenzen zur Einschätzung von Situationen (Ingenhoven 2003: 48). Die Vermittlung dieser Fertigkeiten geschehe über die Mitglieder der Binnengemeinschaft, die sich dieses Wissen bereits angeignet haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Situation der Flüchtlingsmigration 2016 und thematisiert das Spannungsfeld zwischen der Unterbringung in segregierten Wohnformen und den langfristigen Integrationszielen der Bewohner.

2. Binnenintegrationsthese: Dieses Kapitel erläutert das theoretische Konzept nach Elwert, das davon ausgeht, dass eine starke ethnische Binnengemeinschaft durch Selbstorganisation und die Vermittlung von Alltagswissen die Integration in die Aufnahmegesellschaft fördern kann.

3. Hypothesen: Hier werden auf Basis der theoretischen Überlegungen drei spezifische Hypothesen formuliert, die den Zusammenhang zwischen internem sozialen Austausch, Selbstbewusstsein, externer Integration und Sprachvermögen prüfen.

4. Daten: Das Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen der empirischen Datenerhebung in 20 Leipziger Flüchtlingsunterkünften mittels standardisierter Fragebögen.

5. Operationalisierung & Auswertung: Dieses Kapitel widmet sich der statistischen Überprüfung der Hypothesen durch Regressionsanalysen und T-Tests unter Berücksichtigung von Kontrollvariablen.

5.1 Erste Hypothese: Die Analyse untersucht den Zusammenhang zwischen internem sozialem Austausch und dem Selbstbewusstsein der Bewohner, wobei kein signifikanter positiver Effekt nachgewiesen werden kann.

5.2 Zweite Hypothese: Hier wird geprüft, ob interner Austausch die externe soziale Einbindung fördert, was aufgrund der Datenlage nicht eindeutig bestätigt werden kann.

5.3 Dritte Hypothese: Die Prüfung der Hypothese, dass interner Austausch das Sprachvermögen in der Zielsprache verbessert, ergibt keinen statistisch signifikanten Zusammenhang.

Schlüsselwörter

Binnenintegration, Flüchtlingsunterkünfte, soziale Segregation, Selbstbewusstsein, Elwert, Integrationsprozess, soziale Netzwerke, empirische Sozialforschung, Migrationssoziologie, Sprachvermögen, soziale Teilhabe, Flüchtlinge, interner Austausch, Wohnsituation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Forschungsarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Effekte der Binnenintegration von Geflüchteten innerhalb ihrer Unterkünfte und analysiert, ob diese Netzwerke positive Auswirkungen auf die individuelle Integration, das Selbstbewusstsein und die Sprachkompetenz der Bewohner haben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Zentrale Themen sind die theoretische Auseinandersetzung mit der Binnenintegrationsthese nach Elwert, die empirische Messung von sozialem Austausch in Gemeinschaftsunterkünften und deren Korrelation mit Integrationsindikatoren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es zu klären, unter welchen Voraussetzungen Flüchtlingsunterkünfte durch interne Vernetzung positiv auf die langfristigen Integrationsabsichten sowie die gesellschaftliche Teilhabe der Bewohner einwirken können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Untersuchung verwendet?

Es wurde eine quantitative empirische Untersuchung durchgeführt. Dabei wurden Fragebögen in 20 Flüchtlingsunterkünften in Leipzig genutzt, um Daten zu sammeln, die anschließend mittels T-Tests und Regressionsanalysen statistisch ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Binnenintegrationsthese, die Darstellung des methodischen Studiendesigns (Datenerhebung) und die detaillierte statistische Auswertung der drei aufgestellten Hypothesen inklusive der Ergebnisdarstellung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Binnenintegration, soziale Segregation, soziale Netzwerke, Migrationssoziologie und Selbstorganisation definieren.

Warum konnten die aufgestellten Hypothesen in dieser Untersuchung nicht bestätigt werden?

Die Autorin führt dies unter anderem auf methodische Vereinfachungen, die problematische Konstruktion der Fragebögen hinsichtlich der Erfassung spezifischer Einstellungen sowie auf Verzerrungseffekte durch soziale Erwünschtheit zurück.

Welche Bedeutung kommt dem Aspekt der "sozialen Erwünschtheit" in dieser Studie zu?

Die soziale Erwünschtheit wird als möglicher Störfaktor identifiziert, da eine überdurchschnittlich hohe Anzahl an Befragten positive Antwortkategorien wählte, was die Validität der Ergebnisse beeinflusst haben könnte.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Verhindert Segregation in Flüchtlingsheimen die Integration? Chancen der Binnenintegration in Geflüchtetenunterkünften
Hochschule
Universität Leipzig  (Soziologie)
Veranstaltung
Empirisches Forschungsseminar
Note
1,7
Autor
Joy Ludwig (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
13
Katalognummer
V457346
ISBN (eBook)
9783668899506
ISBN (Buch)
9783668899513
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geflüchtete Integration Forschungsbericht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Joy Ludwig (Autor:in), 2018, Verhindert Segregation in Flüchtlingsheimen die Integration? Chancen der Binnenintegration in Geflüchtetenunterkünften, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/457346
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Leseprobe aus  13  Seiten
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