Übergeordnetes Lernziel der Unterrichtseinheit:
o Durch Sammeln vielfältiger Bewegungserfahrungen sowie Bewältigung verschiedener Bewegungsaufgaben zum Balancieren sollen grundlegende koordinative Fähigkeiten des Balancierens der Schülerinnen und Schüler geschult werden.
Die Schülerinnen und Schüler sollen im Einzelnen...
o über eine umgedrehte Langbank mit variierter Höhe balancieren können.
o fähig sein, eine stabile Unterstützungsfläche mit verschiedenen Handgeräte balancierend zu überwinden und dabei lernen, ihren Körper bei Aufgaben mit angemessenem Schwierigkeitsgrad im Gleichgewicht halten zu können.
o lernen, eine labile Unterstützungsfläche mit variierter Breite und Höhe balancierend zu überwinden und dabei ihren Körper im Gleichgewicht halten zu können.
o nach vereinbarten Regeln einen Mitschüler aus dem Gleichgewicht bringen können sowie auf Störungen des eigenen Gleichgewichts mit Ausgleichbewegungen reagieren können.
Inhaltsverzeichnis
1.THEMA DER UNTERRICHTSEINHEIT
2. LERNZIELE DER UNTERRICHTSEINHEIT
3. STELLUNG DER STUNDE IN DER UNTERRICHTSEINHEIT
4. THEMA DER UNTERRICHTSSTUNDE
5. LERNZIEL DER UNTERRICHTSSTUNDE
6. AUSFÜHRUNG DER KLASSENSITUATION
7. INHALTLICHE LERNVORAUSSETZUNGEN
8. SACHINFORMATIONEN
8.1. Sachinformationen zu den einzelnen Stationen:
9. DIDAKTISCHE BEGRÜNDUNGEN
10. METHODISCHE BEGRÜNDUNGEN
10.2. Material und Medien
10.3. Differenzierung
11. VERLAUFSPLANUNG
12. LITERATUR
13. ANHANG
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Unterrichtseinheit im Fach Sport ist die Schulung der grundlegenden koordinativen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler durch vielfältige Balancieraufgaben. Die zentrale Forschungsfrage bzw. Zielsetzung fokussiert darauf, wie Kinder befähigt werden können, labile Unterstützungsflächen mit variierter Breite und Höhe sicher zu überwinden und dabei den eigenen Körper im Gleichgewicht zu halten.
- Schulung der Gleichgewichtsfähigkeit unter variierenden Anforderungen.
- Einsatz von labilen Unterstützungsflächen zur Förderung der Körperkontrolle.
- Integration von Objekttransporten zur Steigerung des Schwierigkeitsgrades.
- Förderung der Selbstständigkeit bei der Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit.
- Entwicklung von Ausgleichsbewegungen zur Stabilisierung der Körpermitte.
Auszug aus dem Buch
8. SACHINFORMATIONEN
Balancieren beschreibt eine Bewegung, bei der der eigene Körper und/ oder Gegenstände bzw. Körperteile gegen die Einwirkung der Schwerkraft auf stabilen oder labilen Flächen am Ort oder in der Fortbewegung im Gleichgewicht gehalten werden (vgl. Schraag/ Durlachmann, 1996, S. 127).
Unter der Gleichgewichtsfähigkeit versteht man das Halten und Wiederherstellen des Körper- oder Objektgleichgewichts bei wechselnden Umweltbedingungen. Hierfür ist die vestibuläre, taktile, optische Informationsaufnahme und -verarbeitung von grundlegender Bedeutung (vgl. Hirtz, 1985, S. 33f.).
Die Gleichgewichtsfähigkeit ist eine der koordinativen Fähigkeiten, bei der biomechanisch drei Formen unterschieden werden (vgl. Müller, 1998, S. 15). Das statische Gleichgewicht beschreibt die Fähigkeit, den gesamten Körper in ruhender Position im Gleichgewichtszustand zu halten (z.B. auf einem Bein stehen, Handstand). Das dynamische Gleichgewicht zielt auf die Fähigkeit den Körper während oder nach Bewegungshandlungen im Gleichgewicht zu halten (z.B. über eine Turnbank balancieren, Fahrrad fahren). Objektgleichgewicht bedeutet, einen fremden Körper oder einen Gegenstand im Gleichgewicht zu halten.
Zusammenfassung der Kapitel
1.THEMA DER UNTERRICHTSEINHEIT: Umfasst die verschiedenen Formen des Balancierens im Sportunterricht.
2. LERNZIELE DER UNTERRICHTSEINHEIT: Definiert die angestrebten koordinativen Fortschritte der Schüler im Umgang mit instabilen Untergründen.
3. STELLUNG DER STUNDE IN DER UNTERRICHTSEINHEIT: Ordnet die spezifische Stunde in die übergeordnete Sequenz vom einfachen Balancieren bis zum Wettkampf ein.
4. THEMA DER UNTERRICHTSSTUNDE: Konzentriert sich fokussiert auf das Balancieren auf labilem Untergrund.
5. LERNZIEL DER UNTERRICHTSSTUNDE: Legt den Fokus auf die Bewältigung labiler Flächen unter Beibehaltung des Körpergleichgewichts.
6. AUSFÜHRUNG DER KLASSENSITUATION: Analysiert das Sozialgefüge, die Leistungsstärke und die besondere Dynamik der Klasse 3a.
7. INHALTLICHE LERNVORAUSSETZUNGEN: Beschreibt den bisherigen Erfahrungsstand der Kinder im Bereich Balancieren und körperliche Voraussetzungen.
8. SACHINFORMATIONEN: Erläutert die sportwissenschaftlichen Grundlagen der Gleichgewichtsfähigkeit sowie spezifische Details zu den drei Stationen.
9. DIDAKTISCHE BEGRÜNDUNGEN: Begründet den Einsatz des Themas unter entwicklungspsychologischen und psychomotorischen Aspekten.
10. METHODISCHE BEGRÜNDUNGEN: Legt das methodische Vorgehen nach Kosel dar, inklusive der Stationsarbeit und Differenzierungsmaßnahmen.
11. VERLAUFSPLANUNG: Detailliert den zeitlichen Ablauf der Sportstunde in Phasen.
12. LITERATUR: Listet die herangezogenen Quellen zur Unterrichtsvorbereitung auf.
13. ANHANG: Enthält ergänzende Materialien wie Spielerklärungen, Stationskarten und Beobachtungsaufgaben.
Schlüsselwörter
Balancieren, Gleichgewichtsfähigkeit, Sportunterricht, Grundschule, Koordinative Fähigkeiten, Labiler Untergrund, Motorik, Psychomotorik, Körperkontrolle, Bewegungsförderung, Gerätturnen, Stationenlernen, Unterrichtsentwurf, Ausgleichsbewegungen, Bewegungsqualität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit stellt einen detaillierten Unterrichtsentwurf für eine Sportstunde in einer 3. Klasse zum Thema Balancieren auf labilem Untergrund dar.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind die Schulung der Gleichgewichtsfähigkeit, die methodische Aufarbeitung von Gerätturninhalten und die Förderung der koordinativen Gewandtheit.
Was ist das primäre Ziel der Stunde?
Die Schüler sollen lernen, labile Unterstützungsflächen mit unterschiedlicher Breite und Höhe balancierend zu überwinden und dabei ihr Körpergleichgewicht zu wahren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Entwurf orientiert sich an den methodischen Grundsätzen von Kosel, insbesondere der individuellen Schwierigkeitsdosierung und der Schüleraktivierung durch Stationsarbeit.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine strukturierte Erarbeitungsphase an drei verschiedenen Balancierstationen, an denen die Schüler individuell experimentieren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind Balancieren, Gleichgewichtsfähigkeit, Koordination, Psychomotorik und methodische Differenzierung.
Warum ist das Balancieren auf labilem Untergrund für Grundschüler wichtig?
Es dient der Ausbildung der Rumpfmuskulatur, verbessert die Konzentrationsfähigkeit und unterstützt die Stabilisierung der kindlichen Persönlichkeit durch Erfolgserlebnisse.
Wie wird mit leistungsschwächeren Schülern umgegangen?
Durch Differenzierungsmaßnahmen wie Partnerhilfe, das Angebot statischer Balanciergelegenheiten oder die freie Wahl der Schwierigkeit wird eine Überforderung vermieden.
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- Benjamin Gill (Author), 2005, Unterrichtsstunde: Balancieren auf labilem Untergrund (3. Klasse), Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/45689