Die Seminararbeit beschäftigt sich mit der Dunklen Triade bei Führungskräften. Diese bezeichnet ein psychologisches Persönlichkeitskonstrukt, bestehend aus den drei Eigenschaften: Narzissmus, Psychopathie und Machiavellismus. Entstanden ist dieser Begriff im Jahre 2002, durch Delroy Paulhus und Kevin Williams, die festgestellt haben, dass Unterschiede zwischen den drei Persönlichkeitseigenschaften existieren.
Durch diese Erkenntnis gewinnt die Dunkle Triade an Praxisrelevanz, denn durch eine immer komplexer werdende Wirtschaftslage, dem technischen Fortschritt und dem soziodemografischen Wandel, wird die Führungsaufgabe zunehmend anspruchsvoller.
Aus diesem Grund erforschen immer mehr Wissenschaftler den Einfluss der dunklen Triade auf die Führungsaufgabe. Die Relevanz der dunklen Triade zeigt sich in der zunehmenden Anzahl an dramatischer Misserfolge von Führungskräfte wie beispielsweise bei „The Smartest Guy in the Room“.
Inhaltsverzeichnis
3. Einleitung
3.1 Theoretische Grundlage
3.2 Vorgehensweise
4. Begrifflichkeiten
4.1 Führung
4.2 Persönlichkeit
5. Allgemeines Persönlichkeitsprofil der Führungskraft.
5.1 Voraussetzungen für Führungspositionen.
5.2 Eigenschaften für Führungsaufgaben.
5.2.1 förderliche Eigenschaften.
5.2.2 Die dunkle Triade
6. Diagnostik der dunklen Triade
6.1 Personaldiagnostik.
6.2 Self-Monitoring
6.3 Impression Management
6.4 Methoden der Umfrage
6.5 Ergebnisse der Umfrage
7. Fazit
Zielsetzung und Themenfelder
Diese Seminararbeit untersucht das psychologische Konstrukt der "Dunklen Triade" (Narzissmus, Psychopathie, Machiavellismus) bei Führungskräften und analysiert deren Einfluss auf den Unternehmenserfolg sowie die Notwendigkeit präziser personaldiagnostischer Auswahlverfahren.
- Charakterisierung der Dunklen Triade im subklinischen Kontext.
- Zusammenhänge zwischen dunklen Persönlichkeitsmerkmalen und förderlichen Führungseigenschaften.
- Methodische Erfassung von Persönlichkeitsmerkmalen mittels empirischer Umfrage.
- Implikationen für die Personaldiagnostik und Vermeidung organisationaler Fehlentscheidungen.
Auszug aus dem Buch
Machiavellismus
Die Persönlichkeitseigenschaft Machiavellismus ist gekennzeichnet durch Manipulation, Gerissenheit und dem Einsatz jeglicher Mittel zur Erreichung eines angestrebten Ziels. Der Machiavellismus stammt von dem Schriftsteller Niccolo Machiavelli, der im 16. Jahrhundert das Werk Der Fürst schreibt, eine Abhandlung über die Akkumulation und Ausübung politischer Macht (Lippert, 1983). Machiavellistische Führungskräfte haben ein ausgeprägtes Machtmotiv, betreiben Strategien der Selbstdarstellung und meiden Werte und Normen, die für den beruflichen Erfolg hinderlich sein können (McHoskey, 1999).
Diese Führungskräfte nutzten Ihre Position und Ihr Talent zur Manipulation aus, um die Mitarbeiter dazu zu bringen, zum persönlichen Vorteil der FK zu handeln (Goldberg et. al., 2005). Ziel der machiavellistischen FK ist es, langfristig seine Macht und Status zu erweitern. Für die Zielerreichung nutzen diese Führungspersonen Manipulationen, Lügen und Intrigen und nutzen jegliche Informationsmangel opportunistisch aus (Furtner& Baldegger, 2013). Die Vorgehensweise ist dabei berechnend und vorsichtig, um jegliche Möglichkeit des Scheiterns auszuschließen. Sie sind also dazu fähig, manipulatives und unmoralisches Verhalten so zu verschleiern, dass es für Dritte kaum möglich ist, es zu durchschauen (Jones & Paulhus, 2014).
Zusammenfassung der Kapitel
3. Einleitung: Einführung in das Konzept der Dunklen Triade und Erläuterung der Relevanz für die moderne Führung sowie der methodischen Vorgehensweise.
4. Begrifflichkeiten: Definition der zentralen Begriffe Führung und Persönlichkeit als theoretisches Fundament der Arbeit.
5. Allgemeines Persönlichkeitsprofil der Führungskraft.: Analyse der Anforderungen an eine Führungskraft, unterteilt in förderliche Eigenschaften und die schädlichen Facetten der Dunklen Triade.
6. Diagnostik der dunklen Triade: Erörterung diagnostischer Methoden sowie Vorstellung und Auswertung einer eigenen Umfrage zur Verbreitung der Merkmale.
7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Auswirkungen dunkler Persönlichkeitszüge auf Unternehmen und Empfehlung für die Personaldiagnostik.
Schlüsselwörter
Dunkle Triade, Führungskraft, Narzissmus, Psychopathie, Machiavellismus, Personaldiagnostik, Self-Monitoring, Impression Management, Persönlichkeitsprofil, Unternehmenserfolg, Manipulation, Führungskompetenz, Sozialpsychologie, Mitarbeiterführung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit dem Einfluss des Persönlichkeitskonstrukts der Dunklen Triade (Narzissmus, Psychopathie, Machiavellismus) auf das Verhalten und den Erfolg von Führungskräften.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die psychologische Definition von Führung und Persönlichkeit, die detaillierte Analyse der drei dunklen Merkmale sowie deren Identifikation durch personaldiagnostische Methoden.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, neue Aufschlüsse über die Korrelation zwischen Führungskräften und dunklen Eigenschaften zu gewinnen und Rückschlüsse für die Praxis der Personaldiagnostik abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine Literaturanalyse durchgeführt, ergänzt durch eine empirische Erhebung mittels einer Umfrage unter 100 Führungskräften zur Messung der Ausprägungsgrade dieser Eigenschaften.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsbestimmung, die Darstellung des idealen vs. des dunklen Persönlichkeitsprofils sowie die diagnostische Vorgehensweise zur Vorhersage von Führungsverhalten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Dunkle Triade, Führung, Personaldiagnostik, Manipulation und Persönlichkeitsprofil charakterisiert.
Warum ist die Unterscheidung zwischen den drei dunklen Eigenschaften wichtig?
Die Arbeit betont, dass die Eigenschaften (Narzissmus, Psychopathie, Machiavellismus) unterschiedliche Strategien verfolgen – vom impulsiven Handeln des Psychopathen bis zur strategischen Manipulation des Machiavellisten – und daher differenziert betrachtet werden müssen.
Welche Schlussfolgerung zieht der Autor für Unternehmen?
Der Autor schließt, dass Führungskräfte mit ausgeprägten dunklen Triaden-Merkmalen langfristig erheblichen Schaden an der Unternehmenskultur und am wirtschaftlichen Erfolg anrichten, weshalb eine sorgfältige Personaldiagnostik unverzichtbar ist.
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- Can Kaplan (Author), 2016, Die dunkle Triade bei Führungskräften. Psychologisches Persönlichkeitskonstrukt, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/455569