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Akbar und seine Religion des din-i ilahi

Title: Akbar und seine Religion des din-i ilahi

Term Paper , 2013 , 13 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Lidia Tyurina (Author)

Asian studies

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Summary Excerpt Details

Was bewegte einen muslimischen Herrscher, der zu Beginn seiner Herrschaft noch den sunnitischen Islam vertrat und sich schon früh zum Sufismus hingezogen fühlte, sich vom Islam abzuwenden und mit Hilfe seiner engsten Vertrauten am Hofe eine eigene Religion zu gründen, die der multikonfessionellen Situation des Reiches entsprechen sollte und alle religiösen Gegensätze unter einem gemeinsamen Nenner zu vereinen versuchte? Stand hinter dem späteren Bestreben Akbars, Hinduismus und Islam zu vereinen, nur sein Interesse an anderen Religionen oder auch politische Motive zur Sicherung seiner Autorität in den einzelnen Gebieten seines Reiches? War der Glaube vielleicht nur ein Mittel zum Zweck, um seine Herrschaft zu legitimieren und die Angehörigen verschiedenster Konfessionen unter seiner Führung zu integrieren und gibt es zu diesem religiösen Konzept sogar Parallelen in der damaligen Geschichte? Auf diese Fragen möchte ich näher eingehen. In dieser Arbeit beschäftige ich mich mit den Beweggründen und dem Ziel des neuen Glaubens von Akbar und stelle nach einem Überblick über den historischen Hintergrund die einzelnen Entwicklungsstufen des neuen Glaubens bis zu seiner Proklamation dar. Ich lege dann den Schwerpunkt auf die Rolle des Sonnenkultes als zentrales Element der Verehrung Akbars. Zum Schluss stelle ich zusammenfassend diejenigen Faktoren dar, die zur Entwicklung seiner Ideologie bzw. Religion beitrugen und versuche seine Motive vor dem damaligen Hintergrund zu klären.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Historischer Hintergrund

3 Die Entstehung des neuen Glaubens

3.1 Die Legitimation des din-i ilahi

3.2 Die Rolle des Sonnenkultes

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Beweggründe und Ziele des Mogulherrschers Akbar bei der Gründung seiner eigenen religiösen Bewegung, dem din-i ilahi. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, ob diese neue Religion ein bloßes Mittel zur politischen Herrschaftssicherung und Integration eines multikonfessionellen Reiches darstellte oder auf tiefgreifenderen religiösen Überzeugungen basierte.

  • Historischer Kontext der Moguldynastie und Akbars Aufstieg
  • Der Einfluss von Sufismus und religiösen Strömungen auf Akbar
  • Die Proklamation des din-i ilahi als Herrschaftsinstrument
  • Die Bedeutung des Sonnenkultes als zentrales Element der Verehrung
  • Religiöse Legitimation von Macht und die Rolle des Herrschers als geistige Autorität

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Rolle des Sonnenkultes

Akbars Einzigartigkeit, seine Unfehlbarkeit und die Nähe zur Wahrheit und Gott, wird vor allem durch seine besondere Beziehung zur Sonne begründet. Ein verborgenes, göttliches Licht ist über eine Kette von Ahnen auf ihn gekommen und die Sonne symbolisiert dieses urewige Licht Gottes. Diese von Abu ’l-Fazl verwendete Vorstellung geht noch auf die altiranische Vorstellung vom göttlichen Glanz zurück, wonach ein Lichtstrahl auf dem Herrscher ruht. Auch die Geschichte von Alanquva, der Ahnherrin der Timuriden unterstützt diese Vorstellung. Diese wurde durch einen himmlischen Lichtstrahl geschwängert, wodurch die Erleuchtung von Generation zu Generation weitergegeben wurde (CONERMANN 2006: 61). Die Ausführungen von Birbar und anderen vermutlich hinduistischen Gelehrten (FRANKE 2005: 199), welche die Sonne als „vollkommene göttliche Manifestation“ (FRANKE 2005: 198) mit ihrer Bedeutung für das Leben und Wachstum beschreiben, überzeugten Akbar, sie zum Mittelpunkt seiner Verehrung und Dankbarkeit zu machen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung formuliert die Forschungsfrage nach den Motiven Akbars, eine eigene Religion in einem multikonfessionellen Reich zu gründen, und skizziert den Aufbau der Untersuchung.

2 Historischer Hintergrund: Dieses Kapitel zeichnet den Aufstieg der Moguldynastie von Babur über Humayun bis zur Festigung der Herrschaft durch Akbar nach und beleuchtet die politischen Voraussetzungen sowie die Rolle wichtiger Berater.

3 Die Entstehung des neuen Glaubens: Hier wird der Prozess der Distanzierung Akbars vom orthodoxen Islam, der Einfluss des Sufismus und die schrittweise Etablierung des din-i ilahi sowie der Sonnenverehrung detailliert analysiert.

3.1 Die Legitimation des din-i ilahi: Dieser Abschnitt erörtert die theoretische Begründung der neuen Religion, insbesondere das Konzept der göttlichen Einsetzung des Herrschers und die Abwendung von den überlieferten Glaubenshütern.

3.2 Die Rolle des Sonnenkultes: Das Kapitel beschreibt, wie die Sonne zur zentralen Metapher für Akbars göttliches Licht wurde und wie diese Form der Verehrung sowohl spirituelle als auch politische Funktionen am Hof erfüllte.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und ordnet das din-i ilahi in den größeren Kontext der messianischen Herrschaftsideologien des 16. Jahrhunderts ein, wobei Parallelen zu den Safawiden gezogen werden.

Schlüsselwörter

Akbar, Mogulreich, din-i ilahi, Sonnenkult, Religion, Herrschaftslegitimation, Sufismus, Indien, Islam, Abu ’l-Fazl, Humayun, Tauhid-i ilahi, Ideologie, Herrscherbild, Religionsgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Religionspolitik des Mogulherrschers Akbar und der von ihm initiierten Bewegung din-i ilahi im Indien des 16. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten zählen der historische Aufstieg der Moguln, die Entwicklung Akbars vom orthodoxen Muslim zum Herrscher einer synkretistischen "Gottesreligion" sowie die Rolle der Sonne als Symbol für die Legitimation seiner Macht.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob die Gründung der Religion primär politisch motiviert war, um das Reich zu stabilisieren und die Autorität des Herrschers zu festigen, oder ob sie auf einer tieferen spirituellen Wandlung Akbars basierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewendet?

Die Autorin verwendet einen historischen und analytischen Ansatz, bei dem sie auf Basis existierender Sekundärliteratur die Entwicklungsstufen der Ideologie Akbars nachzeichnet und in den Kontext der damaligen Zeit stellt.

Welche Inhalte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einbettung der Mogulherrschaft, die Genese der neuen Religion, deren Legitimation durch Berater wie Abu 'l-Fazl sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit den rituellen Praktiken, insbesondere dem Sonnenkult.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Akbar, din-i ilahi, Sonnenkult, Herrschaftslegitimation, Sufismus und das Mogulreich definiert.

Wie begründet Akbar laut der Arbeit seinen Herrschaftsanspruch durch Religion?

Akbar nutzte die Vorstellung eines "göttlichen Lichts", das von Gott auf ihn übertragen wurde, um sich als spirituelle und weltliche Autorität zu legitimieren, die über den theologischen Streitigkeiten der verschiedenen Glaubensrichtungen stand.

Warum stieß der neue Glaube auf Widerstand bei den orthodoxen Muslimen?

Die Reformen, wie die Ausrichtung der Verstorbenen nach Osten, das Feuerritual und die neue Kalenderrechnung, wurden von den orthodoxen Gelehrten als Häresie oder Teufelsanbetung wahrgenommen, da sie sich fundamental von islamischen Riten unterschieden.

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Details

Title
Akbar und seine Religion des din-i ilahi
College
University of Bonn  (Orient- und Asienwissenschaften)
Grade
1,0
Author
Lidia Tyurina (Author)
Publication Year
2013
Pages
13
Catalog Number
V454927
ISBN (eBook)
9783668881747
ISBN (Book)
9783668881754
Language
German
Tags
akbar religion
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lidia Tyurina (Author), 2013, Akbar und seine Religion des din-i ilahi, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/454927
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