Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Durchführung und Evaluation eines Stressmanagement-Programm für Arbeitnehmer in Pflegeberufen. Dargestellt wird die Auswirkung eines Stressmanagement-Programm auf den Resilienzzustand der Pflegekräfte.
Der Beruf der Pflegekraft zählt zu den Dienstleistungsberufen mit Patienten. Ausgewählt werden aus einem Pflegedienstanbieter insgesamt 16 Mitarbeiter. Darunter sind zehn weibliche und sechs männliche Teilnehmer. Die berufliche Tätigkeit besteht darin, die noch zuhause wohnhaften, pflegebedürftigen Patienten einmal pro Tag zu besuchen und ihnen Dienste als Pfleger anzubieten. Eine Pflegekraft hat bis zu fünf Patienten pro Tag, welche sie über einen 8 Stunden Arbeitstag besuchen und pflegen soll.
Jeder arbeitet unter den gleichen Bedingungen wie Anzahl der Patienten, Arbeitsstunden, Urlaubstage oder Ansprechpartner im Unternehmen. Weitere Belastungsfaktoren der Arbeitstätigkeit wie Zeitdruck, Emotionsarbeit, fehlende Unterstützung der Teamkollegen oder der Geschäftsführer sind für alle gleich. Daraus ergeben sich für die Evaluation des Stressmanagement- Programms, keine weiteren Ein- und Ausschlusskriterien wie Alter, Geschlecht, Vorerkrankungen oder ähnliches.
Inhaltsverzeichnis
1. SPEZIFISCHE PROBLEMSTELLUNG
1.1. Zielgruppe
1.2. Ziele
1.3. Einsatzbereiche
2. DAS STRESSMANAGEMENT- PROGRAMM
2.1. Methodisch-Didaktisch
2.2. Multimodale Gesichtspunkte
3. EVALUATION DES PROGRAMMS
3.1. Auswahl des Bausteins
3.2. Erhebungsinstrument
3.3. Auswertung der Ergebnisse
4. INTERPRETATION UND DISKUSSION
4.1. Interpretation der Ergebnisse
4.2. Diskussion der Ergebnisse
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, ein Stressmanagement-Programm für Pflegekräfte zu konzipieren, durchzuführen und anschließend zu evaluieren, um deren Resilienz zu stärken und die gesundheitlichen Folgen beruflicher Stressbelastungen zu reduzieren.
- Analyse spezifischer Stressoren im Pflegeberuf
- Entwicklung eines multimodalen Stressmanagement-Programms in drei Bausteinen
- Evaluation der Resilienzsteigerung mittels der Kurzskala RS-13
- Untersuchung der Übertragbarkeit auf andere Dienstleistungsbereiche
- Integration präventiver Maßnahmen in den Berufsalltag
Auszug aus dem Buch
1. SPEZIFISCHE PROBLEMSTELLUNG
Die Weltgesundheitsorganisation definiert bereits im Jahr 2004 den Faktor „beruflicher Stress“ als „einer der größten Gefahren des 21. Jahrhunderts“. Im Stressreport der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin wird im Jahr 2012 erläutert, dass bereits 52 % der Arbeitnehmer über starke Belastungen im Beruf klagen (Degenkolb-Weyers, 2016, S.1).
Täglich steigen die psychischen Belastungen der Arbeitswelt und erfordern mehr präventive Maßnahmen auf dem Gebiet der Stressbewältigung und Schutz vor Burnout (Degenkolb-Weyers, 2016, S.1). Das Bundesamt für Arbeit und Soziales stellt dar, dass psychische Erkrankungen eine überdurchschnittliche lange Erkrankungsdauer, mit einer überdurchschnittlichen Anzahl an AU-Fällen, verbindet. Eine durchschnittliche Erkrankungsdauer liegt bei 39,1 Tagen, jedoch gehen die „Depressiven Episoden“ mit einer Erkrankungsdauer von durchschnittlich 55,2 Tagen einher (Degenkolb-Weyers, 2016, S. 8).
Bereits 2012 zeigt sich, dass psychische Erkrankungen für mehr als 53 Millionen Krankheitstage sorgten und diese der Grund für 41 % der Frühberentungen sind. Besonderer Schwerpunkt von Arbeitsunfähigkeitszeiten durch psychische Erkrankungen liegen demnach im Dienstleistungsbereich (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, 2014, S.9).
Im Jahr 2007 verdeutlicht die BELUGA-Studie, dass von 2000 Pflegekräften 25% der befragten eine beeinträchtigte psychische Gesundheit aufweisen. Aus diesen 25 % befinden sich 8% zu diesem Zeitpunkt, sogar im fortgeschrittenen, klinisch, behandlungsbedürftigen Burnout-Stadium. Auf Grund des hohen Risikos von psychischer und psychosomatischer Erkrankungen, scheiden Pflegekräfte frühzeitig aus dem Beruf aus. Das Rentenzugangsalter liegt demnach für Pflegekräfte bei 58,8 Jahren (Vieweg, 2010).
Zusammenfassung der Kapitel
1. SPEZIFISCHE PROBLEMSTELLUNG: Darstellung der hohen psychischen Belastungen und Gesundheitsrisiken im Pflegeberuf als Grundlage für die Notwendigkeit von Präventionsmaßnahmen.
2. DAS STRESSMANAGEMENT- PROGRAMM: Beschreibung der methodisch-didaktischen Umsetzung des Programms sowie der Anwendung des multimodalen Stressmanagement-Modells nach Kaluza.
3. EVALUATION DES PROGRAMMS: Detaillierte Erläuterung der Auswahl der Bausteine, des gewählten Erhebungsinstruments (RS-13) und der statistischen Auswertung der Ergebnisse.
4. INTERPRETATION UND DISKUSSION: Analyse der erzielten Ergebnisse hinsichtlich des Resilienzzustands der Pflegekräfte sowie kritische Reflektion und Ausblick auf zukünftige Optimierungsmöglichkeiten.
Schlüsselwörter
Stressmanagement, Pflegekräfte, Resilienz, Burnout-Prävention, RS-13, psychische Belastung, Multimodales Stressmanagement, Gesundheitsmanagement, Stressoren, berufliche Stressbewältigung, Progressive Muskelentspannung, Resilienzförderung, Dienstleistungsberufe, Arbeitsbelastung, Evaluationsstudie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Evaluation eines Stressmanagement-Programms speziell für Pflegekräfte, um deren Widerstandsfähigkeit im Arbeitsalltag zu stärken.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Felder umfassen die Identifikation beruflicher Stressoren in der Pflege, das Konzept der Resilienz sowie die praktische Anwendung von Entspannungsmethoden.
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?
Das Ziel ist die Reduzierung und Bewältigung von Stress bei Pflegekräften durch ein gezieltes, in den Arbeitsalltag integrierbares Trainingsprogramm.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird ein Pre-Post-Design zur Evaluation eingesetzt, wobei die Resilienzskala RS-13 als standardisiertes Erhebungsinstrument zur Messung dient.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Konzeption des dreistufigen Programms, die Auswahl der Interventionsbausteine und die detaillierte Auswertung der erhobenen Daten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Resilienz, Stressmanagement, Pflegeberufe, Prävention und die Evaluation mittels RS-13 bestimmt.
Warum wurde die Kurzform der Resilienzskala RS-13 für die Evaluation gewählt?
Die Kurzform wurde aufgrund ihrer ökonomischen Anwendbarkeit und der hohen Relevanz der abgedeckten Merkmale für die Messung des Resilienzzustands bei Pflegekräften ausgewählt.
Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Dauer des Programms?
Die Autorin schlägt eine längere Durchführungsdauer von 6-8 Wochen pro Baustein vor, um eine nachhaltigere Wirkung und bessere Integration in den Berufsalltag zu gewährleisten.
Welche Rolle spielt das multimodale Stressmanagement-Modell nach Kaluza?
Das Modell bildet das theoretische Fundament, indem es das Stressgeschehen in instrumentelle, kognitive und palliativ-regenerative Ebenen unterteilt, an denen das Programm ansetzt.
Sind die Ergebnisse des Programms auf andere Branchen übertragbar?
Ja, die Autorin betont, dass die zugrunde liegenden Belastungsfaktoren und die Struktur des Programms auf weitere Dienstleistungsberufe mit ähnlichen Anforderungen angepasst werden können.
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- Bachelor of Arts Fitnessökonomie Julia Eberle (Author), 2018, Konzipierung und Durchführung eines Stressmanagement-Programms, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/454695