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Die Techniken des Selbst im Selbstoptimierungszwang. Der Einsatz von Self-Tracking-Praktiken im Zuge der beschleunigten Moderne

Title: Die Techniken des Selbst im Selbstoptimierungszwang. Der Einsatz von Self-Tracking-Praktiken im Zuge der beschleunigten Moderne

Term Paper , 2017 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society

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Ausgehend von der Frage, welche Rolle die Technik im Zuge der Selbstoptimierung des Menschen spielt, wird auf die Nutzung von technischen Gadgets eingegangen und näher beleuchtet. Die nachfolgender Frage soll innerhalb dieser Hausarbeit geklärt werden: Führt die Nutzung technischer Gerätschaften, wie Wearables zu einem größeren Optimierungsdruck des Individuums?

Um diese Arbeit zu präzisieren wird in den nachfolgenden Kapitel auf die Veränderung und die Bedeutung der Zeit eingegangen und unter Bezugnahme auf Karin Knorr Cetinas Theorie der synthetischen Situation ein Bezug zur technologischen Entwicklung genommen (Kapitel 1). Des Weiteren wird der Versuch unternommen, einen Zusammenhang zwischen dem technologischen Fortschritt und der Flexibilisierung des Menschen darzustellen (Kapitel 2). Unter Zuhilfenahme des Konzepts des unternehmerischen Selbst, wird in Kapitel 3 auf die Folgen des Optimierungsprozesses näher eingegangen und eine Verbindung zur Körperoptimierung hergestellt. Daran anschließend wird die Körperoptimierung anhand von Self-Tracking-Prozessen beleuchtet und dessen Auswirkungen aufgezeigt (Kapitel 4). Die Reflexion der Ergebnisse wird schließlich im Fazit erläutert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Die Bedeutung von Zeit im Zuge der beschleunigten Moderne

3. Flexibilisierung und Beschleunigung in der Spätmoderne

3.1 Sozialität mit Objekten

3.2 Das unternehmerische Selbst als aktiver Gestalter des Selbst

4. Körperoptimierung als Folge von Optimierungsprozessen

4.1 Techniken des Selbstmanagements

4.2 Self-Tracking im Sport

4. Fazit

5. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, welche Rolle technische Gadgets und Self-Tracking-Praktiken im Kontext der Selbstoptimierung spielen und ob die Nutzung solcher digitalen Technologien zu einem erhöhten Optimierungsdruck auf das Individuum führt.

  • Veränderung des Zeitverständnisses in der beschleunigten Moderne
  • Die Transformation von Sozialität durch skopische Medien
  • Das Konzept des unternehmerischen Selbst als neoliberales Steuerungsinstrument
  • Körperoptimierung als Ausdruck von Selbstdisziplin und Marktfähigkeit
  • Kritische Analyse von Self-Tracking-Daten im Sportkontext

Auszug aus dem Buch

4.1 Techniken des Selbstmanagements

Zu den Techniken des Selbstmanagements zählen unteranderen skopische Medien wie Self-Tracking Armbänder, Smartphones und Wearables5. Sie alle dienen dazu die sportlichen Erfolge sichtbar und messbar zu machen. Es wird als ein Mittel verstanden um sich selbst zu führen, bei dem sich unzähligen Körperdaten und Leistungen erheben, speichern und vergleichen lassen (vgl. Duttweiler/ Gugutzer 2015). Der komplette Tagesrhythmus wird dokumentiert, Schritte gezählt und die Kalorienaufnahme überwacht. Self-Tracking dient der Selbstüberwachung sowie der Selbsterkenntnis, die wiederum dazu führen soll eine Verhaltensänderung und Leistungssteigerung zu erzielen (vgl. Duttweiler/ Gugutzer 2015). Das gesamte Leben wird quantifiziert und rationalisiert, wie bei einer Maschine.

Dabei ist dieser Technik das Augenblickliche innewohnend. Mit Eingabe der Daten wird augenblicklich und unvermittelt ein Feedback auf das eigene Verhalten gegeben, veranschaulicht durch Zahlen und Diagramme (ebd.). Jedoch bietet Self-Tracking nicht nur Selbstvergewisserung über die eigene Leistung sondern zwingt auch zur Verantwortungsübernahme für sich selbst. Erfolg und Misserfolg werden dokumentiert (ein zu viel an Kalorien und ein zu wenig an Schritten) und eine Abhängigkeit zu diesen Self-Tracking Systemen kann erfolgen. Kritisch zu betrachten ist auch die Übergabe von Selbstkontrolle zur Fremdkontrolle durch die Nutzung dieser technischen Applikationen und Programme. Insbesondere wenn die Daten Krankenkassen, Versicherungen und Arbeitgebern zur Verfügung stehen und somit eine neue Form von Kontrolle entsteht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung thematisiert den gesellschaftlichen Trend zur Selbstoptimierung und das Streben nach Perfektion durch digitale Messbarkeit, geleitet von der Forschungsfrage, ob Wearables den Optimierungsdruck erhöhen.

2. Die Bedeutung von Zeit im Zuge der beschleunigten Moderne: Dieses Kapitel beleuchtet die wirtschaftshistorische Entwicklung der Zeitwahrnehmung vom industriellen Zeitalter bis hin zur heutigen, durch Echtzeit-Kommunikation geprägten Dringlichkeit.

3. Flexibilisierung und Beschleunigung in der Spätmoderne: Hier wird der Zusammenhang zwischen dem flexiblen Kapitalismus, der Digitalisierung und den veränderten Anforderungen an die Arbeitswelt und das Individuum dargestellt.

3.1 Sozialität mit Objekten: Der Abschnitt erläutert Karin Knorr Cetinas Theorie der Postsozialität, in der Objekte und technische Medien als zentrale Akteure menschliche Beziehungen transformieren.

3.2 Das unternehmerische Selbst als aktiver Gestalter des Selbst: Diese Analyse widmet sich dem neoliberalen Regierungsprogramm, das den Menschen anhält, sich selbst als ein zu optimierendes Unternehmen zu begreifen.

4. Körperoptimierung als Folge von Optimierungsprozessen: Das Kapitel verknüpft die Logik der Selbstverwirklichung mit der Vermessung des Körpers und analysiert den Körper als Projektionsfläche für Disziplin und Marktwert.

4.1 Techniken des Selbstmanagements: Hier wird der Einsatz von Wearables und Apps als Instrumente der Selbstüberwachung und quantitativen Kontrolle über den eigenen Lebensstil kritisch hinterfragt.

4.2 Self-Tracking im Sport: Dieser Teil betrachtet anhand von Sportstudierenden, wie Self-Tracking zur Professionalisierung der sportlichen Selbstführung genutzt wird, um Kapital für berufliche Zwecke zu generieren.

4. Fazit: Das Fazit resümiert, dass technische Hilfsmittel trotz des Ziels der Selbsterkenntnis primär als Verstärker eines permanenten Optimierungsdrucks wirken.

5. Ausblick: Der Ausblick diskutiert den Übergang zu einer naturzentrierten Kultur und die Tendenzen zum Transhumanismus, in der das Leben selbst als umprogrammierbare molekulare Software betrachtet wird.

Schlüsselwörter

Selbstoptimierung, Self-Tracking, beschleunigte Moderne, unternehmerisches Selbst, Wearables, Postsozialität, Körperkapital, Quantified-Self, Leistungsdruck, digitale Transformation, sozio-technische Systeme, Fremdkontrolle, Identität, Körperoptimierung, Effizienzprinzip

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die soziologischen Hintergründe und Auswirkungen der modernen Selbstoptimierung durch den Einsatz technischer Geräte.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Felder sind die Beschleunigung der Moderne, die Veränderung sozialer Beziehungen durch Technik und die Transformation des Individuums zum „unternehmerischen Selbst“.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll geklärt werden, ob die Nutzung von Wearables und Self-Tracking-Technologien zu einem messbar größeren Optimierungsdruck für das Individuum führt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit soziologischen Konzepten (u.a. von Knorr Cetina, Bröckling, Sennett) und rezensiert empirische Studien zum Thema Self-Tracking.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der zeitlichen Beschleunigung, die soziologische Einordnung von Objekten in sozialen Systemen sowie eine detaillierte Untersuchung der Körperoptimierung durch Selbstmanagement-Techniken.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Text charakterisieren?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Selbstoptimierung, Quantified-Self, Postsozialität, unternehmerisches Selbst und Körperkapital.

Wie unterscheidet sich das „unternehmerische Selbst“ von herkömmlichen Rollenbildern?

Im Gegensatz zu klassischen Rollenbildern betrachtet das unternehmerische Selbst das gesamte eigene Leben als eine zu maximierende Ware, was zu einem ständigen Selbstzwang zur Effizienzsteigerung führt.

Welche Rolle spielt der „Postsozialitäts-Ansatz“ nach Knorr Cetina für das Verständnis von Self-Tracking?

Der Ansatz erklärt, wie durch die Verschmelzung von Mensch und Technik Objekte als Interaktionspartner fungieren und so die soziale Solidarität durch individuelle, objektgestützte Selbststeuerung ersetzen.

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Details

Title
Die Techniken des Selbst im Selbstoptimierungszwang. Der Einsatz von Self-Tracking-Praktiken im Zuge der beschleunigten Moderne
College
University of Frankfurt (Main)
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2017
Pages
19
Catalog Number
V454244
ISBN (eBook)
9783668862098
ISBN (Book)
9783668862104
Language
German
Tags
Selbstvermessung Self-Tracking Selbstmanagement Körperoptimierung Optimierungsprozess Sport beschleunigte Moderne Mensch-Maschine-Interaktion Posthumanismus Flexibilisierung Beschleunigung Sozialität mit Objekten Zeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2017, Die Techniken des Selbst im Selbstoptimierungszwang. Der Einsatz von Self-Tracking-Praktiken im Zuge der beschleunigten Moderne, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/454244
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