Das Ende des Kalten Krieges war plötzlich, unvorhersehbar und das wichtigste Ereignis der letzten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Seit dem Zerfall der UdSSR ging es in der Debatte darum, wer oder was für das Ende des Konfliktes zwischen Ost und West verantwortlich war. Vielleicht ist kein Thema so umstritten wie die Rolle der strategischen Verteidigungsinitiative (SDI) der Vereinigten Staaten bei der Beendigung des kalten Krieges. Der Damalige US-Präsident „Ronald Reagan“ fand die Politik der sicheren gegenseitigen Vernichtung MAD-Strategie (Begeht eine Seite den Fehler, einen Atomangriff auszulösen, so ist auch ihre eigene Vernichtung sicher) unerträglich, daher suchte er nachdem Antritt seiner Amtszeit einen neuen Weg, um sein amerikanisches Volk vor der Gefahr eines Atomangriffs zu schützen. „Ronald Reagan“ tritt die Welt am 23.März 1983 und rief damit die Gemeinschaft der Wissenschaftler, sich ihre Talente, Begabungen und Initiative für ein interessantes Projekt zu widmen. Das Anbeginn für die strategische Verteidigungsinitiative SDI war die Reagans Rede. Dieses Projekt war für Reagan ein sehr interessantes Forschungsprogramm, das die Zukunft der nächsten Generationen in Amerika sichern wird. Das Programm erzielte hauptsächlich die Erschaffung der folgenden Hauptziele:
• Die Erfassung, Verarbeitung, und die Überwachung der Daten.
• Laser und Teilchenstrahlenwaffen.
• Kinetische Energiewaffen.
• Die Systemanalyse und Gefechtungsführung und
• Die Überlebensfähigkeit, Zerstörungsfähigkeit und Schlüsseltechnologie.
Strategic Defense Initiative (SDI) soll in dieser Ausarbeitung näher erklärt werden. In einem ersten Schritt wird ein Überblick über diese amerikanische Initiative gegeben, indem SDI definiert, ihre wichtigen Anforderungen erläutert, die Motivation des Präsidenten besprochen, und die Folgen der Verwirklichung dieses Programms bzw. die amerikanischen Reaktionen darauf näher betrachtet werden. In einem weiteren Schritt sollen die Reaktionen auf SDI-Programm betrachtet werden. Es werden dabei Überlegungen der europäischen Länder wie Frankreich, Großbritannien und Deutschland zum Programm diskutiert, bevor es die sowjetische Reaktion analysiert wird. Ferner wird auf die Möglichkeit der Erschaffung einer nuklearen freien Welt eingegangen. [...]
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung und Problemstellung
2 Strategic Defense Initiative
2.1 Motivation der US-Regierung
2.2 Anforderungen für das SDI-Forschungsprogramm
2.3 Die Vorgeschichte der strategischen Verteidigungsinitiative
2.4 Folgen der Verwirklichung des SDI-Programms
2.5 Amerikanische Meinung
3 Reaktionen auf SDI-Programm
3.1 Die europäischen Reaktionen
3.2 Sowjetische Reaktion auf Star Wars
3.3 Möglichkeit der Schaffung einer nuklearfreien Welt
4 SDI-Programm: Ihre Notwendigkeit und Machbarkeit
4.1 Die Notwendigkeit der Ausführung der strategischen Verteidigung
4.2 Machbarkeit des Programms
4.3 Auswirkung der Kongress auf SDI
5 Die Kritik an SDI und die Gründe derer Auflösung
5.1 Die Kritik an SDI
5.2 Die Auflösung von SDI
6 Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die strategische Verteidigungsinitiative (SDI) der USA während des Kalten Krieges, analysiert deren Entstehung, die internationale Resonanz sowie die technologische und finanzielle Machbarkeit und bewertet letztlich ihre Rolle für die Machtverschiebung im Konflikt zwischen Ost und West.
- Motivation der US-Regierung unter Präsident Ronald Reagan für das SDI-Programm
- Analyse der europäischen und sowjetischen Reaktionen auf die SDI-Vision
- Untersuchung der technischen Voraussetzungen und der Notwendigkeit der strategischen Verteidigung
- Finanzielle Aspekte und die Rolle des Kongresses bei der Budgetierung
- Kritik an SDI durch Wissenschaftler und politische Akteure sowie Gründe für die spätere Auflösung
Auszug aus dem Buch
2.3 Die Vorgeschichte der strategischen Verteidigungsinitiative
Die strategische Verteidigungsinitiative sollte eigentlich keine neue Entwicklung sein, sondern die schon entwickelten Abwehrsysteme in ihr gemeinsamen politischen Wirkung ergänzen. In diesem Kapitel soll die Vorgeschichte der SDI aus der Sicht der amerikanischen Administration diskutiert werden. Neben der SDI-Vorgeschichte werden auch die Entwicklungslinien und die Rahmenbedingungen, die zur Formulierung dieser Konzeption führten, behandelt werden.
Reagan hatte eine besondere persönliche Sichtweise auf das Programm. Anhand seiner SDI-Rede können wir leider seine persönlichen Gründe für die Initiative nicht nachvollziehen. Aber es werden zumindest Überlegungen herauskristallisiert. Reagan hatte bereits im Wahlkampf 1980 in einem Interview geäußert, dass Amerika mit der vorhandenen Technologie in der Lage sei, einen sowjetischen Raketenstart zu beobachten und seine Flugbahn bis ins Ziel zu verfolgen, aber nicht fähig sei, diese gefeuerte Rakete zu vernichten und deren Einschlag zu verhindern. In diesem Interview lobt Reagan die Zuverlässigkeit beziehungsweise die Effizient der amerikanischen Sensoren, welche in der genauen und fehlerfreien Entwicklung besteht. Diese Technologie könne leider nicht zum Schutz des Landes eingesetztes werden, deswegen sollte irgendwelche Technologie zum Schutz des eigenen Landes eingesetzt werden. Nicht nur der Präsident Reagan fand den Ausbau eines Verteidigungssystems notwendig, sondern auch seine Mitarbeiter und Berater im Wahlkampf, sahen schon die Notwendigkeit solche Systeme (Sanders, 1986, S. 11). Durch das sogenannte „SIOP-Briefing“ (The Single Integrated Operational Plan) wurde jeder Präsident nach seiner Wahl darüber informiert, welche Einsatzoptionen für Kernwaffen ihm im Falle eines Kriegs zur Verfügung stehen, könnte auch ein weiterer beeinflussender Faktor zur Reagans Entscheidung gewesen sei.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung und Problemstellung: Die Einleitung umreißt die historische Relevanz von SDI im Kontext des Kalten Krieges und definiert die zentralen Zielsetzungen der Untersuchung.
2 Strategic Defense Initiative: Dieses Kapitel erläutert die Motivation der US-Regierung, die technischen Anforderungen und die historische Genese des SDI-Programms.
3 Reaktionen auf SDI-Programm: Es werden die Reaktionen europäischer Bündnispartner sowie die ablehnende Haltung der Sowjetunion analysiert.
4 SDI-Programm: Ihre Notwendigkeit und Machbarkeit: Der Abschnitt befasst sich mit der technischen sowie finanziellen Durchführbarkeit von SDI und der Einflussnahme des US-Kongresses.
5 Die Kritik an SDI und die Gründe derer Auflösung: Dieses Kapitel thematisiert die wissenschaftliche Kritik am Programm und die letztendliche Einstellung des Projekts unter der Regierung Clinton.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Abschließend werden die Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst und die langfristigen Auswirkungen auf die deutsch-russischen Beziehungen sowie die globale Sicherheitslage reflektiert.
Schlüsselwörter
SDI, Strategic Defense Initiative, Ronald Reagan, Kalter Krieg, Raketenabwehr, UdSSR, Abschreckung, Weltraum, ABM-Vertrag, Nuklearwaffen, Rüstungswettlauf, Verteidigungstechnologie, Sicherheitspolitik, Militärstrategie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die strategische Verteidigungsinitiative (SDI), ein US-amerikanisches Forschungsprogramm aus den 1980er Jahren zur Abwehr ballistischer Raketen, und deren sicherheitspolitische Konsequenzen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den zentralen Themen gehören die US-Sicherheitspolitik, das internationale Verhältnis zum SDI-Programm, die technologische Machbarkeitsanalyse sowie die ökonomischen Aspekte der Aufrüstung.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, die Beweggründe Reagans, die Reaktionen der Weltmächte sowie die technischen und politischen Hürden, die letztlich zur Einstellung von SDI führten, systematisch darzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, die politische Dokumente, Analysen von Rüstungsexperten und zeitgenössische Berichterstattung auswertet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die Motive der US-Regierung, die europäischen und sowjetischen Reaktionen, die Machbarkeitsstudien sowie die Budgetentwicklung und Kritik an SDI diskutiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
SDI, Kalter Krieg, Raketenabwehr, Abschreckung, Weltraumverteidigung, ABM-Vertrag und Rüstungswettlauf sind maßgebliche Begriffe.
Wie beeinflusste der Kongress das SDI-Programm?
Der Kongress steuerte SDI maßgeblich durch die Bewilligung oder Ablehnung von finanziellen Mitteln und forderte durch das Ausbleiben konkreter Ergebnisse in späteren Jahren eine Minimierung des Budgets.
Warum scheiterte SDI aus Sicht der Sowjetunion?
Die Sowjetunion sah in SDI eine Verletzung von Rüstungsverträgen wie dem ABM-Vertrag und betrachtete das Programm als offensive Bedrohung, die eine nukleare Aufrüstung der Sowjetseite provozierte.
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- Otmane El-Guendouz (Author), 2018, Strategic Defense Initiative. Ein Überblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/452722