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Der Wert der Kunst. Überlegungen zur ästhetischen Betrachtung

Nelson Goodman und Walter Benjamin

Title: Der Wert der Kunst. Überlegungen zur ästhetischen Betrachtung

Term Paper , 2017 , 18 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Kevin-Michael Neimeier (Author)

Philosophy - Philosophy of the present

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Summary Excerpt Details

Die vorliegende wissenschaftliche Arbeit stellt eine Überlegung zu der ästhetischen Betrachtung sowie dem allgemeinen Umgang mit der Kunst in der Moderne dar. Den rezipierten Gedanken von Paul Valéry aufgreifend, soll eine Annäherung an die Frage erfolgen, wie eine theoretische Analyse dieser Art, die eine derartige Wirkung auf den Betrachtenden auslöst, sich gestalten kann. Welche Aspekte der kunsttheoretischen Betrachtung sind von Bedeutung, um den ästhetischen Gehalt eines Werkes, die ästhetische Differenz zwischen dem Original eines Kunstwerks und seiner Falsifikation adäquat festhalten zu können? Welche äußeren Faktoren sind für eine ästhetisch-philosophische Auseinandersetzung von Belang? Der Ausgangspunkt dieser Arbeit ist hierbei in den analytischen Betrachtungen des Werks Die Sprache der Kunst begründet, in welchem Nelson Goodman eine allgemeine Symboltheorie der Künste aufstellt und sich im Zuge dessen mit der Authentizität eines Kunstwerkes auseinandersetzt. Die von Goodman angestellte Reflexion der bildenden Kunst gestaltet sich als eine Art der analytischen Definition, welche Aufschlüsse bezüglich des Umgangs mit dem Falsifikat eines Kunstwerkes sowie den daraus resultierenden Implikationen für den ästhetischen Unterschied zwischen diesem und seinem Original aufzeigt. Bei der Lektüre von Die Sprache der Kunst, vornehmlich bei der hier thematisierten Auseinandersetzung der Betrachtung der Echtheit eines Kunstwerkes, ist ein Spannungsverhältnis zu konstatieren: ein Spannungsverhältnis zwischen der aufgestellten analytischen Theorie sowie den in diesem Bezug aufkommenden ästhetischen Fragen, die anhand der aufgestellten Theorie nicht erklärbar scheinen. Die Anschauung bezüglich der Echtheit eines Kunstwerks erscheint in einem rein analytischen Licht. Hinsichtlich dieses Aspekts gestaltet sich auch das von Goodman angeführte Beispiel des Kunstfälschers Han Van Meegeren, welcher die eigenen Werke als Kunstwerke von Jan Vermeer ausgab, als eines, welches Fragen bezüglich des ästhetischen Gehalts aufwirft, die die dargelegte Analyse jedoch nicht hinreichend zu klären vermag.2 Lediglich der Ausblick auf die Klärung der Echtheit des Kunstwerks wird angeboten. Die Betrachtung der Echtheit eines Kunstwerkes erscheint jedoch weniger in der Gestalt einer ästhetischen Differenz zwischen dem Original und seinem Falsifikat als vielmehr in Form einer Analyse des allgemeinen Umgangs mit Kunstwerken in der Zeit ihrer technischen Reproduzierbarkeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Gesellschaftliche Sphäre der Kunst

I. Gesellschaftliche Fundierung der Kunst

II. Die Reproduktion und Echtheit eines Kunstwerkes

C. Der Wert der Kunst

I. Ausstellungswert und Kunstwert

D. Konklusion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel der ästhetischen Betrachtung und des Umgangs mit Kunst unter den Bedingungen der Moderne. Ziel ist es, das Spannungsverhältnis zwischen analytischen Kriterien der Echtheit eines Kunstwerks und den gesellschaftlich-materialistischen Veränderungen durch technische Reproduzierbarkeit zu beleuchten, um zu klären, wie sich der Wert der Kunst in diesem Kontext neu definiert.

  • Gesellschaftliche Fundierung und Wahrnehmung von Kunst
  • Die Auswirkungen der technischen Reproduzierbarkeit auf die Aura des Kunstwerks
  • Analytisch-nominalistische Betrachtung nach Nelson Goodman
  • Transformation vom Kultwert zum Ausstellungswert
  • Veränderung des Betrachters in der kapitalistischen Moderne

Auszug aus dem Buch

II. Die Reproduktion und Echtheit eines Kunstwerkes

»Der gesamte Bereich der Echtheit entzieht sich der technischen – und natürlich nicht nur der technischen – Reproduzierbarkeit.« Benjamins Aussage folgend gilt es zu klären, was die Echtheit eines Kunstwerkes ausmacht und wie die technische Reproduzierbarkeit an sich zu denken ist. Zunächst ist die Reproduktion von Kunstwerken als ein Aspekt der Kunst zu betrachten, welcher schon immer Bestand hatte: Der elementare Unterschied ist hierbei zwischen der grundsätzlichen Reproduzierbarkeit und der technischen Reproduzierbarkeit eines Werkes zu suchen. Die Nachbildung stellt ein Verfahren der Reproduktion dar, welches nicht nur im Bereich eines bewussten Falsifikats mit der Intention, dieses als Original auszugeben, gebräuchlich ist.

Die technische Reproduktion stellt ferner ein Verfahren dar, welches bereits vor den Produktionsmitteln der Moderne allgemein übliche Praxis gewesen ist, obschon in merkbar begrenztem Rahmen: Guß und Prägung präsentieren sich als Verfahren, die bereits in der Klassik zur massenweisen Verbreitung von Münzen und Skulpturen Anwendung fanden. Das im Mittelalter in Europa aufkommende Verfahren des Holzschnitts, welcher die Reproduktion von Graphiken ermöglichte, sowie die Technik des Buchdrucks, die die Schrift massenweise reproduzierbar machte, sind jeweils als einschneidende Momente der Kunst Produktion und Reproduktion zu betrachten. Der Kupferstich, die Radierung sowie die zu Anfang des 19. Jahrhunderts aufkommende Lithographie sind als Weiterführungen des eigentlichen Holzschnitts zu verstehen, wobei insbesondere letztere täglich wechselnde illustrative Darstellungen in Zeitungen und Flugschriften ermöglichte, welche sich massenweise verbreiten ließ.

Neben dieser neuen Methode des Drucks kam im 19. Jahrhundert die Photographie auf, welche das bisher Gegebene umwälzen sollte und bis dahin unbekannte Möglichkeiten der Abbildung bot: »Da das Auge schneller erfaßt, als die Hand zeichnet, so wurde der Prozeß bildlicher Reproduktion so ungeheuer beschleunigt, daß er mit dem Sprechen Schritt halten konnte.« Das auf einem Photo Dargestellte obliegt dem Auge des Photographen, mittels der Apparatur an sich ist grundsätzlich ein jeder in die Lage versetzt, ein Abbild der Wirklichkeit anfertigen zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung ein, wie sich der ästhetische Gehalt und die Authentizität von Kunstwerken angesichts technischer Reproduzierbarkeit theoretisch bestimmen lassen.

B. Gesellschaftliche Sphäre der Kunst: Dieses Kapitel verortet die Kunst im gesellschaftlichen Rahmen und beleuchtet den historischen Wandel der Wahrnehmung unter dem Einfluss der Moderne.

I. Gesellschaftliche Fundierung der Kunst: Hier wird die Wechselwirkung zwischen der gesellschaftlichen Ordnung, insbesondere dem Kapitalismus, und der Entstehung sowie Rezeption von Kunstwerken erörtert.

II. Die Reproduktion und Echtheit eines Kunstwerkes: Das Kapitel analysiert die technologische Entwicklung von Reproduktionsverfahren und deren Konsequenzen für den Begriff der Echtheit und das Konzept der Aura.

C. Der Wert der Kunst: Dieses Kapitel widmet sich der Wertbemessung von Kunstwerken und verknüpft dabei analytische Ansätze mit der Kritik an der Kulturindustrie.

I. Ausstellungswert und Kunstwert: Die Untersuchung zeigt die Verschiebung vom ursprünglichen Kultwert zum Ausstellungswert auf, die durch die Allgegenwärtigkeit reproduzierbarer Kunst bedingt ist.

D. Konklusion: Die Schlussbetrachtung fasst zusammen, dass das Spannungsverhältnis zwischen analytischer Theorie und ästhetischem Gehalt bestehen bleibt, während die Kunst zunehmend Warencharakter annimmt.

Schlüsselwörter

Ästhetik, Authentizität, Aura, Benjamin, Falsifikat, Goodman, Kunstsoziologie, Moderne, Original, Reproduzierbarkeit, Symboltheorie, Valéry, Wahrnehmung, Warencharakter, Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Umgang mit Kunst in der Moderne und untersucht, wie technische Reproduzierbarkeit den Wert und die Authentizität von Kunstwerken beeinflusst.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die gesellschaftliche Einbettung der Kunst, die Frage der Echtheit im Vergleich zum Falsifikat, der Verlust der Aura durch Reproduktion sowie die Veränderung der Rezeptionsgewohnheiten des Publikums.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, das Spannungsverhältnis zwischen analytischen Kriterien für die Echtheit eines Werkes und den gesellschaftlichen Bedingungen, die den ästhetischen Gehalt und Wert definieren, kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine theoretisch-analytische Methode, die sich primär auf die kunstphilosophischen Schriften von Walter Benjamin, Nelson Goodman, Paul Valéry und Jonathan Crary stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Verschiebung vom Kultwert zum Ausstellungswert, die Rolle der technischen Reproduktion (Druck, Photographie) und die Rolle des modernen Betrachter-Konsumenten in der kapitalistischen Gesellschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Aura, Authentizität, Reproduzierbarkeit, Wahrnehmungswandel und Ästhetik charakterisieren.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen dem Kultwert und dem Ausstellungswert?

Der Kultwert ist an das Hier und Jetzt des Originals gebunden, während der Ausstellungswert durch die technische Reproduzierbarkeit und die Ausrichtung der Kunst auf ein massenhaftes Publikum an Bedeutung gewinnt.

Warum bleibt laut Autor das Spannungsverhältnis zwischen analytischer Theorie und ästhetischem Gehalt bestehen?

Da analytische Methoden wie die von Goodman zwar Kriterien für die Echtheit festlegen können, aber keine Antwort auf die Frage nach dem individuellen ästhetischen Gehalt oder der emotionalen Wirkung eines Werkes auf den Betrachter geben können.

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Details

Title
Der Wert der Kunst. Überlegungen zur ästhetischen Betrachtung
Subtitle
Nelson Goodman und Walter Benjamin
College
University of Heidelberg  (Philosophisches Seminar)
Course
Texte zur Symboltheorie Nelson Goodmans
Grade
1,5
Author
Kevin-Michael Neimeier (Author)
Publication Year
2017
Pages
18
Catalog Number
V452452
ISBN (eBook)
9783668850682
ISBN (Book)
9783668850699
Language
German
Tags
Nelson Goodman Walter Benjamin Ästhetik Kunst Philosophie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kevin-Michael Neimeier (Author), 2017, Der Wert der Kunst. Überlegungen zur ästhetischen Betrachtung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/452452
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