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Philetairos, Begründer der Attalidendynastie. Eine Untersuchung zur Herausbildung der Unabhängigkeit Pergamons

Title: Philetairos, Begründer der Attalidendynastie. Eine Untersuchung zur Herausbildung der Unabhängigkeit Pergamons

Term Paper (Advanced seminar) , 2011 , 26 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Martin Richter (Author)

World History - Early and Ancient History

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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit widmet sich dem Philetairos, Begründer der Attalidendynastie. Die Arbeit untersucht mehrere Fragen: Wie gelang es Philetairos, die Unabhängigkeit zu erreichen, zumal er sich erst von den Diadochen loslösen musste? Stieß er auf viel Wiederstand oder konnte er diesen durch eine geschickte Vorgehensweise gut umgehen? War es wirklich strategisch-politisch kluges Handeln, das ihm den Erfolg sicherte oder hatte er einfach nur Glück? Das Ziel dieser Arbeit soll nun darin bestehen, diese Fragen zu erläutern und die verschiedenen Etappen im Vorgehen des Philetairos darzulegen.

Kleine Königtümer hatten in Westkleinasien wohl nie den Einfluss und die Bedeutung, wie sie es in hellenistischer Zeit hatten. Auch war es für sie zu beinahe keiner anderen Zeit leichter gewesen, aus ihrem kleinen Fürstentum ein Königreich zu kreieren. Man musste nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein und ein gewisses Gespür haben, um seine Selbstständigkeit behaupten zu können. Genannt sei diesbezüglich unter anderen Zipoites von Bithynien. Dieser hatte den Vorteil, sich nie von einem der Diadochen losreißen zu müssen, jedoch musste er stets sein Gebiet vor diesen Schützen und sich verteidigen. Daneben sei noch das Königreich Pontus zu nennen, welches unter der Herrschaft des Geschlechtes der Mithridatiden stand. Ein weiterer dieser Fürsten, denen es gelang, sich die Unabhängigkeit von den großen Reichen zu sichern, ist Philetairos. Ihm gelang es durch eine über Jahrzehnte hinweg intelligente und abwartende Handlungsweise sich nach und nach, wenn sich die Gelegenheit bot, von den Großmächten loszulösen und sein eigenes Fürstentum Pergamon zu gründen, das unter seinem Nachfolger Eumenes I. zum Königreich aufstieg.

Es gab aber natürlich auch Fürsten, die es nicht schafften, sich loszulösen bzw. solche, die den idealen Moment verpassten. Hier ist vor allem Hermias von Atarneus, welches unweit von Pergamon situiert ist, anzuführen. Sein Problem war es, dass er nicht versuchte sich von einem der eher weniger stabilen Diadochenreiche loszulösen, sondern von dem in der Mitte des 4. Jh. v. Chr. noch immer ziemlich stabilen persischen Reich. Zwar hatte er sich die Hilfe von Philipp II. von Makedonien zugesichert, der Atarneus als militärischen Stützpunkt nutzen wollte, doch all dies half ihm nicht gegen den persischen König Artaxerxes III., welcher von dem Verrat wusste und Hermias mit einer List an den Königshof von Susa lockte um ihn hier zu töten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Fragestellung und Ziele der Arbeit

1.2 Betrachtungen zur Quellenlage

1.3 Die pergamenische Landschaft

2. Die Frühzeit Pergamons

2.1 Die Zeit vor Philetairos

2.2 Die mythologische Überlieferung

3. Die frühen Jahre von Philetairos bis zur Loslösung von Lysimachos

3.1 Die Herkunft des Philetairos

3.2 Das Verhältnis zu Dokimos und die Zeit unter Lysimachos

3.3 Die Entstehung des Fürstentums und die Loslösung von Lysimachos

4. Die Jahre unter den Seleukiden und die Herausbildung der eigenen Herrschaft

4.1 Das Militär

4.2 Die Münzprägung

4.3 Das pergamenische Territorium und der Ausbau der Stadt

4.3.1 Das Gebiet Pergamons unter Philetairos

4.3.2 Die Stadt Pergamon

4.4 Stiftungen und Spenden

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Aufstieg des Philetairos zum unabhängigen Herrscher über Pergamon. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie es Philetairos gelang, sich in der politisch volatilen Zeit nach dem Tod Alexanders des Großen von den Diadochen und Seleukiden zu lösen, ohne dabei in offene kriegerische Konflikte zu geraten, und ob dies eher auf strategisches Geschick oder glückliche Umstände zurückzuführen ist.

  • Historische und mythologische Grundlagen der frühen Geschichte Pergamons
  • Die Etappen des politischen Aufstiegs von Philetairos unter wechselnden Machthabern
  • Militärische, ökonomische und städtebauliche Maßnahmen zur Etablierung der Macht
  • Die Bedeutung von Stiftungen und Münzprägung als Instrumente der politischen Legitimation

Auszug aus dem Buch

3.2 Das Verhältnis zu Dokimos und die Zeit unter Lysimachos

Wie aber begann nun der Aufstieg des Philetairos zum Herrscher über Pergamon? Leider ist über ihn in der frühen Phase nicht besonders viel bekannt. Auf Grund seines Alters von 20 Jahren beim Tode Alexanders kann man davon ausgehen, dass er, wenn überhaupt, nur kurz am Alexanderfeldzug teilgenommen hatte. Die für ihn wichtige Zeit begann erst nach dessen Tod zur Zeit der Diadochenherrscher.

Diese waren alle aus den ἑταῖροι Alexanders hervorgegangen, jedoch verwendeten sie für ihre engen Vertrauten lieber den Begriff φίλοι. Ein für unsere Betrachtungen wichtiger φίλος ist Dokimos. Dieser hat eine lange Laufbahn hinter sich und diente verschiedenen Diadochen. Zu Beginn unterstand er dem Befehl des Perdikkas, welcher ihm genügend Vertrauen entgegenbrachte um den Satrapen von Babylon, Archon, zu stürzen und das Amt selbst zu übernehmen. Nach der Ermordung des Perdikkas flüchtete er sich zu Eumenes von Kardia, wo er sofort ein militärisches Kommando übernahm, welches den anderen Strategen gleichgestellt war. Somit kann man, so Kobes, davon ausgehen, dass er sowohl unter Perdikkas, als auch unter Eumenes den Status eines φίλος genoß.

Nach der Hinrichtung von Eumenes und der Gefangenname des Dokimos durch antigonidische Truppen, scheint er zu Antigonos übergelaufen zu sein, wo er, so Kobes, spätestens 313/2 v. Chr. in dessen Heeresstab wiederzufinden war und wohl auch den Stand eines φίλος genoss. Unter ihm war er Stratege von Synnada.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definition der Forschungsfrage und Erörterung der Quellenlage für die Untersuchung des Aufstiegs von Philetairos.

2. Die Frühzeit Pergamons: Historischer Rückblick auf die frühen Siedlungsphasen und die mythologische Verankerung als Legitimation für kommende Herrscherdynastien.

3. Die frühen Jahre von Philetairos bis zur Loslösung von Lysimachos: Analyse der Herkunft von Philetairos und seines taktischen Aufstiegs im Umfeld der Diadochen-Kämpfe.

4. Die Jahre unter den Seleukiden und die Herausbildung der eigenen Herrschaft: Darstellung der Konsolidierung der Macht durch Militär, Münzprägung, Städtebau und strategische Zuwendungen.

5. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Frage nach der Mischung aus politischem Geschick und glücklichen Umständen bei der Erlangung der Unabhängigkeit.

Schlüsselwörter

Philetairos, Pergamon, Attaliden, Diadochen, Lysimachos, Seleukiden, Unabhängigkeit, Herrschaftsbildung, Münzprägung, Kleinasien, Hellenismus, politische Strategie, Antike, Geschichte, Stiftungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den politischen Aufstieg des Philetairos, des Gründers der Attalidendynastie, und seinen Weg zur Etablierung der Unabhängigkeit des Stadtstaates Pergamon.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die historische Entwicklung der Region Pergamon, das Verhältnis zu den Diadochen und Seleukiden, sowie die internen Maßnahmen (Münzpolitik, Bauwerke, Stiftungen) zur Festigung der Macht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu klären, wie Philetairos trotz der Macht großer Reiche die Unabhängigkeit erreichte und ob sein Erfolg primär auf politisches Kalkül oder auf günstige historische Zufälle zurückzuführen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Untersuchung, die auf der Analyse antiker Quellen, epigraphischer Belege, numismatischer Funde sowie archäologischer Befunde basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der frühen Jahre des Philetairos und die Jahre unter seleukidischer Oberherrschaft, wobei detailliert auf Militär, Münzprägung, territoriales Wachstum und städtische Entwicklung eingegangen wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Philetairos, Pergamon, Unabhängigkeit, Diadochen, Seleukiden, Attaliden und politische Strategie.

Welche Bedeutung hatte das Verhältnis zu Dokimos für Philetairos?

Dokimos diente als Mentor und politisches Sprungbrett, dessen enge Verbindung zu verschiedenen Diadochen es Philetairos ermöglichte, in einflussreiche Kreise aufzusteigen und das nötige politische Rüstzeug zu erwerben.

Warum war der Tod des Agathokles ein entscheidender Wendepunkt?

Der Tod des Agathokles löste im Reich des Lysimachos politische Unruhen und Misstrauen aus, was Philetairos die notwendige Handlungsfreiheit bot, um zu den Seleukiden überzulaufen und seine eigene Existenz zu sichern.

Welchen Zweck verfolgten die Stiftungen des Philetairos?

Die Stiftungen dienten vor allem als politisches Instrument, um Städte an Pergamon zu binden und den Einflussbereich des Fürstentums durch "sanfte" Mittel, statt durch kriegerische Gewalt, auszuweiten.

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Details

Title
Philetairos, Begründer der Attalidendynastie. Eine Untersuchung zur Herausbildung der Unabhängigkeit Pergamons
College
http://www.uni-jena.de/
Grade
1,5
Author
Martin Richter (Author)
Publication Year
2011
Pages
26
Catalog Number
V451405
ISBN (eBook)
9783668843035
ISBN (Book)
9783668843042
Language
German
Tags
Griechenland Kleinasien Geschichte Archäologie Türkei Numismatik Pergamon Diadochen Hellenismus Philetairos Mythologie Lysimachos Seleukos Militär Münzprägung Münzen Polis Stadt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Richter (Author), 2011, Philetairos, Begründer der Attalidendynastie. Eine Untersuchung zur Herausbildung der Unabhängigkeit Pergamons, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/451405
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