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Wie beeinflussen "Board Interlocks" die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens?

Ein kritischer Überblick zum Stand der Theorie und zu Ergebnissen ausgewählter, empirischer Studien

Title: Wie beeinflussen "Board Interlocks" die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens?

Term Paper (Advanced seminar) , 2018 , 23 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Torben Arndt (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance

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Im Zuge der Globalisierung und der damit einhergehenden Vernetzung von Volkswirtschaften, Kulturen, politischen Systemen, Finanz- und Handelsmärkten sowie Unternehmen, entstand eine immer schnelllebigere Umwelt, in dem sich Unternehmen heutzutage beweisen müssen, um langfristig erfolgreich zu sein und ihr wirtschaftliches Überleben zu sichern. Einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für langfristigen Unternehmenserfolg ist die Innovationsfähigkeit und somit die Zukunftsträchtigkeit eines Unternehmens. Aus diesem Grund investieren Unternehmen und Konzerne immer höhere Summen in die Forschung und Entwicklung (FuE). Um diese Investitionsentscheidungen nicht in absoluter Unsicherheit zu treffen, bedienen sich Unternehmen verschiedenster Informationsquellen, um Marktintelligenz, Ressourcen und Innovationspotentiale zu generieren und somit einen langfristigen Wettbewerbsvorteil auf Grund ihrer FuE-Entscheidungen zu realisieren. Die aktuelle Forschung sieht die Firmenführung als eine der relevantesten Informationsquellen, um strategische Investitionsentscheidungen mit Knowhow zu fundieren und somit die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens zu beeinflussen. Insbesondere das „Board of Directors“ eines Unternehmens und dessen Vernetzung mit anderen Firmen auf Grund von sogenannten „Board Interlocks“ rückt hierbei immer mehr in den Vordergrund der aktuellen Forschung. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich deshalb mit folgender Forschungsfrage: Wie beeinflussen „Board Interlocks“ die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen und Arbeitsdefinitionen zum Zusammenhang von „Board Interlocks“ und Innovation

2.1 „Board Interlocks“

2.2 Innovation

3 Theoretische Erklärungsansätze zum Zusammenhang von „Board Interlocks“ und Innovationsfähigkeit

3.1 Die „Agency-Theory“

3.2 Die „Resource-Dependency-Theory”

4 Ausgewählte empirische Ergebnisse zum Zusammenhang von „Board Interlocks“ auf Innovationsfähigkeit

4.1 Methodisches Vorgehen

4.2 Direkter Zusammenhang von „Board Interlocks“ und Innovation

4.3 Moderatoren zum Zusammenhang von „Board Interlocks“ und Innovation

5 Managementimplikationen

6 Grenzen dieser Arbeit und zukünftige Forschungsgebiete

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss von „Board Interlocks“ – der personellen Vernetzung von Führungsgremien – auf die Innovationsfähigkeit von Unternehmen. Dabei wird kritisch beleuchtet, ob diese Vernetzungen primär als Informationskanäle zur Ressourcenbeschaffung dienen oder die effektive Kontrolle durch das Board behindern.

  • Grundlagen der „Agency-Theory“ im Kontext der Vorstandsüberwachung
  • Anwendung der „Resource-Dependency-Theory“ auf Wissens- und Technologietransfer
  • Empirische Analyse des Zusammenhangs zwischen Board-Strukturen und FuE-Intensität
  • Moderierende Effekte durch interne vs. externe Direktoren und Branchenhomogenität

Auszug aus dem Buch

3.1 Die „Agency-Theory“

Grundlegend beschreibt die „Agency-Theory“ einen wirtschaftswissenschaftlichen Erklärungsansatz, der das Verhältnis und die Entscheidungsfindung zwischen Wirtschaftssubjekten erläutert (Jensen & Meckling, 1976: 305-360). Die folgende Grafik verdeutlicht die Grundannahmen des „Agency-Modells“, welche anschließend näher erläutert werden:

Der Prinzipal wird hierbei als Auftraggeber bezeichnet, der den Agenten gegen eine, meist monetäre, Belohnung mit einem Auftrag betraut (Jensen & Meckling, 1976: 308). Auf Grund von ungleichen Zielen und Risikoneigungen kann es zu Konflikten zwischen Prinzipal und Agent kommen (ebd.). Diese Ambivalenzen entstehen auf Grund eines asymmetrischen Informationsgefälles zwischen den beiden Parteien sowie der Annahme, dass Prinzipal und Agent stets eigennützig und nutzenmaximierend handeln (A.a.O.). Hieraus resultiert die Annahme von opportunistischem Verhalten der Akteure dieses Modells: Der Prinzipal beauftragt den Agenten mit der persönlichen Annahme, dass dieser nutzenmaximierend im Sinne des Prinzipals handelt (Jensen & Meckling, 1976: 308). Da der Prinzipal aber nicht zu allen Informationen Zugang hat, um vollständig beurteilen zu können, ob der Agent auch tatsächlich in seinem Sinne handelt, kann der Agent seine Informationsmacht eigennützig ausnutzen (ebd.).

Der Agent wiederrum weiß genau, welche Informationen er zur Entscheidungsfindung genutzt hat und kann dem Prinzipal somit bewusst Informationen vorenthalten, um seinen eigenen Nutzen zu maximieren, auch, wenn dies zu Ungunsten des Prinzipals ist (Jensen & Meckling, 1976: 309). Der hier entstandene Interessenkonflikt zwischen Prinzipal und Agent nennt sich „Agency-Problem“ und bildet den Kern der „Agency-Theory“ (Jensen & Meckling, 1976: 309 ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Forschungsinteresse an der Vernetzung von Unternehmensgremien und deren Auswirkung auf strategische FuE-Entscheidungen.

2 Grundlagen und Arbeitsdefinitionen zum Zusammenhang von „Board Interlocks“ und Innovation: Dieses Kapitel klärt die zentralen Begriffe „Board Interlock“ sowie „Innovation“ und grenzt die untersuchten Innovationsformen methodisch ein.

3 Theoretische Erklärungsansätze zum Zusammenhang von „Board Interlocks“ und Innovationsfähigkeit: Hier werden die konträren Perspektiven der Agency-Theorie (Kontrollverlust) und der Resource-Dependency-Theorie (Informationsgewinn) gegenübergestellt.

4 Ausgewählte empirische Ergebnisse zum Zusammenhang von „Board Interlocks“ auf Innovationsfähigkeit: Dieser Abschnitt analysiert den Forschungsstand mittels existierender Studien und beleuchtet moderierende Variablen wie die Rolle der Direktoren.

5 Managementimplikationen: Es werden Handlungshinweise für Unternehmen abgeleitet, wie die Board-Gestaltung unter Berücksichtigung individueller Unternehmensmerkmale optimiert werden kann.

6 Grenzen dieser Arbeit und zukünftige Forschungsgebiete: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und benennt methodische Limitationen sowie notwendige Ansätze für weiterführende Forschung.

Schlüsselwörter

Board Interlocks, Innovation, Innovationsfähigkeit, Agency-Theory, Resource-Dependency-Theory, Corporate Governance, FuE-Intensität, Interlocking Directorate, Unternehmensführung, Strategische Investitionen, Wissensmanagement, Technologietransfer, Patentanmeldungen, Interne Direktoren, Industriehomogenität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie die personelle Vernetzung von Unternehmenskontrollgremien („Board Interlocks“) die Innovationsleistung eines Unternehmens beeinflusst.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen in der Corporate Governance, den theoretischen Ansätzen der Agency- und Resource-Dependency-Theorie sowie deren Auswirkungen auf Forschung und Entwicklung.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Forschungsfrage lautet: Wie beeinflussen „Board Interlocks“ die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die existierende empirische Studien systematisch auswertet, um eine theoretische und praktische Einordnung der Effekte vorzunehmen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert theoretische Erklärungsmodelle und gleicht diese mit empirischen Ergebnissen ab, wobei insbesondere direkte Zusammenhänge und moderierende Faktoren wie die Rollenbesetzung untersucht werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Board Interlocks, Innovationsfähigkeit, Agency-Theorie, Resource-Dependency-Theorie und Corporate Governance.

Welchen Einfluss hat die „Homogenität der Industrie“ auf die Ergebnisse?

Die Arbeit zeigt, dass „Board Interlocks“ eine stärkere positive Wirkung auf die Innovation haben, wenn die vernetzten Unternehmen in derselben oder einer ähnlichen Industrie tätig sind.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen internen und externen Direktoren eine Rolle?

Interne Direktoren („executive directors“) haben einen besseren Einblick in die internen Stärken und Schwächen, wodurch sie Informationen aus Netzwerken effizienter in neue Produktideen umsetzen können als externe Mitglieder.

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Details

Title
Wie beeinflussen "Board Interlocks" die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens?
Subtitle
Ein kritischer Überblick zum Stand der Theorie und zu Ergebnissen ausgewählter, empirischer Studien
College
Justus-Liebig-University Giessen
Grade
1,3
Author
Torben Arndt (Author)
Publication Year
2018
Pages
23
Catalog Number
V451168
ISBN (eBook)
9783668842397
ISBN (Book)
9783668842403
Language
German
Tags
board interlocks innovationsfähigkeit unternehmens überblick stand theorie ergebnissen studien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Torben Arndt (Author), 2018, Wie beeinflussen "Board Interlocks" die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/451168
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