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Politische Willensbildung durch Massenmedien

Kritik an der Berichterstattung über die "Flüchtlingskrise" seit 2015

Title: Politische Willensbildung durch Massenmedien

Term Paper , 2018 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Mandy Büttner (Author)

Communications - Media and Politics, Politic Communications

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Summary Excerpt Details

Seit 2014 vergeht kaum eine Woche, in der Pegida, die selbsternannten Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes, nicht in Dresden und andernorts auf die Straße gehen und unter anderem Parolen wie „Schluss mit der Staatspropaganda. GEZ abschaffen“ und „Lügenpresse“ skandieren. Auch die rechtspopulistische AfD gewinnt seit geraumer Zeit stetig an Zustimmung und hat ihrerseits ein geradezu paradoxes Verhältnis zur Presse. Obwohl der Partei allem Anschein nach viel daran liegt, „möglichst oft in den Nachrichten vorzukommen“, hat sie nicht nur einmal einzelnen Pressevertretern oder gar der kompletten Medienlandschaft den Zutritt zu ihren Parteitagen verwehrt.
Doch sind es nicht nur Protestbewegungen wie Pegida oder die AfD, die den Massenmedien skeptisch gegenüberstehen. Spätestens seit dem Einsetzen der großen Flüchtlingsbewegungen im Jahre 2015 ist eine Diskussion um die Vertrauenswürdigkeit von Massenmedien in der Mitte der Gesellschaft angekommen. So kam die seitens der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Auftrag gegebene Allensbach-Umfrage unter anderem zu dem Ergebnis, dass „39 Prozent der erwachsenen Bevölkerung finden, an dem von Pegida propagierten Vorwurf der ‚Lügenpresse‘ sei etwas dran“ (Köcher 2015), in Ostdeutschland sogar 44 Prozent.
Ins Visier der kritischen Betrachtungen geriet dabei maßgeblich die Berichterstattung über die Flüchtlingspolitik der Bundesrepublik. Hierbei wird bisweilen sogar „von einer ‚Medienkrise‘ oder einer ‚Glaubwürdigkeitskrise‘ der Medien“ (Alexander 2017, S. 189) infolge der so genannte „Flüchtlingskrise“ gesprochen. Neben dem misstrauischen Blick der Rezipienten auf die Berichterstattung veränderten zunehmend auch viele Medienvertreter ihre Einstellung zur medialen Darstellung der Flüchtlingspolitik.
Angesichts der elementaren Rolle der Massenmedien in unserer demokratisch verfassten Gesellschaft als „wichtigste Informationsquelle der Menschen“ (Baumann et al. 2011) soll in dieser Arbeit der Frage nachgegangen werden, wie sich die Berichterstattung über die Flüchtlingspolitik seit 2015 entwickelt und inwieweit die etwaig auftretende Kritik an selbiger den Journalismus beeinflusst hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Massenmedien als Instrument der politischen Willensbildung

3. Die Berichterstattung über die Flüchtlingspolitik 2015

3.1 Probleme durch das Web 2.0

3.2 Mangelnde Selektionsleistung

3.3 Willkommenskultur als moralisches Leitbild

3.4 Agendasetzung durch die politische Elite

3.5 Unterrepräsentation direkt Betroffener

3.6 Ausblenden kritischer Stimmen

3.7 Mangelnde Neutralität

4. Selbstreflexion und Wandel

4.1 Das Schlüsselereignis „Silvesternacht in Köln“

4.2 Zum Stand der Berichterstattung

4.3 Reflexive Stimmen

5. Entwicklung der öffentlichen Meinung

6. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Entwicklung der journalistischen Berichterstattung über die Flüchtlingspolitik seit 2015 und analysiert, inwieweit die an den Medien geäußerte Kritik den Journalismus in seiner Arbeit beeinflusst hat.

  • Rolle der Massenmedien in einer demokratischen Grundordnung
  • Analyse der medialen Berichterstattung zwischen 2015 und 2016
  • Einfluss von Web 2.0 und digitalem Strukturwandel auf den öffentlichen Diskurs
  • Konflikt zwischen Meinungsbildung, Neutralität und moralischen Leitbildern
  • Reflexionsprozesse und Wandel im Journalismus durch Schlüsselereignisse

Auszug aus dem Buch

3.1 Probleme durch das Web 2.0

Haller wendet sein Augenmerk zunächst auf das Web 2.0 und beschreibt die Probleme, die sich für die Medienwelt aus ihm ergäben. Gesellschaftlicher Diskurs werde aufgrund „unterschiedliche[r] Zielgruppen mit ihren Kommunikationsmustern“ (Haller 2017, S. 5) zunehmend erschwert, wodurch „[d]ie politische Öffentlichkeit [...] in Öffentlichkeitsinseln auseinanderzufallen“ (ebd.) scheint. Haller (ebd., S. 6) kritisiert die mangelnde Anpassungsfähigkeit des Informationsjournalismus „an die veränderten Kommunikationsverhältnisse“ – der Journalismus müsse „die verschiedenen Teilöffentlichkeiten interessiert wahrnehmen und über kommunikative Koppelungen beleben“.

Kneuer und Salzborn (2016), die sich in einem Aufsatz vertieft mit den digitalen Medien und ihrer Wirkung auf demokratische Prozesse beschäftigen, erkennen eine gewisse Ambivalenz im Web 2.0. Auf der einen Seite böte es einen direkten und ungefilterten „Zugang zu Informationen“, ermögliche es die Umsetzung von neuen „Vorstellungen deliberativer Demokratie“ und erwachse daraus „die Hoffnung auf neue Wege alternativer Partizipationsmöglichkeiten“ (ebd., S. 2–3). Andererseits bestünde die Gefahr der Absenkung des „Rationalitätsniveau[s] der politischen Debatten“ (ebd., S. 3). Es könne zu „einer Fragmentierung der Öffentlichkeit“ oder gar zu einer „Erosion des öffentlich orientierten Staatsbürgertums“ kommen (ebd.). Schließlich messen Kneuer und Salzborn (ebd., S. 12) Journalisten in ihrer Arbeit weitaus weniger Bedeutung bei als Haller, spielten sie doch in der Online-Welt eine ähnliche Rolle wie in der Offline-Welt. Wichtiger seien passende Online-Instrumente „in Bezug auf die jeweilige institutionelle Struktur und die politische Kultur einer Gesellschaft“ (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Skepsis gegenüber Massenmedien und erläutert die Forschungsfrage hinsichtlich der Berichterstattung über die Flüchtlingspolitik.

2. Die Massenmedien als Instrument der politischen Willensbildung: Dieses Kapitel verortet die Rolle der Medien als zentrale Informationsquelle für eine funktionierende Demokratie und deren Integrationsfunktion.

3. Die Berichterstattung über die Flüchtlingspolitik 2015: Es erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit der medialen Darstellung der Flüchtlingspolitik, unterteilt in Teilaspekte wie Selektionsleistung, Neutralität und Agendasetzung.

4. Selbstreflexion und Wandel: Dieses Kapitel analysiert, wie sich der Journalismus nach Schlüsselereignissen wie der Silvesternacht in Köln gewandelt hat und welche Reflexionsansätze existieren.

5. Entwicklung der öffentlichen Meinung: Hier wird der Zusammenhang zwischen Medienberichterstattung und Vertrauensdefiziten in der Bevölkerung mittels verschiedener Umfragen untersucht.

6. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert über das Spannungsfeld zwischen journalistischer Neutralität und dem gesellschaftlichen Auftrag.

Schlüsselwörter

Massenmedien, politische Willensbildung, Flüchtlingspolitik, Journalismus, Medienkritik, Lügenpresse, Web 2.0, Agenda-Setting, Flüchtlingskrise, Silvesternacht, Öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Vertrauensstudie, deliberative Demokratie, Medienwandel, Objektivität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die kritische Berichterstattung über die Flüchtlingspolitik ab 2015 und deren Auswirkungen auf den Journalismus sowie das Vertrauen der Öffentlichkeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Felder umfassen die Rolle der Medien in der Demokratie, journalistische Standards, den Einfluss digitaler Medienplattformen und die Veränderung von Narrativen über die Zeit.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, wie sich die Berichterstattung zur Flüchtlingspolitik entwickelt hat und ob die geäußerte Medienkritik zu einem Wandel im journalistischen Handeln geführt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, der Auswertung bestehender Studien (insb. der Otto Brenner Stiftung) sowie stichprobenartigen Anfragen bei Medienvertretern.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische journalistische Mängel wie mangelnde Selektionsleistung und fehlende Neutralität, diskutiert den Einfluss des Web 2.0 und beleuchtet die Rolle von Schlüsselereignissen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Medienkrise, Willkommenskultur, Agendasetzung, Meinungsbildung und journalistische Selbstreflexion bilden das Kernvokabular.

Welche Rolle spielt das Web 2.0 in der Medienkrise?

Das Web 2.0 wird als ambivalentes Instrument gesehen, das zwar Partizipation ermöglicht, aber auch zur Fragmentierung der Öffentlichkeit und zur Absenkung des Debattenniveaus beitragen kann.

Wie veränderte sich die Berichterstattung nach der Silvesternacht in Köln?

Die Ereignisse fungierten als Zäsur, nach der die Berichterstattung skeptischer auf das Thema Flüchtlingspolitik blickte und von einer eher positiven Darstellung in ein anderes Extrem überging.

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Details

Title
Politische Willensbildung durch Massenmedien
Subtitle
Kritik an der Berichterstattung über die "Flüchtlingskrise" seit 2015
College
University of Würzburg  (Institut für Politikwissenschaft und Soziologie)
Course
Politische Willensbildung
Grade
1,0
Author
Mandy Büttner (Author)
Publication Year
2018
Pages
23
Catalog Number
V451152
ISBN (eBook)
9783668846241
ISBN (Book)
9783668846258
Language
German
Tags
Flucht Flüchtlinge Medien Massenmedien Flüchtlingspolitik Flüchtlingskrise
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mandy Büttner (Author), 2018, Politische Willensbildung durch Massenmedien, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/451152
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