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Die Berliner Route der Migration als Migrationsmuseum?

Title: Die Berliner Route der Migration als Migrationsmuseum?

Term Paper , 2011 , 14 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Thomas Byczkowski (Author)

History of Germany - Postwar Period, Cold War

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Im Oktober des Jahres 2011 konnte man im Berliner Stadtraum auf vier rote Frachtcontainer stoßen, die mit unterschiedlichen Ausstellungen an Berliner Einwanderungsgeschichten erinnern sollten. Diese sogenannten Gedächtnisboxen waren ein erstes Ergebnis des Projekts der Berliner Route der Migration und stellten außerdem einen Teil der Aktivitäten zum 50. Jahrestag des Anwerberabkommens mit der Türkei am 31.10.1961 dar. Mit der Route der Migration wird nun auch der Berliner Migrationsgeschichte mehr Aufmerksamkeit zuteil. Zwar geschieht dies in Form einer im wahrsten Sinne des Wortes erfahrbaren Form im Stadtraum, doch erinnern einzelne Aspekte des Konzepts und der Idee an schon existierende Migrationsmuseen.

Joachim Baur hat in seiner Monografie aufgezeigt, dass im Zuge eines allgemeinen „globalen Museumsbooms“ auch ein zunehmendes Interesse an der Musealisierung der Migration zu beobachten war. Als spezifische Gründe für dieses wachsende Interesse nennt er „die thematische Schwerpunktverlagerung mit der Hinwendung zur Sozialgeschichte“2 und die Veränderungen der Museumslandschaft durch die „New Museology“, also das Hinterfragen der gesellschaftlichen Bedeutungen von Museen und den von Museen konstruierten Bedeutungen.3 Er analysiert drei verschiedene Migrationsmuseen und stellt in einem Ausblick eigene Kriterien vor, was ein Migrationsmuseum leisten könnte und sollte. Im Rahmen dieser Arbeit soll anhand dieser Kriterien der Frage nachgegangen werden, inwiefern auch die Berliner Route der Migration als Migrationsmuseum bezeichnet werden kann.

In einem ersten Schritt der Arbeit werden im Folgenden die ersten Ergebnisse des Projekts der Berliner Route der Migration vorgestellt und analysiert. In einem zweiten Schritt werden zunächst die Kriterien Baurs erläutert und anschließend mit den Ergebnissen des Projekts verglichen. Abschließend sollen die herausgearbeiteten Aspekte zusammen betrachtet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Konzept und Realisierung der Berliner Route der Migration

2.1. Entstehung und Konzept

2.2. Erste Realisierung: Die Gedächtnisboxen

3. Versuch einer Einordnung

4. Abschließende Betrachtung

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht, inwiefern das Projekt der "Berliner Route der Migration" als Migrationsmuseum im Sinne der von Joachim Baur entwickelten Kriterien betrachtet werden kann. Dabei steht die Analyse der theoretischen Konzepte von Rainer Ohliger sowie deren praktische Umsetzung in Form der mobilen "Gedächtnisboxen" im Vordergrund der Untersuchung.

  • Musealisierung von Migration im städtischen Raum
  • Vergleich der Berliner Route mit wissenschaftlichen Migrationsmuseums-Kriterien
  • Analyse der theoretischen Ansätze von Rainer Ohliger
  • Evaluierung der "Gedächtnisboxen" als Ausstellungsformate
  • Untersuchung von Identitätskonstruktionen und Erinnerungspolitik

Auszug aus dem Buch

2.1. Entstehung und Konzept

Den Anstoss für die Entwicklung einer Berliner Route der Migration gab ein Senatsbeschluss aus dem Jahr 2007. Im Berliner Integrationskonzept verpflichtete sich der Senat, das Thema Erinnerungspolitik in der Einwanderungsgesellschaft in der anstehenden Legislaturperiode zu fördern und mit Initiativen zu unterstützen. Eines der konkreten Projekte war die Route der Migration. Einerseits wollte man sich damit der Berliner Stadtgeschichte mit Geschichten der Migrationen nähern, andererseits sollte auch konkret auf die Spuren der Migrationsgeschichte im Berliner Stadtraum aufmerksam gemacht werden. Die leitende Idee war schon von Beginn an, dass 300 Jahre Migrationsgeschichte anhand konkreter Routen durch die Stadt erfahrbar gemacht werden sollten.

Im Jahr 2009 wurde der Historiker und Sozialwissenschaftler Rainer Ohliger mit der Ausarbeitung eines Konzepts beauftragt. Ohliger ist gleichzeitig Gründer und Vorstandsmitglied des Netzwerks Migration in Europa e.V., das im Sommer 2010 zusammen mit dem Integrationsbeauftragten, dem Lehrstuhl für Neuere Geschichte der Freien Universität, dem Lehrstuhl für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität, dem Jüdischen Museum, dem Museum Kreuzberg, dem Stadtmuseum und der Architektin Cagla Ilk zum Steuerungskreis des Projekts geformt wurde. Dieser war an der Auswahl von Orten für eine Pilotroute entscheidend beteiligt. Die ersten Ergebnisse erschienen dann im Jahr 2011 in Form des hier zitierten Sammelbandes und einer mobilen Ausstellung mit sogenannten Gedächtnisboxen im Oktober.

Da die endgültige „Markierung“ der Orte der Migration noch nicht erfolgt, sondern für das Jahr 2013 angesetzt ist, richtet sich der Fokus dieser Arbeit auf die bereits vorhandenen Veröffentlichungen und Realisierungen, also auf den Sammelband von 2011 und die mobile Ausstellung in Form der Container. Im Folgenden soll zunächst das Konzept der Ausstellung anhand der theoretischen Konzeption von Rainer Ohliger näher beleuchtet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel stellt das Projekt der "Berliner Route der Migration" vor und erläutert die Forschungsfrage, die sich auf die theoretischen Kriterien für Migrationsmuseen von Joachim Baur stützt.

2. Konzept und Realisierung der Berliner Route der Migration: Hier werden die Entstehung des Projekts unter Einbeziehung des Steuerungskreises sowie die inhaltliche Konzeption durch Rainer Ohliger und die praktische Umsetzung der "Gedächtnisboxen" detailliert beschrieben.

3. Versuch einer Einordnung: Das Kapitel vergleicht die Berliner Route der Migration anhand der Kriterien von Joachim Baur, wie etwa die "Kontaktzone" oder das Paradigma des Multikulturalismus, mit der Theorie eines idealen Migrationsmuseums.

4. Abschließende Betrachtung: Eine Synthese der Ergebnisse, in der die Berliner Route der Migration kritisch als staatlich koordiniertes Projekt bewertet wird, das Identitätsangebote schafft, aber transkulturelle Ansprüche nur teilweise erfüllt.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung der herangezogenen Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Berliner Route der Migration, Gedächtnisboxen, Migrationsmuseum, Joachim Baur, Rainer Ohliger, Musealisierung, Erinnerungspolitik, Stadtgeschichte, Einwanderungsgeschichte, Kontaktzone, Identitätsangebot, Transkulturalität, Sozialgeschichte, Berlin, Stadt der Vielfalt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Berliner Projekt "Route der Migration" und untersucht, inwieweit dieses stadtweite Erinnerungsprojekt die Kriterien eines Migrationsmuseums erfüllt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Musealisierung von Migrationsgeschichte im Stadtraum, die theoretische Konzeptualisierung von Erinnerung sowie die kritische Auseinandersetzung mit dem staatlich geförderten "Wir-Gefühl".

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, unter Anwendung der von Joachim Baur definierten Kriterien für Migrationsmuseen zu prüfen, ob die "Berliner Route der Migration" als solches bezeichnet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin oder der Autor nutzt einen komparativen Ansatz, bei dem theoretische Konzepte (Baur) mit der empirischen Realisierung der Pilotprojekte (Gedächtnisboxen) verglichen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Projekthistorie, die Erläuterung der Konzepte von Rainer Ohliger sowie eine detaillierte Prüfung dieser Ansätze an den Kriterien von Baur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Migrationsmuseum, Kontaktzone, Erinnerungspolitik, Stadtgeschichte und Multikulturalismus.

Wie werden die "Gedächtnisboxen" im Text bewertet?

Sie werden als temporäre, aber erfolgreiche Form der Vermittlung angesehen, die durch die Einbindung von Betroffenen und unterschiedliche thematische Schwerpunkte Ansätze einer "Kontaktzone" zeigen.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur nationalen Perspektive?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass das Projekt eher ein nationales Identitätsangebot zur Stärkung eines "Wir-Gefühls" darstellt, anstatt eine konsequent transnationale oder transkulturelle Perspektive einzunehmen.

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Details

Title
Die Berliner Route der Migration als Migrationsmuseum?
College
Free University of Berlin
Grade
1,0
Author
Thomas Byczkowski (Author)
Publication Year
2011
Pages
14
Catalog Number
V450924
ISBN (eBook)
9783668840195
ISBN (Book)
9783668840201
Language
German
Tags
Route der Migration Berlin Migrationsmuseum Musealisierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Byczkowski (Author), 2011, Die Berliner Route der Migration als Migrationsmuseum?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/450924
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