Die Hausarbeit wurde im Rahmen des Seminars „Interkulturelles Produktmanagement“ an der Universität Witten/Herdecke im Sommersemester 2005 angefertigt. Teil des Seminars war die Bearbeitung einiger realer Problemstellungen, die die WELEDA AG an die Teilnehmer gerichtet hatte. Die Fragen bezogen sich auf Schwierigkeiten, die während der Einführung einiger Produkte von WELEDA auf dem japanischen Markt aufgetreten waren. Während des Seminars wurden Lösungsmöglichkeiten durch die Studierenden aufgezeigt. Die Hausarbeit bearbeitet einen rein fiktiven Fall. Es liegen keine Informationen vor, dass WELEDA die „Aloe Vera-Pflegemilch“ in Japan einführen will. Dem ungeachtet wird diese Arbeit WELEDA zur Verfügung gestellt. Die Relevanz sollte intern bestimmt werden. Vielleicht ergeben sich aus den Ausführungen interessante Aspekte, die intern wertvoll verwertet werden können. Zu beachten ist dabei, dass es sich hier um eine wissenschaftliche Arbeit handelt und kein Anspruch auf Vollständigkeit besteht. Für ein konkretes Vorhaben sollten weitere Arbeiten erfolgen.
Schwerpunkt der Hausarbeit ist das interkulturelle Produktmanagement.
Inhaltsverzeichnis
1 Ausgangssituation
1.1 Der japanische Markt
1.2 Die WELEDA AG in Japan
1.3 WELEDA Aloe Vera-Pflegemilch
2 Interkulturelles Produktmanagement
2.1 Definition
2.2 Aufgabenbereich Planung
2.3 Aufgabenbereich Organisation
2.4 Aufgabenbereich Realisierung
2.5 Aufgabenbereich Kontrolle
3 Handlungsempfehlungen
3.1 Abgleich der Arbeitsbereiche und Empfehlungen
3.2 Strategie
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Potenziale und Chancen einer fiktiven Markteinführung des WELEDA-Produkts „Aloe Vera-Pflegemilch“ auf dem japanischen Markt unter Anwendung theoretischer Konzepte des interkulturellen Produktmanagements.
- Analyse der japanischen Marktgegebenheiten für WELEDA
- Konzeptualisierung des interkulturellen Produktmanagements
- Methodische Bewertung der Aufgabenbereiche Planung, Organisation, Realisierung und Kontrolle
- Formulierung von Handlungsempfehlungen für den Markteintritt
- Strategische Anpassung der Kommunikation und Produktpräsentation
Auszug aus dem Buch
1.1 Der japanische Markt
Japan ist eine gelenkte Volkswirtschaft, die in den letzten Jahren zunehmend dereguliert und privatisiert wurde. Der Export im Jahr 2003 betrug 363 Milliarden Euro. Damit liegt Japan auf Platz 3 der exportstärksten Länder hinter Deutschland auf Platz 1 und den USA auf Platz 2. In Japan trifft man somit auf ein hoch entwickeltes Land.
Eine gute Zusammenarbeit zwischen Staat und Industrie, eine starke "Arbeitermentalität", die Beherrschung von Hightech, ein großes Augenmerk des Staates auf Ausbildung und ein vergleichsweise geringes Verteidigungsbudget (1 % des Bruttoinlandproduktes) haben Japan geholfen, binnen kurzer Zeit hinter den USA und der EU die drittgrößte Wirtschaftsmacht der Welt zu werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Ausgangssituation: Dieser Abschnitt beschreibt die ökonomischen Rahmenbedingungen in Japan sowie die bestehende Marktpräsenz der WELEDA AG, um den fiktiven Fall vorzubereiten.
2 Interkulturelles Produktmanagement: Hier werden theoretische Konzepte für das Management von Produkten in unterschiedlichen Kulturkreisen erarbeitet und die vier klassischen Aufgabenbereiche um interkulturelle Aspekte erweitert.
3 Handlungsempfehlungen: Aufbauend auf den theoretischen Dimensionen werden konkrete Argumente für und gegen den Markteintritt diskutiert und eine Strategie für die Produktplatzierung entworfen.
Schlüsselwörter
Interkulturelles Produktmanagement, WELEDA, Japanischer Markt, Markteinführung, Marketing-Mix, Zielgruppenanalyse, Organisationsformen, Interkulturelle Kompetenz, Strategisches Spielbrett, Kundenzufriedenheit, Pflegemilch, Aloe Vera, Exportstrategie, Wettbewerbsvorteil, Markenführung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die fiktive Einführung der „Aloe Vera-Pflegemilch“ von WELEDA auf dem japanischen Markt unter Nutzung interkultureller Management-Theorien.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen zählen die Anpassung des Marketing-Mix an fremde Kulturen, die Analyse interkultureller Organisationsformen und die strategische Planung von Produktlaunches.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, Handlungsempfehlungen für WELEDA zu erarbeiten, um das Produkt erfolgreich und kulturell adäquat auf dem japanischen Markt zu positionieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Konzepte zum Produktmanagement, die um soziokulturelle Aspekte (z.B. nach Hofstede) erweitert und auf den konkreten Fall angewendet werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die Aufgabenbereiche Planung, Organisation, Realisierung und Kontrolle systematisch auf interkulturelle Anforderungen hin untersucht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Interkulturelles Produktmanagement, Markteinführung, Japan, WELEDA, Marketing-Mix und interkulturelle Kompetenz sind die prägenden Begriffe.
Warum wird die „Aloe Vera-Pflegemilch“ als fiktives Fallbeispiel genutzt?
Das Beispiel dient dazu, die theoretischen Anforderungen des interkulturellen Produktmanagements an einem praxisnahen Objekt zu illustrieren und die Transferleistung der erlernten Methoden zu demonstrieren.
Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur von WELEDA bei der Markteinführung?
Die europäische Identität von WELEDA muss laut Arbeit gewahrt bleiben, während gleichzeitig die spezifischen japanischen Anforderungen an Kommunikation und Produktbeschaffenheit in den Marketing-Mix integriert werden sollen.
Welche Bedeutung kommt der interkulturellen Kompetenz im Rahmen der Organisation zu?
Interkulturelle Kompetenz ist für die Autoren ein kritischer Erfolgsfaktor, da Mitarbeiter vor Ort die Brücke zwischen der europäischen Marke und der japanischen Kundenmentalität schlagen müssen.
Was ist die abschließende Empfehlung der Arbeit?
Die Einführung wird befürwortet, wobei eine Strategie der direkten Vermarktung über exklusive WELEDA-Shops sowie eine Anpassung der Kommunikationsstrategie zur Entkräftung von Vorbehalten gegen fettende Produkte empfohlen wird.
- Arbeit zitieren
- Daniel Verst (Autor:in), 2005, Chancen der Einführung des WELEDA Produktes „Aloe Vera-Pflegemilch“ auf dem japanischen Markt mit Hilfe des interkulturellen Produktmanagement, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/44952