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Naturkatastrophen im Mittelalter. Das Großfeuer von Frankenberg 1476 und das Erdbeben in Basel 1356

Titel: Naturkatastrophen im Mittelalter. Das Großfeuer von Frankenberg 1476 und das Erdbeben in Basel 1356

Hausarbeit , 2017 , 18 Seiten , Note: 1,4

Autor:in: Katrin Artmann (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Naturkatastrophen entreißen dem Alltag seinen gewohnten Trott. Plötzlich liegt das Grundgerüst der sozialen und kulturellen Struktur frei. Welchen Beginn, Verlauf und welches Ende die Katastrophe nimmt, hängt von den zentralen kulturellen Fähigkeiten der Gemeinschaft ab: Gab es technische Präventionsmöglichkeiten oder allgemeine Regeln für Ausnahmezustände? Wer hatte das Sagen und bestimmte den Ablauf? Wie hält die Architektur der Katastrophe stand? Wie viele Menschen sterben und wer war geschützt? Konnte der Wiederaufbau organisiert werden? Wer half? War er erfolgreich in dem Sinne, dass der alte Kulturlevel schnell wieder erreicht werden konnte? Neben diesen praktischen Fragen ergibt sich auch ein weiterer interessanter Aspekt: der der Schuld. Wer wird für den Unglücksfall verantwortlich gemacht? Wird nach dem Einzelnen gesucht, der beim Großbrand das Nachtlicht nicht ausgeblasen hat? Werden Autoritäten angeklagt, die besser hätten verwalten müssen? Oder war es am Ende eine göttliche Strafe?

Ziel dieser Arbeit ist es, das Großfeuer von Falkenberg im Jahr 1476 zu analysieren. Dabei wird das Erdbeben von Basel aus dem Jahr 1356 als Vergleich verwendet, da dem ursprünglichen Erdbeben sowohl ein Stadtbrand als auch eine Überschwemmung folgten. Zuerst werden die relevanten Quellen vorgestellt, und die beiden Katastrophen auf Basis dieser Quellen dargestellt. Im zweiten Teil folgt dann eine Diskussion: Wie gingen beide Städte praktisch mit der Katastrophe um und wie haben sie sie intellektuell bzw. interpretatorisch verarbeitet? Die gewonnenen Erkenntnisse über Parallelen und Differenzen helfen zu einem differenzierten Bild der Kultur des europäischen Spätmittelalters.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Quellenlage

3 Die Brände

3.1 Das Erdbeben von Basel

3.2 Der Brand von Falkenberg

4 Diskussion

4.1 Die praktische Bewältigung

4.2 Die interpretierende Verarbeitung

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert das Großfeuer von Frankenberg im Jahr 1476 im Vergleich mit dem Erdbeben von Basel von 1356, um Erkenntnisse über die kulturelle Resilienz und Bewältigungsstrategien spätmittelalterlicher Städte bei Naturkatastrophen zu gewinnen.

  • Analyse von Naturkatastrophen als kulturelle Ausnahmesituationen
  • Gegenüberstellung der praktischen Bewältigung in verschiedenen Stadtstrukturen
  • Untersuchung der interpretierenden Verarbeitung von Leid und Katastrophen
  • Bedeutung gesellschaftlich-politischer Strukturen für den Wiederaufbau
  • Quellenkritische Auswertung spätmittelalterlicher Chroniken und Ratsbücher

Auszug aus dem Buch

3.2 Der Brand von Falkenberg

Wie auch Fouquet bemerkt, beginnt die Erzählung Gerstenbergs über das Feuer mit der genauen zeitlichen Verortung. Der Tag war ein Donnerstag am neunten Mai und die Uhrzeit war Mittag, „alßs die glocke 1 slug.“ Gerstenberg benennt exakt das Haus, in dem das Feuer startete, ein hohes Haus in der Mittelgasse, an dessen Dach keine Leiter ragte. Anstatt Ursachen zu nennen oder zu spekulieren, oder die Leute zu benennen, die in diesem Haus wohnten, berichtet Gerstenberg von den Schwierigkeiten, das Feuer sofort einzudämmen. Nicht nur war das Haus unerreichbar, sondern das Klima war auch zu der Zeit schon länger heiß und trocken gewesen, sodass es in der Stadt an Wasser fehlte und außerdem waren nicht viele Leute zum Helfen da: Sie waren bei der Arbeit auf ihren Feldern und Anwesen und wo immer sie auch zu tun hatten.

Und noch einen vierten Grund führt er an: Obwohl eigentlich bisher kein Wind da gewesen sei, „sunder eyn gantz stille heißs tag“, blies just zum Ausbruch des Feuers ein Wind an, der das Feuer in alle Ecken der Stadt verteilte. Leider ist aus der nüchternen Feststellung des plötzlichen Windes nicht festzustellen, ob Gerstenberg hier so etwas wie göttliches Walten, ob Strafe oder Prüfung, sieht, oder schlicht einen Zufall. Es wäre auch möglich, dass er die „durch die Hitze des Brandes ausgelöste Thermik“ fehlinterpretiert hat. Doch Gerstenberg beschreibt lieber die Reaktion des Stadtvolks: sie „gosßsen, slugin, leschtin unde werten sichmit gantzem ernste“, doch es half leider nichts. Schließlich kamen die Leute von den Feldern angelaufen und halfen mit, doch auch das änderte nichts, das Feuer wurde immer größer.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das grundlegende Wechselspiel zwischen Mensch und Natur und legt die Forschungsfrage zur Bewältigung von Naturkatastrophen im Spätmittelalter dar.

2 Quellenlage: Dieses Kapitel stellt die für die Analyse relevanten Quellen vor, insbesondere die Chroniken von Wigand Gerstenberg für Frankenberg sowie die Rats- und Stadtbücher für das Erdbeben von Basel.

3 Die Brände: Hier werden die historischen Ereignisse, das Erdbeben von Basel 1356 und der Brand von Frankenberg 1476, im Detail chronologisch und ereignisgeschichtlich geschildert.

4 Diskussion: In diesem Hauptteil werden die praktischen Bewältigungsmaßnahmen und die interpretierende Verarbeitung der Katastrophen miteinander verglichen und theoretisch eingeordnet.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Bedeutung von gesellschaftlich-politischen Strukturen für die Resilienz spätmittelalterlicher Städte.

Schlüsselwörter

Naturkatastrophen, Spätmittelalter, Frankenberg, Basel, Großfeuer, Erdbeben, Wigand Gerstenberg, Stadtgeschichte, Resilienz, Katastrophenbewältigung, Mentalitätsgeschichte, Stadtverwaltung, Wiederaufbau, Quellenkritik, Kulturgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie spätmittelalterliche Städte auf Naturkatastrophen reagierten und welche Faktoren deren Bewältigung und den anschließenden Wiederaufbau beeinflussten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Analyse der Katastrophen von Basel und Frankenberg, der Umgang der Stadtgesellschaften mit Leid und Zerstörung sowie die Rolle politischer Strukturen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, durch einen Vergleich der beiden Ereignisse zu ermitteln, warum die Resilienz und der Wiederaufbau der Städte unterschiedlich verliefen und was dies über die Kultur des Spätmittelalters aussagt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine historisch-analytische Methode angewandt, die auf der kritischen Auswertung zeitgenössischer Quellen, wie Chroniken und städtischer Ratsbücher, basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil findet eine Diskussion statt, in der die praktische Bewältigung der Ereignisse sowie die interpretierende Verarbeitung des Leids gegenübergestellt werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Naturkatastrophen, Katastrophenbewältigung, Resilienz, Spätmittelalter und Mentalitätsgeschichte.

Warum konnte sich Basel nach dem Erdbeben besser erholen als Frankenberg nach dem Brand?

Die Arbeit deutet darauf hin, dass die stabilere gesellschaftlich-politische Grundstruktur und die stärkere wirtschaftliche Vernetzung Basels wesentliche Vorteile bei der Bewältigung der Folgen boten.

Welche Rolle spielt Wigand Gerstenberg in dieser Analyse?

Gerstenberg ist der zentrale Chronist für das Feuer in Frankenberg; sein Bericht dient als detaillierte Primärquelle, die auch die emotionale und soziale Dimension des Unglücks dokumentiert.

Wird das Geschehen in den Quellen als göttliche Strafe gedeutet?

Die Analyse zeigt, dass diese Deutung in den von der Katastrophe unmittelbar betroffenen Quellen eher zweitrangig gegenüber pragmatischen Bewältigungsversuchen ist und vor allem in zeitlich distanzierten Texten auftaucht.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Naturkatastrophen im Mittelalter. Das Großfeuer von Frankenberg 1476 und das Erdbeben in Basel 1356
Hochschule
Universität zu Köln
Note
1,4
Autor
Katrin Artmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
18
Katalognummer
V446675
ISBN (eBook)
9783668825147
ISBN (Buch)
9783668825154
Sprache
Deutsch
Schlagworte
naturkatastrophen mittelalter großfeuer frankenberg erdbeben basel
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katrin Artmann (Autor:in), 2017, Naturkatastrophen im Mittelalter. Das Großfeuer von Frankenberg 1476 und das Erdbeben in Basel 1356, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/446675
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Leseprobe aus  18  Seiten
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