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Lehrer als Autoritäten. Die kontroverse Auslegung von Macht

Vor- und Nachteile autoritärer Erziehung und mögliche Alternativen

Title: Lehrer als Autoritäten. Die kontroverse Auslegung von Macht

Essay , 2015 , 10 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Jessica Bauer (Author)

Didactics - Common Didactics, Educational Objectives, Methods

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Summary Excerpt Details

In diesem Essay sollen die Bedeutung einer Form von Autorität in Bezug auf das Lehrer-Schüler-Verhältnis sowie die sich daraus ergebenden Vor- und Nachteile einer autoritären Erziehung erörtert werden.

Der Mensch als soziales Wesen wird von Geburt an mit den verschiedensten Stellungen und Hierarchien im Geflecht der Gesellschaft vertraut gemacht. Bereits während der primären Phase der Soziabilisierung, in welcher das Kind durch die emotionale Fundierung zur Mutter ein Urvertrauen schafft, werden Rollen unterschiedlicher Stellung deutlich. Innerhalb der Familie als unmittelbare Sozialisationsinstanz kommen Kinder ein erstes Mal mit den Regeln der Gesellschaft in Kontakt. Mutter und Vater nehmen hier die soziale Position einer Autoritätsperson ein, die der des Kindes höhergestellt ist. Abhängig von der Familienstruktur ergibt sich ein Hierarchiemodell, in welchem die Familienmitglieder Stellungen zugewiesen bekommen, die jeweils mit unterschiedlichen Status je nach Rangordnung versehen sind. Derartige Hierarchiemodelle sind das signifikante Strukturierungsmerkmal übergeordneter Systeme, die unsere Gesellschaft bilden.

Das Statusdenken, das sich mit dem Humanismus und dem Streben nach einer individuellen und menschlichen Daseinsgestaltung etabliert und verfestigt hat , erlaubt, je nach Rangordnung, unterschiedliche Ausübungen von Macht. Je höher die Stellung im sozialen Geflecht also ist, desto mehr Macht verfügt ein Mensch über die ihm Untergestellten. So ist es die verantwortungsvolle Aufgabe von Autoritäten, bestimmte Einstellungen, Regeln, Normen und Sitten durch das Einsetzen ihrer Macht weiterzugeben, die für das Bestehen von Recht und Ordnung in der Gesellschaft unabdingbar sind. Für das Gelingen der gesellschaftlichen Existenz scheint eine untrennbare Beziehung zwischen Autorität und Macht nur logisch. Irreführend dabei ist, dass unter dem Begriff "Macht" im Wesentlichen etwas Negatives verstanden wird, das häufig mit Gewalt, Manipulation und vor allem unfreiwilliger Unterwerfung in Verbindung gebracht wird. [...].
Eine Erziehung nach diesem Phänomen findet vordergründig in der primären Sozialisationsinstanz statt. Neben der Familie wird dabei auch der Schule eine nicht unwesentliche Verantwortung diesbezüglich zugeschrieben. Während Lehrer in den ersten Jahren oft noch eine elterliche Bezugsperson für Kinder darstellen, distanzieren sie sich im Laufe der Zeit immer mehr zu einer autoritären Persönlichkeit ohne emotionale Bindung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Begriff der Macht und die Rolle der Autorität im sozialen Gefüge

3. Die Bedeutung der autoritären Erziehung im schulischen Kontext

4. Kritik an der autoritären Erziehung und antiautoritäre Ansätze

5. Die Perspektive von Michel Foucault auf Autoritäten

6. Auswirkungen autoritärer Erziehung auf Lernende

7. Differenzierung der Machtbegriffe und pädagogische Verantwortung

8. Kritische Reflexion und Fazit

9. Wandel der Lehrerrolle und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die kontroverse Auslegung von Macht im schulischen Umfeld, insbesondere im Hinblick auf Lehrer als Autoritätspersonen. Ziel ist es, die Vor- und Nachteile autoritärer Erziehungsmethoden kritisch zu beleuchten und den Einfluss von Machtstrukturen auf die kindliche Entwicklung sowie mögliche antiautoritäre Alternativen zu diskutieren.

  • Die soziale Konstruktion von Macht und Status im Hierarchiemodell.
  • Die Rolle der Schule als Sozialisationsinstanz und Disziplinierungsort.
  • Kritische Analyse autoritärer Erziehungsmethoden (u. a. Notensystem und Leistungsdruck).
  • Gesellschaftstheoretische Perspektiven auf Macht nach Michel Foucault.
  • Die Abwägung zwischen Disziplinierung und freier Entfaltung der Persönlichkeit.
  • Der Wandel vom autoritären zum moderneren Lehrerbild.

Auszug aus dem Buch

Die kontroverse Auslegung von Macht in Bezug auf Lehrer als Autoritäten - Vor- und Nachteile autoritärer Erziehung und mögliche Alternativen

Der Auftrag des Lehrers besteht nicht nur im Unterrichten und in der Vermittlung von Wissen - vielmehr übt er auch eine erzieherische Tätigkeit aus, die vor allem durch eine konsequente Disziplinierung der Kinder charakterisiert ist. Indem der Lehrer durch seine autoritäre Position bestimmte Werte vertritt, zeigt er seinen Schülern gewisser Maßen die Vorstellung eines geordneten Lebens auf, in welchem das Recht den Maßstab bestimmt, an den man sich für die Aufrechterhaltung seiner selbst im sozialen Gefüge halten muss, denn "es gibt kein soziales Gebilde, sofern es mehr als eine bloße Anhäufung von Individuen ist, dessen Leben nicht durch Recht, Sitte und Brauchtum bestimmt wird".

Unter dem Aspekt, die Personen des Gefüges vor dem gesellschaftlichen Verstoß zu bewahren, scheint man Lehrern und anderen leitführenden Persönlichkeiten nur Positives abgewinnen zu können, sofern die ihnen zur Verfügung stehende Macht nicht für Selbstzwecke ausgenutzt wird. Auf der anderen Seite ziehen autoritäre Erziehungsformen immer auch nachteilige Kritikpunkte mit sich, welche die Methoden der Lehrer im Engeren, und das Hierarchiemodell im Weiteren, berechtigter Weise in Frage stellen. Zurecht verweisen Vertreter antiautoritärer Erziehung auf eine Kontrolle, die die Menschen unter Druck setzt und eine Unterwerfung unter ausgeübter Macht erzwingt, was die starke Einschränkung persönlicher Freiheiten zur Folge hat. Dies wirkt sich vor allem auf die Entwicklung der Kinder stark aus, denn durch ihren Status haben Autoritätspersonen auch immer einen Einfluss auf die Handlungen und Denkweisen der Unterworfenen, was das Bestehen eben dieser gesellschaftlichen Strukturierung erst möglich macht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zum Thema der sozialen Machtstrukturen und der autoritären Erziehung in der Familie und Schule.

2. Der Begriff der Macht und die Rolle der Autorität im sozialen Gefüge: Untersuchung, wie Hierarchiemodelle und Statusdenken die Gesellschaft prägen und Macht legitimieren.

3. Die Bedeutung der autoritären Erziehung im schulischen Kontext: Analyse des erzieherischen Auftrags des Lehrers und der Notwendigkeit von Ordnung durch Disziplinierung.

4. Kritik an der autoritären Erziehung und antiautoritäre Ansätze: Diskussion der Nachteile von Kontrolle und Unterwerfung sowie die Vorstellung von selbstbestimmtem Lernen.

5. Die Perspektive von Michel Foucault auf Autoritäten: Theoretische Auseinandersetzung mit "Wahrheitsregimen" und der Machtausübung durch Institutionen.

6. Auswirkungen autoritärer Erziehung auf Lernende: Betrachtung des Leistungsdrucks, der Notengebung und deren Folgen für die Entwicklung und Motivation der Schüler.

7. Differenzierung der Machtbegriffe und pädagogische Verantwortung: Unterscheidung zwischen missbräuchlicher Macht und pädagogisch motivierter Führung zur Unterstützung von Kindern.

8. Kritische Reflexion und Fazit: Zusammenfassende Abwägung, ob ein Zusammenleben ohne autoritäre Machtstrukturen möglich und sinnvoll wäre.

9. Wandel der Lehrerrolle und Ausblick: Darstellung der aktuellen Tendenzen zu mehr Mitbestimmung und individuellen Lernformen im modernen Schulalltag.

Schlüsselwörter

Autorität, Macht, Erziehung, Schule, Disziplin, Hierarchie, Foucault, Pädagogik, Sozialisation, Leistungsdruck, Noten, Antiautoritär, Lehrer-Schüler-Verhältnis, Selbstständigkeit, Gesellschaftskritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Spannungsfeld zwischen autoritären Erziehungsstrukturen und individueller Freiheit innerhalb der Schule sowie die damit verbundene Machtausübung durch Lehrkräfte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Machtbegriff nach Foucault, die pädagogische Disziplinierung, die psychologischen Auswirkungen von Schulnoten und die Gegenüberstellung von autoritären und antiautoritären Erziehungsmodellen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Erörterung der Vor- und Nachteile autoritärer Erziehung sowie die Reflexion darüber, ob und wie Macht im pädagogischen Kontext verantwortungsvoll eingesetzt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Diskursanalyse, die philosophische und erziehungswissenschaftliche Positionen (insbesondere von Michel Foucault und Walter Horney) miteinander vergleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Auswirkungen von Hierarchien auf die Kindesentwicklung, die Kritik an der Fremdbestimmung im Unterricht und die Differenzierung zwischen repressiver und unterstützender Autorität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Autorität, Macht, Disziplinierung, Sozialisation, Foucault, schulischer Leistungsdruck und pädagogische Autonomie.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen verschiedenen Machtformen?

Es wird unterschieden zwischen einer rein manipulativen Macht, die der Selbsterhaltung dient, und einer pädagogischen Führung, die als notwendige Stütze für die soziale Entwicklung der Kinder verstanden wird.

Welche Rolle spielt das Notensystem in der Argumentation?

Das Notensystem wird als Machtmittel identifiziert, das zwar motivieren kann, aber primär Konkurrenz schürt und soziale Ausgrenzung fördern kann, indem es einheitliche Leistungsnormen erzwingt.

Warum wird Michel Foucault in dieser Arbeit herangezogen?

Foucaults Konzepte der "Wahrheitsregime" und der Disziplinierung werden genutzt, um die unbewusste Akzeptanz von Autorität in der Schule kritisch zu dekonstruieren.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich moderner Lehrkonzepte?

Es wird festgestellt, dass sich die Rolle des Lehrers wandelt und moderne Ansätze wie Lernwerkstätten einen Kompromiss zwischen notwendigem strukturellen Rahmen und der Förderung individueller Freiheit bieten.

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Details

Title
Lehrer als Autoritäten. Die kontroverse Auslegung von Macht
Subtitle
Vor- und Nachteile autoritärer Erziehung und mögliche Alternativen
College
Dresden Technical University
Grade
2,0
Author
Jessica Bauer (Author)
Publication Year
2015
Pages
10
Catalog Number
V446498
ISBN (eBook)
9783668840751
ISBN (Book)
9783668840768
Language
German
Tags
lehrer autoritäten auslegung macht vor- nachteile erziehung alternativen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jessica Bauer (Author), 2015, Lehrer als Autoritäten. Die kontroverse Auslegung von Macht, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/446498
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