Für Unternehmungen ist es von zentraler Bedeutung über genügend liquide Mittel zu verfügen, um ihrer Geschäftstätigkeit nachgehen zu können. Besonders in Branchen wie dem Großhandel, welcher aufgrund seiner Strukturen von Hause aus eine hohe Kapitalbindung hat.
In der vorliegenden Arbeit werden, anhand eines Untersuchungsobjektes, unterschiedliche Finanzierungsformen zur Sicherung einer ausreichenden Liquidität untersucht und bewertet. Das Untersuchungsobjekt ist die Lekkerland Deutschland GmbH & Co. KG, ein deutsches Großhandelsunternehmen.
Zu Beginn dieser Arbeit wird zunächst der Großhandel als Branche dargestellt und im Anschluss dann das Untersuchungsobjekt innerhalb der Branche. Es werden die Finanzierungsformen zur unmittelbaren Liquiditätssteigerung aufgezeigt und im Hinblick auf das Untersuchungsobjekt bewertet.
Nach dieser Untersuchung werden die geeigneten Finanzierungsformen und deren Auswirkung auf das Working Capital dargestellt. Diese Fallanalyse endet schließlich mit einem Fazit und einer Handlungsempfehlung zur Steigerung der Liquidität.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretische Hinführung
2.1 Unternehmensvorstellung
2.1.1 Der deutsche Großhandel
2.1.2 Untersuchungsobjekt
2.1.3 Abgrenzung Finanz- und Liquiditätsmanagements
2.1.4 Liquiditätskennzahlen
2.1.5 Cash Flow
2.2 Situationsanalyse
2.2.1 Makroumfeld des Unternehmens
2.2.2 Wertschöpfung bei Lekkerland
2.3 Theoretische Lösungsmöglichkeiten
2.3.1 Lagerfinanzierung
2.3.2 Factoring
2.3.3 Leasing
2.3.4 Cash Pooling
2.3.5 Working Capital Management
3. Praktisch anwendbare Lösungen zur Liquiditätssteigerung
3.1 Ermittlung des Liquiditätsstatus
3.2 Anwendbare Maßnahmen
3.3 Aufwand und Nutzen
4. Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht anhand der Lekkerland Deutschland GmbH & Co. KG unterschiedliche Finanzierungsformen zur Sicherung und Steigerung der Liquidität im Großhandel. Ziel ist es, durch eine Analyse des Working Capital Managements Potenziale zur Freisetzung gebundenen Kapitals aufzuzeigen und Handlungsempfehlungen für das Unternehmen abzuleiten.
- Analyse des Großhandels als Branche und des Untersuchungsobjekts
- Bewertung von Finanzierungsinstrumenten wie Factoring, Leasing und Cash Pooling
- Ermittlung des Liquiditätsstatus mittels Kennzahlen
- Optimierung des Working Capital durch Vorrats-, Forderungs- und Verbindlichkeitsmanagement
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Der deutsche Großhandel
Der deutsche Großhandel ist ein unersetzliches Bindeglied zwischen Industrie, Handwerk, Gastronomie und Einzelhandel. Der Großhandel reduziert um ein vielfaches die Kontaktanzahl zwischen Einzelhandel und Hersteller. Als Bindeglied liefert er die Waren und Leistungen aus einer Hand und trägt somit auch dazu bei, Kosten für Logistik und Beschaffungsprozesse im Einzelhandel zu reduzieren. Mit einem Umsatz von 1159 Milliarden Euro (Stand 2014) ist der Großhandel der zweitstärkste deutsche Wirtschaftszweig. Der Großhandel ist in zahlreichen Wirtschaftsprozessen integriert und ein wichtiger Indikator der deutschen Konjunktur.
Die Abgrenzung des Großhandels zum Einzelhandel besteht im Wesentlichen in der Distribution. Während der Großhandel sich in der Regel fertige Waren und Erzeugnisse bei einem Hersteller kauft um diese an Wiederverkäufer zu vertreiben, kauft der Einzelhandel Waren in der Regel beim Großhandel oder einem Hersteller um diese an den Endverbraucher zu vertreiben.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung von Liquidität für Großhandelsunternehmen und Vorstellung des Untersuchungsobjekts Lekkerland.
2. Theoretische Hinführung: Darstellung der Branchenstruktur, des Untersuchungsobjekts, theoretischer Liquiditätskennzahlen und relevanter Finanzierungsinstrumente.
3. Praktisch anwendbare Lösungen zur Liquiditätssteigerung: Anwendung des Working Capital Managements auf Lekkerland zur Identifikation von Optimierungspotenzialen.
4. Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse und Empfehlung des Working Capital Managements als Instrument zur Liquiditätssicherung.
Schlüsselwörter
Liquiditätsmanagement, Working Capital Management, Großhandel, Lekkerland, Cash Conversion Cycle, Forderungsmanagement, Lagerfinanzierung, Factoring, Leasing, Cash Pooling, Liquiditätskennzahlen, Liquiditätssicherung, Kapitalbindung, operative Effizienz, Finanzwirtschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit im Kern?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Sicherung und Optimierung der Liquidität bei Großhandelsunternehmen am Beispiel der Lekkerland Deutschland GmbH & Co. KG.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Working Capital Management, der Untersuchung von Finanzierungsinstrumenten sowie der Analyse von Vorrats-, Forderungs- und Verbindlichkeitsmanagement.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist die Identifikation von Potenzialen zur Freisetzung von gebundenem Kapital und die Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen zur Steigerung der Liquidität des Untersuchungsobjekts.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es werden eine Literaturanalyse zum theoretischen Rahmen, eine Situationsanalyse mittels PESTEL sowie eine quantitative Fallanalyse auf Basis von Bilanzkennzahlen und des Cash Conversion Cycle durchgeführt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden nach einer theoretischen Hinführung die Liquiditätskennzahlen ermittelt, anwendbare Optimierungsmaßnahmen für Lekkerland evaluiert und deren Aufwand sowie Nutzen analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Liquiditätsmanagement, Working Capital, Großhandel, Kapitalfreisetzung und Finanzierungsinstrumente.
Warum ist das Working Capital Management für Lekkerland relevant?
Da Lekkerland als Großhändler eine hohe Kapitalbindung durch Lagerbestände und Kundenforderungen aufweist, ist das Working Capital Management ein zentrales Instrument, um die finanzielle Flexibilität und Ertragskraft nachhaltig zu verbessern.
Welche konkrete Optimierung im Bereich des Forderungsmanagements wird vorgeschlagen?
Die Arbeit schlägt vor, den Mahnprozess zu überarbeiten, die Bonität von Kunden gezielter zu prüfen und teilweise Vorkasse zu fordern, um die Forderungslaufzeiten zu verkürzen.
- Quote paper
- Derrick Cuffee (Author), 2018, Liquiditätsmanagement am Beispiel von Lekkerland, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/446363