Ziel der Unterrichtsreihe: Zur Anbahnung des Problemlösendem Denken können die SuS Probleme in Sachaufgaben, bei der Durchführung von Experimenten und in erlebnispädagogischen Spielen erkennen und benennen, sowie dazu passende Lösungsstrategien entwickeln, anwenden, reflektieren und transferieren.
Ziel der Unterrichtsstunde: Zur Anbahnung des Problemlösendem Denken entscheiden die SuS sich für eine Idee zur Problemlösung, wählen zusätzlich ein passendes Hilfsmittel orientiert an ihrer Idee, probieren dieses aus, reflektieren die Nutzung und entscheiden sich ggf. für eine Alternative
Begründung von Zielsetzung und Thema: „Der Mensch wird täglich vor Probleme gestellt und muss versuchen, diese zu lösen“ (Miessler/Bauer 1992). Weshalb die Fähigkeit des problemlösendem Denken als erstrebenswerte Eigenschaft im schulischen und beruflichen Umfeld, sowie im Privatleben gilt und als Schlüsselkompetenz angesehen wird.
Alle SuS der Klasse 2/3 ESE haben Schwierigkeiten Aufgaben zu bearbeiten, bei denen die Lösungsschritte nicht vorgegeben sind. Insgesamt zeigt sich die Lerngruppe eher unselbstständig. Sobald die SuS mit neuen Herausforderungen konfrontiert werden, fühlen sie sich überfordert. Sie haben Schwierigkeiten Probleme strukturiert anzugehen und im Falle eines Misserfolges einen alternativen Lösungsweg in Anspruch zu nehmen. Viel zu häufig nutzen sie die Unterstützung der Lehrkräfte und möchten nach kürzester Zeit Lösungen vorgegeben bekommen. Es wird deutlich, dass den SuS Strukturen und Ressourcen fehlen, um neue Aufgaben – und damit Probleme - angemessen lösen zu können. Aus diesem Grund ist das Verinnerlichen geeigneter Problemlösestrategien, die es den SuS ermöglichen, in herausfordernden und unbekannten Situationen zu einer Lösung zu gelangen, besonders relevant.
Der Förderzielschwerpunkt Problemlösendes Denken lässt sich sowohl mit den Empfehlungen zum Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung als auch mit den Richtlinien der Schule für Erziehungshilfe von 1978 legitimieren.
Inhaltsverzeichnis
A Darstellung der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge
A 1 Aufbau der Unterrichtsreihe
B Schriftliche Planung der Unterrichtsstunde
B 1 Zielsetzung der Unterrichtsstunde
B 1.1 Zentrale Zielsetzung der Unterrichtsstunde (förderzielorientiertes Ziel)
B 1.2 Weitere Zielsetzung der Unterrichtsstunde (fachliches Ziel)
B 1.3 Zielorientierte Handlungsschritte
B 2 Begründungszusammenhang
B 2.1 Begründung von Zielsetzung und Thema
B 2.2 Analyse des Zielschwerpunktes (grüne Hervorhebungen = Teilaspekte der UE)
B 2.3 Lernausgangslage der Schüler
B 2.4 Maßnahmen zur Differenzierung
B 3 Verlaufsplanung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit zielt darauf ab, bei Schülern der Klasse 2/3 ESE die Fähigkeit zum problemlösenden Denken zu fördern, indem sie lernen, in komplexen oder herausfordernden Situationen eigenständig Strategien zu entwickeln und anzuwenden. Zentrale Forschungsfragen und Zielsetzungen fokussieren sich auf die kognitive Strukturierung von Lösungsprozessen sowie die Übertragung dieser Fähigkeiten auf schulische und lebenspraktische Problemstellungen.
- Anbahnung und Strukturierung von Problemlöseprozessen im Unterricht.
- Verknüpfung fachlicher Lernbereiche (Mathematik/Kombinatorik) mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung.
- Einsatz von Hilfsmitteln zur Differenzierung und Reflexion bei Problemlösestrategien.
- Förderung der Selbstständigkeit durch transparente und nachvollziehbare Problemlöseschritte (PIP-Plan).
- Integration handlungsorientierter Rahmengeschichten zur Steigerung der Lernmotivation.
Auszug aus dem Buch
B 2.1 Begründung von Zielsetzung und Thema
„Der Mensch wird täglich vor Probleme gestellt und muss versuchen, diese zu lösen“ (Miessler/Bauer 1992, S. 94). Weshalb die Fähigkeit des problemlösendem Denken als erstrebens werte Eigenschaft im schulischen und beruflichen Umfeld, sowie im Privatleben gilt und als Schlüsselkompetenz angesehen wird (vgl. Funke 2003, S. 13).
Alle SuS der Klasse 2/3 ESE haben Schwierigkeiten Aufgaben zu bearbeiten, bei denen die Lösungsschritte nicht vorgegeben sind. Insgesamt zeigt sich die Lerngruppe eher unselbstständig. Sobald die SuS mit neuen Herausforderungen konfrontiert werden, fühlen sie sich überfordert. Sie haben Schwierigkeiten Probleme strukturiert anzugehen und im Falle eines Misserfolges einen alternativen Lösungsweg in Anspruch zu nehmen. Viel zu häufig nutzen sie die Unterstützung der Lehrkräfte und möchten nach kürzester Zeit Lösungen vorgegeben bekommen. Es wird deutlich, dass den SuS Strukturen und Ressourcen fehlen, um neue Aufgaben – und damit Probleme - angemessen lösen zu können. Aus diesem Grund ist das Verinnerlichen geeigneter Problemlösestrategie, die es den SuS ermöglichen, in herausfordernden und unbekannten Situationen zu einer Lösung zu gelangen, besonders relevant.
Zusammenfassung der Kapitel
A Darstellung der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge: Dieses Kapitel erläutert den übergeordneten Aufbau der Unterrichtsreihe "Wir lösen Probleme" und ordnet die spezifische Unterrichtseinheit in den langfristigen Lernprozess ein.
A 1 Aufbau der Unterrichtsreihe: Hier wird der inhaltliche Rahmen der gesamten Reihe definiert, inklusive der spezifischen Zielsetzung zur Anbahnung problemlösenden Denkens bei den Schülern.
B Schriftliche Planung der Unterrichtsstunde: Dieses Kapitel enthält die detaillierte Planung der konkreten Unterrichtsstunde, unterteilt in Zielsetzung, Begründung und Verlauf.
B 1 Zielsetzung der Unterrichtsstunde: Hier werden die förderzielorientierten und fachlichen Ziele der speziellen Stunde präzise formuliert.
B 1.1 Zentrale Zielsetzung der Unterrichtsstunde (förderzielorientiertes Ziel): Definition des primären Förderziels bezogen auf das Problemlöseverhalten der Schüler.
B 1.2 Weitere Zielsetzung der Unterrichtsstunde (fachliches Ziel): Angabe der fachspezifischen Ziele, die in dieser Unterrichtseinheit verfolgt werden.
B 1.3 Zielorientierte Handlungsschritte: Detaillierte Auflistung der Schritte, die die Schüler durchlaufen, um das definierte Unterrichtsziel zu erreichen.
B 2 Begründungszusammenhang: Theoretische und pädagogische Fundierung der gewählten Unterrichtsthemen und -methoden.
B 2.1 Begründung von Zielsetzung und Thema: Wissenschaftliche Herleitung der Relevanz von problemlösendem Denken als Schlüsselkompetenz.
B 2.2 Analyse des Zielschwerpunktes (grüne Hervorhebungen = Teilaspekte der UE): Analyse der theoretischen Grundlagen des Problemlösens und deren Konkretisierung für die Unterrichtsstunde.
B 2.3 Lernausgangslage der Schüler: Bestandsaufnahme der individuellen Lernvoraussetzungen der Schüler im Hinblick auf allgemeine und förderspezifische Kompetenzen.
B 2.4 Maßnahmen zur Differenzierung: Detaillierte Beschreibung der individuellen und allgemeinen Maßnahmen zur Unterstützung der Schüler während des Unterrichts.
B 3 Verlaufsplanung: Zeitliche und methodische Strukturierung der Unterrichtsstunde inklusive Sozialformen, Materialien und Kommentaren.
Schlüsselwörter
Problemlösendes Denken, Sonderpädagogik, emotionale und soziale Entwicklung, Problemlöseprozess, Unterrichtsplanung, Differenzierung, Handlungskompetenz, Lernausgangslage, kognitive Fähigkeiten, Sachrechenaufgabe, Hilfestellungen, Selbstständigkeit, Reflexion, Kombinatorik, Grundschule.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Unterrichtsplanung grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Planung einer Unterrichtsstunde für die Klasse 2/3 im Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung. Ziel ist die gezielte Förderung der Problemlösefähigkeit der Schüler.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung des Problemlösens, die Analyse der spezifischen Lernausgangslage einer Lerngruppe und die methodische Umsetzung in einer Unterrichtssequenz.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Anbahnung problemlösenden Denkens, indem die Schüler lernen, in unbekannten Situationen eigenständig Strategien zu entwickeln, Hilfsmittel zu nutzen und den eigenen Prozess zu reflektieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Problemlösung verwendet?
Es wird ein systematischer Problemlöseprozess angewendet, der Schritte wie das Definieren des Problems, das Aufstellen einer Strategie, die Exekution und die anschließende Evaluation bzw. Reflexion umfasst.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Unterrichtsreihe, die schriftliche Planung der Stunde, die theoretische Begründung, die Analyse der Schüler-Lernausgangslage sowie konkrete Maßnahmen zur Differenzierung und den detaillierten Verlaufsplan.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Problemlösendes Denken, Differenzierung, Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung, Unterrichtsplanung und handlungsorientierte Problemlösestrategien.
Welche Rolle spielt die Rahmengeschichte "Die Oros"?
Die Geschichte dient als motivierender Aufhänger für das mathematische Problem (Kombinatorik), um den Schülern den Einstieg in den Problemlöseprozess zu erleichtern.
Wie wird mit Schülern umgegangen, die hohe Unterstützung benötigen?
Für diese Schüler werden individuelle Hilfekisten bereitgestellt und spezifische, niedrigschwellige Impulse durch die Lehrkraft sowie Integrationskräfte eingesetzt, um ein Scheitern zu verhindern.
- Quote paper
- Dana Swillims (Author), 2017, Unterrichtsentwurf zur Problemlösekompetenz (Klasse 2/3 Förderschule), Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/446070