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Reziprozität. Experimentelle Befunde und Erklärungsansätze

Title: Reziprozität. Experimentelle Befunde und Erklärungsansätze

Term Paper , 2015 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christoph Doll (Author)

Didactics - Business economics, Economic Pedagogy

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Seit den 1980er Jahren nimmt die Bedeutung der Eigennutzenmaximierungshypothese stetig ab. Viele Individuen handeln nicht nur aus Eigennutz, sondern legen ihren Handlungen auch soziale Präferenzen wie z. B. Reziprozität zugrunde.

Reziprozität spielt im Alltag und in vielfältigen Kontexten eine wichtige Rolle. So kaufen reziproke Individuen beispielsweise einen Artikel auch dort, wo sie im Vorfeld eine Beratung erfahren haben, wohingegen sogenannte Homines Oeconomici in diesem Fall auf günstigere Geschäfte ausweichen würden. Auch im Unternehmenskontext ist eine Diskrepanz zwischen Moralität und Rationalität wahrzunehmen, so beispielsweise im Falle der Trittbrettfahrerproblematik.

Ausgehend der Ausführungen wird ersichtlich, dass sogenannte Homines Reciprocans und Homines Oeconomici koexistieren und in vielfältigen Kontexten interagieren. Daraus ableitend resultiert die Fragestellung, wie man eigennützige Individuen zur Reziprozität erziehen kann. Diese Fragestellung wird im Kontext der Arbeit anhand spieltheoretischer Befunde beleuchtet und es werden Ansätze zur Förderung des erwünschten Verhaltens expliziert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Reziprozität

2.1 Definition Reziprozität

2.2 Grundprinzipien menschlichen Handelns

2.3 Formen der Reziprozität

2.3.1 Positive Reziprozität

2.3.2 Negative Reziprozität

3 Befunde zu reziprokem Verhalten

3.1 Positive Reziprozität – Das Gift Exchange Spiel

3.2 Negative Reziprozität – Das Ultimatumspiel

3.3 Erziehungs- und Erhaltungsansätze zu Reziprozität

4 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Reziprozität als soziale Präferenz in Abgrenzung zur reinen Eigennutzenmaximierung. Ziel ist es, spieltheoretische Befunde zu analysieren, um das Verhalten von Individuen in wirtschaftlichen Kontexten besser zu verstehen und Ansätze zur Förderung kooperativer Verhaltensweisen abzuleiten.

  • Analyse des Konzepts der Reziprozität im Vergleich zu Ungleichheitsaversion und Altruismus.
  • Untersuchung spieltheoretischer Modelle wie Gift Exchange und Ultimatumspiel.
  • Betrachtung von Einflussfaktoren auf faires Verhalten durch soziokulturelle Unterschiede.
  • Diskussion über Maßnahmen zur Etablierung reziproker Normen in Unternehmen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Positive Reziprozität – Das Gift Exchange Spiel

Positive Reziprozität hat in Fehr, Kirchsteiger & Riedl (1993) seinen spieltheoretischen Ursprung und lässt wie folgt modellieren. Ein Spieler A kann auf freiwilliger Basis einen Betrag an Spieler B transferieren. Der Betrag von A stellt hierbei eine Gabe dar, denn B ist nicht verpflichtet, diesen zurückzuzahlen. Spieler B kann aber auf die Aktion von Spieler A reagieren und ebenfalls einen Betrag senden. Falls sich beide Individuen reziprok verhalten, resultiert hieraus ein Mehrnutzen für beide Seiten. Aus der Standardannahme des eigennutzenmaximierenden Homo Oeconomicus folgt, dass keiner der Spieler einen Transfer tätigen würde. Die experimentellen Befunde widerlegen jedoch diese Annahme. Die Realität zeigt, dass die Mehrheit der Spieler einen Transfer tätigt und das Verhalten von Spieler A honoriert (Fehr & Gächter, 1998, 846).

Als Erklärungsansatz kann ein „intention-based model“ (Rabin, 1993) dienen, das sich dadurch charakterisieren lässt, dass Spieler B erkennt, dass sein Gegenüber im Zuge seines Handelns bestimmte Intentionen verfolgt. Im Falle von positiven Intentionen wird Spieler B ihn belohnen. Falls Spieler A jedoch offensichtlich unfaire Absichten verfolgt, wird Spieler B ihn bestrafen. Bezieht man diese Aspekte auf das erklärungsbedürftige Verhalten, so resultiert daraus, dass Spieler A positive Absichten verfolgt, die Spieler B honoriert.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung: Diese Einleitung führt in die Abnahme der Bedeutung der Eigennutzenmaximierung ein und etabliert Reziprozität als wesentliche Determinante menschlichen Verhaltens.

2 Reziprozität: In diesem Kapitel wird der Begriff definiert, von anderen sozialen Präferenzen wie Ungleichheitsaversion abgegrenzt und die fundamentalen Grundprinzipien des Handelns dargelegt.

3 Befunde zu reziprokem Verhalten: Der Hauptteil analysiert experimentelle Befunde mittels Gift Exchange- und Ultimatumspielen und diskutiert Ansätze zur Förderung reziproken Verhaltens durch Anreizstrukturen.

4 Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Laborexperimente durch die Berücksichtigung soziokultureller Kontexte zu ergänzen.

Schlüsselwörter

Reziprozität, Eigennutzenmaximierung, Homo Oeconomicus, soziale Präferenzen, Spieltheorie, Gift Exchange Spiel, Ultimatumspiel, Ungleichheitsaversion, altruistisches Verhalten, Arbeitsökonomik, Verhaltensökonomie, Anreizstrukturen, Fairness, Bestrafung, Kooperation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Hausarbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Moralpsychologie und der Bedeutung von Reziprozität in wirtschaftlichen und beruflichen Zusammenhängen, wobei insbesondere spieltheoretische Befunde zur Analyse menschlichen Verhaltens herangezogen werden.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Definition und Abgrenzung von Reziprozität, experimentelle Untersuchungen reziproker Verhaltensmuster sowie die praktische Anwendung von Erziehungs- und Fördermaßnahmen in Organisationen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, durch die Untersuchung spieltheoretischer Experimente zu verstehen, warum Individuen oft nicht rein eigennützig handeln, und Ansätze zu entwickeln, wie kooperatives und reziprokes Verhalten gefördert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer deskriptiven Auswertung von spieltheoretischen Laborexperimenten, wie dem Gift Exchange Spiel und dem Ultimatumspiel, zur Rekonstruktion von Verhaltensweisen.

Welche Inhalte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Unterscheidung von positiver und negativer Reziprozität, die Analyse von Prinzipal-Agent-Beziehungen unter Aspekten der Fairness sowie den Einfluss kultureller Faktoren auf das Entscheidungsverhalten.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Charakterisierende Begriffe sind Reziprozität, Spieltheorie, soziale Präferenzen, Eigennutzenmaximierung, Arbeitsleistung und Fairnessnormen.

Warum spielt das "intention-based model" nach Rabin eine wichtige Rolle?

Es dient dazu, das Verhalten der Akteure besser zu rekonstruieren, da es nicht nur die Verteilungskonsequenzen einer Handlung betrachtet, sondern auch die zugrunde liegenden Absichten (Intentionen) der Interaktionspartner berücksichtigt.

Welche Bedeutung hat der Sanktionskatalog für das Fehlverhalten in Unternehmen?

Er dient als „einfaches und klares Regelsystem“, um im Falle einer Bestrafung Transparenz über das Fehlverhalten zu schaffen und eine Gleichbehandlung aller Beteiligten sicherzustellen.

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Details

Title
Reziprozität. Experimentelle Befunde und Erklärungsansätze
College
University of Frankfurt (Main)
Grade
1,3
Author
Christoph Doll (Author)
Publication Year
2015
Pages
20
Catalog Number
V445366
ISBN (eBook)
9783668822245
ISBN (Book)
9783668822252
Language
German
Tags
reziprozität experimentelle befunde erklärungsansätze
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Doll (Author), 2015, Reziprozität. Experimentelle Befunde und Erklärungsansätze, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/445366
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