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Die Parodie im Artusroman. Strickers "Daniel von dem Blühenden Tal"

Title: Die Parodie im Artusroman. Strickers "Daniel von dem Blühenden Tal"

Term Paper , 2010 , 19 Pages , Grade: 2,4

Autor:in: Jana Mussik (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies

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Summary Excerpt Details

Das Werk des Strickers, der Daniel von dem Blühenden Tal, das in dieser Form keine Nachahmer fand, war schon zu mittelalterlichen Zeiten so umstritten wie heute. Im Rahmen dieser Arbeit soll dem humoristisch-parodistischen Gehalt der Schrift auf den Grund gegangen werden.

Um überhaupt eine Differenz zu den als traditionell geltenden Artusromanen herstellen zu können, möchte ich zunächst das Wesen der Klassiker, ihre Autoren und Werke und die wichtigsten Merkmale thematisieren.
Im Anschluss geht es dann um den Stricker selbst. Wer war dieser Dichter? Was schrieb er und in welchen Bereichen kannte er sich aus? Auch die Werkgeschichte des DBT soll hierbei kurz beschrieben werden.

Im dritten Teil sollen die Elemente des Werkes herausgegriffen werden, die bei der Frage nach der Parodie am häufigsten zur Debatte stehen, schon allein der Prolog enthält genug Diskussionspotenzial. Vordergründig soll jedoch der Held des Werkes selbst besprochen werden, allein der Name Daniel, seine Haltung zur minne und der Gebrauch von Klugheit und list entsprechen ganz und gar nicht den althergebrachten Artustugenden. Auch der König selbst spielt bei der Problemfrage eine wichtige Rolle. Seine eigene, wie auch die Zeichnung seiner Ritter in Kombination mit der Riesenvaterepisode lassen ein ganz neues Bild des ehrwürdigen Rittergeschlechts aufleben.

Zuletzt soll noch die Wirkungsgeschichte, insbesondere die Rezeption des Pleier, besprochen werden, um dann in einer Zusammenfassung ein Urteil über die Frage nach der Parodie im Artusroman fällen zu können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Artusroman

3. Strickers Daniel von dem Blühenden Tal

3.1 Parodistische Elemente

3.1.1 Prolog

3.1.2 Der Held

3.1.3 König Artus und seine Ritter

3.2 Wirkung und Rezeption

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den humoristisch-parodistischen Gehalt des Werkes "Daniel von dem Blühenden Tal" des Strickers, um zu klären, inwiefern der Roman als bewusste Persiflage oder Anti-Artusroman zu verstehen ist.

  • Analyse des klassischen Artusromans als Gattungsgrundlage
  • Untersuchung des Dichterprofils des Strickers
  • Parodistische Deutung des Prologs und der Figurenkonstellation
  • Vergleich des Heldenbildes (Daniel) mit traditionellen Artusrittern
  • Rezeptionsgeschichte und Vergleich mit dem "Garel" des Pleiers

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Der Held

Wie auch Iwein wird Daniel, ein Held ohne Vorgeschichte, als fertiger und makeloser Ritter in die Handlung des Epos eingeführt. Jedoch unterscheidet er sich schon in dem Punkt grundlegend, dass er, im Gegensatz zu den anderen Rittern, keinerlei verwandtschaftliche Beziehung zu König Artus aufweist. Möglicherweise soll ihn dies nur noch deutlicher vom Artushof abgrenzen.

Was bei der Figur des Protagonisten direkt auffällt, ist sein Name. Neben Gawein, Iwein oder Lanzelot wirkt Daniel alles andere als typisch für das Genre und könnte als Hinweis auf Ironie gedeutet werden. Der Name ist dem Publikum des Mittelalters zwar nicht aus den Artusromanen bekannt, dafür aber aus einem anderen Bereich – Daniel war, und ist es noch heute, eine Schlüssenfigur des Alten Testaments. Seine Figur war ikonographisch weit verbreitet, meist wurde er als Gefangener, doch durch Gottes Gnade Unbeschadeter, in einer Löwengrube dargestellt. Er galt als Exempel der Klugheit und war dem mittelalterlichen Leser durchaus als biblischer Vertreter bekannt. Er galt nicht als Krieger oder Ritter, sondern als „Mann des Gottvertrauens und der Klugheit.“25

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Forschungsdebatte über den parodistischen Charakter des Werkes dar und skizziert das Vorgehen der Analyse hinsichtlich Gattung, Autor und Figurenkonzeption.

2. Der Artusroman: Dieses Kapitel ordnet den Roman in die Gattungsgeschichte ein und erläutert die Konventionen der klassischen Artusepik sowie die Abweichungen der sogenannten Nachklassik.

3. Strickers Daniel von dem Blühenden Tal: Das Hauptkapitel befasst sich mit der Person des Strickers und analysiert detailliert die parodistischen Elemente, die Heldenfigur sowie die Darstellung von König Artus und seiner Tafelrunde.

3.1 Parodistische Elemente: Dieser Abschnitt beleuchtet spezifische Abweichungen von Gattungsvorgaben, die auf eine kalkulierte Intention des Autors zur Demontage des Genres hindeuten.

3.1.1 Prolog: Der Prolog wird als programmatischer Einstieg untersucht, der durch fingierte Quellenberufungen und den bewussten Umgang mit Gattungstraditionen die Fiktionalität des Werkes unterstreicht.

3.1.2 Der Held: Hier wird die Figur des Daniel als "listenreicher" Protagonist analysiert, der sich durch Weltklugheit und Intellekt von den traditionell durch Kraft und Minne definierten Artushelden abhebt.

3.1.3 König Artus und seine Ritter: Diese Untersuchung der Hofgesellschaft zeigt auf, wie der König durch ironische Inszenierungen und seine Entführung aus der traditionellen Idealität in eine für den zeitgenössischen Leser befremdliche Rolle gedrängt wird.

3.2 Wirkung und Rezeption: Dieses Kapitel betrachtet die Stoffrezeption durch den Pleier, dessen Werk "Garel" als korrigierte und "anti-parodistische" Antwort auf den "Daniel" fungiert.

4. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert, dass das Werk als eine spielerische, aber formell geschlossene Transformation der Gattung zu verstehen ist, die heute in der Forschung primär als Parodie interpretiert wird.

Schlüsselwörter

Artusroman, Der Stricker, Daniel von dem Blühenden Tal, Parodie, Persiflage, Gattungsmischung, List, Weltklugheit, Heldenbild, Garel, Rezeption, Mittelalterliche Literatur, Intertextualität, Höfische Epik, Literaturwissenschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den "Daniel von dem Blühenden Tal" des Strickers unter der Fragestellung, ob es sich bei dem Werk um eine gezielte Parodie auf den klassischen Artusroman handelt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die Gattungsmerkmale des Artusromans, die Figur des Daniel, die Rolle von König Artus, die Verwendung von Klugheit und List sowie die Wirkungsgeschichte durch spätere Autoren wie den Pleier.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den humoristisch-parodistischen Gehalt der Schrift durch die Analyse von Textstellen und Motiven zu belegen und zu verdeutlichen, dass das Werk als eine bewusste Demontage des klassischen Ritterideals intendiert war.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin oder der Autor nutzt die werkimmanente Textanalyse sowie den Vergleich mit literarischen Vorbildern (wie dem Iwein oder dem Wigalois) und zieht Forschungsliteratur zur Einordnung des Textes heran.

Welche inhaltlichen Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Dichterprofils, die Analyse des Prologs, die Charakterisierung der Protagonisten (Daniel und König Artus) und die Vergleiche mit rezipierenden Werken.

Durch welche Begriffe lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Schlüsselbegriffe sind insbesondere Artusroman, Parodie, Listenreichtum, Gattungstransformation und die kritische Auseinandersetzung mit der ritterlichen Idealität.

Wie unterscheidet sich Daniel von anderen klassischen Artushelden?

Im Gegensatz zu traditionellen Helden, die durch Kraft, Mut und eine feste Verbindung zu Artus glänzen, handelt Daniel primär auf Basis von Weltklugheit (List) und zeigt eine ungewöhnliche analytische Distanz zu ritterlichen Konventionen.

Welche Rolle spielt die Riesenvaterepisode für die Deutung des Werkes?

Diese Episode wird als Höhepunkt der ironischen Demontage interpretiert, da hier das höchste Symbol der Artuswelt, der König selbst, als hilflose Figur dargestellt wird, was in der Forschung als Beleg für den parodistischen Charakter des Romans gilt.

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Details

Title
Die Parodie im Artusroman. Strickers "Daniel von dem Blühenden Tal"
College
University of Leipzig  (Geisteswissenschaftliches Institut)
Course
Ältere Deutsche Literatur
Grade
2,4
Author
Jana Mussik (Author)
Publication Year
2010
Pages
19
Catalog Number
V444940
ISBN (eBook)
9783668816800
ISBN (Book)
9783668816817
Language
German
Tags
Parodie Artusroman Artusepik König Artus Stricker Daniel von dem Blühenden Tal Mittelhochdeutsch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jana Mussik (Author), 2010, Die Parodie im Artusroman. Strickers "Daniel von dem Blühenden Tal", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/444940
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