Extremsportarten sind im Trend. Immer mehr Menschen suchen den Adrenalinkick, indem sie sich waghalsig auf einem Mountainbike steile Hänge hinunterstürzen oder sich mit einem Gleitschirm in den Lüften treiben lassen. Dabei nehmen diese Menschen das Risiko schwerer Unfälle bzw. manchmal sogar den Tod in Kauf.
Inhaltsverzeichnis
A1: „Sensation Seeking“ nach Zuckermann
1.1. Die „Sensation Seeking Scale“
1.2. High Sensation Seekers
1.3. Nutzen des SS- Konzepts für die Gesundheitsprävention
A2: Eigenschaften, Zustände und Gewohnheiten
2.1. State-Trait- Debatte an einem Alltagsbeispiel
2.2. Eigenschaften, Zustände und Gewohnheiten bei Assessment Center
A3: Intelligenz
3.1. Hauptdimensionen der Intelligenz
3.2. Modell der Multiplen Intelligenzen
3.3. Multiple Intelligenzen und berufliche Tätigkeiten
3.4. Intelligenztest bei der Personalauswahl
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht zentrale Konzepte der Persönlichkeitspsychologie, insbesondere das "Sensation Seeking"-Modell nach Zuckermann, die Differenzierung zwischen Eigenschaften, Zuständen und Gewohnheiten sowie verschiedene Intelligenzmodelle, um deren Relevanz für die praktische Personalauswahl und Gesundheitsprävention zu beleuchten.
- Analyse der biologischen und psychologischen Grundlagen des Sensation Seekings.
- Diskussion der State-Trait-Debatte anhand von Alltagsbeispielen und Assessment-Center-Situationen.
- Vergleich klassischer Intelligenzmodelle (g-Faktor, Primärfaktoren, Berliner Modell).
- Kritische Würdigung der Theorie der Multiplen Intelligenzen nach Gardner.
- Beurteilung der Eignung von Intelligenztests für die berufliche Personalauswahl.
Auszug aus dem Buch
A1: „Sensation Seeking“ nach Zuckermann
Die Frage, was Menschen antreibt riskante Unternehmungen auszuüben, hat erstmals Marvin Zuckermann zu Beginn der 60er Jahre untersucht. Zuckermann begründet den Hang zu Extremen mit einer Verhaltensdisposition, welche bis zu 60 Prozent genetisch bedingt ist. Lt. Zuckerman hat jeder Mensch ein für sich optimales Erregungsniveau bei welchem er sich wohl fühlt. Dieses beschreibt den ausgeglichenen Zustand zwischen Langeweile und Überstimulation. Bei Menschen mit einer hohen Ausprägung in der Persönlichkeitseigenschaft „Sensation Seeking“, ist das Bedürfnis nach Erregung, im Vergleich zu anderen Menschen erhöht. Zuckerman beschreibt diese Eigenschaft, wie folgt: "Sensation seeking is a trait defined by the seeking of varied, novel, complex, and intense sensations and experiences, and the willingness to take physical, social, legal, and financial risks for the sake of such experience". Damit ist gemeint, dass Sensation Seeking ein relativ stabiles Persönlichkeitsmerkmal ist, welches durch die Verhaltenstendenz, physische, psychische oder soziale Risiken einzugehen, charakterisiert ist. High Sensation Seekers können als Reizsuchende bezeichnet werden. Ihr genetisch vorhandenes Erregungslevel ist im Vergleich zu anderen Menschen relativ niedrig und wird durch das Erleben und Erfahren neuer und intensiver Eindrücke, Erfahrungen und Situationen der Außenwelt erhöht. Dafür sind High Sensation Seekers bereit weitereichende Risiken in Kauf zu nehmen.
Zusammenfassung der Kapitel
A1: „Sensation Seeking“ nach Zuckermann: Dieses Kapitel erläutert das Konzept des Sensation Seekings als genetisch bedingte Verhaltensdisposition und stellt die Sensation Seeking Scale sowie deren Nutzen für die Gesundheitsprävention vor.
A2: Eigenschaften, Zustände und Gewohnheiten: Es wird die Differenzierung zwischen stabilen Persönlichkeitseigenschaften, situativen Zuständen und erlernten Gewohnheiten analysiert, unter anderem im Kontext der State-Trait-Debatte und bei Assessment Centern.
A3: Intelligenz: Das Kapitel bietet einen historischen Überblick über die Intelligenzforschung, vergleicht verschiedene theoretische Modelle und diskutiert die Grenzen klassischer Intelligenztests in der Personalauswahl.
Schlüsselwörter
Persönlichkeitspsychologie, Sensation Seeking, Zuckermann, State-Trait-Debatte, Intelligenz, g-Faktor, Multiple Intelligenzen, Gardner, Berliner Intelligenzstrukturmodell, Personalauswahl, Assessment Center, Risikoverhalten, Gesundheitspsychologie, kognitive Leistungsfähigkeit, Verhaltensdisposition.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt grundlegende Konzepte und Debatten der Persönlichkeitspsychologie und Intelligenzforschung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Sensation-Seeking-Konzept, der Unterscheidung von Eigenschaften, Zuständen und Gewohnheiten sowie verschiedenen Modellen der Intelligenz.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, psychologische Theorien zu erläutern und ihre praktische Anwendung, etwa bei der Personalauswahl oder der Gesundheitsprävention, kritisch zu hinterfragen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Anwendung psychologischer Theorien auf konkrete Fallbeispiele.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in drei Bereiche: die Analyse des Sensation Seekings, die State-Trait-Debatte und eine detaillierte Auseinandersetzung mit verschiedenen Intelligenzmodellen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den zentralen Begriffen zählen Sensation Seeking, Intelligenz, State-Trait-Debatte und Persönlichkeitsmerkmale.
Was unterscheidet High Sensation Seekers von Low Sensation Seekers?
High Sensation Seekers haben ein niedrigeres genetisches Erregungsniveau und suchen aktiv nach intensiven Reizen, während Low Sensation Seekers eher Reizvermeider sind.
Warum ist das Berliner Intelligenzstrukturmodell von Jäger besonders wichtig?
Es vereint die Ansätze von Spearman und Thurstone in einem integrativen, bimodal aufgebauten Modell, das eine hohe kulturübergreifende Gültigkeit aufweist.
Welche Kritik übt Gardner an klassischen Intelligenztests?
Gardner kritisiert, dass klassische Tests eine zu eng gefasste Fähigkeitsstruktur messen und die praktische Anwendung von Intelligenz in realen Situationen vernachlässigen.
Wie lässt sich das Alltagsbeispiel von Frau Schneider interpretieren?
Das Beispiel verdeutlicht, dass Verhalten stark durch situative Faktoren beeinflusst wird und nicht allein durch stabile Persönlichkeitseigenschaften erklärt werden kann.
- Arbeit zitieren
- Vanessa Jaschner (Autor:in), 2017, Sensation Seeking, Eigenschaften und Zustände, Intelligenz, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/444816