Der dieser Hausarbeit zu Grunde liegende Konflikt zwischen Israel und Palästina geht in der Geschichte bis in das Jahr 3000 v. Chr. zurück. Hierbei handelt es sich um einen Ressourcen- und Gebietskonflikt zwischen Juden und Arabern. Im Zentrum der Auseinandersetzung standen hier seit Beginn des Konfliktes, der von den Juden neu errichtete Staat Israel, sowie die arabischen Staaten, wie Libanon, Ägypten, Jordanien und Syrien, welche zuvor im Osmanischen Reich größtenteils inbegriffen waren. Um die Ausgangslage zu verstehen muss zunächst betrachtet werden, weshalb Araber und Juden Anspruch auf das Gebiet um Palästina erheben. 3000 - 2000 v. Chr. besiedelten sowohl gläubige Juden als auch Araber das Gebiet um Palästina und machten Jerusalem zu ihrem zentralen „Glaubensort“.
Diese Hausarbeit bietet die Möglichkeit für die 12. oder 13. Klasse "8" Unterrichtsstunden zu gestalten. Hierbei werden der Ressourcenkonflikt, sowie der religiöse Konflikt zwischen Israel und Palästina beleuchtet. Es befinden sich außerdem einige Seiten mit Materialien, welche komplett ausgearbeitet sind im Anhang. Eine didaktische Auswertung und Analyse ist ebenfalls inbegriffen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung - Konfliktvorstellung zwischen Israel und Palästina
2. Fachwissenschaftliche Einordnung (Sachanalyse)
3. Didaktisches Potential (Didaktische Analyse)
4. Didaktisierung (Didaktisches Drehbuch)
5. Begründung zentraler didaktischer Entscheidungen (Begründung des Ab laufs)
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Hausarbeit zielt darauf ab, den komplexen Nahostkonflikt zwischen Israel und Palästina für den Geographieunterricht in der gymnasialen Oberstufe didaktisch aufzubereiten und in ein unterrichtspraktisches Konzept zu überführen.
- Multiperspektivische Analyse des Israel-Palästina-Konflikts
- Anwendung geographischer Raumkonzepte zur Sachanalyse
- Didaktische Reduktion und Strukturierung des Konflikts für die Klassenstufe 12
- Implementierung des Kontroversitätsgebots und des Überwältigungsverbots
- Förderung der Urteilskompetenz durch Rollenspiele und Bildinterpretation
Auszug aus dem Buch
1 Einleitung – Konfliktvorstellung zwischen Israel und Palästina
Der dieser Hausarbeit zu Grunde liegende Konflikt zwischen Israel und Palästina geht in der Geschichte bis in das Jahr 3000 v. Chr. zurück. Hierbei handelt es sich um einen Ressourcen- und Gebietskonflikt zwischen Juden und Arabern. Im Zentrum der Auseinandersetzung standen hier seit Beginn des Konfliktes, der von den Juden neu errichtete Staat Israel, sowie die arabischen Staaten, wie Libanon, Ägypten, Jordanien und Syrien, welche zuvor im Osmanischen Reich größtenteils inbegriffen waren. Um die Ausgangslage zu verstehen muss zunächst betrachtet werden, weshalb Araber und Juden Anspruch auf das Gebiet um Palästina erheben. 3000 - 2000 v. Chr. besiedelten sowohl gläubige Juden als auch Araber das Gebiet um Palästina und machten Jerusalem zu ihrem zentralen „Glaubensort“ (JOHANNSEN 2009:9ff).
Danach folgten einige Eroberungszüge, welche von beiden Seiten ausgingen und in der Geschichte signifikante Besitzverhältnisveränderungen hervorriefen. Seit 1517 gehörte Jerusalem zum osmanischen Reich und die jüdische Bevölkerung hatte somit keine Heimat mehr. Die Juden verteilten sich auf der ganzen Welt und waren sozusagen die einzige religiöse Gruppe, welche selbst keinen eigenen Staat vorzuweisen hatten. Als dann, vor Allem in Ost-Europa, sowie im Ersten und Zweiten Weltkrieg rund um das Deutsche Reich, die Judenverfolgung und -Vertreibung begann gründete sich Mitte des 19. Jahrhunderts die sogenannte zionistische Bewegung.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung - Konfliktvorstellung zwischen Israel und Palästina: Historische Herleitung des Konflikts bis in die Bronzezeit und Erläuterung der Ursachen für die wechselseitigen Gebietsansprüche von Juden und Arabern.
2. Fachwissenschaftliche Einordnung (Sachanalyse): Untersuchung des Konflikts anhand verschiedener geographischer Raumkonzepte, um ein multiperspektivisches Verständnis der Konfliktstrukturen zu ermöglichen.
3. Didaktisches Potential (Didaktische Analyse): Darlegung, wie der Konflikt unter Berücksichtigung des Beutelsbacher Konsenses im Unterricht bearbeitet werden kann, um Lernende zur eigenen Urteilsbildung zu befähigen.
4. Didaktisierung (Didaktisches Drehbuch): Konkrete Unterrichtsplanung mit einem Umfang von etwa sieben Stunden, inklusive Einstieg, Erarbeitungsphasen und Ergebnissicherung.
5. Begründung zentraler didaktischer Entscheidungen (Begründung des Ab laufs): Pädagogische und fachdidaktische Legitimation der geplanten Unterrichtsschritte sowie der gewählten Methoden unter Einbezug von Anforderungsbereichen.
Schlüsselwörter
Nahostkonflikt, Israel, Palästina, Sicherheitsmauer, Apartheitsgrenze, Raumkonflikt, Geographiedidaktik, Unterrichtsplanung, Beutelsbacher Konsens, Ressourcenkonflikt, Multiperspektivität, Terrorismus, Machtanspruch, Siedlungspolitik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der didaktischen Aufarbeitung des Israel-Palästina-Konflikts für den Geographieunterricht in der gymnasialen Oberstufe.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind die historische Genese des Konflikts, die Anwendung geographischer Raumkonzepte sowie die Umsetzung des Kontroversitätsgebots und des Überwältigungsverbots im Unterricht.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, ein konkretes Unterrichtsmodell zu entwickeln, das den Schülerinnen und Schülern ein tiefgreifendes und multiperspektivisches Verständnis für die Komplexität der Sicherheitsmauer- und Gebietsfrage vermittelt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine fachwissenschaftliche Sachanalyse mittels Raumkonzepten und eine didaktische Analyse zur Unterrichtsgestaltung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die geographische Sachanalyse, das didaktische Potential sowie eine detaillierte Unterrichtssequenz inklusive Begründung der methodischen Schritte erarbeitet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Geographiedidaktik, Nahostkonflikt, Raumkonflikte und politische Bildung sind die prägenden Begriffe der Arbeit.
Welche Bedeutung kommt der "Mauer" im Unterrichtsmodell zu?
Die Mauer dient als zentrales Phänomen, um die gegensätzlichen Sichtweisen als "Sicherheitsmauer" (israelische Sicht) versus "Apartheitsgrenze" (palästinensische Sicht) zu thematisieren.
Warum wird das Rollenspiel als Methode eingesetzt?
Das Rollenspiel soll den Lernenden ermöglichen, fremde Perspektiven aktiv einzunehmen und so die komplexe Interessenslage der verschiedenen Konfliktparteien besser nachzuvollziehen.
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- Felix Busch (Author), 2018, Die Grenze zwischen Israel und Palästina. Sicherheitsmauer oder Apartheitsgrenze?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/441716