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Warum sollte der Iran nach Atomwaffen streben? Neorealistische, Liberalistische und konstruktivistische Perspektiven

Titel: Warum sollte der Iran nach Atomwaffen streben? Neorealistische, Liberalistische und konstruktivistische Perspektiven

Hausarbeit , 2016 , 29 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Helene Dötsch (Autor:in)

Politik - Region: Naher Osten, Vorderer Orient

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Warum sollte der Iran nach Atomwaffen streben und wie kam es zur Einigung über den Konflikt? Um diese Krise zu untersuchen werden drei verschiedene Ansätze der Theorien der internationalen Beziehungen betrachtet. Dabei wird der Neorealismus von Kenneth Waltz, der Interdependenzansatz von Robert O. Keohane und Joseph Nye sowie die konstruktivistische Theorie Alexander Wendts auf die außenpolitische Strategie des Irans in Bezug auf das Streben nach einer Nuklearwaffe angewandt. Die einzelnen Ansätze werden unter verschiedenen Gesichtspunkten diskutiert und in einem abschließenden Resümee soll deren Erklärungskraft miteinander verglichen werden. „Iran seeks constructive engagement with other countries based on mutual respect and common interest“ Mit dieser Aussage wandte sich der derzeitige Präsident des Irans Hassan Rouhani 2013 an die Weltöffentlichkeit. Er spricht dabei über das Atomabkommen zwischen dem Iran und den Großmächten Russland, China, Großbritannien, Frankreich, Deutschland und nicht zuletzt den Vereinigten Staaten. Der Nukleardeal ist ein Meilenstein in der Beilegung des seit 13 Jahren andauernden Konfliktes um das iranische Nuklearprogramm. Teheran wurde mehr als ein Jahrzehnt lang unterstellt, nach Atomwaffen zu streben, was seit den Erfahrungen der zwei Weltkriege und dem Kalten Krieg mithilfe des Nonprofilerationsvertrages eingedämmt werden sollte.

Die Literatur in den Theorien der internationalen Beziehungen ist vielschichtig und umfangreich. Zu den großen Strängen der internationalen Beziehungen gehören der Realismus, der Liberalismus und der Konstruktivismus. Die neorealistische Strömung wird durch das Hauptwerk des Wissenschaftlers Kenneth Waltz „Theory of international politics“ (1979) angeführt. Das Werk ist eine gelungene Einführung zur Orientierung und zum Erlangen von Basiswissen zum Neorealismus. Die Theorie der Interdependenz wird hauptsächlich in dem Werk „Power and Interdependence“ (1977) von Robert O. Keohane und Joseph Nye entwickelt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Neorealismus nach Kenneth Waltz

2. Interdependenzansatz nach Keohane und Nye

2.1. Die komplexe Interdependenz

3. Konstruktivismus nach Alexander Wendt

3.1. Die Identität

3.2. Die internationale Struktur

4. Das iranische Atomprogramm

4.1. Neorealismus: Die regionale Ordnung als Bedrohung für das Überleben Teherans?

4.1.2. Das Nuklearabkommen aus neorealistischer Perspektive

4.2. Der Interdependenz- Ansatz: Sanktionen als Konsequenz asymmetrischer Verwundbarkeitsverteilung?

4.2.1. Sensibilitätsanalyse und Vulnerabilitätsanalyse des Irans

4.2.2. Interessenkonflikt zwischen ökonomischen Kräften und militärischer Macht? - Die komplexe Interdependenz

4.3. Iran- Ein Schurkenstaat? Eine konstruktivistische Analyse der iranischen Identität

4.3.1. Rollen- und Typenidentität der islamischen Republik

4.3.2. Vom Schurkenstaat zum anerkannten Verhandlungspartner?

5. Zwischen den Perspektiven

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die außenpolitische Strategie des Irans in Bezug auf das Streben nach einer Nuklearwaffe und analysiert, warum es zu einer Einigung im Atomkonflikt kam, indem sie drei zentrale Theorien der internationalen Beziehungen anwendet.

  • Neorealistische Perspektive auf regionale Bedrohungen und Abschreckung
  • Interdependenzansatz zur Analyse von Sanktionen und ökonomischen Verflechtungen
  • Konstruktivistische Analyse der iranischen Identität und internationaler Normen
  • Vergleichende Diskussion der Erklärungskraft der drei Theorieansätze

Auszug aus dem Buch

3. Konstruktivismus nach Alexander Wendt

Dem Konstruktivismus sind verschiedene theoretische Strömungen zuzuordnen, deren gemeinsamer Nenner auf der Annahme beruht, dass die Realität als subjektive Realität durch den Menschen und dessen Wahrnehmung und kognitiven Verarbeitungsprozess konstruiert wird. Ende des 20 Jahrhunderts hat sich der Konstruktivismus auch in den Theorien der internationalen Beziehungen etabliert. Was die verschiedenen Stränge des Konstruktivismus vereint, ist die Methodologie der Konstruktivismustheoretiker. Konstruktivismus macht selten Aussagen über Bedeutungen, sondern mehr über Beschaffenheit, über mögliche Deutungen und Interpretationen der Welt, die auf Ideen, sozialem Handeln und sozialer Struktur beruhen.

Wissenschaftler sind sich einig, dass der Konstruktivismus eine höhere Abstraktionsebene adressiert als realistische epistemologische Theorien. Ein Wegbereiter konstruktivistischer Theorie in den Theorien der internationalen Beziehungen ist Alexander Wendt. In seinen Annahmen und Aussagen setzt sich der Wissenschaftler direkt mit den Theorieschulen der internationalen Beziehungen auseinander und entwirft auf realistischen Grundannahmen beruhend eine konstruktivistische Auslegung internationaler Politik. Er selbst versteht sich als Strukturalist, der sich, wie auch Realisten, Strukturen und Akteursverhalten zum Gegenstand seiner Untersuchungen macht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Neorealismus nach Kenneth Waltz: Einführung in die realistische Theorie, die Staaten als rationale Akteure in einem anarchischen System betrachtet, die primär nach Überleben streben.

2. Interdependenzansatz nach Keohane und Nye: Analyse der internationalen Verflechtungen und der Bedeutung von Sensibilitäts- sowie Vulnerabilitätskosten für staatliches Handeln.

2.1. Die komplexe Interdependenz: Detaillierte Betrachtung, wie informelle Netzwerke und ökonomische Interessen die traditionelle Sichtweise staatlicher Kohärenz herausfordern.

3. Konstruktivismus nach Alexander Wendt: Untersuchung der Rolle von sozialen Strukturen, Identitäten und Ideen bei der Gestaltung internationaler Beziehungen.

3.1. Die Identität: Darstellung der verschiedenen Identitätsformen von Staaten und wie diese Interessen und das internationale System beeinflussen.

3.2. Die internationale Struktur: Diskussion von Anarchie als soziales Gefäß, das durch unterschiedliche Kulturen wie Feindschaft oder Freundschaft definiert wird.

4. Das iranische Atomprogramm: Anwendung der theoretischen Ansätze auf den spezifischen Konflikt um das iranische Nuklearprogramm.

4.1. Neorealismus: Die regionale Ordnung als Bedrohung für das Überleben Teherans?: Analyse des Strebens nach der Bombe als Instrument des Balancings gegen regionale Rivalen.

4.1.2. Das Nuklearabkommen aus neorealistischer Perspektive: Bewertung des Atomabkommens unter dem Fokus der Machtkapazitäten und des ökonomischen Zugewinns.

4.2. Der Interdependenz- Ansatz: Sanktionen als Konsequenz asymmetrischer Verwundbarkeitsverteilung?: Untersuchung, wie Sanktionen als Druckmittel aufgrund globaler Handelsabhängigkeiten fungieren.

4.2.1. Sensibilitätsanalyse und Vulnerabilitätsanalyse des Irans: Bewertung der Wirksamkeit von wirtschaftlichem Druck auf die iranische politische Führung.

4.2.2. Interessenkonflikt zwischen ökonomischen Kräften und militärischer Macht? - Die komplexe Interdependenz: Erörterung der Divergenz zwischen materiellen Interessen der Eliten und militärischem Sicherheitsstreben.

4.3. Iran- Ein Schurkenstaat? Eine konstruktivistische Analyse der iranischen Identität: Dekonstruktion des Schurkenstaat-Images und Analyse der Selbstwahrnehmung Irans.

4.3.1. Rollen- und Typenidentität der islamischen Republik: Analyse der historischen Belastung und der Identitätsbildung durch den schiitischen Glauben.

4.3.2. Vom Schurkenstaat zum anerkannten Verhandlungspartner?: Diskussion über den Wandel diplomatischer Beziehungen und die Veränderung von Rollenerwartungen.

5. Zwischen den Perspektiven: Synthese der Ergebnisse und Bewertung, wie die verschiedenen Ansätze zur Erklärung des iranischen Einlenkens beitragen können.

Schlüsselwörter

Neorealismus, Interdependenzansatz, Konstruktivismus, Iran, Atomprogramm, Internationale Beziehungen, Sanktionen, Identität, Machtpolitik, Nuklearwaffen, Teheran, Sicherheit, Außenpolitik, Weltordnung, Diplomatie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das iranische Atomprogramm mithilfe dreier zentraler Theorien der internationalen Beziehungen, um die Motive Irans für den Bau von Nuklearwaffen und die Gründe für das Einlenken im Atomkonflikt zu verstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die neorealistische Machtanalyse, die liberale Interdependenztheorie sowie die konstruktivistische Identitätsforschung im Kontext des politischen Systems Irans und seiner internationalen Beziehungen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu ergründen, warum die politische Führung Irans trotz massiver Sanktionen nach Atomwaffen strebte und wie das Atomabkommen durch die drei gewählten Theorieansätze erklärt werden kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es erfolgt eine theoretische Fundierung durch einschlägige Fachliteratur sowie eine anwendungsorientierte Analyse der iranischen Außenpolitik unter Anwendung der Theorien von Waltz, Keohane/Nye und Wendt.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Mittelpunkt?

Im Hauptteil werden die drei Theorien nacheinander auf den iranischen Atomkonflikt angewandt, um jeweils unterschiedliche Aspekte der Strategie Teherans und der Reaktionen der internationalen Gemeinschaft zu beleuchten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Neorealismus, Interdependenz, Konstruktivismus, Atomprogramm, regionale Sicherheit, Sanktionen, Identität und internationale Kooperation.

Wie erklärt der Neorealismus das Streben Irans nach einer Atombombe?

Der Neorealismus interpretiert das Streben als rationales Balancing-Verhalten, um sich gegen existenzielle Bedrohungen durch regionale Rivalen und den Hegemon USA abzusichern.

Was ist die Kernbotschaft der konstruktivistischen Analyse?

Der Konstruktivismus zeigt auf, dass der Konflikt nicht nur materiell begründet ist, sondern durch gegenseitige Identitätszuschreibungen und "Schurkenstaat"-Diskurse sowie den Mangel an Vertrauen zwischen den Akteuren geprägt wurde.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Warum sollte der Iran nach Atomwaffen streben? Neorealistische, Liberalistische und konstruktivistische Perspektiven
Hochschule
Universität Regensburg  (Institut für Internationale Politik)
Note
1,7
Autor
Helene Dötsch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
29
Katalognummer
V441187
ISBN (eBook)
9783668795570
ISBN (Buch)
9783668795587
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Iran USA Neorealismus Interdependenzanalyse konstruktivismus Wendt Waltz Atombombe JCPOA Nonproliferation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Helene Dötsch (Autor:in), 2016, Warum sollte der Iran nach Atomwaffen streben? Neorealistische, Liberalistische und konstruktivistische Perspektiven, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/441187
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Leseprobe aus  29  Seiten
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