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Das Zusammenspiel der bayrischen Sozialdemokraten und Freikorps während der Münchner Räterepublik

Titel: Das Zusammenspiel der bayrischen Sozialdemokraten und Freikorps während der Münchner Räterepublik

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2017 , 20 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Nicole Kanovsky (Autor:in)

Geschichte - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Nach dem verlorenen Weltkrieg und der Abdankung des preußischen Kaisers Wilhelm II. stand das Deutsche Reich erneut vor Zerfallserscheinungen. Überall in Deutschland kamen revolutionäre Strömungen auf, die ihre Heimat in eine gewisse politische Richtung bringen wollten. Mehrheitlich waren diese links oder extrem links geprägt. Auf der anderen Seite standen die desorientierten Frontsoldaten, deren Aufgabe auf einmal nichtig war. Auch diese formierten sich, um für eine gewisse politische Richtung, den vermeintlichen Erhalt des Reiches oder schlicht für das eigene Auskommen in großteils irregulären Kampfverbänden erneut die Waffe in die Hand zu nehmen.

Zwischen diesen Strömungen standen Menschen, die nach den Schrecken des Krieges eine funktionierende Regierung auf die Beine stellen wollten.

In der folgenden Arbeit soll der Spagat dieser Menschen aufgezeigt werden, den sie zwischen der radikalen Linken und den kaisertreuen, bis hin zur radikalen Rechten machen mussten, um den jungen deutschen Republiken Stabilität zu geben. Als Beispiel soll die Republik Bayern dienen, die nach gewähltem Landesparlament zuerst mit der Bedrohung von Links zurechtkommen musste, sich im Anschluss mit der extremen Rechten zur Niederschlagung der extremen Linken einlassen musste. Dieser Spagat steht synonym für alle Länder der Weimarer Republik, die, wie aufgezeigt werden soll, noch keine große Rolle gespielt haben mag.

Insbesondere soll auf die Rolle der Freikorps bei der Niederschlagung der bayrischen Räterepublik eingegangen werden, da diese zu einem großen Teil auf der einen Seite für die alte Ordnung standen, zum anderen einen großen Anteil am späteren Untergang der Weimarer Republik hatten.

Die Quellenlage stellt sich als derart reichhaltig dar, dass lediglich auf eine Auswahl aus den jeweiligen politischen Spektren zurückgegriffen werden soll.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Geschehnisse in Bayern von November 1918 – Mai 1919

2.1. Die Regierung Eisner

2.2. Die Regierung Hoffmann

2.3. Die zweite Räterepublik

2.4. Der bayrische Sonderweg

3. Friedliche Schlichtungsversuche der Regierung Hoffmann

4. Die Gewaltspirale

4.1. Die Aufstellung der Roten Armee

4.1.1. Die Eroberung Dachaus

4.2. Die Aufstellung von Heimatwehren und Freikorps

4.3. Das Ersuchen um Reichshilfe

5. Die Zerschlagung der Räterepublik Bayern

5.1. Roter und Weißer Terror in München

5.2. Opferzahlen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den politischen Spagat der bayerischen Regierung während der Revolutionsjahre 1918/1919 und analysiert dabei insbesondere die ambivalente Rolle der Freikorps bei der Niederschlagung der Räterepublik sowie die daraus resultierenden Auswirkungen auf die junge Weimarer Republik.

  • Politische Instabilität und Regierungswechsel in Bayern (1918–1919)
  • Rolle und Motivation der Freikorps bei der Rätebekämpfung
  • Verhältnis zwischen demokratischer Regierung und paramilitärischen Verbänden
  • Soziale und strukturelle Aspekte des bayerischen "Sonderwegs"
  • Phänomenologie des Roten und Weißen Terrors

Auszug aus dem Buch

4.2. Die Aufstellung von Heimatwehren und Freikorps

Infolge der unterbesetzten Armee, der Auflagen über die Abrüstung und der Wankelmütigkeit der regulären Truppen kam es zur Aufstellung von Freiwilligenverbänden. Den ersten, aus sich selbst heraus gegründeten Freikorps stand die Regierung Hoffmann noch ablehnend gegenüber. So wurde Haftbefehl gegen Epp erlassen als dieser begann, sein Freikorps aufzustellen. Da es im Reich jedoch keine zentrale Justiz gab, floh dieser mit seinen Männern lediglich über die thüringische Landesgrenze und setzte dort seine Ausbildung fort.

Am Beispiel des Freikorps Schwaben soll aufgezeigt werden wie die Gründung eines von der Regierung erlaubten Freikorps vonstattenging. Wesen und Ausrichtung kann nur spezifisch für die jeweiligen Verbände geschildert werden, da diese ihren jeweils eigenen Hintergrund haben.

Am 19. April ließ die Regierung Hoffmann folgendes Telegramm verbreiten:

[…] In München herrscht russischer Terror. Von Landesfremden Eindringlingen geführt, haben nunmehr Kommunisten die Herrschaft an sich gerissen. […] Wenn wir nicht das Schicksal Rußlands erleben wollen, muß der letzte Mann aufgeboten werden zum Schutze des aufs schwerste bedrohten Bayernlandes. Freiwillige aus allen Landesteilen müssen sofort ohne jeden Verzug an die Werbeplätze und Waffen. […] Ehrlos ist jeder, der das Vaterland in diesen furchtbaren Stunden im Stiche lässt. […] Es ist unweigerliche Pflicht aller Werke und des gesamten Verkehrspersonals und der öffentlichen Ämter […] die Werbetätigkeit für die bayerische Volkswehr und die Freikorps unablässig in jeder Hinsicht zu unterstützen […] Allen Beamten und Arbeitern ist der Eintritt in die Volkswehr und Freiwilligen-Korps ohne weiteres zu genehmigen. Ihre Rechte werden ihnen selbstverständlich in allem Umfang gewahrt.

Verkehrsminister Frauendorfer. - Regierung Hoffmann

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert den Spagat der Regierung zwischen radikalen politischen Strömungen und die Rolle der Freikorps beim Untergang der bayerischen Räterepublik.

2. Die Geschehnisse in Bayern von November 1918 – Mai 1919: Dieses Kapitel skizziert die Regierungen Eisner und Hoffmann sowie das Entstehen und Scheitern der Räterepubliken in einem spezifisch bayerischen Kontext.

3. Friedliche Schlichtungsversuche der Regierung Hoffmann: Hier wird der Versuch der Regierung analysiert, den Konflikt ohne militärische Gewalt durch Verhandlungen und politische Mitsprache zu lösen.

4. Die Gewaltspirale: Das Kapitel behandelt die Eskalation durch die Bildung der Roten Armee, die Aufstellung der Freikorps sowie das folgenschwere Ersuchen um Reichshilfe.

5. Die Zerschlagung der Räterepublik Bayern: Fokus liegt auf dem militärischen Vorgehen gegen München, den beiderseitigen Terrorakten und der statistischen Auswertung der Opferzahlen.

6. Fazit: Die Schlussbetrachtung bewertet das Handeln der Regierung Hoffmann als eine Abwägung zwischen schweren Kompromissen und dem Schutz der demokratischen Ordnung.

Schlüsselwörter

Weimarer Republik, Bayerische Räterepublik, Freikorps, Regierung Hoffmann, Kurt Eisner, Rote Armee, Novemberrevolution, Reichshilfe, Demokratie, Paramilitärs, politischer Spagat, Roter Terror, Weißer Terror, Landtag, Münchner Revolution.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die instabile politische Lage in Bayern während der Revolutionsjahre 1918/1919 und untersucht das Handeln der Regierung gegenüber revolutionären Linken und reaktionären Freikorps.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Mittelpunkt stehen die Regierungswechsel, der Einfluss des bayerischen "Sonderwegs", die paramilitärische Eskalation sowie die moralischen Dilemmata der demokratischen Kräfte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Spagat der regierenden Sozialdemokraten aufzuzeigen, die gezwungen waren, zwischen extremen politischen Lagern zu navigieren, um das Überleben der jungen Demokratie zu sichern.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit basiert auf einer quellenkritischen Analyse von Zeitdokumenten, Landtagsprotokollen, Memoiren und Sekundärliteratur der damaligen Zeit.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den Regierungsperioden von Eisner und Hoffmann, dem Aufstieg der Roten Armee und Freikorps sowie der letztendlichen militärischen Zerschlagung der Räterepublik.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind die Bayerische Räterepublik, das Freikorps-Wesen, der Konflikt zwischen "Rotem" und "Weißem" Terror sowie das Konzept der "Wehrhaftigkeit" der neuen Republik.

Warum war das Ersuchen um Reichshilfe ein so folgenschwerer Schritt für die Regierung Hoffmann?

Weil damit die Kontrolle über die militärischen Aktionen in Bayern teilweise aus der Hand gegeben wurde und man sich den berüchtigten "Noske-Methoden" aussetzte, was den Spielraum für eine gewaltarme Lösung beendete.

Inwieweit unterschieden sich die bayerischen Freikorps von den preußischen Verbänden?

Die bayerischen Freikorps unterlagen strengeren Aufnahmekriterien, mussten sich der demokratischen Regierung verpflichten und waren primär auf die Niederschlagung der Räterepublik begrenzt, während preußische Verbände teils antidemokratisch und ideologisch stärker vorbelastet waren.

Was lässt sich aus den Opferzahlen der Kämpfe ableiten?

Die hohen Zahlen standrechtlicher Erschießungen auf Seiten der Räteregierung im Vergleich zu den Regierungstruppen verdeutlichen die unverhältnismäßige Härte, mit der die siegreichen Einheiten gegen die oft schlecht ausgebildeten Räte-Kämpfer vorgingen.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Zusammenspiel der bayrischen Sozialdemokraten und Freikorps während der Münchner Räterepublik
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Veranstaltung
Deutsche Revolution 1918/1919
Note
2,3
Autor
Nicole Kanovsky (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
20
Katalognummer
V437550
ISBN (eBook)
9783668775978
ISBN (Buch)
9783668775985
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Revolution 1918/1919 Deutschland München Bayern Sozialdemokratie Freikorps Münchener Räterepublik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nicole Kanovsky (Autor:in), 2017, Das Zusammenspiel der bayrischen Sozialdemokraten und Freikorps während der Münchner Räterepublik, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/437550
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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