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Das Menschenrechtsregime der United Nations. Eine Analyse anhand der Regimetheorie von Robert O. Keohane

Title: Das Menschenrechtsregime der United Nations. Eine Analyse anhand der Regimetheorie von Robert O. Keohane

Term Paper (Advanced seminar) , 2017 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sven Uhle (Author)

Politics - Topic: Public International Law and Human Rights

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Summary Excerpt Details

Ziel dieser Ausarbeitung ist es, das Menschenrechtsregime der United Nations unter dem Ansatz der Regimetheorie von Robert Keohane, die im Neoinstitutionalismus zu verorten ist, zu analysieren. Die vorliegende Arbeit gliedert sich in fünf Hauptkapitel. Nach einer kurzen Einleitung und Hinführung zur Forschungsfrage in Kapitel 1, finden in einem zweiten Kapitel eine Begriffsdefinition von internationalen Regimen, sowie eine Abgrenzung dieser von internationalen Organisationen und völkerrechtlichen Normen, statt. Kapitel 3 liefert eine differenzierte Auseinandersetzung mit den zwei Grundprinzipen der Regimewirkung

“We live in a world of international regimes”. Dieses Zitat von Oran Young stellt heraus, welchen wichtigen Stellenwert internationale Regime, also internationale Kooperationen, in unserer Gesellschaft haben. Die Zusammenarbeit über die Grenzen eines Staates hinaus führt dazu, den Frieden auf der Welt zu sichern. Angesichts der Grausamkeiten des Zweiten Weltkrieges, etablierte sich eine internationale Organisation namens United Nations Organization, die sich zum Ziel gemacht hat, den Weltfrieden zu schützen. Aus ihr gingen und gehen diverse internationale Regime hervor. Eines der bedeutendsten Regime ist das der Menschenrechte, welches 1948 seinen Legitimationsanspruch in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte fand. Basierend auf einem kollektiven Verständnis der Menschenwürde einigten sich die Mitgliedsstaaten erstmals in der Geschichte auf weltweit gültige Menschenrechte.

Doch dieser Frieden scheint angesichts des Amtsantritts des neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald J. Trump, zu erodieren. Obwohl Artikel 5 der Allgemeinen Menschenrechtserklärung besagt, dass „[n]o one shall be subjected to torture or to cruel, inhuman or degrading treatment or punishment“, spicht sich Donald Trump für die Verwendung von Folter und deren Nutzen aus. Human Rights Watch ging sogar soweit, Donald Trump als potentiellen Gefährder der Menschenrechte einzustufen. Aus diesem Sachverhalt heraus stellte sich der Autor dieser Arbeit die Frage: „Wie das internationale Menschenrechtsregime entstand und inwiefern die Regimetheorie von Robert O. Keohane eine plausible Erklärung für die Bildung dieses internationalen Regimes bietet?“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Untersuchungshintergrund und Fragestellung

1.2. Aufbau und Zielsetzung der Arbeit

2. Regime in der internationalen Politik

2.1. Definitionen von internationalen Regimen

2.2. Konstituierende Merkmale eines Regimes

2.3. Internationale Regime und völkerrechtliche Normen

3. Die Regimetheorie von Robert O. Keohane

3.1. Wirkung von internationalen Regimen

3.2. Regimebildung

4. Das Menschenrechtsregime der United Nations

4.1. Definition von Menschenrechten

4.2. Entstehungsgeschichtlicher Hintergrund des Menschenrechtsregimes

4.3. Analyse des Menschenrechtsregimes aus regimetheoretischer Perspektive

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Entstehung des Menschenrechtsregimes der United Nations unter Anwendung der Regimetheorie von Robert O. Keohane. Dabei wird untersucht, inwiefern dieser theoretische Ansatz eine plausible Erklärung für die Bildung und Funktion dieses internationalen Regimes liefert.

  • Grundlagen und Definition internationaler Regime
  • Die Regimetheorie von Robert O. Keohane (Wirkung und Bildung)
  • Historische Entwicklung des Menschenrechtsregimes der Vereinten Nationen
  • Anwendung regimetheoretischer Prinzipien auf das Menschenrechtsregime
  • Kritische Reflexion über die Anwendbarkeit der Theorie auf den Menschenrechtsschutz

Auszug aus dem Buch

3.1. Wirkung von internationalen Regimen

Bevor sich näher mit der Bildung von Regimen befasst wird, muss deren Wirkung genauer erläutert werden, da die Wirkung eine entscheidende Rolle auf die Bildung von internationalen Regimen hat.

Die Wirkung von internationalen Regimen zielt nicht darauf ab, die Interessen der kooperierenden Staaten zu modifizieren, sondern mittels Kooperation diese zu verwirklichen (vgl. Zangl 2010, 138f.). Demnach operieren internationale Regime als Beförderer von Kooperation, welche die Interessen der Staaten unberührt lassen. Bernhard Zangl spricht hier von sog. „Kooperationskatalysatoren“ (ibid., 139).

Robert Keohane benennt in seinem Werk vier verschiedene Wirkungspfade eines Regimes, welche aus seiner Sicht die Transaktionskosten – also die Verhandlungskosten über diverse Vereinbarungen, die Kosten der Kontrolle eben jener Vereinbarungen, sowie deren Durchsetzung – verringern (vgl. Tuschhoff 2015, 36f.; Keohane 1984, 89ff.).

Der erste Wirkungspfad zur Senkung der Transaktionskosten besteht darin, den Akteuren einen Verhandlungsrahmen durch internationale Regime zu bieten, in dem sowohl die Verhandlungsverfahren, -ziele und die -partner von vornherein vereinbart sind (vgl. Zangl 2010, 139). Dies hat den Vorteil, dass keine kosten- und zeitintensiven Vorverhandlungen zwischen den Staaten stattfinden und deshalb Kooperationsvereinbarungen einfacher erzielt werden können. Keohane schreibt hierzu: „International regimes […] making it cheaper for governments to get together to negotiate agreements“ (Keohane 1984, 90). Zweitens erhöhen die Kostensenkungen die Aussicht darauf, dass die Kooperationsvereinbarungen eingehalten werden (vgl. Zangl 2010, 140), da Regime über verschiedene Kontrollmechanismen verfügen. Diese Mechanismen sind meist in internationalen Organisationen manifestiert, durch welche sich die Erwartungsverlässlichkeit erhöht, da „the principles and rules of a regime reduce the range of expected behavior“ (Keohane 1984, 97). Zudem erhöhen internationale Regime auch die Kooperation zwischen Staaten „by reducing uncertainty“ (ibid.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung internationaler Regime ein und stellt die Forschungsfrage nach der Anwendbarkeit von Keohanes Regimetheorie auf das UN-Menschenrechtsregime.

2. Regime in der internationalen Politik: Dieses Kapitel definiert internationale Regime als Institutionen zur Kooperation und grenzt sie von internationalen Organisationen sowie völkerrechtlichen Normen ab.

3. Die Regimetheorie von Robert O. Keohane: Hier werden die Kernaspekte der Theorie, insbesondere die Wirkungsweise durch Kostensenkung und die Bedingungen der Regimebildung, dargelegt.

4. Das Menschenrechtsregime der United Nations: Das Kapitel bietet eine historische Einordnung der Menschenrechte und analysiert die Struktur des UN-Regimes anhand der zuvor erläuterten regimetheoretischen Perspektive.

5. Schluss: Der Schluss fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die Grenzen der Regimetheorie bei der Erklärung uneigennütziger Zielverfolgung in der Menschenrechtspolitik.

Schlüsselwörter

Regimetheorie, Robert O. Keohane, Menschenrechtsregime, Vereinte Nationen, Internationale Kooperation, Transaktionskosten, Institutionen, Neoinstitutionalismus, Menschenrechte, Regimebildung, Regimewirkung, Völkerrecht, Kosten-Nutzen-Relation, Interdependenz, Souveränität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Entstehung und Etablierung des internationalen Menschenrechtsregimes der Vereinten Nationen unter Zuhilfenahme der Regimetheorie von Robert O. Keohane.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die Definition internationaler Regime, die Wirkmechanismen nach Keohane, die Geschichte der Menschenrechte sowie die praktische Analyse des UN-Systems.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Kernfrage lautet, inwieweit die Regimetheorie von Robert O. Keohane als Erklärungsmodell für die Bildung und Funktion des Menschenrechtsregimes der Vereinten Nationen dienen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch fundierte Analyse, bei der die Konzepte des Neoinstitutionalismus und der Regimetheorie auf den spezifischen Fall des UN-Menschenrechtsregimes angewendet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Darlegung der Regimetheorie, die Definition von Menschenrechten sowie die abschließende Analyse der Entstehung des UN-Menschenrechtsregimes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Regimetheorie, internationale Kooperation, Menschenrechte, Transaktionskosten und Institutionen geprägt.

Wie erklärt Keohane die Bildung eines Regimes?

Nach Keohane entstehen Regime primär durch das Vorhandensein gemeinsamer Interessen und das Ziel, bei hoher Interdependenz die Transaktionskosten für Kooperationen zu senken.

Wie bewertet der Autor die Anwendbarkeit der Regimetheorie auf Menschenrechte?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Regimetheorie einen nützlichen Erklärungsansatz liefert, jedoch idealerweise mit anderen Theorien, wie dem Neorealismus, kombiniert werden sollte, um komplexe Aspekte wie den Schutz von Menschenrechten vollständig zu erfassen.

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Details

Title
Das Menschenrechtsregime der United Nations. Eine Analyse anhand der Regimetheorie von Robert O. Keohane
College
University of Koblenz-Landau  (Politikwissenschaft)
Course
Grundlagen, Akteure und Prozesse der Außenpolitik
Grade
1,3
Author
Sven Uhle (Author)
Publication Year
2017
Pages
22
Catalog Number
V436519
ISBN (eBook)
9783668769427
ISBN (Book)
9783668769434
Language
German
Tags
Regimetheorie Menschenrechte Robert O. Keohane United Nations Vereinte Nationen Regime Menschenrechtsregime Völkerrecht internationale Beziehungen international Relations
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sven Uhle (Author), 2017, Das Menschenrechtsregime der United Nations. Eine Analyse anhand der Regimetheorie von Robert O. Keohane, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/436519
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