Ein Unternehmen, ganz gleich ob in der freien Wirtschaft oder im Non-Profit Bereich, ist mit einer Vielzahl von Entscheidungssituation konfrontiert. Entscheidungen, die getroffen werden, können weitreichende Folgen nach sich ziehen und betreffen sowohl den Erfolg eines Unternehmens als auch die Mitarbeiter, Kunden und das Unternehmensumfeld. Durch die zunehmende Komplexität der Entscheidungen, die getroffen werden müssen und die zeitgleiche Entwicklung der Digitalisierung, die eine hohe Verfügbarkeit von Daten und Informationen mit sich zieht, bedarf es in einem Unternehmen immer weniger einer reagierenden, sondern einer systematischen und strategischen Entscheidungskultur. Entscheidungen sollten jedoch nicht auf der Erkenntnis rein monetärer Kennzahlen getroffen, sondern vielmehr bedürfen sie einer Grundlage, welche auf ganzheitlichen Erkenntnissen des gesamten Unternehmens und des Unternehmensumfeldes beruht.
In dieser Hausarbeit wird die Balanced Scorecard als Instrument der Unternehmensführung in den Fokus gerückt. Im Besonderen wird dabei die Frage inwieweit die Balanced Scorecard als Instrument zur Führung eines Unternehmens geeignet ist und wie die Umsetzung in der Praxis aussehen kann in den Mittelpunkt gerückt. Diese Arbeit setzt sich zu Beginn mit der Theorie der Balanced Scorecard auseinander und versucht die vielen verschiedenen Facetten zu beleuchten. Anschließend wird die Anwendung der Balanced Scorecard als Instrument der Unternehmensführung mit Bezug zur Praxis erörtert, um abschließend sowohl die Relevanz dieser Hausarbeit zu verdeutlichen als auch ein Fazit bzw. einen Ausblick zu geben.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN ZUR BALANCED SCORECARD
2.1 ENTWICKLUNG DER BALANCED SCORECARD
2.2 GRUNDKONZEPT DER BALANCED SCORECARD
2.2.1. Finanzwirtschaftliche Perspektive
2.2.2. Kundenperspektive
2.2.3. Die Perspektive des Prozesses
2.2.4. Entwicklungs- und Lernperspektive
2.3 STRATEGISCHER HANDLUNGSRAHMEN
2.3.1 Aufschlüsselung und Übersetzung der Vision
2.3.2 Verknüpfung von strategischen Zielen und Maßnahmen und deren Kommunikation
2.3.3 Planung und Festlegen von Zielen
2.3.4 Feedback und Lernen
3 BALANCED SCORECARD ALS INSTRUMENT DER UNTERNEHMENSFÜHRUNG
3.1 ÜBERSETZEN UND KLÄRUNG DER VISION IN KLARE ZIELE FÜR ALLE PERSONEN EINES UNTERNEHMENS
3.1.1 Begriffsabgrenzung zum Thema Vision
3.1.2 Umwandlung von der Vision in messbare Ziele
3.2 VERKNÜPFUNG UND KOMMUNIKATION DER ZIELE UND MAßNAHMEN
3.2.1 Konzept und Einbindung der Strategy Map
3.2.2 Kommunikation in Form des strategischen Hauses
3.3 FESTLEGEN VON ZIELEN UND DEREN PLANUNG
3.4 FEEDBACK UND LERNEN
3.5 KRITIK AM KONZEPT DER BALANCED SCORECARD
3.5.1 Feedbackprozess
3.5.2 Kennzahlen
3.5.3 Perspektiven
3.5.4 Dynamik
3.5.5 Bürokratisierung
4 RELEVANZ FÜR DIE PRAXIS IM SOZIALMANAGEMENT
5 FAZIT UND AUSBLICK
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Eignung der Balanced Scorecard als strategisches Führungsinstrument in Unternehmen, insbesondere vor dem Hintergrund zunehmender Komplexität und Digitalisierung, und beleuchtet deren praktische Umsetzung sowie Übertragbarkeit auf den Non-Profit-Sektor.
- Theoretische Grundlagen und Entwicklung der Balanced Scorecard
- Strategische Managementprozesse und Implementierung der Balanced Scorecard
- Methoden zur Kommunikation strategischer Ziele (Strategy Map & Strategisches Haus)
- Kritische Analyse des Balanced-Scorecard-Konzepts
- Anwendung und Herausforderungen im Sozialmanagement
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Konzept und Einbindung der Strategy Map
Um die Prozesse und im Besonderen den zuletzt beschriebenen Prozess zu vereinfachen haben Kaplan und Norton das Konzept der BSC um die sogenannte Strategy Map erweitert. Diese wurde in erster Linie Entwickelt, um eine bessere Umsetzung der BSC, besonders in den Punkten Entwicklung und Kommunikation, gewährleisten zu können. Die Strategy Map nutzt dabei die verschiedenen Perspektiven der BSC und ordnet sie untereinander an. Zur Verdeutlichung ist im Folgenden eine klassische Strategy Map abgebildet (siehe Abb. 3).
Ganz oben ist die finanzwirtschaftliche Perspektive anzuordnen, nachfolgend ist die Kundenperspektive anzusiedeln und die letzten beiden Perspektiven sind in dieser Reihenfolge die Prozess- und die Lern-und Entwicklungsperspektive. Dabei ist im Besonderen die Kausalität der Zusammenhänge zu betonen. Dies bedeutet, dass die finanzwirtschaftliche Perspektive nur in Abhängigkeit des Erreichens der Kundenperspektive zu sehen ist. Die Kundenperspektive bedingt also das Gelingen der finanzwirtschaftlichen Perspektive. Weiterhin ist die Kundenperspektive von der Prozessperspektive und diese wiederum von der Lern- und Entwicklungsperspektive abhängig.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Einführung in die Problematik komplexer Entscheidungssituationen in Unternehmen und Vorstellung der Balanced Scorecard als Instrument zur strategischen Führung.
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN ZUR BALANCED SCORECARD: Erläuterung der Entstehungsgeschichte, der vier klassischen Perspektiven und des strategischen Handlungsrahmens des BSC-Konzepts.
3 BALANCED SCORECARD ALS INSTRUMENT DER UNTERNEHMENSFÜHRUNG: Detaillierte Betrachtung der Implementierungsschritte, von der Visionsklärung über die Strategiekommunikation bis hin zum Feedbackprozess.
4 RELEVANZ FÜR DIE PRAXIS IM SOZIALMANAGEMENT: Diskussion der Übertragbarkeit der Balanced Scorecard auf Non-Profit-Organisationen und notwendige Anpassungen der Perspektiven und Kennzahlen.
5 FAZIT UND AUSBLICK: Zusammenfassende Bewertung der Balanced Scorecard als zukunftsorientiertes Steuerungsinstrument unter Berücksichtigung ergänzender Führungsansätze.
Schlüsselwörter
Balanced Scorecard, Unternehmensführung, Strategieumsetzung, Vision, Kennzahlen, Performance Measurement, Strategy Map, Strategisches Haus, Sozialmanagement, Non-Profit-Organisation, Feedback, Lernende Organisation, Managementprozesse, Partizipation, Strategie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Balanced Scorecard als Instrument der Unternehmensführung und deren Eignung, um komplexe strategische Anforderungen in konkrete Ziele und Maßnahmen zu übersetzen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den Schwerpunkten gehören das theoretische Konzept der BSC, die praktische Implementierung mittels Strategy Map und Strategischem Haus sowie die Anwendung in sozialen Organisationen.
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?
Die Arbeit möchte klären, inwieweit die Balanced Scorecard als Führungsinstrument geeignet ist und wie deren praktische Umsetzung erfolgreich gestaltet werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und theoretischen Herleitung des Balanced-Scorecard-Konzepts nach Kaplan und Norton, ergänzt um Praxisbeispiele.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den vier Managementprozessen der BSC, der methodischen Umsetzung durch Visualisierungswerkzeuge und einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Konzept.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Balanced Scorecard, Strategieumsetzung, Performance Measurement, Vision und Sozialmanagement.
Wie unterscheidet sich die BSC in Non-Profit-Organisationen vom Profit-Bereich?
Aufgrund der anderen Zielsetzung (Mission statt nur Gewinn) müssen Kennzahlen und Perspektiven angepasst werden, wobei die Finanzperspektive zur Existenzsicherung weiterhin relevant bleibt.
Was ist das "Strategische Haus" und welchen Nutzen bietet es?
Das strategische Haus visualisiert die Strategie bildlich, um Mitarbeitern Transparenz zu schaffen, ihre Identifikation mit Zielen zu fördern und Zusammenhänge intuitiv begreifbar zu machen.
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- Jan-Philipp Kania (Author), 2017, Balanced Scorecard als Instrument der Unternehmensführung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/436507