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Die Angst vor dem Islam. Eine qualitative Studie zu Motiven, Einstellungen und Intervention

Title: Die Angst vor dem Islam. Eine qualitative Studie zu Motiven, Einstellungen und Intervention

Bachelor Thesis , 2016 , 60 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Anna-Lea Fischer (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society

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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit widmet sich dem Thema Islamfeindlichkeit. Genauer genommen stellt sie die Frage nach dem Konzept der Islamfeindlichkeit. Sie stellt sich als qualitative Studie dar, die sich mit Motiven, Einstellungen und Intervention von Islamfeindlichkeit beschäftigt.

Zunächst wird im theoretischen Teil der Arbeit herausgearbeitet als was Islamfeindlichkeit zu begreifen ist, wie sie sich ausdrückt, was ihre Ursachen sind, welche Interventionsmaßnahmen denkbar sind, um sie einzudämmen, wie die Zukunft dieses Konzepts prognostiziert werden kann und ob, und wenn ja, welche Zusammenhänge zum Konzept der Fremdenfeindlichkeit herrschen. Im Exkurs wird daraufhin Stellung dazugenommen ob, und wenn ja welche, Zusammenhänge zum Antisemitismus bestehen. Ein weiteres Kriterium für die Zielsetzung des theoretischen Teils ist es, an zwei neueren Studien herauszustellen, wie sich die aktuelle Situation in Deutschland in Bezug auf den Islam gestaltet.

Es stellt sich die Frage nach herrschender Angst vor dem Islam in der deutschen Gesellschaft, die es in diesem Unterkapitel zu beantworten gilt. Zum gesellschaftskritischen Aspekt, ist mir zudem wichtig, den politischen Bezug herzustellen, sodass ich zwei große Bereiche der Soziologie behandele. Hierbei habe ich mich dazu entschlossen an der Entwicklung des Rechtspopulismus in Deutschland zu arbeiten. Mithilfe einer Unterscheidung von Rechtspopulismus und Rechtsextremismus werde ich zunächst beleuchten, welche politischen Parteien in Deutschland hinsichtlich einer rechtspopulistischen oder einer rechtsextremen Bewegung zuzuordnen sind. Dies wird hinsichtlich ihrer Präsentation –, sowie ihrer Inhalte und Ziele in der Parteiideologie geschehen.

Im empirischen Teil der Arbeit werde ich mit der Methode der problemzentrierten Interviews arbeiten. Durch diese teilweise offenen Interviews gehe ich der Frage nach der Einstellung und Meinung zum Islam am Individuum auf den Grund. Dabei werde ich zunächst problemzentrierte Interviews definieren und aufzeigen weswegen ich mich für diese Form des Interviews entschieden habe.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung in die Thematik

2. Theoretische Grundlage:

2.1. Begriffsanalyse Islamfeindlichkeit

2.2. Ursachen von Islamfeindlichkeit

2.3. Intervention von Islamfeindlichkeit und Prognose für die Zukunft

2.4. Zusammenhänge zwischen Islamfeindlichkeit und Antisemitismus?

2.5. Untersuchung und Vergleich des Konzepts anhand weiterer Studien

2.5.1. BERTELSMANN-Stiftung: Religionsmonitor. Verstehen was verbindet. Sonderauswertung Islam 2015. Gütersloh, 2015

2.5.2. FRIEDRICH-EBERT Stiftung: Handlungsempfehlungen zur Auseinandersetzung mit islamistischem Extremismus und Islamfeindlichkeit. Forum Berlin 2015

2.6. Rechtspopulismus – und Extremismus in Deutschland

2.6.1. Wie unterscheidet sich Rechtsextremismus von Rechtspopulismus?

2.6.2. Rechtspopulistische und rechtsextremistische Parteien Deutschlands in Bezug auf Islamfeindlichkeit

3. Methode und empirisches Vorgehen

3.1. Definition eines problemzentrierten Interviews

3.2. Warum wurde die Form des problemzentrierten Interviews gewählt?

3.3. Zentrale Frage und Untersuchungsleitende Fragestellungen in Form eines Leitfadens

3.4. Die Interviews

3.4.1. Definition der strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse

3.4.2. Interpretation der Interviews anhand der strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse

3.4.3. Zusammenhänge und Kontraste zu den weiteren Interviews

4. Fazit: Zusammenführung von Theorie und Methode

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der Islamfeindlichkeit als Form der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit. Dabei wird mittels einer qualitativen Studie der Frage nachgegangen, wie Motive und Einstellungen gegenüber dem Islam bei Individuen ausgeprägt sind und welche Interventionsmöglichkeiten bestehen, um derartigen Tendenzen entgegenzuwirken.

  • Analyse der Begriffsbestimmung von Islamfeindlichkeit und deren Abgrenzung.
  • Untersuchung soziologischer Ursachen für die Entstehung von Islamfeindlichkeit.
  • Vergleich rechtspopulistischer und rechtsextremistischer Strömungen in Bezug auf ihre Islam-Agenda.
  • Durchführung und Auswertung von problemzentrierten Interviews zur Ermittlung persönlicher Einstellungen.
  • Reflexion über Interventions- und Präventionsmaßnahmen zur gesellschaftlichen Stabilität.

Auszug aus dem Buch

2.2. Ursachen von Islamfeindlichkeit

Islamfeindlichkeit ist ebenso wie Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Antiziganismus und weiteren, eine Form der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit. Die Ursachen von Islamfeindlichkeit sind aber nicht notwendiger Weise die selben, wie für die weiteren Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Manche Formen haben ähnliche – , andere GMFs hingegen absolut unterschiedliche Ursachen. Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und „Islamophobie“ können beispielsweise alle ihre Ursache in der selben Sache haben. So fand man empirisch heraus, dass Menschen, die einfach stolz darauf sind Deutsche zu sein, eher dazu neigen fremdenfeindlich, antisemitistisch, als auch islamfeindlich zu sein als andere. Diese sind traditionell nationalistisch eingestellt. Menschen hingegen, die aber die Werte ihres Landes schätzen, die also stolz auf Meinungsfreiheit, Demokratie, oder das Sozialsystem in Deutschland sind, neigen zum Kontrast, eher weniger fremdenfeindlich, islamfeindlich, oder antisemitisch zu sein. Diese kann man als Verfassungspatriotistisch bezeichnen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung in die Thematik: Die Einleitung legt den Gegenstand, die Zielsetzung sowie die Forschungsfrage der Arbeit dar und grenzt das Thema von angrenzenden Begriffen ab.

2. Theoretische Grundlage: Dieses Kapitel erläutert das Konzept der Islamfeindlichkeit, analysiert Ursachen, diskutiert Interventionsmöglichkeiten und vergleicht das Thema mit Rechtspopulismus sowie Antisemitismus.

3. Methode und empirisches Vorgehen: Hier wird die Wahl des problemzentrierten Interviews begründet, der Leitfaden entwickelt und die Auswertung durch die strukturierende qualitative Inhaltsanalyse beschrieben.

4. Fazit: Zusammenführung von Theorie und Methode: Das Fazit synthetisiert die theoretischen Erkenntnisse mit den empirischen Ergebnissen aus den geführten Interviews.

Schlüsselwörter

Islamfeindlichkeit, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Islamophobie, Rechtspopulismus, Rechtsextremismus, problemzentriertes Interview, qualitative Inhaltsanalyse, Migration, Integration, Vorurteile, Diskriminierung, gesellschaftlicher Zusammenhalt, Prävention, Soziologie, Einstellungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung des Konzepts der Islamfeindlichkeit und beleuchtet dabei sowohl theoretische Hintergründe als auch individuelle Einstellungen in der Gesellschaft.

Welche Themenfelder sind zentral?

Zentrale Felder sind die Ursachen für Islamfeindlichkeit, deren Abgrenzung zu anderen Formen von Menschenfeindlichkeit sowie die Rolle politischer Akteure in diesem Diskurs.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Motive für islamfeindliche Einstellungen zu ergründen und die Wirksamkeit von Interventions- und Präventionsstrategien zu diskutieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Verfasserin nutzt eine qualitative Forschungsmethode, namentlich das problemzentrierte Interview, und wertet dieses mit der strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring aus.

Welche Inhalte dominieren den Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Begriffs und eine empirische Analyse, in der die Ergebnisse aus Experten- und Individuellen Interviews interpretiert werden.

Durch welche Schlüsselwörter wird die Arbeit charakterisiert?

Wichtige Schlagworte sind Islamfeindlichkeit, Rechtspopulismus, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und qualitative Inhaltsanalyse.

Warum unterscheidet die Autorin zwischen Islamfeindlichkeit und Islamophobie?

Die Autorin betrachtet Islamophobie als Begriff, der eher die Angst vor dem Islam beschreibt, während Islamfeindlichkeit im Rahmen der Arbeit als eine Form der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit theoretisch fundierter analysierbar ist.

Welchen Stellenwert nimmt die Rolle der Medien ein?

Die Arbeit identifiziert Medien als einen der sechs zentralen Akteure in einem sich selbst stabilisierenden System von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, da sie Stigmatisierungen transportieren oder verstärken können.

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Details

Title
Die Angst vor dem Islam. Eine qualitative Studie zu Motiven, Einstellungen und Intervention
College
University of Cologne  (Humanwissenschaftliche Fakultät)
Course
Islamfeindlichkeit in Deutschland
Grade
2,7
Author
Anna-Lea Fischer (Author)
Publication Year
2016
Pages
60
Catalog Number
V430966
ISBN (eBook)
9783668746619
ISBN (Book)
9783668746626
Language
German
Tags
Islam Islamophobie Islamfeindlichkeit Angst Intervention Muslime Religion Kultur Studie qualitativ Bachelorarbeit Abschlussarbeit Interviews Leitfaden Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anna-Lea Fischer (Author), 2016, Die Angst vor dem Islam. Eine qualitative Studie zu Motiven, Einstellungen und Intervention, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/430966
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