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Solidarität im Sozialstaat

Title: Solidarität im Sozialstaat

Term Paper , 2005 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Claudia Felber (Author)

Sociology - Politics, Majorities, Minorities

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Offensichtlich gibt es verschiedene Auffassungen und Anwendungsmöglichkeiten für den Solidaritätsbegriff. Damit geklärt werden kann, ob die Sicherungssysteme im Sozialstaat überhaupt auf dieser Kategorie basieren und deshalb auch mit ihr gerechtfertigt werden können, muss eine möglichst klare Definition vorliegen. Im ersten Teil dieser Arbeit wird daher versucht, sich dem Begriff anzunähern, indem seine historische Entwicklung in wichtigen Phasen umrissen wird und seine ihn konstituierenden Merkmale bestimmt werden. Im Weiteren wird der Sozialstaat anhand seiner Entstehung und seiner Ziele charakterisiert, um schließlich den bedeutenden Aspekt der Umverteilung durch die Sozialversicherungen näher zu beleuchten. Hierbei steht innerhalb der Arbeit die Frage im Vordergrund, inwieweit Umverteilung im Sozialstaat als Form der Solidarität betrachtet werden kann. Sollte sich im vierten Abschnitt, der sich mit der Analyse dieses Problems beschäftigt herausstellen, dass Solidarität nicht durch den Staat organisiert werden kann, so hätte dies enormen Einfluss auf die Legitimität von sozialen Sicherungssystemen und die Bindung der Bürger in diese. Zur Untersuchung dieser Problematik wird die begriffliche Annäherung aus dem ersten Teil der Arbeit angewendet. Es wird versucht, Solidarität im Sozialstaat auszumachen und zu klären, wie es überhaupt zur Notwendigkeit einer organisierten Solidarität kommen konnte. Fernerhin soll im Anschluss die spezielle im Sozialstaat verwirklichte Form der institutionalisierten Solidarität erklärt werden, um dann den wichtigen Punkt der Wahrnehmbarkeit dieser Solidarität für die Spender und Empfänger eben dieser zu klären. Dabei wird untersucht, ob Solidarität als solche auch Geltung beanspruchen kann, wenn sich ihrer keiner bewusst ist.

Aufgrund der unzählbaren Herangehensweisen an den Begriff der Solidarität musste eine für die Definition sinnvolle Auswahl getroffen werden, die sich an der Häufigkeit des Auftretens in der für diese Arbeit genutzten Sekundärliteratur orientierte. Des Weiteren beschäftigt sich die Arbeit lediglich mit dem deutschen Sozialstaatsmodell, da die Aufnahme der existierenden Unterschiede zwischen den Sozialstaaten im Rahmen der Arbeit nicht möglich und für die Bearbeitung der Fragestellung auch nicht von zentraler Bedeutung war. Trotzdem muss erwähnt werden, dass die Analyse nicht unbedingt übertragbar ist auf andere Sozialstaaten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Prinzip der Solidarität

2.1 Eine kurze historische Begriffsentwicklung

2.2 Konstituierende Merkmale der Solidarität

2.3 Formen der Solidarität

3. Das Konzept des Sozialstaates

3.1 Kennzeichen des Sozialstaates

3.2 Umverteilung durch die Sozialversicherungen

4. Solidarität im Sozialstaat

4.1 Darstellung der Solidarität im Sozialstaat

4.1.1 Erklärungen für das Entstehen staatlich organisierter Solidarität

4.1.2 Institutionalisierte Solidarität

4.2 Die Wahrnehmung und Akzeptanz der organisierten Solidarität

5. Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen dem klassischen Solidaritätsbegriff und dessen Anwendung im modernen Sozialstaat. Ziel ist es, zu klären, inwieweit staatlich organisierte Umverteilungsprozesse und die Zwangsmitgliedschaft in Sozialversicherungssystemen legitim als Form der Solidarität bezeichnet werden können.

  • Historische Herleitung des Solidaritätsbegriffs
  • Differenzierung zwischen natürlicher, meso- und makrosozialer Solidarität
  • Analyse des Sozialstaats als Garant sozialer Sicherheit
  • Untersuchung der institutionellen Umverteilung als Rationalitätsmodell
  • Bewertung der Bürgerwahrnehmung staatlich verordneter Solidarität

Auszug aus dem Buch

2.2 Konstituierende Merkmale der Solidarität

Solidarität kennzeichnet sich durch eine wechselseitige Verbundenheit der Mitglieder einer Gruppe, die sich als eine Einheit versteht, wenn es um die Beseitigung von störenden Einflüssen von außen geht. Für ein kollektives und gleichzeitig individuelles Einstehen füreinander und dem daraus resultierenden solidarischen Handeln müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein. Dazu zählen eine zumindest ähnliche Interessenlage der Individuen und das sich damit ergebene Gruppenbewusstsein ebenso, wie ein von allen Gruppenmitgliedern akzeptierter und umgesetzter Gerechtigkeitsbegriff.

Wichtig hierbei ist, dass der wechselseitige Zusammenhang zwischen den Mitgliedern der Gruppe nicht nur objektiv, sondern auch von den Individuen selbst wahrgenommen und als bedeutend eingeschätzt wird. Nur dadurch sind eine tatsächliche Identifikation und eine emotionale Verbundenheit mit der Gruppe möglich, die somit den Charakter einer Gemeinschaft erhält. Ausübung von Solidarität, die sich durch die Bereitschaft und dann auch tatsächliche Hilfeleistung im Bedarfsfall kennzeichnet, liegt demnach also das Vorhandensein einer Gemeinschaft zugrunde. Hierbei müssen keine altruistischen Motive bemüht werden, da bereits geklärt wurde, dass Solidarität auch als ein Element zum Erreichen eines gemeinsamen Ziels verstanden werden kann und ebenso zulässt, reziproke Erwartungen an den Hilfeempfänger zu stellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problematik der Solidarität im Kontext staatlicher Legitimation und stellt die Forschungsfrage nach der Vereinbarkeit von erzwungener Hilfeleistung mit dem Begriff der Solidarität.

2. Das Prinzip der Solidarität: Dieses Kapitel arbeitet die historische Genese des Begriffs heraus und definiert konstituierende Merkmale sowie verschiedene Ausprägungsformen der Solidarität.

3. Das Konzept des Sozialstaates: Das Kapitel charakterisiert den modernen Sozialstaat, seine Ziele der Existenzsicherung und die Rolle der Sozialversicherungen als Mechanismen der Umverteilung.

4. Solidarität im Sozialstaat: Dieser Hauptteil analysiert die Entstehung staatlich organisierter Solidarität, deren Institutionalisierung sowie die subjektive Wahrnehmung und Akzeptanz durch die Bürger.

5. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel resümiert, dass staatlich organisierte Solidarität trotz des Zwangscharakters als Solidarität begründbar bleibt, sofern sie auf demokratischer Basis und kollektiver Reziprozität ruht.

Schlüsselwörter

Solidarität, Sozialstaat, Umverteilung, Sozialversicherung, Daseinsvorsorge, Gerechtigkeit, Reziprozität, Zwangsmitgliedschaft, institutionelle Solidarität, gesellschaftliche Verbundenheit, Lebensrisiken, Risikomanagement, Bürgerrechte, Sozialpolitik, soziale Sicherheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, ob das Konzept der Solidarität auf staatliche Institutionen wie Sozialversicherungen übertragen werden kann, obwohl diese auf Zwang und Anonymität basieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die historische Begriffsentwicklung der Solidarität, die Struktur des Sozialstaats sowie die Akzeptanz von staatlich verordneter Umverteilung durch die Bevölkerung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, ob die im Sozialstaat praktizierte institutionalisierte Solidarität die Kriterien für einen echten Solidaritätsbegriff erfüllt oder ob sie lediglich ein verwaltungstechnischer Mechanismus ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf einer fundierten Auswertung relevanter politikwissenschaftlicher und soziologischer Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Entstehung staatlich organisierter Solidarität, der Rolle der Institutionalisierung und der Frage, wie Bürger die staatliche Hilfeleistung subjektiv wahrnehmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Solidarität, Sozialstaat, Umverteilung, soziale Sicherheit, institutionelle Solidarität und Reziprozität.

Wie bewertet der Autor den Zwang zur Solidarität im Sozialstaat?

Der Autor argumentiert, dass der Zwang durch die demokratische Einbettung und die kollektive Entscheidung der Bürger für ein System der Absicherung seine moralische Legitimation erhält.

Was schlägt der Autor zur Verbesserung der Akzeptanz vor?

Zur Stärkung des Solidaritätsbewusstseins empfiehlt der Autor eine höhere Transparenz der Sozialversicherungssysteme, damit die Bürger den sozialen Nutzen ihrer Beiträge besser nachvollziehen können.

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Details

Title
Solidarität im Sozialstaat
College
Free University of Berlin  (Otto-Suhr-Institut)
Course
Solidarität als politisch-soziologische Kategorie
Grade
1,3
Author
Claudia Felber (Author)
Publication Year
2005
Pages
21
Catalog Number
V42978
ISBN (eBook)
9783638408806
ISBN (Book)
9783638948029
Language
German
Tags
Solidarität Sozialstaat Solidarität Kategorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Claudia Felber (Author), 2005, Solidarität im Sozialstaat, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/42978
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