Die Arbeit stellt sich die Frage ob und inwiefern der Science-Slam als Unterrichtsmethode in der gymnasialen Oberstufe geeignet ist. Das Konzept sei in aller Kürze skizziert. Ein Poetry-Slam ist in aller Regel eine öffentliche Veranstaltung, die Literatur- und Musikbegeisterten die Möglichkeit bietet, ihre Textbeiträge öffentlich vor einer Jury und Publikum vorzutragen. Dabei gelten feste Regeln, die beispielsweise die Rededauer oder die Thematik der Vorträge festlegen. Üblicherweise sind keine Requisiten und Medien zur Unterstützung des Vortrages erlaubt. Alle Darbietungen werden von einer fachkundigen Jury bewertet, und am Ende des Abends wird ein „Slammer“ zum Sieger gekürt.
Inhaltsverzeichnis
I) Themenwahl
II) Lehrplananbindung
III) Didaktische und sachanalytische Vorüberlegungen
IV) Stundenverlauf
V) Materialien
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, ein didaktisches Konzept für den Einsatz des Science-Slams als innovative Präsentationsform von Seminararbeiten in der gymnasialen Oberstufe (Fach Deutsch) vorzustellen, um die Präsentationskompetenz der Schüler gezielt zu fördern.
- Methodische Einbindung des Science-Slams in das W-Seminar
- Analyse der didaktischen Vorteile im Bereich Medien- und Sprachdidaktik
- Lehrplanorientierte Gestaltung einer Unterrichtsdoppelstunde
- Konzeptionierung unterhaltsamer und wissenschaftlich fundierter Vorträge
- Umgang mit Multimedialität und kreativer Präsentationstechnik
Auszug aus dem Buch
I) Themenwahl
Die gymnasiale Oberstufe in Bayern ermöglicht es dem Lehrenden, seine Schüler in ein fachspezifisches Thema einzuweisen. Dieses Seminarthema soll dann über vier Schulhalbjahre vertieft erarbeitet werden. Im Rahmen dieses Seminar muss jeder Schüler ein spezielles Thema in einer wissenschaftlichen Seminararbeit erarbeiten. Die didaktische Zielsetzung des W-Seminars ist damit auf eine Vorbereitung für eine spätere Hochschullaufbahn, im Sinne der Wissenschaftspropädeutik ausgelegt. Diese Kernkompetenz, wissenschaftlich zu arbeiten, beinhaltet den Umgang mit Forschungsliteratur, das Verfassen wissenschaftlich fundierter Texte, ganz besonders aber auch die ansprechende und verständliche Vermittlung dieser erarbeiteten Inhalte in Form einer Präsentation. Üblicherweise erfolgt die Präsentation dann im Rahmen des Kurses vor den Mitschülern und vor dem Seminarlehrer.
Diese Arbeit soll ein Stundenkonzept vorlegen, das eine neue Form wissenschaftlicher Präsentationsmethodik darstellt. Dies ist insofern für das Fach Deutsch von so großer Bedeutung, da die Mediendidaktik insbesondere die Präsentationskompetenz erfordert.
Vorlage und Anregung für diese neue Form der Präsentation war der aktuelle Trend des sogenannten „Poetry-Slams“, der sich in der Jugend- und Studentenszene besonderer Beliebtheit erfreut.
Zusammenfassung der Kapitel
I) Themenwahl: Das Kapitel erläutert die Bedeutung der wissenschaftspropädeutischen Ausbildung im W-Seminar und leitet die Idee ab, das Format des Science-Slams zur Förderung der Präsentationskompetenz zu nutzen.
II) Lehrplananbindung: Hier wird dargelegt, wie sich die Durchführung eines Science-Slams nahtlos in die Lehrplanziele der bayerischen Oberstufe, insbesondere in den Bereichen Sprechen und Mediennutzung, integrieren lässt.
III) Didaktische und sachanalytische Vorüberlegungen: Dieses Kapitel beschreibt die methodische Planung der Unterrichtsdoppelstunde sowie die Zielsetzung, Schülern durch Anschauungsbeispiele und Gruppenarbeit eine unterhaltsame und strukturierte Präsentationsweise zu vermitteln.
IV) Stundenverlauf: Dies ist der praktische Kernteil, der den detaillierten Ablauf der Doppelstunde, von der Analyse eines Videobeispiels bis zur Erarbeitung von Kriterien für eine gelungene Präsentation, strukturiert darstellt.
V) Materialien: Dieser Abschnitt listet das für die Umsetzung des Unterrichtskonzepts notwendige Medienmaterial auf, namentlich den Videoclip und das Infoblatt mit den Regeln für den Science-Slam.
Schlüsselwörter
Science-Slam, Poetry-Slam, W-Seminar, gymnasiale Oberstufe, Mediendidaktik, Präsentation, Wissenschaftspropädeutik, Prokrastination, Fach Deutsch, Vortragstechnik, Medienkompetenz, Unterrichtsentwurf, Lernziele, Rhetorik, Schulisches Projekt
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption einer Unterrichtsdoppelstunde, die den Science-Slam als neue, motivierende Präsentationsmethode für wissenschaftliche Seminararbeiten in der gymnasialen Oberstufe einführt.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Zentrale Felder sind die Medien- und Sprachdidaktik, die Lehrplananbindung des bayerischen W-Seminars sowie die Vermittlung moderner Präsentationstechniken unter Einbeziehung jugendaffiner Formate.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, Schülern eine Methode an die Hand zu geben, mit der sie ihre oft komplexen und umfangreichen Seminararbeitsergebnisse vor einem fachfremden Publikum unterhaltsam, verständlich und wissenschaftlich fundiert präsentieren können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um einen didaktisch-methodischen Entwurf, der auf der Analyse aktueller Medientrends und deren Übertragung in den schulischen Kontext basiert, ergänzt durch eine konkrete unterrichtspraktische Planung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Lehrplananbindung, didaktische Überlegungen zur Stoffreduktion und Präsentationsgestaltung sowie einen konkreten Verlauf einer Doppelstunde.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Science-Slam, Mediendidaktik, Präsentationskompetenz, Wissenschaftspropädeutik und gymnasiale Oberstufe charakterisiert.
Warum wird gerade der Science-Slam als Methode gewählt?
Der Science-Slam bietet durch seinen Aktualitätsbezug einen hohen Motivationsanreiz und erlaubt es, wissenschaftliche Inhalte auf unterhaltsame und zugleich strukturierte Weise einem Laienpublikum nahezubringen.
Welche Rolle spielt die Powerpointpräsentation in diesem Konzept?
Sie dient als visuelle Unterstützung, die jedoch nicht textüberladen sein darf, sondern durch eine harmonische Symbiose mit dem gesprochenen Wort den Vortrag auflockern und strukturieren soll.
- Arbeit zitieren
- Cornelius Eder (Autor:in), 2013, Der Einsatz des Science-Slams als Unterrichtsmethode im Fach Deutsch der gymnasialen Oberstufe, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/429169