Um eine effektive, medizinisch unbedenkliche und durchstrukturierte Kursstunde zur Wirbelsäulengymnastik durchführen zu können, ist es essenziell wichtig, zentrale motorische Fähigkeiten, die hierfür erforderlich sind, zu kennen und entsprechend ausgewogen einzubauen. Zusätzlich dazu sollten auch die externen Bedingungen der Kurseinheit, die Räumlichkeiten, die Zielgruppe und eine konkrete Zielsetzung, in die Vorüberlegungen einbezogen werden.
Im vorliegenden Text wird auf dieser Grundlage eine Kurseinheit zum Thema "Wirbelsäulengymnastik" detailliert durchgeplant und die einzelnen Teilbereiche entsprechend begründet.
Inhaltsverzeichnis
1 MOTORISCHE FÄHIGKEITEN IM KURSBEREICH
1.1 Lösung Teilaufgabe 1.1 Kraft
1.2 Lösung Teilaufgabe 1.2 Ausdauer
1.3 Lösung Teilaufgabe 1.3 Beweglichkeit
1.4 Lösung Teilaufgabe 1.4 Koordination
2 EXTERNE BEDINGUNGEN EINER KURSEINHEIT
3 KURSPLANANALYSE
4 PLANUNG EINER WIRBELSÄULENGYMNASTIK
4.1 Zielgruppe
4.2 Material
4.3 Stundenplanung
4.4 Begründung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Einsendeaufgabe befasst sich mit den theoretischen Grundlagen motorischer Fähigkeiten im Kursbereich, der Analyse externer Rahmenbedingungen für Fitnesskurse sowie der praktischen Erstellung einer exemplarischen Kurseinheit im Bereich der Wirbelsäulengymnastik.
- Grundlagen motorischer Fähigkeiten (Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit, Koordination)
- Einfluss externer Rahmenbedingungen auf die Kursplanung
- Analyse der Angebotsstruktur und Auslastung eines Fitnessstudios
- Strukturierte Planung einer Wirbelsäulengymnastik
- Methodische Gestaltung von Warm-Up, Hauptteil und Cool-Down
Auszug aus dem Buch
1.1 Kraft
Als motorische Fähigkeit Kraft bezeichnet man die Kraftfähigkeit des Körpers mittels Nerv-Muskel-System, eine Muskeltätigkeit konzentrisch, exzentrisch und statisch auszuführen (Reiß & Eifler, 2005, S. 20). Man spricht von Kraft, wenn ein ausreichender Krafteinsatz erfolgt ist, denn „Kraftfähigkeit ist die Konditionelle Basis für Muskelleistungen mit Krafteinsätzen, deren Werte über 30 Prozent der jeweils individuell realisierbaren Maxima liegen“ (1993; zitiert nach Reiß & Eifler, 2005, S. 21).
Die motorische Fähigkeit Kraft wird in 3 Formen unterschieden:
• Der Maximalkraft
• Die Schnellkraft
• Die Kraftausdauer
„Die Maximalkraft ist die höchstmögliche realisierbare Kraft, die das Nerv-Muskel-System bei maximaler willkürlicher Kontraktion auszuüben vermag“ (1993; zitiert nach Reiß & Eifler, 2005, S. 22). Die Maximalkraft kann mit der Übung Kniebeuge trainiert werden, in dem 3 Sätze mit 3 Wiederholungen ausgeführt werden. Das Gewicht wird dabei so gewählt, dass keine 4. Wiederholung mehr möglich ist.
Die „Schnellkraft ist die Fähigkeit, innerhalb kürzester Zeit einen möglichst hohen Kraftstoß zu realisieren“(1993; zitiert nach Reiß & Eifler, 2005, S. 22).
„Die Kraftausdauer charakterisiert die Widerstandsfähigkeit gegen Ermüdung bei statischer oder dynamischer Arbeitsweise der Muskulatur gegen höhere Lasten (mehr als 30% der Maximalkraft). Die Kraftausdauer kennzeichnet damit die Fähigkeit, den Kraftverlust bei einer bestimmten Wiederholungszahl von Kraftstößen innerhalb eines bestimmten Zeitraums möglichst gering zu halten“(1993; zitiert nach Reiß & Eifler, 2005, S. 22). Als Übungsbeispiel eignet sich wiederum eine Kniebeuge, welche im 90° Winkel statisch 90 Sekunden gehalten wird, es erfolgen 3 Sätze mit jeweils einer statischen Wiederholung. Mit dieser Übung wird die statische Kraftausdauer trainiert.
Zusammenfassung der Kapitel
1 MOTORISCHE FÄHIGKEITEN IM KURSBEREICH: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden motorischen Fähigkeiten Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination und erläutert deren Bedeutung für das Training.
2 EXTERNE BEDINGUNGEN EINER KURSEINHEIT: Hier werden die organisatorischen Voraussetzungen, wie Equipment und Zielgruppenorientierung, für eine erfolgreiche Kursplanung analysiert.
3 KURSPLANANALYSE: Dieses Kapitel betrachtet den realen Kursplan des Bodystyle in Trier und bewertet diesen hinsichtlich Angebotsstruktur, Auslastung und räumlicher Voraussetzungen.
4 PLANUNG EINER WIRBELSÄULENGYMNASTIK: Dieses Kapitel dient als praktischer Entwurf für eine Kurseinheit mit detaillierten Tabellen zu Zielgruppe, Material, Stundenablauf und einer fachlichen Begründung.
Schlüsselwörter
Gruppentraining, Wirbelsäulengymnastik, Kraftfähigkeit, Ausdauer, Beweglichkeit, Koordination, Kursplanung, Trainingslehre, Fitnessökonomie, Rumpfmuskulatur, Kursraumauslastung, Sportwissenschaft, Trainingsbelastung, Kursangebot, Dehnung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Theorie motorischer Fähigkeiten und deren Anwendung in der Praxis der Kursplanung im Fitnessstudio.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die physiologischen Grundlagen des Gruppentrainings, die Analyse betrieblicher Rahmenbedingungen von Kursen sowie die methodische Kursplanung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Erstellung einer fachlich fundierten Kursplanung für eine Wirbelsäulengymnastik, basierend auf einer Analyse existierender Kursangebote.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine literaturgestützte Analyse der Trainingslehre sowie eine praxisorientierte Kursplananalyse angewandt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition motorischer Fähigkeiten, die Analyse der Kursstruktur eines spezifischen Sportclubs und die detaillierte Planung einer Wirbelsäuleneinheit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist primär durch Begriffe wie Gruppentraining, Wirbelsäulengymnastik, Rumpfstärkung und Kursplanung charakterisiert.
Warum spielt die Raumauslastung eine wichtige Rolle in der Analyse?
Die Auslastung ist entscheidend für die wirtschaftliche Effizienz eines Studios, da leerstehende Kursräume ungenutztes Potenzial darstellen.
Welches spezifische Trainingsziel verfolgt die geplante Wirbelsäulengymnastik?
Das primäre Ziel ist die Kräftigung der Rumpfmuskulatur durch eine Kombination aus Mobilisations-, Kräftigungs- und Dehnübungen.
Wie werden die Übungen an das Leistungsniveau der Teilnehmer angepasst?
Durch das Anbieten von verschiedenen Übungsvarianten, etwa durch leichtere oder schwerere Ausführungen, wird die individuelle Anpassung an die Teilnehmer sichergestellt.
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- Mandy Schmiedel (Author), 2017, Kursstunde Wirbelsäulengymnastik. Theoretische Vorüberlegungen und praktische Planung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/428908