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Moderne Organisationen in systemtheoretischer Betrachtung. Formale und informale Strukturen

Title: Moderne Organisationen in systemtheoretischer Betrachtung. Formale und informale Strukturen

Term Paper (Advanced seminar) , 2018 , 22 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anonym (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society

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Bei Organisationen handelt es sich um komplexe Gebilde. Sie koordinieren Aufgaben und Tätigkeiten unterschiedlichster, weit verstreuter und zumeist nicht gleichzeitig Anwesender. Sie entwickeln Ordnungsprinzipien, gestalten Hierarchien und formulieren Mitgliedschaftsbedingungen. Auch bei aller operativer Geschlossenheit gegenüber anderen Systemen sind sie auf die Gesamtgesellschaft angewiesen, um sich dauerhaft auf diese beziehen zu können. Dies stellt gleichzeitig die Grundbedingung ihrer Existenz dar. Eine Theorie, die sich mit der Komplexität sozialer Systeme befasst, muss diese Faktoren in Betracht ziehen. Sie muss auf Grundlage von Zufälligkeit, Überschuss sowie Vielschichtigkeit von kommunizierten Informationen die Operationsweise nicht einsehbarer operativer Strukturen darlegen können. Die Systemtheorie von Niklas Luhmann ermöglicht es, soziale Systeme in ihrer autopoietischen Operationsweise zu definieren.

In einem ersten Teil dieser Arbeit sollen Grundbegriffe der Systemtheorie vorgestellt werden, um diese dann in einem zweiten Teil auf den Sonderfall der Organisationssysteme anzuwenden. Ziel des ersten Kapitels ist es, systemtheoretische Grundannahmen darzulegen, ohne deren Verständnis eine Darstellung der Organisationssoziologie Niklas Luhmanns nicht möglich ist. Zunächst wird die Unterscheidung von Interaktions-, Organisations- und Gesellschaftssystemen dargestellt, im späteren Verlauf die Theorie der Autopoiese. So können Organisationen als selbstrefenzielle, wiederkehrende Abläufe bezeichnet werden. Eben dies macht die Formalisierung von Organisationssystemen aus.

Mit dieser Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, ob es für moderne Organisationen genügt, sich ausschließlich auf formale Abläufe zu verlassen. Zusehends sind es informale Beziehungen, die Organisationen am Leben erhalten. Um Strukturelle Abläufe in Organisationen nachvollziehbar zu machen, wird zunächst auf die Strukturen formalisierter Organisationen eingegangen. Zu diesen zählen beispielsweise Hierarchien sowie die Kommunikation von Entscheidungen im Rahmen von Aushandlungsprozessen zwischen den einzelnen Mitgliedern. In einem letzten Abschnitt dieser Arbeit wird der Frage nachgegangen, inwiefern sich feste formale Strukturen in modernen Organisationen durchbrechen lassen und es somit hierarchisch niedrig gestellten Mitgliedern möglich wird, selbst Macht- und Einflussmöglichkeiten zu erlangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung und Definition zum Verständnis der Organisation

1.1 Einleitung

1.2 Grundüberlegungen zu den drei Systemtypen

2. Formale Organisationen

2.1 Organisation als autopoetisches System

2.2 Formalisierung von Verhaltenserwartungen

2.3 Strukturen formalisierter Organisationen

2.4 Hierarchien

2.5 Kommunikation von Entscheidungen

2.6 Akzeptanz der Hierarchie als Mitgliedschaftsbedingung

3. Informalität in Organisationen

3.1 Brauchbare Illegalität

4. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht moderne Organisationen aus systemtheoretischer Perspektive, insbesondere mit Fokus auf die Unterscheidung zwischen formalen Strukturen und informalen Abläufen. Ziel ist es zu analysieren, ob die ausschließliche Fixierung auf formale Prozesse für heutige Organisationen ausreichend ist oder ob informale Beziehungen eine notwendige Bedingung für deren Existenz darstellen.

  • Systemtheoretische Grundlagen nach Niklas Luhmann
  • Strukturmerkmale formaler Organisationen
  • Die Rolle von Hierarchien und Kommunikation
  • Das Phänomen der "brauchbaren Illegalität"
  • Interaktion zwischen formaler Struktur und informalen Netzwerken

Auszug aus dem Buch

Formalisierung von Verhaltenserwartungen

Luhmann zufolge werden Handlungen in formalen Organisationen institutionalisiert. Dabei wird wirtschaftliches Handeln zwischen Individuen abgestimmt und koordiniert (Hirsch- Kreinsen 2009 (2005): 35). Mit Luhmann gesprochen, basieren ‚formale Organisationssysteme‘ auf Formen geregelter Kooperation (Luhmann 1964 (1995): 29ff). Dabei bezieht sich Formalisierung auf Regeln, die organisationale Routinen wie beispielsweise Vertragsbeziehungen, Arbeitsverträge, Arbeitszeiterfassung, Stellenbeschreibungen, Bewertungen der Arbeitsleistung festschreiben, sowie auf schriftliche Unterlagen über Einstellungsvoraussetzungen. Sie basieren, wie bereits erwähnt, auf Kommunikation und reproduzieren sich über Entscheidungen (Luhmann 1984: 163). Die Einhaltung dieser Regeln wird dementsprechend durch Mechanismen (u.a. Beförderungen, Leistungskontrollen, Kernarbeitszeitsysteme, Verhaltenscodices, Leitbilder, Evaluationen etc.) gesichert. Luhmann kritisiert die bisherige Herangehensweise der Organisationssoziologie, habe sie sich doch mit der formalen Organisationen selbst bisher kaum befasst (Luhmann 1964: 31). Kritisch betrachtet Luhmann die Beschreibung der formalen Organisation als Zweckorientierung und Herrschaft:

„Es ist weder möglich noch sinnvoll, alles Handeln in organisierten Systemen von dem Organisationszweck abzuleiten“ (Luhmann 1964 (1995): 32).

Ebenso ist Luhmann zufolge die Definition von Herrschaft nicht befriedigend. In einem neuen Organisationsbegriff müsse die Formalisierung in Organisationen Berücksichtigung finden. Nur so können wechselseitige, verlässliche Verhaltenserwartungen gebildet werden und mit einer Verlässlichkeit eingelöst werden (Luhmann 1964 (1995): 34).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung und Definition zum Verständnis der Organisation: Dieses Kapitel legt die systemtheoretischen Grundlagen dar, definiert Organisationen als komplexe soziale Systeme und erläutert die Bedeutung der Formalität.

2. Formale Organisationen: Hier werden die Strukturdimensionen formaler Organisationen wie Hierarchien, Entscheidungswege und Mitgliedschaftsbedingungen intensiv analysiert.

3. Informalität in Organisationen: Das Kapitel untersucht, wie neben offiziellen Regeln informale Strukturen und Netzwerke entstehen, die sowohl zur Entlastung als auch zur Störung der formalen Organisation beitragen.

4. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen: Es erfolgt eine Synthese der Erkenntnisse, wobei die systemtheoretische Sichtweise auf das Paradox zwischen formalen Verpflichtungen und realem Handeln abschließend diskutiert wird.

Schlüsselwörter

Systemtheorie, Niklas Luhmann, Organisation, Autopoiese, Formale Organisation, Informalität, Brauchbare Illegalität, Hierarchie, Verhaltenserwartungen, Entscheidungsprämissen, Sozialsystem, Organisationssoziologie, Mitgliedschaft, Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert moderne Organisationen auf Basis der Systemtheorie von Niklas Luhmann und untersucht das Spannungsfeld zwischen offizieller, formaler Struktur und der notwendigen informalen Ebene.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Definition der Organisation als autopoetisches System, die Funktion von Hierarchien, die Bedeutung von Entscheidungsprämissen und das Entstehen von informalen Netzwerken.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet, ob für moderne Organisationen die ausschließliche Verlassung auf formale Abläufe genügt oder ob informale Beziehungen für das Funktionieren und Überleben der Organisation unverzichtbar sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der soziologischen Systemtheorie von Niklas Luhmann sowie ergänzender organisationssoziologischer Literatur (z. B. Stefan Kühl) basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der formalen Strukturmerkmale (Hierarchien, Programme, Kommunikation) und die Untersuchung der informalen Seite, inklusive des Konzepts der „brauchbaren Illegalität“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Systemtheorie, Autopoiese, Organisation, Formalisierung, Informalität und Entscheidungsprämissen bestimmt.

Was versteht die Arbeit unter dem Begriff der „brauchbaren Illegalität“?

Der Begriff beschreibt informale Praktiken oder Normabweichungen in Organisationen, die nicht direkt legitimiert sind, aber dennoch dazu beitragen, Komplexität zu reduzieren oder das Funktionieren der Organisation unter lokalen Bedingungen zu sichern.

Wie unterscheidet sich die Rolle der Person von der Rolle als Mitglied?

Menschen sind laut der Arbeit nicht als Gesamtpersonen Teil des Sozialsystems Organisation, sondern fungieren als Rollenträger, an die spezifische, auf die Organisation bezogene Verhaltenserwartungen gestellt werden.

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Details

Title
Moderne Organisationen in systemtheoretischer Betrachtung. Formale und informale Strukturen
College
University of Osnabrück
Grade
2,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2018
Pages
22
Catalog Number
V428694
ISBN (eBook)
9783668726437
ISBN (Book)
9783668726444
Language
German
Tags
moderne organisationen betrachtung formale strukturen Luhmann Systemtheorie Informale Strukturen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2018, Moderne Organisationen in systemtheoretischer Betrachtung. Formale und informale Strukturen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/428694
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