Die Chancen und die Potentiale, die sich auf dem Gebiet des computerunterstützten Lernens eröffnen, und wo E-Learning an seine Grenzen bei den Lehrenden sowie den Lernenden stößt, soll der Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit sein.
Das Hauptaugenmerk liegt in dieser Ausarbeitung auf der betriebspädagogischen Sicht, (da sonst der Rahmen der Arbeit gesprengt wäre). Denn aus ansteigenden Anforderungen an das Unternehmen resultieren auch erhöhte Anforderungen an die Mitarbeiter, sie stehen neuen Aufgaben gegenüber und müssen immer höhere Erwartungen erfüllen.
Die Informations- und Wissensgesellschaft, zu der wir uns entwickelt haben, fordert neben der immer schnelleren Wissensvermittlung, gleichzeitig, auch einen einfacheren und effektiveren Wissenserwerb.
Die Aus- Fort- und Weiterbildung sind von diesen unaufhaltsamen Entwicklungen und dem rasanten Rhythmus nicht ausgenommen. Die Methoden der Wissensvermittlung müssen an den fortlaufenden Wandel der Gesellschaft und der Wirtschaft, und an die damit verbundene Steigerung der Anforderungen an das Individuum, angepasst werden.
Die Aufgabe der Betriebspädagogik besteht darin, einem Individuum zu solchen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu verhelfen, die ihm in der heutigen Zeit Erfolg in dem Beruf (und dem Privatleben) ermöglichen.
Vor diesem Hintergrund reichen die traditionellen Wege der Bildung nicht mehr aus. Eine Lösung dafür bieten computerunterstützte Bildungsmethoden, solche wie E-Learning.
Die Sichtweise der Unternehmen zu untersuchen ist in diesem Zusammenhang sicher sehr interessant und bedeutend, denn die Globalisierung, der erhöhte Wettbewerbsdruck und die vielen technologischen Neuerungen stellen die Unternehmen heute immer wieder vor erneute und unerwartete Herausforderungen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Betriebspädagogische Sicht
3. E-Learning
3.1 Begriffsdefinition
3.2 Historische Entwicklung
3.3 Formen von E-Learning
3.3.1 Computer Based Training
3.3.2 Virtuelles Klassenzimmer
3.3.3 Teleteaching
3.3.4 Web Based Training
4. Zusammenfassung
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Potenziale und Grenzen von E-Learning aus betriebspädagogischer Perspektive, um zu analysieren, inwieweit computergestützte Lernmethoden zur modernen betrieblichen Weiterbildung beitragen können und wo deren spezifische Einschränkungen liegen.
- Analyse der betriebspädagogischen Sichtweise auf modernes Lernen
- Grundlagen und historische Entwicklung des E-Learning
- Detaillierte Untersuchung verschiedener E-Learning-Formen wie CBT, WBT und Teleteaching
- Diskussion der Vor- und Nachteile hinsichtlich betriebswirtschaftlicher und pädagogischer Aspekte
- Evaluierung der Einsatzmöglichkeiten im betrieblichen Kontext
Auszug aus dem Buch
3.1 Begriffsdefinition
Der Begriff E-Learning kommt aus dem Englischen und bedeutet wörtlich übersetzt "elektronisches Lernen", wobei E die Abkürzung für das Wort "electronic" ist. Allerdings ist die wörtliche Übersetzung nicht unproblematisch, da dieser Begriff heute ziemlich unterschiedlich gebraucht wird und man seine Definition nicht auf den eigentlich sich selbst erklärenden Ausdruck "elektronisches Lernen" reduzieren darf. Treffend beschrieben wird dieser Begriff in der folgenden Definition "E-Learning kann begriffen werden als Lernen, das mit Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) und im Besonderen mit Lerntechnologien unterstützt bzw. ermöglicht wird. Mehr und mehr etabliert sich "E-Learning" als Oberbegriff für alle Formen und Funktionen des technologiegestützten Lernens wie Computer Based Training (CBT), Distance Learning oder Web Based Training (WBT) und zielt auf ganz unterschiedliche Aspekte und Phänomene auf der Technologie-, System-, Prozess- und Strategieebene ab" (Autorengruppe E-Writing.de 2002, S.344).
In diesem Kontext wird E-Learning als eine zusätzliche, technisch basierte Methode für Lernen erfasst, die die klassischen Methoden der Aus- und Weiterbildung ergänzt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des lebenslangen Lernens und der Wissensgesellschaft ein und verortet die betriebspädagogische Notwendigkeit für den Einsatz von E-Learning.
2. Betriebspädagogische Sicht: Das Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung der Betriebspädagogik und definiert das Spannungsfeld zwischen ökonomischen Unternehmensinteressen und den sozialen Bedürfnissen der Mitarbeiter.
3. E-Learning: Hier werden der Begriff des E-Learning, dessen historische Entwicklung und verschiedene Implementierungsformen wie CBT, virtuelles Klassenzimmer, Teleteaching und WBT detailliert erläutert.
4. Zusammenfassung: Die Kernaussagen zur Wirksamkeit von E-Learning werden hier komprimiert, wobei die Potenziale zur Kosten- und Zeitersparnis gegen die notwendigen technischen und pädagogischen Anforderungen abgewogen werden.
5. Fazit: Das Fazit resümiert die gewonnenen Erkenntnisse und stellt fest, dass E-Learning als wertvolle Ergänzung zu Präsenzveranstaltungen fungiert, jedoch keinen universellen Erfolg garantiert.
Schlüsselwörter
E-Learning, Betriebspädagogik, Computer Based Training, Web Based Training, Wissensvermittlung, betriebliche Weiterbildung, Teleteaching, virtuelles Klassenzimmer, Blended Learning, Medienkompetenz, Personalentwicklung, Lerntechnologien.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit primär?
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen des E-Learning im Kontext der betrieblichen Weiterbildung unter Berücksichtigung pädagogischer Aspekte.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von E-Learning, der Abgrenzung zu traditionellen Lernformen und der Analyse spezifischer Formate wie CBT und WBT.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie E-Learning als effektives Instrument in der betrieblichen Praxis eingesetzt werden kann, ohne die Bedeutung des sozialen Lernens zu vernachlässigen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf literaturgestützten Analysen und der Auswertung von Fallbeispielen sowie Ergebnissen aus Unternehmensbefragungen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der betriebspädagogischen Sichtweise und evaluiert verschiedene E-Learning-Formate hinsichtlich ihrer Anwendungsmöglichkeiten und Herausforderungen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere E-Learning, Betriebspädagogik, Wissensmanagement und die Unterscheidung zwischen synchronen und asynchronen Lernmedien.
Warum wird betont, dass E-Learning den Lehrer nicht ersetzt?
Die Autorin hebt hervor, dass die pädagogische Begleitung, die individuelle Beratung und der soziale Aspekt in einem persönlichen Lernumfeld durch reine Computeranwendungen bisher nicht vollständig abgebildet werden können.
Was unterscheidet CBT von modernen Web Based Trainings?
CBT ist meist lokal auf Datenträgern gespeichert und bietet weniger Flexibilität bei der Aktualisierung, während WBT internetbasiert arbeitet und eine zeitnahe Interaktion sowie Content-Updates ermöglicht.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2007, Möglichkeiten und Grenzen des E-Learning aus betriebspädagogischer Sicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/428693