Der Begriff Selbstwirksamkeitserwartung – oder auch Kompetenzerwartung – beschreibt die Fähigkeit, die sich eine Person zuschreibt, ein bestimmtes Verhalten aus-üben oder nicht ausüben zu können. Diese Fähigkeit ist abhängig von gewissen Handlungsstrategien, die eine Person besitzt oder nicht besitzt.
Laut Bandura führt eine Person eine Handlung nur dann aus, wenn sie mit ihr eine hohe Selbstwirksamkeitserwartung sowie Ergebniserwartung verbindet. Die Selbstwirksamkeit bestimmt über die Anstrengungsbereitschaft und darüber wie ausdauernd eine Anforderung bewältigt wird. Je geringer die Selbstwirksamkeitserwartung, umso weniger strengt sich eine Person an und umso früher wird sie aufgeben.
Inhaltsverzeichnis
1 SELBSTWIRKSAMKEITSERWARTUNG
1.1 Definieren Sie den Begriff „Selbstwirksamkeitserwartung"
1.2 Messung der spezifischen Selbstwirksamkeitserwartung
1.3 Studie zum Thema „Selbstwirksamkeitserwartung"
2 CHRONISCHE ERKRANKUNGEN
2.1 Definition
2.2 Theoretische Grundlagen
2.3 Entstehung
2.4 Überblick über aktuelle Daten und Zahlen
2.5 Präventions- und Interventionsprogramme zur Reduktion von
2.6 Konsequenzen für eine gesundheitsorientierte Beratung
3 BERATUNGSGESPRÄCH
3.1 Modell des gesundheitspsychologischen Verhaltens – Phase und
3.2 Rolle des Beraters – erste Schritte in der gesundheitspsychologischen Beratung
3.3 Beratungsgespräch
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der psychologischen Bedeutung der Selbstwirksamkeitserwartung im Kontext chronischer Erkrankungen und analysiert, wie ein gesundheitsorientiertes Beratungsgespräch Klienten erfolgreich bei der Verhaltensänderung unterstützen kann.
- Grundlagen und Definition der Selbstwirksamkeitserwartung
- Empirische Messung und Analyse von sportlicher Aktivität
- Theoretische Einordnung chronischer Erkrankungen
- Anwendung des transtheoretischen Modells in der Beratung
- Coaching-Haltung und Gesprächsführung in der Praxis
Auszug aus dem Buch
1.1 Definieren Sie den Begriff „Selbstwirksamkeitserwartung".
Der Begriff Selbstwirksamkeitserwartung – oder auch Kompetenzerwartung – beschreibt die Fähigkeit, die sich eine Person zuschreibt, ein bestimmtes Verhalten ausüben oder nicht ausüben zu können. Diese Fähigkeit ist abhängig von gewissen Handlungsstrategien, die eine Person besitzt oder nicht besitzt (vgl. Prof. Dr. Andrea Pieter, 2015, S. 132). Laut Bandura führt eine Person eine Handlung nur dann aus, wenn sie mit ihr eine hohe Selbstwirksamkeitserwartung sowie Ergebniswerterwartung verbindet (vgl. Prof. Dr. Andrea Pieter, 2015, S. 133). Die Selbstwirksamkeit bestimmt über die Anstrengungsbereitschaft und darüber wie ausdauernd eine Anforderung bewältigt wird (vgl. Prof. Dr. Andrea Pieter, 2015, S. 135). „Je geringer die Selbstwirksamkeitserwartung, umso weniger strengt sich eine Person an und umso früher wird sie aufgeben (siehe Prof. Dr. Andrea Pieter ,2015, S.135).
Diese Fähigkeit, eine Handlung ausüben zu können, kann erworben werden. Laut Bandura teilen sich die Bereiche, aus denen man hier schöpfen kann, in 4 unterschiedliche Quellen auf. Selbstwirksamkeitserwartung kann erworben werden aus:
- direkten Erfahrungen → Anforderungen werden erfolgreich bewältigt
- indirekten Erfahrungen → stellvertretende Erfahrung durch Beobachten einer Modellperson
- symbolische Erfahrung → Mitteilung anderer Personen über die eigenen Kompetenzen
- Gefühlserregung → Physiologische Prozesse im Körper werden als Signal der eigenen Kompetenz gewertet
(siehe Prof. Dr. Andrea Pieter, 2015, S 133)
Diese Quellen haben einen unterschiedlich starken Einfluss auf die Selbstwirksamkeitserwartung. Direkte Erfahrungen haben den größten Einfluss, danach kommen – in absteigender Reihenfolge – die indirekten Erfahrungen, die symbolischen Erfahrungen sowie die Gefühlserregungen (vgl. Prof. Dr. Andrea Pieter, 2015, S.133).
Zusammenfassung der Kapitel
1 SELBSTWIRKSAMKEITSERWARTUNG: Dieses Kapitel erläutert den theoretischen Kernbegriff der Selbstwirksamkeit und stellt eine empirische Analyse zur sportlichen Aktivität sowie eine wissenschaftliche Studie zum Thema vor.
2 CHRONISCHE ERKRANKUNGEN: Hier werden Definitionen, theoretische Grundlagen und die Entstehung chronischer Erkrankungen sowie aktuelle statistische Daten und Interventionsmöglichkeiten diskutiert.
3 BERATUNGSGESPRÄCH: Dieses Kapitel verknüpft psychologische Modelle der Verhaltensänderung mit der praktischen Rolle des Beraters und verdeutlicht dies anhand eines konkreten Fallbeispiels eines Beratungsgesprächs.
Schlüsselwörter
Selbstwirksamkeitserwartung, Kompetenzerwartung, Gesundheitsmanagement, Chronische Erkrankungen, Transtheoretisches Modell, Verhaltensänderung, Beratungsgespräch, Coaching, Gesundheitspsychologie, Prävention, Lebensqualität, Interventionsprogramme, Patientenberatung, Motivation
Häufig gestellte Fragen
Was ist das zentrale Thema der Arbeit?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der psychologischen Komponente der Selbstwirksamkeitserwartung und deren Bedeutung für das Gesundheitsmanagement bei chronisch kranken Menschen.
Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?
Die Hauptthemen sind die psychologische Fundierung der Selbstwirksamkeit, die Epidemiologie chronischer Krankheiten und die methodische Gesprächsführung im Gesundheitsbereich.
Was ist das Ziel der vorliegenden Einsendeaufgabe?
Das Ziel ist die theoretische Durchdringung der Selbstwirksamkeit und die praktische Anwendung von Beratungsmodellen zur Unterstützung von Klienten bei der Verhaltensänderung.
Welche wissenschaftliche Methode wird genutzt?
Die Arbeit verwendet eine Kombination aus Literaturanalyse, einer eigenen kleinen empirischen Erhebung (Umfrage zur sportlichen Betätigung) und die Anwendung theoretischer Beratungsmodelle am Beispiel eines fiktiven Falls.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden der Begriff der Selbstwirksamkeit, die Hintergründe chronischer Erkrankungen sowie die Phasen einer gesundheitspsychologischen Beratung detailliert beschrieben.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Selbstwirksamkeitserwartung, Transtheoretisches Modell, Gesundheitsförderung, Patientenberatung und chronische Erkrankungen.
Welches Modell der Verhaltensänderung wird im Fallbeispiel angewendet?
Es wird das Transtheoretische Modell (TTM) genutzt, um den Klienten in seiner aktuellen Phase der Verhaltensänderung zu verorten.
Wie bereitet sich ein Berater laut dieser Arbeit auf ein Gespräch vor?
Die Vorbereitung umfasst eine organisatorische Komponente (Materialien) sowie eine mentale Komponente (Reflexion der eigenen Rolle und Haltung), um dem Klienten als professioneller Coach zu begegnen.
Welche Rolle spielt die Selbstwirksamkeit bei der Bewältigung von Rückenschmerzen im Fallbeispiel?
Sie ist ausschlaggebend dafür, ob der Klient motiviert ist, sein Verhalten (z.B. durch Sport) dauerhaft anzupassen, anstatt passiv auf Schmerzmittel zu vertrauen.
- Arbeit zitieren
- Susanne Wimmer (Autor:in), 2016, Psychologie des Gesundheitsverhaltens, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/427248