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"Die Versuchung des Nihilismus oder Die erste Begegnung mit dem Untergrundmenschen" in Dostojewskis "Aufzeichnungen aus dem Kellerloch"

Title: "Die Versuchung des Nihilismus oder Die erste Begegnung mit dem Untergrundmenschen" in Dostojewskis "Aufzeichnungen aus dem Kellerloch"

Term Paper , 2015 , 16 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: M.o.A. Fatma Betül Akcora (Author)

Russian / Slavic Languages

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Summary Excerpt Details

Das Leben des russischen Schriftstellers Dostoevskij kann mit einem schiefen Bild verglichen werden. Zum Tode verurteilt, nach Sibirien verbannt, gelobt, gefeiert - und das sind nur einige der wichtigsten Phasen aus dem Leben des Autors. Seine Schriften wurden in viele Sprachen übersetzt, viele MillionenMale verkauft und einige sogar verfilmt. Dostoevskijs Werke haben zweifelsohne viele Schriftsteller und Philosophen, wie zum Beispiel Nietzsche, Freud oder Camus, positiv beeinflusst und werden heutzutage als Literaturklassiker betrachtet. Themen, die von dem russischen Schreiber immer wieder aufgegriffen werden, sind nicht nur Religion und Liebe, sondern auch Vernunft, Rache und Geld. In seinem Roman „Aufzeichnungen aus dem Kellerloch“ werden alle oben genannten Themen vereint und interessanterweise um den russischen Nihilismus erweitert. Doch was ist der Nihilismus, in welcher Form erscheint er in Dostoevskijs Erzählung „Aufzeichnungen aus dem Kellerloch“ und in wie ist er mit dem 19. Jahrhundert in Verbindung zu setzen? In der vorliegenden Arbeit soll diesen Fragen nachgegangen werden.

Hierfür wird zuerst auf den historischen Hintergrund eingegangen und das Russische Kaiserreich im 18. und 19. Jahrhundert vorgestellt, um eine zeitliche Einordnung des Werkes ermöglichen zu können. Daraufhin soll die Biographie des Autors dargestellt und das Augenmerk auf seine Schöpfung „Aufzeichnungen aus dem Kellerloch“ gerichtet. Beim Präsentieren dieses Werkes erfolgt eine Inhaltsangabe, die von der Charakterisierung des Protagonisten und seinem Menschenverständnis begleitet wird. Im Anschluss daran, wird der Begriff 'Nihilismus' eingeführt sowie auch näher erläutert. Danach wird der russische Nihilismus thematisiert und Dostoevskijs Werk nach nihilistischen Zügen untersucht. Den Schluss dieser Hausarbeit bildet eine Zusammenfassung der Erkenntnisse, die im Verlauf der nächsten Seiten herausgearbeitet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historischer Hintergrund

2.1 Das Russische Zarenreich gegen Ende des 18. Jahrhunderts

2.2 Das Russische Zarenreich im 19. Jahrhundert

3. Biographie F. M. Dostoevskij

4. „Aufzeichnungen aus dem Kellerloch“

4.1 Inhaltsangabe

4.2 Charakterisierung des Ich-Erzählers

4.3 Der Protagonist und sein Menschenbild

5. Nihilismus

5.1 Ursprung und Definition

5.2 Russischer Nihilismus

5.3 Nihilismus und der Untergrundmensch

6. Schluss

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht Dostoevskijs Werk „Aufzeichnungen aus dem Kellerloch“ im Kontext des russischen Nihilismus des 19. Jahrhunderts. Das Ziel besteht darin, die Verbindung zwischen der historischen Realität im Zarenreich, den philosophischen Strömungen der Zeit und der Charakterisierung des „Untergrundmenschen“ als Anti-Helden aufzuzeigen.

  • Historische Einordnung des Russischen Kaiserreiches im 18. und 19. Jahrhundert.
  • Biographische Analyse von F. M. Dostoevskij unter Berücksichtigung prägender Lebensphasen.
  • Strukturelle und inhaltliche Untersuchung von „Aufzeichnungen aus dem Kellerloch“.
  • Definition des Nihilismus und Abgrenzung zum russischen Nihilismus des 19. Jahrhunderts.
  • Analyse des Protagonisten als „Untergrundmensch“ und dessen Widerstand gegen Determinismus.

Auszug aus dem Buch

4.3 Der Protagonist und sein Menschenbild

Der Chronist aus Dostoevskijs Novelle unterscheidet grundsätzlich zwischen zwei Arten von Menschen: Tatmenschen und denkenden bzw. tatenlosen Menschen. Erstere sind dumme sowie beschränkte Wesen, die Erfolg haben und aufsteigen können. Tatenlose Menschen jedoch sind im Gegensatz zu Tatmenschen dazu verdammt, „nie etwas werden“ (Dostojewskij 1986: 5) zu können und sind gezwungen, ein charakterloses Geschöpf zu sein. Der Ich-Erzähler subsummiert sich unter der zweiten Kategorie gibt aber zu, dass er die Tatmenschen beneidet, da diese schlichtweg dumm sind und ohne Überlegung alles hinnehmen, der Retortenmensch dahingegen „dermaßen von seiner Antithese versagt, daß er sich selbst samt seinem Überbewußtsein in aller Aufrichtigkeit für eine Maus hält, nicht aber für einen Menschen“ (Dostojewskij 1986: 11). Darüber hinaus werden den Menschen gewisse negative Charaktereigenschaften wie Undankbar- und Leichtsinnigkeit zugeschrieben und er wird als ein unmoralisches Wesen betrachtet, das Chaos und Zerstörung liebt.

Ferner reflektiert das Menschenbild Dostoevskijs die bürgerliche Gesellschaft in Sankt Petersburg im 19. Jahrhundert. Zweifelsohne besteht eine tief verankerte Hierarchie und die Rangzugehörigkeit entscheidet über die Privilegien. Dank der Kleidung ist die Zuordnung der Personen zu einer jeweiligen Schicht äusserst leicht zu bewältigen. Der Protagonist aber scheint mit dieser Gegebenheit in keiner Weise hinzunehmen. So fasst er zum Beispiel den Entschluss, sich bei dem Offizier von dem er gedemütigt wurde, zu rächen. Hierfür kauft er sich neue Handschuhe und einen Hut um „in den Augen der höheren Gesellschaft auf die gleiche Stufe“ (Dostojewskij 1986: 60) gestellt zu sein und begibt sich zum Nevskij Prospekt, um auf den Offizier zu warten, der an Feiertagen hier promeniert. Wie nach Plan, läuft er diesem entgegen und obwohl die Rangzugehörigkeit entscheidet, wer geradeaus gehen darf und wer Platz machen muss, und ihm folglich das Ausweichen zuteilgeworden wäre, geht er nicht zur Seite und sie stossen Schulter gegen Schulter. Vollkommen gerächt geht der Protagonist nach Hause und feiert seinen Sieg.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Leben Dostoevskijs ein und stellt die zentrale Fragestellung zur Verbindung von Nihilismus und dem Roman „Aufzeichnungen aus dem Kellerloch“ vor.

2. Historischer Hintergrund: Dieses Kapitel beleuchtet die politische und soziale Entwicklung des Russischen Kaiserreiches im 18. und 19. Jahrhundert, um den zeitgeschichtlichen Kontext des Werkes zu etablieren.

3. Biographie F. M. Dostoevskij: Hier wird der Lebenslauf des Autors nachgezeichnet, wobei insbesondere die prägenden Erfahrungen wie Verbannung und Haft thematisiert werden.

4. „Aufzeichnungen aus dem Kellerloch“: Dieses Kapitel bietet eine Inhaltsangabe sowie eine tiefgehende Analyse des Ich-Erzählers und dessen Menschenbildes im Werk.

5. Nihilismus: Dieser Abschnitt definiert den Begriff Nihilismus, erläutert dessen Ausprägung in Russland und setzt ihn in direkten Bezug zum Handeln des Protagonisten.

6. Schluss: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und ordnet Dostoevskijs Werk als kritischen Gegenpol zur utopischen Weltsicht von Zeitgenossen wie Černyševskij ein.

Schlüsselwörter

Dostoevskij, Aufzeichnungen aus dem Kellerloch, Nihilismus, Untergrundmensch, Russland, Zarenreich, 19. Jahrhundert, Tatmensch, Anti-Held, Determinismus, Gesellschaft, Sozialkritik, Literatur, Individuum, Existenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht die Darstellung und Funktion des Nihilismus in Dostoevskijs Erzählung „Aufzeichnungen aus dem Kellerloch“ vor dem Hintergrund der russischen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind das historische Umfeld des Zarenreiches, die Biographie des Autors, das Wesen des Nihilismus sowie die Charakterisierung des „Untergrundmenschen“ als abseits der Gesellschaft stehender Anti-Held.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Die Arbeit möchte klären, wie der Nihilismus in die Erzählung eingebettet ist und inwieweit der Protagonist diesen als Form des Widerstands gegen Naturgesetze und gesellschaftliche Determinismen nutzt.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Autorin verwendet eine literaturwissenschaftliche Analyse des Primärtextes unter Einbeziehung biographischer und historischer Kontexte sowie literaturtheoretischer Literatur zum Nihilismus.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine historische Einordnung Russlands, eine biographische Skizze des Autors, eine detaillierte Inhaltsangabe und Charakterisierung des Ich-Erzählers sowie eine philosophische Auseinandersetzung mit dem Nihilismusbegriff und dessen Manifestation im Werk.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Dostoevskij, Untergrundmensch, russischer Nihilismus, Determinismus, Anti-Held und gesellschaftliche Hierarchie im 19. Jahrhundert beschreiben.

Inwiefern stellt der „Kristallpalast“ ein wichtiges Symbol im Text dar?

Der Kristallpalast wird als Utopie einer harmonischen, aber restriktiven Gesellschaft interpretiert, gegen die sich der Protagonist sträubt, da er darin die Unterdrückung menschlicher Freiheit und des Leidens sieht.

Warum wird der Protagonist als „Anti-Held“ bezeichnet?

Er gilt als Anti-Held, da er keine klassischen Heldenqualitäten aufweist, sondern durch Isolation, psychologische Paradoxien, bewusste Passivität und eine ständige Streitsucht charakterisiert wird.

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Details

Title
"Die Versuchung des Nihilismus oder Die erste Begegnung mit dem Untergrundmenschen" in Dostojewskis "Aufzeichnungen aus dem Kellerloch"
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Slavische Philologie)
Course
Die Versuchung des Nihilismus oder Die erste Begegnung mit dem Untergrundmenschen: Записки из подполья
Grade
1,7
Author
M.o.A. Fatma Betül Akcora (Author)
Publication Year
2015
Pages
16
Catalog Number
V426466
ISBN (eBook)
9783668707740
ISBN (Book)
9783668707757
Language
German
Tags
versuchung nihilismus begegnung untergrundmenschen dostojewskis aufzeichnungen kellerloch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.o.A. Fatma Betül Akcora (Author), 2015, "Die Versuchung des Nihilismus oder Die erste Begegnung mit dem Untergrundmenschen" in Dostojewskis "Aufzeichnungen aus dem Kellerloch", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/426466
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