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Prüfungsangst. Auswirkungen auf Lernen und Wissenserwerb

Title: Prüfungsangst. Auswirkungen auf Lernen und Wissenserwerb

Elaboration , 2010 , 10 Pages

Autor:in: Stefanie Kaiser (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology

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„Das Pensum schaffe ich nie!“, „ich weiß einfach nicht genug!“ oder „die Prüfung wird schrecklich werden!“ - solche Gedanken kennt fast jeder Studierende. Aber nicht nur angehende Hochschulabsolventen kämpfen mit der Angst in Prüfungssituationen zu versagen. Auch Schüler oder Auszubildende, die in regelmäßigen Abständen mit Klausuren und Tests konfrontiert werden, kennen solche Leistungsängste. So gehört Prüfungsangst zu den häufigsten Problemen, wegen welchen Studierende die psychologischen Beratungsstellen der Universitäten und Studentenwerke aufsuchen und zwar nicht zuletzt deshalb, weil der Druck der Gesellschaft auf den Einzelnen deutlich spürbar ist. Das Thema Bildung wird viel diskutiert und besitzt einen immensen Stellenwert. Es gilt die verbreitete Ansicht, dass eine gute Schulbildung von herausragender Bedeutung für den späteren Lebenserfolg ist. Wissen soll heute außerdem in immer kürzerer Zeit erworben werden. Die Einführung des sogenannten G8, dem Abitur in 12 Jahren, und die in den letzten Jahren vollzogene Umstrukturierung der Studiengänge zum Bachelor- und Master-System, haben nachweislich zu vermehrten Belastungen durch Prüfungen und somit auch durch Prüfungsangst geführt. Doch gerade diese aufkommenden Leistungsängste stehen einem zügigen und guten Wissenserwerb im Wege.

Welche Auswirkung hat die beständige Angst vor Leistungssituationen auf das Lernen und den Wissenserwerb? Dieser Frage soll in der Arbeit nun nachgegangen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Was ist Prüfungsangst?

3 Auswirkung der Prüfungsangst auf Lernen und Wissenserwerb

3.1 Die Bedeutung der Aufmerksamkeit

3.2 Lernen und Angst

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologischen und neurobiologischen Auswirkungen von Prüfungsangst auf den Wissenserwerb und Lernprozess. Ziel ist es zu analysieren, inwiefern Leistungsdruck und Angst die Konzentrationsfähigkeit behindern und welche Rolle die emotionale Verfassung für den langfristigen Lernerfolg spielt.

  • Definition und Symptomatik von Prüfungsangst
  • Die Bedeutung von Aufmerksamkeit und Konzentration beim Lernen
  • Neurobiologische Prozesse im limbischen System bei Angst
  • Kapazitätstheorien und kognitive Blockaden in Leistungssituationen
  • Implikationen für eine lernförderliche Atmosphäre

Auszug aus dem Buch

3.2 Lernen und Angst

Lernt man nun unter Angst, so kommt es zu einer Störung dieser für das Lernen so essentiellen Aufmerksamkeit. Drängen in einer Leistungssituation Reize ins Zentrum der Aufmerksamkeit, die mit der Aufgabenbewältigung in keinem Zusammenhang stehen - beispielsweise selbstabwertende Gedanken wie „Ich bekomme das sowieso nicht hin!“ - so entsteht eine Teilung der kognitiven Aktivität. Bei einer Person, die eine Aufgabe bewältigen will und einen Reiz, zum Beispiel Angst wahrnimmt, kommt es zu einer interferierenden Wirkung. Sogenannte „Kapazitätstheorien“ gehen davon aus, dass durch die Lenkung der Aufmerksamkeit sowohl auf aufgabenrelevante als auch auf selbstwertrelevante Reize, Prüfungsängstliche wichtige Informationen und Hinweise für die Aufgabenlösung übersehen und dadurch eine schlechtere Leistung erzielen werden. Die Angst beim Lernen oder Abrufen von Wissensinhalten bewirkt eine Überflutung mit emotionalen Angstsymptomen und negativen Kognitionen, sodass die erforderliche Aufmerksamkeit und die aufgabenrelevanten Denkprozesse blockiert werden.

Leistungsangst geht somit häufig mit einer Leistungsbeeinträchtigung einher. Ist eine Person hingegen frei von Angst, so kann sie ihre gesamte Aufmerksamkeit auf die Aufgabenlösung richten. Dass eine angstfreie Lernatmosphäre für den Wissenserwerb somit förderlich ist, darüber ist sich die Hirnforschung seit einiger Zeit im Klaren. Der Wissenschaftler Manfred Spitzer ist der Meinung, dass Menschen besser lernen, wenn sie mit Freude lernen. Er sagt, dass genussvolles und ängstliches Lernen tiefgreifend unterschiedlich verlaufen. Eine wichtige Rolle spielt das sogenannte „limbische System“ beim hirngerechten Lernen. Dieses System vermittelt Affekte, Gefühle und Motivation und ist auf diese Weise einer der Hauptkontrolleure des Lernerfolgs. Es wird aus verschiedenen Strukturen gebildet und ist somit keine klar abgrenzbare Einheit. Teil dieses Systems sind unter anderem der Hippocampus und die Amygdala, die subkortikale, d.h. unter der Großhirnrinde liegende Bestandteile des Großhirns darstellen und die beim Lernen eine wichtige Rolle übernehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Verbreitung von Leistungsängsten bei Schülern und Studierenden und stellt die Forschungsfrage nach deren Einfluss auf den Wissenserwerb.

2 Was ist Prüfungsangst?: Dieses Kapitel definiert Prüfungsangst als soziale Bewertungsangst und erläutert deren physiologische, emotionale und kognitive Symptome sowie deren Zusammenhang mit anderen Störungsbildern.

3 Auswirkung der Prüfungsangst auf Lernen und Wissenserwerb: Hier wird der Zusammenhang zwischen Aufmerksamkeit, Konzentration und emotionaler Verfassung analysiert, wobei besonders die neurobiologischen Grundlagen des Lernens im Fokus stehen.

3.1 Die Bedeutung der Aufmerksamkeit: Dieser Abschnitt erläutert die neurophysiologischen Unterschiede zwischen allgemeiner Wachheit (Vigilanz) und selektiver Aufmerksamkeit für das erfolgreiche Lernen.

3.2 Lernen und Angst: Dieses Kapitel beschreibt, wie Angst die kognitiven Kapazitäten blockiert und warum eine angstfreie Lernumgebung für das limbische System essenziell ist.

4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass positive Emotionen für den Lernerfolg entscheidend sind und plädiert für einen besseren Umgang mit Leistungsdruck im Bildungssystem.

Schlüsselwörter

Prüfungsangst, Leistungsangst, Wissenserwerb, Aufmerksamkeit, Konzentration, limbische System, Hippocampus, Amygdala, kognitive Blockade, Kapazitätstheorie, Lernprozess, Stress, Bildung, Leistungsdruck, emotionale Regulation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der negativen Beeinflussung des Lernprozesses durch Prüfungsangst und untersucht, warum Angst die geistige Leistungsfähigkeit einschränkt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Leistungsangst, die Bedeutung von Aufmerksamkeit für das Gehirn und die neurobiologischen Zusammenhänge zwischen Angst und Wissensaufnahme.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie beständige Angst vor Leistungssituationen den Wissenserwerb behindert und warum eine angstfreie Lernumgebung hirngerecht ist.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender psychologischer Konzepte und neurobiologischer Erkenntnisse zum Thema Lernen und Angst.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Mechanismen der Aufmerksamkeit sowie die Auswirkungen von Angst auf das limbische System und die kognitive Kapazität während des Lernens.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Prüfungsangst, Aufmerksamkeitssteuerung, limbische System, Leistungsbeeinträchtigung und kognitive Ressourcen.

Welche Rolle spielt das limbische System beim Lernen?

Es fungiert als Hauptkontrolleur des Lernerfolgs, indem es Motivation und Emotionen vermittelt; positive Gefühle aktivieren dabei den Hippocampus, was für das langfristige Speichern von Wissen wichtig ist.

Warum führt Angst zu einer schlechteren Leistung?

Angst sorgt für eine Teilung der kognitiven Aktivität, da die Aufmerksamkeit nicht nur auf die Aufgabe, sondern auch auf selbstwertrelevante negative Gedanken gelenkt wird, was zu einer Überflutung und Blockade führt.

Welche Auswirkung hat die Aktivierung der Mandelkerne?

Die Aktivierung der Mandelkerne bei Angst sorgt für eine schnelle Vermeidung von unangenehmen Erlebnissen, verhindert jedoch gleichzeitig das freie, kreative Denken, das für komplexe Problemlösungen nötig wäre.

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Details

Title
Prüfungsangst. Auswirkungen auf Lernen und Wissenserwerb
Author
Stefanie Kaiser (Author)
Publication Year
2010
Pages
10
Catalog Number
V425585
ISBN (eBook)
9783668703766
ISBN (Book)
9783668703773
Language
German
Tags
prüfungsangst auswirkungen lernen wissenserwerb
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Kaiser (Author), 2010, Prüfungsangst. Auswirkungen auf Lernen und Wissenserwerb, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/425585
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