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Intersektionalität. Einbezug der intersektionalen Analyse in die Inklusionsbemühungen an Schulen

Title: Intersektionalität. Einbezug der intersektionalen Analyse in die Inklusionsbemühungen an Schulen

Term Paper , 2018 , 28 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Igor Weiß (Author)

Pedagogy - Miscellaneous Topics

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„Inklusion – Neue Hoffnung für Kinder mit Behinderung“ so in etwa lauteten Überschriften zahlreicher Zeitungsartikel, als 2009 die UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland verbindlich eingeführt wurden. Neugeordnete Voraussetzungen zur Teilhabe aller Menschen in allen Bereichen der Gesellschaft, v. a. in der Schule, wurden von einer Vielzahl von Politikern propagierte. Gestützt wurde das Konstrukt durch Eingebungen wie Diversität und Heterogenität, die ebenfalls als folgenreiche Konzepte in Theorie und Praxis Eingang fanden. Das der Gedanke der Heterogenität bis zur Kategorienlehre des Aristoteles im antiken Griechenland zurückreicht, findet in der heutigen Diskussion selten Erwähnung. Dessen Lehre wurde demzufolge in Europa eine lange Zeit als die Schrift zur Logik gesehen und wirkt bis heute in unsere Sprache. Das Wort heterogen lässt sich im altgriechischen Adjektiv heterogénes finden. Es setzt sich aus heteros (verschieden) und gennáo (erzeugen, schaffen) zusammen. Damit sind Phänomene gemeint, die voneinander verschieden sind, ohne sich untergeordnet zu sein. So schnell die Euphorie um das Thema der Inklusion Einzug in Bildung, Politik und Medien fand, umso schneller senkte sich diese wieder ab als die ersten Hürden in der Praxis deutlich wurden. Wird heutzutage über Inklusion an Schulen berichtet, so spricht man von einem „Schleudergang“ der Inklusion und von einem „holprigen Weg zum Miteinander“ für Kinder mit besonderem Förderbedarf.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. THEORETISCHER HINTERGRUND

2.1 DEFINITION VON INKLUSION UND EXKLUSION (IM KONTEXT SCHULE)

2.2 AKTUELLER STAND DER INKLUSIONSDEBATTE IN DEUTSCHLAND

2.3 DAS INTERSEKTIONALITÄTSKONZEPT UND DESSEN BEDEUTUNG FÜR DIE INKLUSIONTHEMATIK

2.4 ANALYSEINSTRUMENT INTERSEKTIONALITÄT

3. EXEMPLARISCHES FALLBEISPIEL

4. BEISPIELANALYSE ANHAND DES EXEMPLARISCHEN FALLBEISPIELS

5. AUSBLICK FÜR DEN EINBEZUG DES INTERSEKTIONALITÄTSANSATZES IN DEN INKLUSIONPROZESS AN SCHULEN

6. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, den Intersektionalitätsansatz für den Inklusionsprozess an Schulen fruchtbar zu machen, um bisher vernachlässigte Diskriminierungs- und Exklusionserfahrungen von Schülern zu identifizieren und zu sensibilisieren. Dabei wird untersucht, wie Macht- und Ungleichheitsverhältnisse in schulischen Kontexten wirken und wie diese mittels einer intersektionalen Analyseperspektive besser verstanden und dekonstruiert werden können.

  • Grundlagen der Inklusions- und Exklusionsbegriffe im schulischen Kontext
  • Kritische Auseinandersetzung mit der aktuellen Inklusionsdebatte in Deutschland
  • Einführung in das Konzept der Intersektionalität und seine Bedeutung für die Inklusionsthematik
  • Anwendung des intersektionalen Analyserahmens nach Riegel anhand eines exemplarischen Fallbeispiels
  • Reflexion über die Möglichkeiten der Etablierung eines intersektionalen Blickwinkels in der pädagogischen Praxis

Auszug aus dem Buch

3. Exemplarisches Fallbeispiel

Die zehnjährige Lydia, welche die vierte Klasse einer Grundschule in einem Vorort von Stuttgart besucht, wächst in einer deutsch-russischen Familie auf. Sie ist mir ihrer Familie nach Deutschland gekommen als sie sechs Jahre alt war und wohnt in einer Etagenwohnung mit drei Zimmern. Lydia hat eine fünf Jahre alte Schwester und einen dreijährigen Bruder. Bei ihrer Ankunft in Deutschland wurde Lydia direkt in die erste Klasse eingeschult. Lydia konnte in der Schule die erste Zeit nur langsam Anschluss finden. Das Erlernen der deutschen Sprache ist ihr sehr schwer gefallen. Lydias Mutter ist aufgrund eines Schlaganfalls seit einem Jahr halbseitig gelähmt. Da die Mutter häuslichen Tätigkeiten nicht mehr nachgehen kann, ist es Lydias Aufgabe den Haushalt der fünfköpfigen Familie zu schmeißen und sich nebenbei um die Mutter zu kümmern, wenn der Vater bei der Arbeit ist. Die Noten des Mädchens sind seit dem Schicksalsschlag immer zu schlechter geworden und sie musste die vierte Klasse wiederholen. Seit einiger Zeit fehlt Lydia immer wieder in der Schule und schläft während dem Unterricht immer wieder auf ihrem Tisch ein. Ein Gespräch der Klassenlehrerin mit dem Vater brachte nur für kurze Zeit eine Veränderung. Aktuell ist die Situation wie bisher.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Entstehung der Inklusionsdebatte in Deutschland und definiert die Forschungsfrage, welche sich mit dem Nutzen des Intersektionalitätsansatzes im Inklusionsprozess an Schulen befasst.

2. THEORETISCHER HINTERGRUND: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe, analysiert den Stand der Inklusionsdebatte und führt das Konzept der Intersektionalität als theoretisches Fundament und Analysewerkzeug ein.

3. EXEMPLARISCHES FALLBEISPIEL: Hier wird die fiktive Lebenssituation der zehnjährigen Lydia eingeführt, die als Basis für die folgende intersektionale Analyse dient.

4. BEISPIELANALYSE ANHAND DES EXEMPLARISCHEN FALLBEISPIELS: Dieses Kapitel wendet den intersektionalen Analyserahmen auf das Fallbeispiel an, um Macht- und Ungleichheitsverhältnisse über die Mikro-, Meso- und Makroebene hinweg zu verdeutlichen.

5. AUSBLICK FÜR DEN EINBEZUG DES INTERSEKTIONALITÄTSANSATZES IN DEN INKLUSIONPROZESS AN SCHULEN: Der Ausblick erörtert, wie Pädagogen den Intersektionalitätsansatz in der Praxis anwenden können, ohne dabei die Besonderheit individueller Fälle zu vernachlässigen.

6. FAZIT: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und betont die Notwendigkeit, Inklusion durch eine intersektionale Perspektive ganzheitlich zu betrachten.

Schlüsselwörter

Inklusion, Exklusion, Intersektionalität, Schule, Heterogenität, Bildungsbenachteiligung, Diskriminierung, Othering, Machtverhältnisse, Ungleichheit, Pädagogik, Identitätsbildung, Fallbeispiel, Analysemodell, Diversität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Erweiterung des Inklusionsbegriffs an Schulen durch die Einbeziehung intersektionaler Analysen, um soziale Benachteiligungen besser zu verstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen zählen die Definition von Inklusion und Exklusion, der Umgang mit Heterogenität im Schulwesen sowie die Anwendung intersektionaler Konzepte zur Aufdeckung von institutioneller Diskriminierung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie der Intersektionalitätsansatz genutzt werden kann, um bisher unberücksichtigte Exklusionserfahrungen bildungsbenachteiligter Schüler sichtbar zu machen und für eine weitreichendere Inklusion zu sorgen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen intersektionalen Analyserahmen, insbesondere basierend auf dem Modell von Riegel, um ein Fallbeispiel auf drei Ebenen (Subjekt, soziale Diskurse, gesellschaftliche Bedingungen) theoretisch zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung von Inklusion und Intersektionalität, die Vorstellung eines Fallbeispiels einer Schülerin sowie deren detaillierte Analyse mittels des intersektionalen Modells.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Inklusion, Intersektionalität, Machtverhältnisse, Othering, soziale Ungleichheit und Bildungsbenachteiligung.

Warum wird das Fallbeispiel von Lydia verwendet?

Lydia dient als exemplarisches Beispiel, um die komplexe Verschränkung verschiedener Differenzlinien wie Gesundheit, soziale Klasse und Ethnizität in einem realitätsnahen schulischen Kontext aufzuzeigen.

Welche Rolle spielt der Begriff "Othering" in der Analyse?

Othering beschreibt Prozesse, durch die Schüler aufgrund ihrer Merkmale als "anders" markiert und diskriminiert werden, was durch die Analyse der sozialen und institutionellen Ebene im Fallbeispiel verdeutlicht wird.

Warum ist der Intersektionalitätsansatz laut Autor wichtig für Schulen?

Er verhindert eine eindimensionale Betrachtung von Leistungsschwächen, indem er aufzeigt, dass diese oft aus einer Überlagerung verschiedener Benachteiligungen resultieren, die von der Institution Schule oft nicht erkannt werden.

Was fordert der Autor von Pädagogen bei der Arbeit mit Intersektionalität?

Pädagogen sollen die Theorie als strategische Perspektive nutzen, dabei jedoch immer die Besonderheit des Einzelfalls wahren und reflexive Fragen an ihr eigenes Handeln stellen.

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Details

Title
Intersektionalität. Einbezug der intersektionalen Analyse in die Inklusionsbemühungen an Schulen
College
University of Education Freiburg im Breisgau
Course
Struktur- und Interaktionsbedingungen sozialpädagogischen Handelns
Grade
2,0
Author
Igor Weiß (Author)
Publication Year
2018
Pages
28
Catalog Number
V424870
ISBN (eBook)
9783668701847
ISBN (Book)
9783668701854
Language
German
Tags
Intersektionalität Analyserahmen Othering Inklusion Black Feminism Bildung Diversität Bildungspolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Igor Weiß (Author), 2018, Intersektionalität. Einbezug der intersektionalen Analyse in die Inklusionsbemühungen an Schulen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/424870
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