Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › Musicology - Miscellaneous

Arturo Toscanini und Claudio Abbado als Interpreten von Franz Schuberts Sinfonie Nr. 2 in B-Dur D 125

Title: Arturo Toscanini und Claudio Abbado als Interpreten von Franz Schuberts Sinfonie Nr. 2 in B-Dur D 125

Elaboration , 2015 , 11 Pages

Autor:in: Bernd Wladika (Author)

Musicology - Miscellaneous

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Der Italiener Arturo Toscanini gilt zweifellos als einer der berühmtesten Dirigenten. Aufgrund des hohen Alters, das der Maestro erreichte, umfasst sein Wirken das ausgehende 19. und die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts und er gehört darüber hinaus zu den ersten Interpreten, deren künstlerisches Wirken auf Tonträgern festgehalten wurde. Wenn man die zentrale Rolle jener Aufnahmen bedenkt, die unter seiner Leitung von den großen Instrumentalwerken und Opern des neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts – darunter epochale Werke von Beethoven, Wagner oder Verdi bis hin zu Puccini und Strauss – entstanden sind, so wird zwangsläufig seine Beschäftigung mit dem Werk Franz Schuberts auf eine Art „Nebenschauplatz“ verdrängt. Dies gilt ganz und gar für dessen frühe Sinfonien. Mit dem Vergleich einer Einspielung von Schuberts Sinfonie Nr. 2 unter der Leitung von Arturo Toscanini mit einer Einspielung unter der Leitung von Claudio Abbado wendet sich die vorliegende Ausarbeitung genau dieser Thematik zu.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Schuberts frühe Sinfonien innerhalb seines sinfonischen Œuvre

3. Vergleichende Betrachtung zweier Einspielungen unter Leitung von Arturo Toscanini und Claudio Abbado

3.1 Largo – Allegro vivace

3.2 Andante

3.3 Menuetto: Allegro vivace

3.4 Presto vivace

4. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, einen vergleichenden Blick auf zwei unterschiedliche Interpretationen von Franz Schuberts Sinfonie Nr. 2 in B-Dur D 125 zu werfen. Dabei steht die Gegenüberstellung der Aufnahmen unter der Leitung von Arturo Toscanini (1940) und Claudio Abbado (1986) im Zentrum, um die stilistischen Auswirkungen der jeweiligen dirigentischen Herangehensweise auf das frühe sinfonische Werk zu untersuchen.

  • Einordnung der frühen Sinfonien in Schuberts Gesamtwerk
  • Stilistische Standortbestimmung innerhalb der Gattungsgeschichte
  • Analyse der interpretatorischen Unterschiede in allen vier Sätzen
  • Gegenüberstellung von Toscaninis dramatischer Dynamik und Abbados kantabler Wärme
  • Bewertung der Angemessenheit verschiedener Tempi für das Schubertsche Frühwerk

Auszug aus dem Buch

3.1 Largo – Allegro vivace

Während sich bei der langsamen Einleitung die beiden Aufnahmen noch nicht wesentlich unterscheiden, treten im anschließenden Allegro vivace die Differenzen umso deutlicher zu Tage. Dies zeigt sich gleich zu Beginn ab T. 11 (Bsp. 1) an den auf- und absteigenden Achtelketten der ersten Violinen.

Toscanini wählt ein rascheres Tempo und bevorzugt einen schärferen Klang der Streicher, vornehmlich der melodieführenden ersten Violinen. Obwohl die Tempowahl bei Abbado nur geringfügig langsamer ausfällt, hat dies erheblichen Einfluss auf das Klangbild, welches sich bei Abbado durch einen wesentlich wärmeren und vor allem beseelten Charakter auszeichnet. Hinzu kommt, dass der Satz unter Toscanini unruhig und geradezu vorwärtsdringend erscheint. Dies stellt aus meiner Sicht die Vortragsbezeichnung Allegro vivace in Frage, da der Satz eine eher in Richtung con brio oder sogar in Richtung con fuoco gehende Färbung erhält. Der direkte Vergleich mit der unter Abbados Leitung erfolgten Einspielung zeigt besonders augenscheinlich, dass bei Toscanini zahlreiche Werkdetails in den Hintergrund treten, was durch das gewählte Tempo bedingt ist. Bei Abbado ist die Präsenz kantabler Elemente, die in Schuberts Werken eine zentrale Rolle einnehmen, hingegen deutlich stärker ausgeprägt als bei Toscanini, sodass auch die melodische Vielschichtigkeit der Komposition für den Hörer transparent wird. Gleiches gilt für die Staccati in den ersten Violinen (Bsp. 1), welche aufgrund des langsameren Tempos bei Abbado vollkommen transparent erscheinen, bei Toscanini hingegen zu einem „Schwirren“ zerfließen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Relevanz des Vergleichs der beiden Dirigenten Toscanini und Abbado im Kontext von Schuberts Sinfonie Nr. 2 und legt den Aufbau der Arbeit dar.

2. Schuberts frühe Sinfonien innerhalb seines sinfonischen Œuvre: Hier erfolgt eine Einordnung der frühen Sinfonien in das sinfonische Schaffen Schuberts unter Berücksichtigung gattungsgeschichtlicher Traditionen.

3. Vergleichende Betrachtung zweier Einspielungen unter Leitung von Arturo Toscanini und Claudio Abbado: In diesem Hauptteil werden die Interpretationen beider Dirigenten satzweise analysiert und hinsichtlich Klangcharakter sowie Tempo verglichen.

3.1 Largo – Allegro vivace: Dieser Abschnitt untersucht die klanglichen Divergenzen im ersten Satz, wobei insbesondere das Tempo und die Ausarbeitung kantabler Elemente verglichen werden.

3.2 Andante: Der Fokus dieses Kapitels liegt auf dem Variationssatz, bei dem die Unterschiede in der Stimmführung und Instrumentation aufgezeigt werden.

3.3 Menuetto: Allegro vivace: Dieses Kapitel thematisiert den Interpretationsspielraum zwischen Menuett-Charakter und Scherzo-Struktur in diesem spezifischen Satz.

3.4 Presto vivace: Hier wird der Finalsatz analysiert, der bei beiden Interpreten eine relativ hohe Übereinstimmung in Charakter und Tempo aufweist.

4. Schlussbemerkung: Dieses Kapitel fasst die Bewertung zusammen und diskutiert die Angemessenheit der dirigentischen Stile für das filigrane Frühwerk Schuberts.

Schlüsselwörter

Franz Schubert, Sinfonie Nr. 2, Arturo Toscanini, Claudio Abbado, Interpretationsvergleich, Wiener Klassik, Dirigent, Orchesterklang, Sinfonische Form, Tempo, Musikwissenschaft, NBC Symphony Orchestra, Chamber Orchestra of Europe, Frühwerk, Musikästhetik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit vergleicht zwei historische Aufnahmen der 2. Sinfonie von Franz Schubert unter der Leitung der Dirigenten Arturo Toscanini und Claudio Abbado.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind die gattungsgeschichtliche Einordnung der frühen Sinfonien Schuberts, die musikalische Analyse der Sätze und der Einfluss unterschiedlicher Interpretationsansätze auf das Klangbild.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie sich die unterschiedlichen dirigentischen Herangehensweisen – insbesondere in Bezug auf Tempo und Phrasierung – auf die Wahrnehmung von Schuberts früher Sinfonie auswirken.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es handelt sich um eine vergleichende Interpretationsforschung, die musiktheoretische Analyse mit dem direkten Hörvergleich der Einspielungen kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einordnung und eine detaillierte, satzweise Analyse der Einspielungen von Toscanini und Abbado.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Interpretationsvergleich, sinfonisches Frühwerk, Wiener Klassik und das Spannungsfeld zwischen orchestraler Dramatik und kantabler Transparenz geprägt.

Warum wird der Finalsatz (Presto vivace) in der Schlussbemerkung gesondert betrachtet?

Der Finalsatz wird ausgeklammert, da hier beide Dirigenten eine gleichermaßen gelungene Leistung zeigen, die im Gegensatz zur Kritik an der Behandlung der anderen Sätze bei Toscanini steht.

Wie unterscheidet sich die Auffassung von „Tempo“ bei den beiden Dirigenten?

Während Toscanini ein forciertes, dramatisches Tempo bevorzugt, wählt Abbado ein gemäßigteres Tempo, das stärker die liedhaft-tänzerischen Elemente der Komposition betont.

Excerpt out of 11 pages  - scroll top

Details

Title
Arturo Toscanini und Claudio Abbado als Interpreten von Franz Schuberts Sinfonie Nr. 2 in B-Dur D 125
College
University of Dortmund  (Institut für Musik und Musikwissenschaft)
Course
Interpretationsforschung: Der Dirigent Arturo Toscanini
Author
Bernd Wladika (Author)
Publication Year
2015
Pages
11
Catalog Number
V424395
ISBN (eBook)
9783668699564
ISBN (Book)
9783668699571
Language
German
Tags
arturo toscanini claudio abbado interpreten franz schuberts sinfonie b-dur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bernd Wladika (Author), 2015, Arturo Toscanini und Claudio Abbado als Interpreten von Franz Schuberts Sinfonie Nr. 2 in B-Dur D 125, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/424395
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  11  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint