In der vorliegenden Arbeite werde ich, weitestgehend auf Wolfgang Hilligen beruhend, das didaktische Prinzip der Problemorientierung erläutern. Anschließend werde ich zur Veranschaulichung des Konzeptes ein Beispiel illustrieren, um aufzuzeigen wie problemorientiertes Lernen im Politikunterricht aussehen kann. Daraufhin werde ich im Rahmen dieser Arbeit die Möglichkeiten und die Schwierigkeiten u.a. in der Umsetzung des problemorientierten Lernens aufzeigen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Problemorientierung
3. Problemorientierter Unterricht am Beispiel der individuellen Müllproduktion
4. Möglichkeiten und Schwierigkeiten der Problemorientierung
4.1. Möglichkeiten (Vorteile) des problemorientierten Unterrichts
4.2. Schwierigkeiten (Nachteile) des problemorientierten Unterrichts
5. Fazit
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Diese Arbeit untersucht das didaktische Prinzip der Problemorientierung im Politikunterricht, beleuchtet dessen theoretische Grundlagen sowie praktische Anwendungsmöglichkeiten und analysiert kritisch die damit verbundenen Chancen und Herausforderungen für den Lernprozess.
- Grundlagen der Problemorientierung in der politischen Bildung
- Existenzielle Probleme und Schlüsselprobleme nach Wolfgang Hilligen und Wolfgang Klafki
- Didaktische Strukturierung durch den "doppelten Methodenbegriff"
- Praktische Umsetzung am Beispiel der Müllproduktion
- Analyse von Vor- und Nachteilen (Zeitstruktur, Komplexitätsreduktion, Lernmotivation)
Auszug aus dem Buch
3. Problemorientierter Unterricht am Beispiel der individuellen Müllproduktion
Im Folgenden werden ich das didaktische Prinzip der Problemorientierung anhand eines Beispiels veranschaulichen und aufzeigen wie gewählte Themen respektive Probleme methodisch zu bearbeiten sind, um den Anforderungen des problemlösenden Lernens gerecht zu werden. Die methodischen Schritte im Politikunterricht werden als „Artikulationsschemata“ bezeichnet (May 2011, 123). In Bezug auf unser Thema ist die Problemlösungsmethode hervorzuheben, wodurch Probleme definiert, Hypothesen gebildet und mögliche Lösungen überprüft werden (May 2011, 123). Sie dient als eine Art Leitfaden beim Bearbeiten von (existenziellen) Problemsituationen (vgl. May 2011, 131). Bspw. stellt das Thema Müll ein Problem dar, da jedes Individuum Müll produziert und daher das Thema realitätsnah ist (vgl. May 2011, 131). Da jedes Individuum Müll produziert, stellt das Thema Müll somit ein realitätsnahes Problem dar. Das Thema „Müll“ eignet sich hierfür, weil sich in diesem Thema ein existentielles Problem verbirgt, nämlich die Umweltzerstörung (vgl. Gagel 1994, 20). Die „Konfrontation mit […] geeigneten [Lebens-]Situation[en]“ fungiert auch als eine Hilfestellung für die Reproblematisierung der zu erlernenden „Kulturgütern“ (May 2011, 133). Infolgedessen soll die „objektive Betroffenheit in eine subjektive verwandelt werden“ (May 2011, 133).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Konzept der Problemorientierung ein, begründet die Relevanz der Untersuchung angesichts aktueller didaktischer Diskussionen und erläutert das methodische Vorgehen.
2. Problemorientierung: Dieses Kapitel definiert das Konzept der Problemorientierung im Kontext der politischen Bildung und arbeitet theoretische Grundlagen sowie Kriterien wie Praxisrelevanz und existenzielle Betroffenheit heraus.
3. Problemorientierter Unterricht am Beispiel der individuellen Müllproduktion: Hier wird das Prinzip der Problemorientierung durch eine konkrete Anwendung auf das Thema Müll sowie die Erläuterung methodischer Dreischritte zur Problemlösung veranschaulicht.
4. Möglichkeiten und Schwierigkeiten der Problemorientierung: Dieses Kapitel analysiert die pädagogischen Potenziale wie Motivationssteigerung und Kompetenzerwerb sowie die praktischen Hürden wie Zeitmanagement und Problematiken der Komplexitätsreduktion.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz des problemorientierten Lernens zusammen und prognostiziert dessen anhaltende zentrale Rolle für die zukünftige Didaktik der politischen Bildung.
Schlüsselwörter
Problemorientierung, politische Bildung, Politikunterricht, problemlösendes Lernen, existenzielle Probleme, Schlüsselprobleme, Methodenbegriff, Handlungsorientierung, Kompetenzerwerb, Müllproduktion, Didaktik, Politikzyklus, kognitiver Konflikt, Lernmotivation, schülerorientierter Unterricht.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das didaktische Konzept der Problemorientierung im Rahmen der politischen Bildung und analysiert dessen theoretischen Hintergrund sowie die praktische Umsetzung im Schulunterricht.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Schwerpunkte sind die theoretische Fundierung des problemorientierten Lernens, die methodische Strukturierung von Politikunterricht sowie eine kritische Abwägung von Vor- und Nachteilen dieser Lernform.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, das didaktische Prinzip der Problemorientierung zu erläutern, anhand eines konkreten Praxisbeispiels zu veranschaulichen und eine fundierte Einschätzung über dessen Möglichkeiten und Schwierigkeiten im Schulalltag zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein theoretischer Ansatz gewählt, der sich auf etablierte didaktische Fachliteratur (u.a. Hilligen, Gagel, May) stützt, um das Konzept der Problemorientierung zu analysieren und ein anschauliches Fallbeispiel zur Anwendung zu bringen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Theoriebildung zu politischer Problemorientierung, eine exemplarische methodische Bearbeitung am Beispiel der Müllproduktion sowie eine kritische Untersuchung der Chancen und Barrieren im Unterrichtsalltag.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Problemorientierung, politische Bildung, Handlungsorientierung, existenzielle Probleme und didaktische Kompetenz charakterisieren.
Welche Bedeutung hat der „doppelte Methodenbegriff“ nach Hilligen in dieser Arbeit?
Der Begriff dient als wichtiges theoretisches Instrument, um sowohl die Erschließung unbekannter Wissensgebiete als auch die unterrichtliche Organisation der Denkprozesse zu strukturieren und so das Lernen effektiv zu gestalten.
Warum wird das Thema „Müllproduktion“ als Fallbeispiel gewählt?
Das Thema wird gewählt, da es hohe Alltagsrelevanz besitzt, ein existentielles Problem (Umweltzerstörung) direkt betrifft und sich somit ideal eignet, um objektive Problemlagen in subjektives Bewusstsein der Lernenden zu überführen.
- Quote paper
- Altay Siakiroglou (Author), 2015, Das didaktische Konzept der Problemorientierung. Problemorientiertes Lernen im Politikunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/424250