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Nationalitätenkonflikte in Europa. Ansätze einer Nationalitätenpolitik in der Europäischen Union

Title: Nationalitätenkonflikte in Europa. Ansätze einer Nationalitätenpolitik in der Europäischen Union

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 23 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Cindy Susann Leister (Author)

History of Europe - Newer History, European Unification

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Summary Excerpt Details

Einleitung

Nach dem Untergang der Sowjetunion ist die weltpolitische Ostgrenze Europas beseitigt. Die politische Geographie Europas hat sich von Grund auf verändert. Auch die Grenzen der Europäischen Union werden sich in Kürze nach Osten hin verschieben und weitere zehn Staaten werden den Mitgliederkreis von 15 auf 25 erhöhen. Mit jedem Beitritt nimmt die kulturelle Vielfalt zu und es erhöht sich die kulturelle Distanz zwischen den verschiedenen Nationalitäten, so dass Gegensätze zum Vorschein kommen. Wo Gegensätze und teils auch Konflikte zwischen Nationalitäten ausbrechen, teilen sich die verschiedenen Nationalitäten innerhalb von Staatsgrenzen in Minderheiten und Mehrheiten. Während der Nationalitätenfrage in der Nachkriegszeit keine große politische Brisanz zugeschrieben wurde, änderte sich diese Einstellung langsam durch die Auflösung des Ostblocks und erst recht durch die Diskussion der Aufnahme der ehemaligen Ostblockstaaten in die Europäische Union. Europa ist also gekennzeichnet von dem geschichtlich bedingten Umstand, dass es, wenn überhaupt, nur sehr wenige Staaten gibt, die in ethnischer, linguistischer oder religiöser Sicht wirklich als homogen zu bezeichnen sind (Hofmann 1999: 842). Diese Heterogenität wurde während des Ost-West-Konflikt in den Hintergrund gestellt, da es primär galt interne Kräfte zu vereinigen, um gegen die externe Gefahr anzukommen. Wenn Georg Brunner (1993: 7) schreibt, dass „die Nationalitäten- und Minderheitenproblematik den Osten und Südosten Europas bis zum Zweiten Weltkrieg beherrschte und durch die totalitäre Herrschaft des Kommunismus unterdrückt, aber in keinem Fall gelöst wurde“, so gilt das nicht nur für diese Region. In dieser Arbeit stehen weniger die Nationalitätenkonflikte in Europa selbst im Vordergrund, als die aus den Konflikten resultierenden Auseinandersetzungen um die Anerkennung von Minderheiten, bzw. die Durchsetzung ihrer Rechte. Die Arbeit wird die Entwicklung des Minderheitenschutzes in Europa erörtern und zukünftige Wege diskutieren.
Im ersten Teil dieser Arbeit sollen zunächst die Grundzüge der Nationalitätenproblematik besprochen werden. Viele Begriffe sind ideengeschichtliche Konstrukte. Zu Beginn ist deshalb die begriffliche Präzisierung wichtig, damit die den verwendeten Begriffen zugeschriebenen Vorstellungsinhalte deutlich werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Gründzüge: Menschengruppen und Herrschaftsverbände

a) Nation

b) Nationalität und Minderheit

c) Herrschaftsverbände

III. Nationalitäten und Minderheitenschutz in Europa:

a) Minderheitenschutz und Selbstbestimmungsrecht

b) Ursprünge des Minderheitenschutzes in Europa

c) Minderheitenschutz innerhalb der Vereinten Nationen

d) Minderheitenschutz im KSZE/OSZE Prozess

e) Minderheitenschutz im Rahmen des Europarates

IV. Ansätze einer Nationalitätenpolitik in der Europäischen Union

V. Staatenverbindungen als Lösung von Nationalitätenproblemen

VI. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und Bedeutung des Minderheitenschutzes in Europa vor dem Hintergrund der durch den Zusammenbruch des Ostblocks veränderten politischen Landschaft und den daraus resultierenden Nationalitätenkonflikten. Das zentrale Ziel besteht darin, die Ansätze einer Nationalitätenpolitik zu erörtern und zu analysieren, inwieweit unterschiedliche staatsrechtliche Modelle als Lösungsstrategien für die Koexistenz verschiedener Nationalitäten innerhalb Europas dienen können.

  • Grundlagen der Begriffe Nation, Nationalität und Minderheit
  • Historische und rechtliche Entwicklung des europäischen Minderheitenschutzes
  • Die Rolle der Vereinten Nationen, des KSZE/OSZE-Prozesses und des Europarates
  • Politische Herausforderungen einer Nationalitätenpolitik innerhalb der Europäischen Union
  • Staatenverbindungen (Föderation und Konföderation) als Instrumente der Konfliktlösung

Auszug aus dem Buch

b) Minderheitenschutz innerhalb der Vereinten Nationen

Obwohl die Vereinten Nationen schon sehr früh nach ihrer Gründung eine „Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermords“ verabschiedeten, wurde der Minderheitenschutz nicht in die Satzung mit aufgenommen. Denn der Minderheitenschutz wurde vorerst dem Ausbau des individuellen Menschenrechtsschutzes nachgestellt. Erstmals rechtlich verankert wurde der Minderheitenschutz durch Artikel 17 des „Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte“ vom 16. Dezember 1966, der besagt: „In Staaten mit ethnischen, religiösen oder sprachlichen Minderheiten darf Angehörigen solcher Minderheiten nicht das Recht vorenthalten werden, gemeinsam mit anderen Angehörigen ihrer Gruppe ihr eigenes kulturelles Leben zu pflegen, ihre eigene Religion zu bekennen und auszuüben oder sich ihrer Sprache zu bedienen“.

Weiterhin hat die UN Menschenrechtskommission im Februar 1992 eine Deklaration über „die Rechte von Angehörigen nationaler, ethnischer, religiöser und sprachlicher Minderheiten“ angenommen, die sich jedoch nur im Rahmen des Völkerrechts bewegt, d.h. keinen Einfluss auf die inneren Angelegenheiten von souveränen Staaten hat. Außerdem spricht sich auch die UNESCO in einer Konvention vom 14. Dezember 1960 gegen die „Diskriminierung im Unterrichtswesen“ aus und verurteilt jede Diskriminierung, jede Beschränkung oder jedes Vorrecht, das auf religiöser, sprachlicher oder ethnischer Herkunft basiert. Die Schwächen der Vorkehrungen des Minderheitenschutzes innerhalb der Vereinten Nationen erklären sich aus deren Selbstverständnis heraus. Die UNO ist eine Organisation, die aus souveränen Staaten besteht, die sich als solche gegenseitig anerkennen. Ein Eingriff in die inneren Angelegenheiten eines Staates durch die Mitgliedsstaaten würde diesem Grundverständnis widersprechen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Beschreibt die Veränderung der politischen Geographie Europas durch den Untergang der Sowjetunion und die damit verbundene Relevanz von Minderheiten- und Nationalitätenfragen.

II. Gründzüge: Menschengruppen und Herrschaftsverbände: Definiert die theoretischen Konzepte von Nation, Nationalität, Minderheit und den Zusammenhang zum Nationalstaat.

III. Nationalitäten und Minderheitenschutz in Europa: Erläutert die verschiedenen Ebenen des Minderheitenschutzes sowie deren historische Entwicklung von den Anfängen bis zu den modernen multilateralen Systemen.

IV. Ansätze einer Nationalitätenpolitik in der Europäischen Union: Analysiert die mangelnden Kompetenzen der EU im Bereich des Minderheitenschutzes und diskutiert die Asymmetrie zwischen Mitgliedsstaaten.

V. Staatenverbindungen als Lösung von Nationalitätenproblemen: Untersucht Föderation und Konföderation als strukturgebende Lösungsmodelle für das Zusammenleben mehrerer Nationalitäten.

VI. Fazit: Fasst zusammen, dass ein wirksamer Schutz nur durch das Zusammenwirken von OSZE, Europarat und EU möglich ist und die Integration von Minderheiten für das zukünftige Europa entscheidend bleibt.

Schlüsselwörter

Nationalitätenkonflikte, Minderheitenschutz, Europäische Union, Menschenrechte, Selbstbestimmungsrecht, Nationalstaat, Volksgruppe, Minderheitenrechte, OSZE, Europarat, Völkerrecht, Integration, Souveränität, Föderation, Konföderation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Problematik von Nationalitätenkonflikten in Europa und der Notwendigkeit sowie den Möglichkeiten eines rechtlichen Minderheitenschutzes.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Begriffsdefinition von Nation und Minderheit, die historische Entwicklung des Schutzes sowie die Rolle europäischer Organisationen wie der OSZE, des Europarates und der EU.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Minderheitenschutz in Europa zu erörtern und zu analysieren, wie Staatenverbindungen zur Lösung dieser nationalen Konflikte beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretisch-analytischen Aufarbeitung politikwissenschaftlicher und völkerrechtlicher Literatur und Dokumente.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die Analyse der verschiedenen europäischen Schutzebenen sowie die Untersuchung supranationaler Lösungsmodelle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Nationalitätenkonflikte, Minderheitenschutz, Souveränität, Integrationsfähigkeit und Menschenrechte.

Warum spielt der Zusammenbruch des Ostblocks für die Arbeit eine zentrale Rolle?

Er fungiert als Katalysator, der die bis dahin durch die Ost-West-Blockbildung unterdrückten Nationalitätenkonflikte in Europa wieder an die politische Oberfläche brachte.

Welche Rolle spielt die Europäische Union bei der Lösung dieser Konflikte?

Obwohl die EU keine direkten Kompetenzen für Minderheitenrechte besitzt, übt sie durch Beitrittskriterien Druck auf neue Mitgliedsstaaten aus, Minderheiten erfolgreich zu integrieren.

Inwiefern unterscheiden sich Föderation und Konföderation in Bezug auf dieses Thema?

Der Unterschied liegt im Grad der Souveränität: Bei der Föderation besitzt der Gesamtstaat Staatsqualität, während bei der Konföderation nur die Gliedstaaten über diese verfügen.

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Details

Title
Nationalitätenkonflikte in Europa. Ansätze einer Nationalitätenpolitik in der Europäischen Union
College
University of Mannheim  (Lehrstuhl für Politische Wissenschaft und Zeitgeschichte)
Course
Nationenbildung in Osteuropa
Grade
2,3
Author
Cindy Susann Leister (Author)
Publication Year
2003
Pages
23
Catalog Number
V42381
ISBN (eBook)
9783638404235
Language
German
Tags
Nationalitätenkonflikte Europa Ansätze Nationalitätenpolitik Europäischen Union Nationenbildung Osteuropa
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Cindy Susann Leister (Author), 2003, Nationalitätenkonflikte in Europa. Ansätze einer Nationalitätenpolitik in der Europäischen Union, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/42381
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