Die Förderung von Schülerinnen und Schülern gewinnt immer mehr an Bedeutung. Aus diesem Grund stellt ein individueller Förderplan und dessen Durchführung eine unumgängliche Arbeit im Lehrerberuf dar. Die vorliegende Ausarbeitung zeigt einen möglichen Ablauf einer solche Förderung auf. Um der Heterogenität der Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden bedarf es eben dieser Maßnahmen und der Kenntnis ihres Einsatzes.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Vorhandene Kompetenzen
2.1 Transkription eines Textes
2.2 Stolperwörterlesetest
2.3 Lesemodelle
2.4 Leseförderung
3. Diagnose
4. Fördersitzungen
4.1 Erste Fördersitzung
4.2 Zweite Fördersitzung
4.3 Dritte Fördersitzung
4.4 Vierte Fördersitzung
4.5 Fünfte Fördersitzung
4.6 Sechste Fördersitzung
4.7 Siebte Fördersitzung
5. Abschluss
5.1 Abschlussdiagnose und Reflexion
5.2 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit dient als Entwicklungsbericht für ein gezieltes Leseförderungsprogramm für eine Schülerin der zweiten Klasse. Ziel ist es, den individuellen Leistungsstand zu diagnostizieren, Defizite im Bereich der Leseflüssigkeit und des Textverständnisses durch gezielte, motivierende Fördersitzungen abzubauen und die Entwicklung der Schülerin im Verlauf dieser Einheiten zu evaluieren.
- Diagnostik der Lesefertigkeiten durch Transkription und standardisierte Tests.
- Anwendung theoretischer Lesemodelle auf den individuellen Lernprozess.
- Entwicklung und Umsetzung abwechslungsreicher Fördersitzungen unter Berücksichtigung der Schülermotivation.
- Förderung der Lesegenauigkeit, des Sinnverständnisses und der Lesegeläufigkeit.
- Reflexion des Lernfortschritts und abschließende Erfolgsbewertung.
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Zu Beginn meines Entwicklungsberichtes möchte ich zunächst mein Förderkind vorstellen. Sie ist sieben Jahre alt, heißt Laura¹ und geht in eine zweite Klasse an der Grundschule in A.. Laura hat keinen Migrationshintergrund. Bevor ich mit dem Diagnosetest begonnen habe, wollte ich Laura zunächst besser kennen lernen. Hierzu stellte ich ihr einige Frage, mit deren Hilfe ich dann mit Laura ins Gespräch kam. Um möglichst interessante Texte für sie aussuchen zu können, fragte ich sie nach ihren Interessen und Hobbies. Hier erzählte sie mir dann, dass sie die Schlümpfe sehr gerne mag, Fußball spielt, der Eisbär ihr Lieblingstier ist, sie sich besonders mit ihrer Schwester versteht, Pizza ihr Lieblingsessen und ihre Lieblingsfarbe pink ist. Auf Grund dessen, dass Laura gerne Fußball spielt und dies auch im Verein praktiziert, wählte ich den Text Kalle, welchen ich bereits im Grundlagenmodul des Faches Deutsch kennen gelernt habe. Dieser Text handelt von einem Mädchen, dass ein absoluter Supertorwart ist.
Laura gehört zu den schwächeren Lesern in ihrer Klasse, weshalb ich sie ausgewählt habe. Anfangs hatte sie kein großes Interesse daran, mit mir ihr Lesen zu verbessern, doch auf Grund der ansprechenden Textwahl, konnte ich sie recht schnell begeistern und es gab in den anschließenden Sitzungen keinerlei Probleme.
Im Folgenden werde ich Lauras vorhandene Kompetenzen näher beleuchten, um zu wissen, wo bei der Förderung angesetzt werden muss.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung des Förderkindes Laura sowie Darstellung der Motivation und Auswahl des Textmaterials für die erste Diagnose.
2. Vorhandene Kompetenzen: Detaillierte Analyse von Lauras Ausgangslage mittels Transkription, Stolperwörterlesetest und theoretischer Einordnung durch Lesemodelle.
3. Diagnose: Interpretation der Testergebnisse zur Identifikation des aktuellen Leistungsstands und der nächsten notwendigen Lernschritte.
4. Fördersitzungen: Dokumentation und Reflexion von sieben aufeinanderfolgenden Fördereinheiten inklusive der verwendeten Methoden und Übungsschwerpunkte.
5. Abschluss: Zusammenfassende Evaluation durch eine Abschlussdiagnose und Reflexion des gesamten Förderprozesses sowie ein persönliches Fazit.
Schlüsselwörter
Lesediagnose, Leseförderung, Grundschule, Lesegeläufigkeit, Textverständnis, Förderplanung, Stolperwörterlesetest, Transkription, Schriftspracherwerb, Lesemodelle, Lesemotivation, Sprachförderung, Zweitklässler, Lesefertigkeit, Entwicklungsbericht
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert einen praxisorientierten Entwicklungsbericht über die gezielte Leseförderung eines siebenjährigen Mädchens in der zweiten Klasse der Grundschule.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen sind die diagnostische Erhebung des Lesestands, die theoretische Fundierung durch Lesemodelle sowie die praktische Gestaltung und Reflexion von Fördersitzungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Erfassung und Verbesserung der Lesekompetenz des Kindes, insbesondere im Hinblick auf Lesegenauigkeit, Lesetempo und das inhaltliche Verständnis von Texten.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es werden eine Leseprobe inklusive Transkription sowie der standardisierte Stolperwörterlesetest als Diagnoseinstrumente eingesetzt, ergänzt durch die Analyse mittels Kompetenzstufenmodellen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden sieben individuelle Fördersitzungen detailliert protokolliert, reflektiert und in ihrem Erfolg hinsichtlich der Motivation und des Lernzuwachses bewertet.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?
Die wichtigsten Begriffe sind Lesediagnose, Leseförderung, Lesegeläufigkeit, Textverständnis und Förderplanung.
Welche Rolle spielt die Motivation für Lauras Fortschritt?
Die Motivation ist essenziell; da Laura Lesen anfangs als unangenehme Pflicht empfand, wurden spielerische Elemente und interessante Textinhalte gewählt, um die Lernbereitschaft signifikant zu steigern.
Warum wird das silbenweise Lesen in den späteren Sitzungen eingeführt?
Das silbenweise Lesen wurde eingeführt, um Lauras Deutlichkeit beim Vorlesen zu verbessern und ein Verschlucken von Wortteilen oder falsches Raten zu unterbinden.
- Quote paper
- Laura Volkmann (Author), 2015, Förderplan zur Steigerung der Lesekompetenz eines Grundschulkindes, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/423593