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Der Mythos des Aachener "Karlsthrons"

Title: Der Mythos des Aachener "Karlsthrons"

Term Paper , 2014 , 18 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Selina Wegener (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

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Summary Excerpt Details

Der Thron Karls des Großen weist viele Mythen auf. Dabei ist zu fragen, ob der Thron bereits zu Lebzeiten Karls in der Aachener Pfalzkapelle stand oder ob dieser erst nachträglich dort hingestellt wurde. Denn hierzu schweigen die Quellen und der Thron wird erstmals gut 100 Jahre später erwähnt. Auch das Material weist Besonderheiten auf. Dem ganzen Thron wird ein Reliquiencharakter zugesprochen. Inwieweit dies zutrifft, wird sich auch in dieser Arbeit klären.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Der Thron

III. Das Alter des Throns

III.1 War der „Karlsthron“ Karls Thron?

III.2 Warum schweigen die Quellen?

IV. Der Thron als Reliquienschatz

V. Fazit

VI. Quellen- und Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht den sogenannten „Karlsthron“ im Aachener Dom, um den Mythos um seine Entstehung und Nutzung zu entschlüsseln. Angesichts der unzureichenden Quellenlage und widersprüchlicher Forschungsergebnisse ist das primäre Ziel der Arbeit, die Problematik der historischen Einordnung sowie die Bedeutung des Thrones als Reliquie kritisch zu analysieren und Annäherungen an die wissenschaftlichen Debatten zu liefern.

  • Historische und archäologische Untersuchung des Aachener Throns
  • Kritische Analyse der Quellenlage zur Zeit Karls des Großen
  • Untersuchung der Entstehungszeit anhand naturwissenschaftlicher Methoden
  • Deutung des Thrones als Reliquie und Sekundärreliquie
  • Bewertung des Einflusses der Aachener Krönungen auf den Mythos des Thrones

Auszug aus dem Buch

II. Der Thron

Der Thron beeindruckt durch sein Aussehen, obwohl er doch für einen Thron sehr schlicht und einfach gehalten ist. Der Thron besteht aus zwei Teilen: einem Unterbau mit Treppenanlage und dem eigentlichen Thron, der aus Marmorplatten besteht. Der Nikasiusaltar, der erst später angefügt und 1305 geweiht wurde, spielt hier keine Rolle. Der Unterbau des Thrones besteht aus Kalkstein. Die Grundplatte ist aus zwei Hälften zusammengesetzt – einer kleineren östlichen und einer größeren westlichen. Diese wird von vier Steinpfeilern gehalten, welche durch ein vernietetes Kreuz miteinander verbunden sind. Die Pfeiler wiederum ruhen auf profilierten Sockeln, die direkt auf den Fußbodenplatten stehen. Davor befindet sich die Treppenanlage. Zum Thron führen über diese Treppe sechs Stufen hinauf.

Vier der sechs Stufen stammen von einer antiken Säulentrommel. Der eigentliche Thronsitz besteht aus vier Marmorplatten und einer inneren Holzkonstruktion. Mittlerweile ist die Oberfläche des parischen Marmors jedoch aufgrund von Luftschutzumbauungen während des zweiten Weltkrieges und anderen Einflüssen bräunlich verfärbt, fleckig und mit senkrechten Tropfbahnen versehen. Die Platten werden durch sechs rechtwinklig gebogene Bronzeklammern gehalten, die dann durch vier Nieten mit den Platten verbunden sind. Die Holzkonstruktion im Innern besteht aus zwei senkrechten Stützbrettern und einer darauffolgenden Sitzplatte. Die Marmorplatten des Thrones besaßen vorher eine andere Verwendung und sind dadurch nicht zum ersten Mal in Gebrauch. Dies ist durch Einritzungen sowie Gebrauchsspuren zu erkennen. Die Platten wurden mit größter Wahrscheinlichkeit als Fußbodenplatten verwendet. Darüber hinaus sind diese mit Graffiti übersät. In der Antike war es üblich, bei längeren Wartezeiten den Fußboden zur Beschriftung zu nutzen. Besonders deutlich sind ein Mühlespiel sowie eine Kreuzigungsszene zu erkennen. Allerdings gibt es bezüglich der Kreuzigungsszene zwiespältige Meinungen: Schütte erkennt dieses Graffiti klar, Lobbedey betont aber, dass zwei entscheidende Merkmale fehlen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Bedeutung des Aachener Throns und hinterfragt den Mythos um seine direkte Verbindung zu Karl dem Großen aufgrund der dürftigen Quellenlage.

II. Der Thron: Dieses Kapitel beschreibt detailliert den physischen Aufbau des Thrones, seine Materialien, die Spolienverwendung und die darauf sichtbaren Gebrauchsspuren und Graffiti.

III. Das Alter des Throns: Hier werden die Argumente für und gegen eine Datierung des Thrones in die Lebenszeit Karls des Großen sowie die Problematik der Quellenlage und der naturwissenschaftlichen Untersuchungen erörtert.

III.1 War der „Karlsthron“ Karls Thron?: Dieser Abschnitt diskutiert spezifische Indizien wie die bauliche Umgebung und die Ergebnisse dendrochronologischer Analysen hinsichtlich einer Nutzung zu Lebzeiten Karls.

III.2 Warum schweigen die Quellen?: Dieser Teil analysiert das „argumentum ex silentio“ und geht der Frage nach, warum zeitgenössische Chronisten den Thron nicht erwähnten.

IV. Der Thron als Reliquienschatz: Das Kapitel erläutert, warum dem Thron aufgrund seiner Provenienz und der Aufbewahrung weiterer Reliquien wie der Stephansburse eine besondere sakrale Bedeutung zugeschrieben wurde.

V. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und stellt fest, dass trotz fehlender zeitgenössischer Belege der Status des Thrones als Reliquie und seine Bedeutung für die Aachener Krönungstradition fest verankert sind.

VI. Quellen- und Literaturverzeichnis: Dieses Verzeichnis listet sämtliche verwendeten Primärquellen und Sekundärliteratur auf, die der Untersuchung zugrunde liegen.

Schlüsselwörter

Karlsthron, Aachener Dom, Karl der Große, Reliquie, Sekundärreliquie, Mittelalter, Krönung, Baugeschichte, Marmor, Spolien, Archäologie, Quellenanalyse, Widukind von Corvey, Einhard, Stephansburse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den „Karlsthron“ im Aachener Dom und analysiert kritisch, inwieweit dieser tatsächlich auf Karl den Großen zurückzuführen ist und warum er als Reliquie verehrt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind die historische Baugeschichte des Thrones, die kritische Quellenforschung zum Mittelalter, naturwissenschaftliche Datierungsmethoden sowie die sakrale Bedeutung des Objekts als Reliquie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, den „Mythos“ um den Thron zu entschlüsseln, die Widersprüche zwischen Forschungsergebnissen und Quellenlage aufzuzeigen und zu bewerten, warum der Thron trotz fehlender schriftlicher Belege als legitimiertes Herrschafts- und Reliquienobjekt gilt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit nutzt eine interdisziplinäre Vorgehensweise, die historische Quellenanalyse (z.B. Einhard, Widukind von Corvey) mit archäologischen Befunden und naturwissenschaftlichen Datierungsergebnissen (Dendrochronologie, C-14-Analyse) kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine physische Beschreibung des Thrones, die Diskussion seiner Entstehungszeit, die Erörterung der Quellenproblematik und eine Untersuchung des Reliquiencharakters, inklusive der Bedeutung der Stephansburse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Karlsthron, Aachener Dom, Karl der Große, Reliquie, Baugeschichte, Quellenlage und mittelalterliche Krönungstradition.

Warum wird der Thron oft als „Karlsthron“ bezeichnet, obwohl es keine Beweise gibt?

Der Name resultiert aus einer langjährigen Tradition und dem Bedürfnis, die Krönungsorte mit der Person Karls des Großen zu verknüpfen, was durch seine Heiligsprechung 1165 und die Nutzung des Thrones durch spätere Könige weiter verstärkt wurde.

Welche Rolle spielt der sogenannte „porticus“ in der Diskussion?

Der „porticus“ wird von Einhard erwähnt, um eine Verbindung zwischen den Gemächern und der Kirche zu beschreiben. Die Forschung debattiert, ob dieser direkte Zugang zur Empore als Beweis für die Anwesenheit Karls auf dem Thron dienen kann.

Wie beeinflussen die Graffiti auf den Marmorplatten die historische Einschätzung?

Die Einritzungen und Graffiti, wie Mühlespiele, belegen, dass die Marmorplatten Spolien aus einem antiken Kontext sind, die für den Thronbau wiederverwendet wurden, was für die historische Forschung einen wichtigen Hinweis auf die Provenienz der Materialien liefert.

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Details

Title
Der Mythos des Aachener "Karlsthrons"
College
RWTH Aachen University
Grade
2,3
Author
Selina Wegener (Author)
Publication Year
2014
Pages
18
Catalog Number
V419713
ISBN (eBook)
9783668701755
ISBN (Book)
9783668701762
Language
German
Tags
mythos aachener karlsthrons
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Selina Wegener (Author), 2014, Der Mythos des Aachener "Karlsthrons", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/419713
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