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Zur geschlechtlichen Differenz emotionalen Ausdrucks im Internet

Eine Fallstudie

Title: Zur geschlechtlichen Differenz emotionalen Ausdrucks im Internet

Case Study , 2018 , 25 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Marco Hauptmann (Author), Severin Sobetzko (Author), Dario Schnabel (Author), Börge Dietrich (Author)

Sociology - Social System and Social Structure

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Summary Excerpt Details

Emotionen haben seit Anbeginn wissenschaftlicher Arbeit einen schweren Stand. Die Aufklärung richtete sich gen der Vernunft, Emotionen verwies man in die Schatten, als Randnotizen menschlichen Seins und wissenschaftlichen Interesses. Emotionen, wenn sichtbar, galten in der Nachkriegszeit noch als „Symptome [. . . ] politischer und sozialer Pathologien“ (Biess and Gross, 2014), Anomalien ohne zentrale Rolle im gesellschaftlichen und menschlichen Sein. Dominante Gedankenrichtungen wie der Behaviorismus und Modernisierungstheorien verwarfen Emotionen regelrecht als Nichtigkeit, selbst die Soziologie, wenngleich geringfügig gutmütiger im Umgang mit Emotionen, maß diesen wenig Bedeutung zu und sperrte sie in die heimelige Sphäre von Familie und Freundschaft. Dem Paradigma nach waren Emotionen etwas Unkontrollierbares, Destabilisierendes, Irrationales, das der menschlichen Vernunftbegabung zuwiderläuft und in Schach gehalten werden muss (Biess and Gross, 2014).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theorie und empirische Ergebnisse

2.1 Theorie zur Geschlechterdifferenz im emotionalen Ausdruck

2.2 Empirische Ergebnisse zur Geschlechterdifferenz im emotionalen Ausdruck (Alltag)

2.3 Empirische Ergebnisse zur Geschlechterdifferenz im emotionalen Ausdruck (Web)

3 Fallstudie

3.1 Methode und Hypothese

3.2 Analyseergebnisse

3.3 Limitierung der Fallstudie

4 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die geschlechtsspezifischen Unterschiede im emotionalen Ausdruck, insbesondere in Bezug auf die Nutzung von Emoticons in digitalen sozialen Medien. Dabei wird analysiert, ob sich traditionelle, alltägliche Rollenbilder und Kommunikationsmuster in der Online-Welt reproduzieren oder transformieren.

  • Soziologische Grundlagen der Emotionen und deren geschlechtsspezifische Normen
  • Empirische Forschungsergebnisse zum emotionalen Ausdruck im Alltag und Web
  • Einfluss von Geschlechterstereotypen auf die Online-Kommunikation
  • Sentimentanalyse von YouTube-Kommentaren als empirisches Fallbeispiel
  • Vergleich der Emoticon-Nutzung zwischen verschiedenen Zielgruppen

Auszug aus dem Buch

2.1 Theorie zur Geschlechterdifferenz im emotionalen Ausdruck

An dieser grundlegenden theoretischen Vorarbeit lassen sich spezifischere Ideen zur Geschlechterdifferenz im emotionalen Ausdruck mühelos anfügen. Burkes Standardwert kann man beispielsweise mit Hochschilds [Hochschild, 2012] Gefühlsregeln abdecken. Gefühlsregeln sind internalisierte, nicht zwangsläufig bewusste, kulturell-normative Richtlinien, die auftragen, wann, von wem, welche Emotionen in welchem Maße ausgedrückt und wie empfundene Erlebnisqualitäten ausgelegt werden sollten [Hochschild, 2012, S.56ff]. Die wahrgenommene oder über soziales Feedback angezeigte Verletzung einer Gefühlsregel regt zum Emotionsmanagement an, im Sinne Burkes der Output des Bewertungsprozesses, welches das Ungleichgewicht zwischen Standardwert und Input, Gefühlsregeln und empfundenes bzw. angezeigtes Abweichen, wieder austariert.

Gefühlsregeln und erwartetes Emotionsmanagement sind jedoch nicht für jedermann gleich, sondern von Gruppenzugehörigkeiten abhängig, an Status gebunden und dahingehend vor allem mit dem jeweiligen Geschlecht assoziiert [Hochschild, 2012, S.162ff]. Es wird eher als peinlich und unmännlich angesehen, wenn ein Mann wegen einer Verletzung zu weinen beginnt, während dies bei einer Frau mit der angedachten Rolle des zarten Geschlechts konform geht und entsprechend seltener als unangemessen betrachtet werden würde. Im Gegenzug wirkt es unziemlich, wenn eine Frau einen Wutanfall demonstriert, während dies bei einem Mann eher als legitim oder typisch angesehen wird. Unterm Strich sind Frauen in diesem Spiel der Emotionen benachteiligt, denn sie sind an mehr Gefühlsregeln gebunden und zu aufwendigerem Emotionsmanagement gezwungen [Hochschild, 2012, S.162ff].

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einführung beleuchtet den Wandel der wissenschaftlichen Wahrnehmung von Emotionen und führt die Forschungsfrage ein, ob geschlechtsspezifische Unterschiede im emotionalen Ausdruck online reproduziert werden.

2 Theorie und empirische Ergebnisse: Dieses Kapitel arbeitet den theoretischen Hintergrund zu Gefühlsregeln auf und fasst den aktuellen Forschungsstand zu emotionalen Differenzen zwischen den Geschlechtern sowohl im Alltag als auch im Internet zusammen.

3 Fallstudie: Hier wird eine empirische Sentimentanalyse von YouTube-Kommentaren durchgeführt, um die Hypothese zu prüfen, dass Frauen online mehr Emoticons zur emotionalen Äußerung nutzen als Männer.

4 Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und stellt fest, dass sich traditionelle Geschlechterstereotype im emotionalen Ausdruck auch in digitalen Räumen weitgehend reproduzieren.

Schlüsselwörter

Emotionen, Geschlechterdifferenz, Internet, Soziologie, Gefühlsregeln, Sentimentanalyse, YouTube, Emoticons, Geschlechterrollen, Online-Kommunikation, Emotionsmanagement, Stereotype, digitale Identität, soziale Medien, Ausdrucksverhalten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob und wie sich geschlechtsspezifische Unterschiede im Ausdruck von Emotionen in digitalen Umgebungen wie YouTube zeigen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf soziologischen Emotionstheorien, der Rolle von Geschlechterstereotypen und der Analyse von emotionaler Kommunikation mittels Emoticons.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Untersuchung geht der Frage nach, ob das Internet die klassischen geschlechtlichen Differenzen im emotionalen Ausdruck überwindet oder ob diese lediglich reproduziert werden.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewendet?

Es wurde eine quantitative Sentimentanalyse von YouTube-Kommentaren zweier unterschiedlicher Videokategorien durchgeführt, um die Nutzung von Emoticons nach Geschlecht zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung von Gefühlsregeln und eine empirische Fallstudie, die das Nutzungsverhalten von Emoticons in verschiedenen Kommentarsparten auswertet.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Emotionen, Geschlechterrollen, Sentimentanalyse, Emoticons und Online-Kommunikation.

Warum wurde für die Fallstudie YouTube als Quelle gewählt?

YouTube bietet durch die Kommentarsparten eine zugängliche Quelle für digitale Interaktionen, in denen Nutzer ihre Emotionen durch Text und Emoticons direkt äußern.

Was sind die wesentlichen Einschränkungen der durchgeführten Studie?

Die Autoren weisen darauf hin, dass die Stichprobe durch die Videoauswahl selektiert ist und der emotionale Gehalt der unterschiedlichen Videos nicht identisch ist, was die Ergebnisse beeinflussen kann.

Bestätigen die Ergebnisse die aufgestellte Hypothese?

Die Hypothese, dass Frauen online mehr Emotionen ausdrücken, wurde durch die höhere Nutzung von Emoticons tendenziell bestätigt, wobei jedoch auch unerwartete Unterschiede in der Variabilität des Emoticon-Gebrauchs auftraten.

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Details

Title
Zur geschlechtlichen Differenz emotionalen Ausdrucks im Internet
Subtitle
Eine Fallstudie
College
University of Bamberg
Grade
1,0
Authors
Marco Hauptmann (Author), Severin Sobetzko (Author), Dario Schnabel (Author), Börge Dietrich (Author)
Publication Year
2018
Pages
25
Catalog Number
V419570
ISBN (eBook)
9783668683846
ISBN (Book)
9783668683853
Language
German
Tags
differenz ausdrucks internet eine fallstudie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marco Hauptmann (Author), Severin Sobetzko (Author), Dario Schnabel (Author), Börge Dietrich (Author), 2018, Zur geschlechtlichen Differenz emotionalen Ausdrucks im Internet, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/419570
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