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Minderheitenrechte und Sezession - Eine theoretische Abhandlung mit Bezugnahme auf Quebec

Title: Minderheitenrechte und Sezession - Eine theoretische Abhandlung mit Bezugnahme auf Quebec

Seminar Paper , 2005 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Wolfgang Dietz (Author)

Politics - General and Theories of International Politics

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Summary Excerpt Details

Einleitung

Seit der Besiedelung Kanadas durch die Engländer und die Franzosen im 16. Jahrhundert waren die Bemühungen groß, das Zusammenleben der verschiedenen dort lebenden Völker zu regeln. Durch immer wiederkehrende Auseinandersetzungen zwischen Frankreich und Großbritannien veränderten sich die Machtverhältnisse in den ehemaligen Kolonien in der Vergangenheit immer wieder, letztendlich konnte Großbritannien die Herrschaft in Kanada für sich gewinnen. In den letzten Jahrzehnten wurden die Bestrebungen der größten nationalen Minderheit in Kanada – den Nachkommen der französischen Siedler - nach mehr Autonomie im föderalen System Kanadas größer, um ihre Kultur und ihre Sprache besser gegen eine Überfremdung aus dem umliegenden, vorwiegend englisch geprägten Land besser schützen zu können. Trotz der Einführung vieler spezieller Rechte in Quebec sehen einige Gruppen in dort diese Rechte nicht als wirksame Instrumente zur effektiven Erhaltung der Kultur und der Sprache, sie fordern stattdessen einen Austritt Quebecs aus dem kanadischen Föderalismus und die Gründung eines eigenen Staates. Es stellt sich die Frage, ob verwehrte Minderheitenrechte eine Sezession legitimieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Kanada und Quebec

2.2 Minderheitenrechte aus liberaler Sicht nach Will Kymlicka

2.3 Sezessionstheorien nach Allen Buchanan

2.3.1 Primary Rights Theories:

2.3.2 Remedial Right Only Theories

3. Fazit

3.1 Minderheitenrechte und Sezession

4. Literaturverzeichnis

4.1 Internetquellen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretische Legitimität von Sezessionen innerhalb liberaler Demokratien unter besonderer Berücksichtigung der Minderheitenrechte. Ziel ist es zu analysieren, ob der Wunsch einer kulturellen Minderheit nach staatlicher Souveränität – illustriert am Beispiel Quebecs – aus liberaler Sicht gerechtfertigt werden kann, indem die Spannungen zwischen individuellen Rechten und territorialer Integrität beleuchtet werden.

  • Grundlagen liberaler Minderheitenrechte nach Will Kymlicka
  • Historische und politische Entwicklung Quebecs in Kanada
  • Theoretische Ansätze zur Sezession von Allen Buchanan
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Legitimität von Abspaltungsbestrebungen

Auszug aus dem Buch

2.1 Kanada und Quebec

1497 landete der italienische Seefahrer John Cabot im Auftrag Englands als erster Europäer in Kanada. Eine Besiedelung durch die Engländer erfolgte jedoch nicht. 1534 nahm Jacques Cartier das Gebiet um den Sankt- Lorenz- Strom für Frankreich in Besitzt, Samuel de Champlain gründete 1608 die Stadt Quebec. Das gesamte Gebiet wurde unter dem Namen „la France Nouvelle“ zur französischen Kolonie. Sie unterstand bis 1674 einer französischen Handelsgesellschaft, deren Interesse hauptsächlich darin lag, mit den Ureinwohnern Pelzhandel zu betreiben, die Anzahl der Siedler blieb jedoch gering.

Mit der Übernahme der Kolonie durch die französische Krone begann die Erschließung des Hinterlandes bis zum Mississippi. Es entstanden Befestigungen und Siedlungen bis nach Louisiana. Dies führte erstmals zu Spannungen mit den britischen Kolonien Neuenglands, da diese um den lukrativen Pelzhandel fürchteten und die Expansion ins Landesinnere abgeschnitten war. Verstärkt wurden diese Spannungen durch die Konflikte zwischen Frankreich und Großbritannien in Europa, zu blutigen Auseinandersetzungen kam es erstmals in den Stellvertreterkriegen zwischen den Wyandot- Indianern auf der französischen und den Irokesen auf der britischen Seite.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Problematik des Zusammenlebens verschiedener Kulturen in Kanada ein und stellt die zentrale Forschungsfrage, ob die Verwehrung von Minderheitenrechten eine Sezession legitimiert.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die Legitimität von Minderheitenrechten durch die Theorie von Will Kymlicka und kontrastiert diese mit den Sezessionstheorien von Allen Buchanan, angewandt auf das Fallbeispiel Quebec.

3. Fazit: Das Fazit resümiert, dass aus liberaler Sicht eine Sezession theoretisch nur schwer zu legitimieren ist und weist darauf hin, dass die Verletzung von Minderheitenrechten eher Forderungen nach deren Modifizierung rechtfertigt als eine staatliche Abspaltung.

4. Literaturverzeichnis: Dieses Kapitel listet die wissenschaftliche Fachliteratur sowie die verwendeten Internetquellen auf, die zur theoretischen Fundierung und Analyse der Arbeit herangezogen wurden.

Schlüsselwörter

Minderheitenrechte, Sezession, Kanada, Quebec, Will Kymlicka, Allen Buchanan, Liberalismus, kultureller Kontext, politische Selbstbestimmung, föderales System, Staatsgebiet, territoriale Souveränität, politische Legitimität, Autonomie, soziale Gerechtigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob die Abspaltung einer Region (Sezession) aus einer liberalen theoretischen Perspektive gerechtfertigt werden kann, wenn eine Minderheit ihre kulturelle Identität bedroht sieht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen liberale Theorien über Minderheitenrechte, insbesondere der Schutz des kulturellen Kontextes, sowie verschiedene philosophische Ansätze zur Begründung von Sezessionsrechten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob die Verwehrung von Minderheitenrechten eine Sezession legitimiert und wie dieses Spannungsfeld zwischen Minderheitenschutz und staatlicher Integrität liberal aufgelöst werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Abhandlung, die durch eine kritische Auseinandersetzung mit der Fachliteratur von Theoretikern wie Kymlicka, Buchanan und Wellman sowie die Anwendung auf ein empirisches Fallbeispiel erfolgt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Analyse Kanadas und Quebecs, die Erläuterung der liberalen Theorie zu Minderheitenrechten nach Kymlicka sowie die Darstellung der Sezessionstheorien nach Buchanan inklusive einer kritischen Bewertung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Minderheitenrechte, Sezession, Liberalismus, kultureller Kontext, politische Selbstbestimmung und staatliche Souveränität.

Warum wird Quebec als empirisches Fallbeispiel gewählt?

Quebec dient als prominentes Beispiel für eine nationale Minderheit innerhalb eines föderalen Systems, die aufgrund ihrer spezifischen kulturellen und sprachlichen Identität wiederholt Autonomie fordert und über eine Sezession debattiert.

Was ist das Hauptergebnis bezüglich Quebec?

Die Analyse kommt zu dem Schluss, dass Quebec nach den untersuchten liberalen Theorien (Primary Rights sowie Remedial Right Only Theories) derzeit kein theoretisch fundiertes Recht auf Sezession besitzt.

Was schlägt der Autor als Alternative zur Sezession vor?

Anstatt einer Sezession, die theoretisch schwer zu rechtfertigen ist, sollten diskriminierende politische Zustände durch gezielte Modifizierungen und die Gewährung legitimer Minderheitenrechte innerhalb des bestehenden föderalen Rahmens angegangen werden.

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Details

Title
Minderheitenrechte und Sezession - Eine theoretische Abhandlung mit Bezugnahme auf Quebec
College
University of Heidelberg  (IPW)
Course
Proseminar
Grade
1,3
Author
Wolfgang Dietz (Author)
Publication Year
2005
Pages
18
Catalog Number
V41909
ISBN (eBook)
9783638400695
Language
German
Tags
Minderheitenrechte Sezession Eine Abhandlung Bezugnahme Quebec Proseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Wolfgang Dietz (Author), 2005, Minderheitenrechte und Sezession - Eine theoretische Abhandlung mit Bezugnahme auf Quebec, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/41909
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