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Regenbogentutu und Werkzeuggürtel. Genderpädagogik im Elementarbereich

Das Gender-Mainstreaming aus der Perspektive pädagogischer Fachkräfte

Titel: Regenbogentutu und Werkzeuggürtel. Genderpädagogik im Elementarbereich

Zwischenprüfungsarbeit , 2017 , 32 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Lena Hübler (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

"Break gender stereotypes, give talent a chance." Dies ist der Slogan einer Kampagne, welche die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen in Europa jenseits von Geschlechtsstereotypen unterstützt. Die Vielfalt und Diversität wird in der heutigen Gesellschaft reichlich thematisiert, trotzdem fallen Personen oder Gruppen, welche die typischen Geschlechtervorstellungen nicht erfüllen, auf.

Geschlechtsstereotype sind Teil eines Kategorisierungsprozesses, welcher die Interaktion und Handlungsfähigkeit der Individuen in der Gesellschaft unterstützt. Das Individuum ordnet seine Mitmenschen und sich selbst sozialen Gruppen zu. Die Selbstkategorisierung beispielsweise bildet die Basis der sozialen Identität, einen Teil des Selbstbildes, eines jeden Menschen. Die Genderthematik greift diese Stereotypisierung auf und möchte Chancengleichheit für alle Geschlechter in der Gesellschaft erwirken. Sie ist in der heutigen Gesellschaft breit aufgestellt und viel diskutiert.

Bereits Simone de Beauvoir thematisiert Gender in ihrem Buch "Das andere Geschlecht" aus dem Jahr 19494 und weiterhin ist Gender auch heute noch äußerst relevant in der Gesellschaft. Kindertagestätten sind meist die ersten außerfamilialen Sozialisationsinstanzen und haben ebenfalls Einfluss auf die zukünftige Entwicklung der Individuen und somit der Gesellschaft. Kinder befinden sich in einer sensiblen Phase der Sozialisation und das unmittelbare Lebensumfeld stellt einen wichtigen Einflussfaktor auf die Entwicklung ihrer Persönlichkeit, sowie die spätere Integration in die Gesellschaft dar. Die starke weibliche Ausprägung in Kindertagestätten hemmt ein alternatives Erfahrungsfeld für die Kinder und fördert stereotype Rollenbilder, wie die Zuständigkeit der Frau und der mütterlichen Fürsorge.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Genderpädagogik – Ein Forschungsüberblick

3 Genderpädagogik und Gender-Mainstreaming

3.1 Die Kindertagesstätte als Sozialisationsinstanz

3.2 Soziale Kategorien, Rollenbilder und menschliche Wahrnehmung

3.3 Doing und undoing Gender

3.4 Genderpädagogik und ihre Umsetzung

3.5 Gender zwischen Raum und Zeit

3.6 Anti-Gender-Bewegung

4 Methodische Vorgehensweise

5 Auswertung der Fragebögen

5.1 Verständnisüberblick

5.2 Genderpädagogische Arbeit

5.3 Positionierung und Meinungsbild

6 Interpretation der Ergebnisse

7 Resümee

8 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die praktische Umsetzung der Genderpädagogik sowie die Haltung des pädagogischen Fachpersonals gegenüber Gender-Mainstreaming in einer Kindertagesstätte. Ziel ist es, das Bewusstsein für geschlechterbewusste Erziehung zu schärfen und als Grundlage für eine reflektierte pädagogische Neuausrichtung zu dienen.

  • Theoretische Fundierung der Genderpädagogik im Elementarbereich.
  • Analyse der Kindertagesstätte als frühkindliche Sozialisationsinstanz.
  • Empirische Befragung des Fachpersonals zu Rollenbildern und Genderkompetenz.
  • Vergleich von Gender-Mainstreaming-Einstellungen in verschiedenen Altersgruppen (U3/Ü3).
  • Identifikation von Barrieren bei der Umsetzung geschlechterbewusster Pädagogik.

Auszug aus dem Buch

3.2 Soziale Kategorien, Rollenbilder und menschliche Wahrnehmung

Die menschliche Wahrnehmung ist ein unbewusster Abgleich der tatsächlichen Realität mit seinen persönlichen Erwartungen, Erfahrungen und Empfindungen. Das Individuum konstruiert eine eigene soziale Wirklichkeit, um somit ein erfolgreiches und der jeweiligen Situation angemessenes Handeln zu gewährleisten.

In der Gesellschaft werden Kategorien bzw. Stereotype eingesetzt, um andere Individuen besser zu verstehen und einzuordnen. Die Kategorisierung erleichtert die Interaktion und Kommunikation. Die alltäglichen Handlungs- und Interaktionsprozesse werden erst durch eine vorherige Geschlechtszuordnung ermöglicht. Diese wird durch die maßgebliche binäre Geschlechteinteilung der Gesellschaft beeinflusst. Jedoch lässt dieses Ordnungssystem nur schwer „Widersprüchlichkeiten“ zu. So werden Trans- und Intersexuelle in diesem System nicht berücksichtigt und fallen aus dem Raster.

Das soziale Geschlecht ist an geschlechtstypische Rollenerwartungen und Rollenverhalten gekoppelt. Neben Verhalten, charakterisieren Frisur, Kleidung, Sprache, Mimik und Gestik die Geschlechterrollen. Gender ist eine Differenzkategorie, durch die Ungleichheit bzw. das Macht- und Herrschaftsverhältnis zwischen Mann und Frau ersichtlich wird. Das Frauenbild enthält Zuschreibungen, wie emotional, schwach, hilfsbereit und sensibel. Das Männerbild wird als stark, rational, technikinteressiert und sportlich beschrieben. Diese Zuschreibungen wirken sich auf die Fremd- und Selbstwahrnehmung eines Individuums aus und beeinflussen neben der Identitätsentwicklung und den Interaktionsmöglichkeiten auch die sozialen Chancen des Individuums in der Gesellschaft.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Genderpädagogik in Kindertagesstätten und begründet das Interesse an einer geschlechterbewussten Erziehung sowie der Untersuchung der Haltung des Fachpersonals.

2 Genderpädagogik – Ein Forschungsüberblick: Dieses Kapitel gibt einen Abriss über die wissenschaftliche Entwicklung und bedeutende Akteure der Geschlechterforschung sowie deren Rezeption in der pädagogischen Literatur.

3 Genderpädagogik und Gender-Mainstreaming: Hier werden die theoretischen Grundlagen und die Verknüpfung von Sozialisation, Identitätsentwicklung und gesellschaftlichen Rollenbildern erörtert.

4 Methodische Vorgehensweise: Dieses Kapitel erläutert das Forschungsdesign der schriftlichen Befragung des pädagogischen Fachpersonals in der Einrichtung.

5 Auswertung der Fragebögen: Die empirischen Daten werden hier dargestellt, wobei der Wissensstand und die Einstellungen der Fachkräfte aus den U3- und Ü3-Bereichen verglichen werden.

6 Interpretation der Ergebnisse: Die Ergebnisse werden mit der Fachliteratur abgeglichen, wobei Defizite in der Genderkompetenz und die Notwendigkeit einer differenzierten Reflexion deutlich werden.

7 Resümee: Das Resümee bilanziert, dass trotz grundsätzlicher Akzeptanz ein erheblicher Bedarf an Wissensvermittlung und Reflexionsmöglichkeiten für das Personal besteht.

8 Ausblick: Der Ausblick schlägt konkrete Maßnahmen wie kleine Projekte und eine konzeptionelle Schulung vor, um Genderpädagogik nachhaltig im Kita-Alltag zu verankern.

Schlüsselwörter

Genderpädagogik, Gender-Mainstreaming, Elementarbereich, Sozialisation, Rollenbilder, Geschlechtsstereotype, Genderkompetenz, pädagogisches Fachpersonal, Kindertagesstätte, Identitätsentwicklung, Doing Gender, Undoing Gender, Diskurs, Chancengleichheit, Geschlechtergerechtigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Umsetzung und Akzeptanz von Genderpädagogik in Kindertagesstätten und untersucht, wie pädagogische Fachkräfte zu Gender-Mainstreaming und geschlechtstypischen Rollenbildern stehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Sozialisation von Kindern, die Konstruktion von Geschlechterrollen (Doing Gender), die Reflexion eigener pädagogischer Haltungen und die Gestaltung eines geschlechtergerechten Kitalltags.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist die Sensibilisierung des pädagogischen Fachpersonals für das Thema Gender sowie die Erarbeitung von Ansätzen zur Verbesserung der Genderkompetenz innerhalb der Einrichtung.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine empirische Untersuchung in Form einer schriftlichen Befragung mittels Fragebögen unter dem gesamten pädagogischen Fachpersonal der Kindertagesstätte durchgeführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Forschungsüberblick und einen empirischen Teil, der die Auswertung und Interpretation der durchgeführten Fragebögen beinhaltet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Genderpädagogik, Sozialisation, Rollenbilder, Geschlechtergerechtigkeit und Genderkompetenz charakterisiert.

Wie unterscheidet sich der Wissensstand zwischen U3- und Ü3-Fachkräften?

Die Auswertung zeigt, dass Fachkräfte im Ü3-Bereich eine höhere Genderkompetenz aufweisen und das Thema als relevanter für die Sozialisation empfinden als ihre Kolleginnen im U3-Bereich.

Warum wird die Durchführung von Interviews als nicht zielführend bewertet?

Die Autorin argumentiert, dass schriftliche Fragebögen die Anonymität besser wahren und dem Personal mehr Freiraum für ehrliche, reflexive Antworten ohne Beeinflussung durch ein direktes Gegenüber bieten.

Was wird als Hindernis für die Umsetzung von Genderpädagogik identifiziert?

Zu den Hindernissen zählen fehlendes Gender-Wissen, die traditionelle Prägung durch Rollenbilder, die mangelnde Verfügbarkeit von geschlechtergerechtem Spielmaterial sowie eine teils unreflektierte Praxis.

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Regenbogentutu und Werkzeuggürtel. Genderpädagogik im Elementarbereich
Untertitel
Das Gender-Mainstreaming aus der Perspektive pädagogischer Fachkräfte
Hochschule
Internationale Berufsakademie der F+U Unternehmensgruppe Darmstadt
Note
1,3
Autor
Lena Hübler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
32
Katalognummer
V416216
ISBN (eBook)
9783668699779
ISBN (Buch)
9783668699786
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gender Sozialpädagogik Soziale Arbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lena Hübler (Autor:in), 2017, Regenbogentutu und Werkzeuggürtel. Genderpädagogik im Elementarbereich, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/416216
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  32  Seiten
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