Durch die zunehmende Globalisierung und die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien, steigt der Wettbewerbsdruck für Unternehmen. Zudem erschwert sich die Situation aufgrund des Wandels vom Verkäufermarkt zum Käufermarkt, denn der Kunde entscheidet wann er welche Produkte haben will. Durch die individuellen Kundenanforderungen wie Flexibilität, kurze Liefer- und Reaktionszeiten und niedrige Stückkosten, steigen die Ansprüche an die Unternehmen. Die Erfüllung dieser Kundenbedürfnisse ist die Voraussetzung weiterhin attraktiv zu bleiben und im Markt zu bestehen.
Infolgedessen ist eine Abwicklung der Prozesse gefragt, die bei dem Bedürfnis eines Kunden beginnt und bei der Befriedigung seiner Anforderung endet. Diese notwendige Produktivität kann erreicht werden, indem die gesamte Wertschöpfungskette betrachtet wird. Zur Überwindung derartiger Kriterien, verwenden die Unternehmen häufiger eine Methode des Lean-Managements, die sogenannte Wertstrom-Methode. Allerdings können insbesondere in der Einführungsphase, bestimmte Schwierigkeiten eintreten.
Die Herausforderung liegt darin, dass Führungskräfte und Mitarbeiter ein Gefühl der Dringlichkeit erzeugen sollten, damit eine Veränderungsdynamik entsteht. Dabei spielt die Unterstützung von Managementseiten eine sehr wichtige Rolle. Zudem können sich Markt- und Betriebsziele konkurrieren, da durch die Planung, Anpassung und Optimierung der Produktion zwar ein kontinuierlicher Prozess entsteht, jedoch hohe Laufzeiten und Aufwendungen aufweisen können.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2. Ziele der Wertstromanalyse und des Wertstromdesigns
3. Wertstromanalyse
3.1 Vorbereitung
3.2 Wertstromaufnahme
3.2.1 Material- und Informationsfluss
3.2.2 Verbesserungspotentiale
3.3 Potenziale und Grenzen
4. Wertstromdesign
4.1 Prozessgestaltung
4.2 Produktionssteuerung
4.3 Produktionsplanung
4.4 Potenziale und Grenzen
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Potenziale und Grenzen der Wertstromanalyse sowie des Wertstromdesigns als zentrale Methoden des Lean-Managements zur Steigerung der Produktivität in produzierenden Unternehmen.
- Grundlagen der Wertstromanalyse und deren Vorbereitung
- Methodik der Wertstromaufnahme und Materialflussbetrachtung
- Ansätze des Wertstromdesigns: Prozessgestaltung und Produktionssteuerung
- Produktionsplanung und Ausgleich von Produktionsmixen
- Analyse der Potenziale und kritischen Grenzen der Methoden
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Material- und Informationsfluss
Bei der Wertstromanalyse erfolgt die Erfassung des Ist – Zustandes für jede Produktfamilie einzeln. Nachdem die Produktfamilie und der Kundenbedarf festgelegt worden sind, kann die eigentliche Wertstromaufnahme beginnen.
Die Ist – Aufnahme des Wertstroms findet in der Regel im Unternehmen statt und benötigt zwei Durchgänge, um die wichtigsten Daten zu erfassen. Im ersten Durchgang werden die Produktionsprozesse und Materialflüsse aufgenommen, welche beim Versand beginnen, damit der Wertstrom aus der Kundensicht bis zum Wareneingang zurückverfolgt werden kann. Anschließend erfolgt durch die Aufnahme der Geschäftsprozesse, die Auftragsabwicklung mit dem zugehörigen Informationsfluss. Er startet an der Schnittstelle der Auftragsabwicklung, also bei der Kundenauftragsannahme. Ein Produktionsprozess wird auch als ein technischer Prozess bezeichnet, da Materialien und Teile zur Wertschöpfung bereitgestellt werden. Allerdings sind bei einer Wertstromanalyse die logistischen Prozesse wie Qualitätsprüfung und Kommissionierung ebenfalls als ein Produktionsprozess darzustellen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Dieses Kapitel erläutert den wachsenden Wettbewerbsdruck durch Globalisierung und Kundenanforderungen als Ausgangspunkt für den Einsatz von Lean-Methoden.
2. Ziele der Wertstromanalyse und des Wertstromdesigns: Es wird dargestellt, wie diese Methoden zur Visualisierung von Produktionsabläufen und zur Steigerung der Wertschöpfung beitragen.
3. Wertstromanalyse: Das Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen bei der Vorbereitung und Aufnahme des Ist-Zustands sowie die damit verbundenen Potenziale und Grenzen.
4. Wertstromdesign: Hier werden Gestaltungsprinzipien wie die Fließfertigung und Supermarkt-Pull-Systeme zur Optimierung des zukünftigen Zustands erörtert.
5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung über die Bedeutung von Führung und kontinuierlicher Verbesserung durch Wertstrommethoden ab.
Schlüsselwörter
Wertstromanalyse, Wertstromdesign, Lean-Management, Produktionssteuerung, Prozessgestaltung, Durchlaufzeit, Kundentakt, Materialfluss, Informationsfluss, Produktfamilie, Verschwendung, Fließfertigung, Supermarkt-Pull-System, Produktionsplanung, Wertschöpfungskette.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Anwendung der Wertstromanalyse und des Wertstromdesigns, um Produktionsprozesse effizienter zu gestalten und Wettbewerbsvorteile zu sichern.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zu den Kernpunkten zählen die Aufnahme des Ist-Zustands, die Identifikation von Verbesserungspotenzialen sowie die Gestaltung eines optimierten Soll-Zustands mittels Lean-Prinzipien.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, die Auswirkungen der genannten Methoden auf Unternehmen zu verdeutlichen und sowohl deren Potenziale als auch die Grenzen bei der Implementierung kritisch zu hinterfragen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die den aktuellen Stand der Methode Wertstromanalyse und Wertstromdesign auf Basis einschlägiger Fachpublikationen und Praxisbeispiele zusammenfasst.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Analyse der Ist-Situation, die Diskussion von Verbesserungspotenzialen sowie die operative Gestaltung der Soll-Produktion durch Planung und Steuerung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Wertstromanalyse, Lean-Management, Durchlaufzeit, Kundentakt, Materialfluss sowie Produktionssteuerung.
Warum ist die Wahl einer Produktfamilie so entscheidend?
Die Fokussierung auf eine Produktfamilie reduziert die Komplexität bei der Aufnahme, da Produkte mit ähnlichen Bearbeitungsschritten zusammengefasst und so effizienter analysiert werden können.
Welche Rolle spielt der Kundentakt?
Der Kundentakt dient als Leistungsvorgabe, die den Rhythmus für die Produktion bestimmt und sicherstellt, dass die Kapazitäten am tatsächlichen Kundenbedarf ausgerichtet sind.
Warum wird eine Fließfertigung nicht immer umgesetzt?
Prozesse mit sehr unterschiedlichen Zykluszeiten oder häufigen Umrüstnotwendigkeiten erschweren die kontinuierliche Fließfertigung, weshalb dort oft Supermarkt-Pull-Systeme als Puffer dienen.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2017, Potenziale und Grenzen der Wertstromanalyse und des Wertstromdesigns, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/416211