Befasst man sich mit der Vorgeschichte des Menschen, so stößt man über die Megalithbauten, also Großsteingräber und Menhire. Sie gehören zu den Hinterlassenschaften der zahlreichen Kulturen im Neolithikum. Der Begriff Megalithik stammt aus dem Altgriechischen. „Megas“ bedeutet „Groß“ und „Lithos“ steht für „Stein“. Megalith- Anlagen sind Grabanlagen oder Großsteingräber. Volkstümlich wurden diese Anlagen auch als Hünengrab bezeichnet, da nur Riesen diese diese riesigen Steine bewegt haben konnten. Die größte Konzentration von Großsteingräbern in Mitteleuropa findet man südlich und westlich von Haldensleben.
Inhaltsverzeichnis
1. Megalithik allgemein
1.1. Was heißt Megalithik?
1.2. Formen der Megalithik
1.2.1. Menhire
1.2.2. Steinreihen
1.2.3. Steinkreise
1.2.4. Dolmen
1.2.5. Ganggrab
1.2.6. Steinkiste
1.2.7. Galeriegrab
1.2.8. Funde
1.3. Entstehung und Verbreitung von Megalithik
1.4. Funktion und Bedeutung der Megalithik
1.5. Ende der Megalithkultur
2. Die Teufelsküche
2.1. Die Megalithgräber in Haldensleben
2.2. Der Weg zur Teufelsküche
2.3. Beschreibung des Grabes
2.4. Die Näpfchen auf dem Grab
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über die Erscheinungsformen, Verbreitung und kulturelle Bedeutung der Megalithik in Europa und fokussiert dabei exemplarisch auf das als „Teufelsküche“ bekannte Großsteingrab im Haldenslebener Forst, um dessen archäologische Merkmale und kulturhistorische Einordnung zu beleuchten.
- Definition und Terminologie der Megalithik
- Typologie megalithischer Bauweisen (Menhire, Dolmen, Ganggräber etc.)
- Entstehung, zeitliche Einordnung und Verbreitung der Megalithkulturen
- Religiöse und rituelle Funktionen von Megalithanlagen
- Archäologische Untersuchung der „Teufelsküche“ bei Haldensleben
Auszug aus dem Buch
1.2. Formen der Megalithik
Neben den Gräbern gibt es noch andere Formen der Megalithik, so z.B. die Menhire. Die megalithischen Bauten bestehen meistens aus Findlingen. Dies sind große Steine, welche durch die Eismassen der Eiszeit in ihre heutige Lage geschoben wurden. Dann wurden sie in einer Art Baukastensystem zusammen gefügt, wobei die Baudauer bis 12 Monate betragen konnte. Verwendet wurden häufig Gesteine wie Granit oder Sandstein. Die Grabbauten bestehen aus Wand- bzw. Trägersteinen und mindestens einem großen Deckstein. Das Zentrum bildet die Kammer. Nicht alle Gräber haben einen Zugang. Dieser hebt die einmalige Nutzung auf und sorgt für eine vielfache Nutzung des Grabes. Die Steinblöcke sind in der Regel außen unbearbeitet und innen Glatt. Die Grabkammer kann von einem Hügel bedeckt sein und von Umfassungssteinen gesäumt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Megalithik allgemein: Erläutert die Begriffsherkunft, die verschiedenen baulichen Erscheinungsformen sowie die zeitliche und räumliche Verbreitung der europäischen Megalithkulturen.
2. Die Teufelsküche: Analysiert das konkrete Fallbeispiel des Megalithgrabes im Haldenslebener Forst, einschließlich seiner baulichen Beschreibung, der historischen Nutzung und der Deutung der darauf befindlichen Näpfchen.
Schlüsselwörter
Megalithik, Großsteingräber, Menhire, Neolithikum, Haldensleben, Teufelsküche, Ganggrab, Bestattungskultur, Kultstätten, Näpfchensteine, Archäologie, Bodendenkmäler, Dolmen, Steinzeit, Vorgeschichte
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die prähistorischen Megalithbauten in Europa, deren unterschiedliche Bauformen und deren kulturgeschichtliche Bedeutung für das Neolithikum.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Typologie der Megalithanlagen, deren Verbreitung, die religiösen Aspekte der Totenkulte sowie eine detaillierte Betrachtung der Teufelsküche.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, einen Überblick über die Megalithik zu geben und diesen durch die fallstudienartige Untersuchung des Großsteingrabes „Teufelsküche“ bei Haldensleben zu konkretisieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse sowie archäologische Beschreibungen der Anlagen und des Fundortes, um den aktuellen Forschungsstand zusammenzufassen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine allgemeine Einführung in die Megalithik und eine spezifische Analyse des Standortes Teufelsküche inklusive baulicher Details und lokaler Überlieferungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Megalithik, Neolithikum, Haldensleben, Teufelsküche, Großsteingräber und Bestattungskultur charakterisieren.
Was macht die "Teufelsküche" als Grab besonders?
Sie ist ein kleines Ganggrab im Haldenslebener Forst, das nicht rekonstruiert wurde und dessen Decksteine zudem auffällige Näpfchen aufweisen, die als heidnische Kultmerkmale gedeutet werden.
Wie werden die Näpfchen auf dem Grab interpretiert?
Die Näpfchen werden primär kultisch gedeutet, möglicherweise als Opferstellen für Fette oder Kräuter, wobei astronomische Deutungen als eher unwahrscheinlich eingestuft werden.
Warum wurde die "Teufelsküche" so benannt?
Der Name leitet sich aus Sagen ab, die die Stätte als heidnische Opferstätte und später als Wohnplatz des Bösen im Kontext des christlichen Missionierungsprozesses sahen.
Welche Bedeutung hatten Megalithbauten laut der Arbeit?
Sie dienten als rituelle Begräbnisstätten, oft für kollektive Bestattungen, und fungierten zudem als Zentralheiligtümer für den Ahnenkult der damaligen Gesellschaften.
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- Monique Feistel (Author), 2017, Die "Megalithkulturen" in Europa. Zur Teufelsküche im Haldenslebener Forst, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/415680