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Der anthropologische Materialismus Feuerbachs im Spiegel der marxschen Kritik

Anschauung der Struktur der materialistischen Methode

Title: Der anthropologische Materialismus Feuerbachs im Spiegel der marxschen Kritik

Term Paper (Advanced seminar) , 2017 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Kevin-Michael Neimeier (Author)

Philosophy - Philosophy of the 20th century

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Die materialistische Theorie, sei es in Form des anthropologischen Materialismus nach Feuerbach oder des Historischen Materialismus nach Marx und Engels, gestaltet sich als ein Themenkomplex, der sich über ein breites Spektrum der Geisteswissenschaften erstreckt, damit einhergehend ein ebenso facettenreiches Feld der philosophischen Anschauungsweisen eröffnet: Philosophische, theologische, gesellschaftliche, psychologische und materielle Aspekte determinieren die Betrachtung und die aus dem Materialismus resultierende Kritik. Die Relation zwischen dem Bewusstsein, dem Geist und dem Sein, der Materie ist die Sphäre der materialistischen Reflexion. Die Grundfrage der Philosophie, mit dem Materialismus erörtert, erhält in Divergenz zu der Anschauung der spekulativen Philosophie eine neue Konnotation: Die Materie steht im Zentrum der Betrachtung. Die Bewegung der Wirklichkeit entfaltet sich aus der Materie, der Geist wird zum Produkt der materiellen Gegebenheiten. Die Schere zwischen der idealistischen und der materialistischen Auffassung ist sichtbar, doch sind es nicht ausschließlich Differenzen, die die Beziehung der beiden Theorien bestimmen. Insbesondere an den materialistischen Konzeptionen von Feuerbach und Marx kommt die gleichzeitige Nähe und Ferne der Denkrichtungen zum Vorschein und findet ihren Ausdruck.
In der Umkehrung der Anschauung der spekulativen Philosophie, dem Schließen von dem Sein auf das Bewusstsein, liegt der subversive Aspekt des Materialismus. Dieses umwälzende Moment bezieht sich jedoch nicht ausschließlich auf eine veränderte theoretisch-philosophische Betrachtungsweise, sondern ist ebenso im Praktischen, im Bereich der real existierenden Gegebenheiten, von Bedeutung: der Veränderung der bestehenden gesellschaftlichen Ordnung mittels einer unverhüllten Darstellung der Wirklichkeit. Die Kritik in Das Wesen des Christentums steht im Zeichen der Abkehr von dem hegelianischen Idealismus sowie der Überwindung christlich geprägter Anschauungen und Institutionen – der Mensch wird Ausgangspunkt der Betrachtung. Marx und Engels vollziehen in Die Deutsche Ideologie zugleich den Bruch mit dem Idealismus und dem anthropologischen Materialismus Feuerbachs. Die menschliche Tätigkeit sowie damit einhergehend die Betrachtung der historischen Voraussetzungen der gegebenen Gesellschaftsordnung stellen dabei den Kern der neuen Auslegung der materialistischen Methode dar.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Anschauung der Entwicklung der materialistischen Methode

a. Der metaphysische Materialismus

b. Der anthropologische Materialismus

c. Der Historische Materialismus

C. Zwischenfazit

D. Die materialistische Methode Ludwig Feuerbachs

a. Aspekte des anthropologischen Materialismus’

b. Feuerbach im Spiegel der marxschen Kritik

E. Der Historische Materialismus

F. Konklusion

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung und Struktur der materialistischen Methode, indem sie den Übergang vom anthropologischen Materialismus Ludwig Feuerbachs zum Historischen Materialismus von Karl Marx und Friedrich Engels analysiert und die marxsche Kritik als bewussten theoretischen Bruch herausarbeitet.

  • Chronologische Analyse der Entwicklung der materialistischen Methode seit dem 18. Jahrhundert.
  • Gegenüberstellung des metaphysischen, anthropologischen und Historischen Materialismus.
  • Untersuchung der Bedeutung von Praxis als zentralem Begriff im marxschen Denken.
  • Kritische Reflexion der Entfremdung und der gesellschaftlichen Bedingungen bei Feuerbach und Marx.
  • Analyse der marxschen Kritik an der spekulativen Philosophie und der hegelianischen Dialektik.

Auszug aus dem Buch

b. Feuerbach im Spiegel der marxschen Kritik

Sowohl die Thesen über Feuerbach als auch Die Deutsche Ideologie sind als ein Bruch zu verstehen: Marx und Engels brechen in diesen Werken mit Hegel und Feuerbach sowie mit ihren junghegelianischen Weggefährten. Die Philosophie, der Materialismus und der Idealismus sind hierbei die Felder der Betrachtung. Doch wie ist dieser Bruch zu charakterisieren? In welcher Weise findet er seinen Ausdruck?

»Wenn es stimmt, dass ein Mensch sich ebenso durch seine Brüche wie durch seine Bindungen offenbart, so kann man sagen, dass ein so anspruchsvoller Denker wie Marx sich ebenso durch seinen Bruch mit Feuerbach zeigen und offenbaren kann wie durch alle seinen weiteren Erklärungen.«

In den Thesen über Feuerbach drückt Marx in nuce seine Auffassungsweise bezüglich der Philosophie, des Materialismus, des Idealismus sowie seiner Entzweiung mit Hegel und Feuerbach aus. Anhand der Auswertung der elf Thesen soll im Folgenden die marxsche Kritik an Feuerbach sowie darauf aufbauend seine eigene Konzeption des Materialismus Ausdruck finden. Mittels dieser Kritik sollen indes weitere Aspekte des anthropologischen Materialismus dargestellt werden und Anschauung finden. Die Darstellung folgt hierbei maßgeblich der von Labica in seinem Werk Karl Marx – Thesen über Feuerbach dargelegten Analyse.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Diese Einleitung führt in das breite Spektrum materialistischer Theorien ein und umreißt die Absicht, die Nähe sowie die Brüche zwischen Feuerbachs Anthropologie und Marx' Historischem Materialismus zu beleuchten.

B. Anschauung der Entwicklung der materialistischen Methode: Das Kapitel bietet eine chronologische Übersicht über die Entwicklung des Materialismus vom metaphysischen Ansatz des 18. Jahrhunderts über Feuerbach bis hin zum Historischen Materialismus.

C. Zwischenfazit: Hier wird festgehalten, dass sowohl der feuerbachsche als auch der marxsche Materialismus ein subversives, revolutionäres Moment gegen die bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse beinhalten.

D. Die materialistische Methode Ludwig Feuerbachs: Es werden die zentralen Aspekte des anthropologischen Materialismus und die spezifische Kritik von Marx an dieser Position anhand von Schlüsseldokumenten analysiert.

E. Der Historische Materialismus: Dieses Kapitel erläutert die marxsche Konzeption der Praxis und die dialektische Methode als Instrument zur gesellschaftlichen Selbsterkenntnis und Veränderung.

F. Konklusion: Die Arbeit schließt mit einem Vergleich beider Ansätze und resümiert, dass der Historische Materialismus aufgrund seines Praxisbegriffs eine überlegene kritische Analyse der kapitalistischen Gesellschaft ermöglicht.

Schlüsselwörter

Anthropologischer Materialismus, Historischer Materialismus, Ludwig Feuerbach, Karl Marx, Praxis, Entfremdung, Dialektik, Ideologie, Philosophie, Gesellschaftsformation, Metaphysischer Materialismus, Klassenkampf, Deutsche Ideologie, Theorie und Praxis, Kritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der materialistischen Methode und analysiert den Übergang von Feuerbachs anthropologischem Materialismus zum Historischen Materialismus von Marx und Engels.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Philosophiegeschichte, die Kritik an Hegel, die Theorie der Entfremdung sowie die Rolle der menschlichen Praxis in der Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, den Bruch zwischen Feuerbach und Marx wissenschaftlich nachzuzeichnen und aufzuzeigen, wie Marx eine neue, gesellschaftsverändernde Konzeption des Materialismus entwickelte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative und chronologische Analyse zentraler Quellentexte sowie die Auswertung relevanter Sekundärliteratur zu Feuerbach, Marx und Lukács.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die historischen Entwicklungslinien der materialistischen Methode, die spezifischen Aspekte von Feuerbachs Kritik und die darauffolgende marxsche Kritik an dieser untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Materialismus, Praxis, Entfremdung, Ideologie und Dialektik charakterisiert.

Warum unterscheidet Marx den Historischen Materialismus vom anthropologischen Materialismus?

Marx kritisiert, dass Feuerbach den Menschen nur als Abstraktum betrachtet, während Marx den wirklichen Lebensprozess und die menschliche, praktisch-kritische Tätigkeit ins Zentrum stellt.

Welche Rolle spielt die "Praxis" in der Analyse?

Die Praxis ist der entscheidende Begriff, der es ermöglicht, die Welt nicht nur theoretisch zu interpretieren, sondern durch die Aufhebung gesellschaftlicher Entfremdung aktiv zu verändern.

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Details

Title
Der anthropologische Materialismus Feuerbachs im Spiegel der marxschen Kritik
Subtitle
Anschauung der Struktur der materialistischen Methode
College
University of Heidelberg  (Philosophisches Seminar)
Grade
1,3
Author
Kevin-Michael Neimeier (Author)
Publication Year
2017
Pages
19
Catalog Number
V412832
ISBN (eBook)
9783668643932
ISBN (Book)
9783668643949
Language
German
Tags
Ludwig Feuerbach Materialismus Karl Marx Louis Althusser Falko Schmieder Historischer Materialismus Anthropologischer Materialismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kevin-Michael Neimeier (Author), 2017, Der anthropologische Materialismus Feuerbachs im Spiegel der marxschen Kritik, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/412832
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