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Terrorismus im Irak: Internationaler Medienkrieg oder lokaler Befreiungskampf?

Titel: Terrorismus im Irak: Internationaler Medienkrieg oder lokaler Befreiungskampf?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2005 , 28 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Dipl. pol. Robert Kneschke (Autor:in)

Politik - Region: Naher Osten, Vorderer Orient

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Terrorismusforschung hält sich beharrlich die These, der klassische Terrorismus könne nur mit Einbeziehung der Medien gelingen (vgl. Laqueur 2001), ohne Medienberichterstattung würden terroristische Taten weitgehend ins Leere laufen (vgl. Hoffmann 2001) und Terroristen bräuchten die Medien (vgl. Hirschmann 2003).
Trotz dieser auf den ersten Blick dominierenden Meinung ist die Beziehung zwischen Medien und Terrorismus alles andere als eindimensional. Anhand des aktuellen Beispiels von Terrorismus im Irak nach dem Irak-Krieg 2003 sollen die obigen Betrachtungen einer genaueren Analyse unterzogen werden. Zum einen soll gezeigt werden, welche Aspekte bei der Betrachtung von Massenmedien und Terrorismus eine Rolle spielen, zum anderen soll anhand einer Positionsbestimmung verschiedener Gruppen im Irak sichtbar gemacht werden, dass nicht jeder Anschlag als ein Teil im Puzzle des „Internationalen Terrorismus“ zu sehen ist, sondern auch lokale Interessen verfolgt werden können. Dazu kommt, dass verschiedene im Irak aktive Gruppen ein unterschiedliches Verhältnis zu den Medien haben.
In diese Buch werden zuerst die Begriffe „Terrorismus“ und „Massenmedien“ definiert. Danach folgt eine Betrachtung, ob Medien auf Terrorismus angewiesen sind. Im Anschluss wird geschaut, ob Terroristen im Gegensatz dazu auf die Medien angewiesen sind und ob es Unterschiede hinsichtlich der terroristischen Ziele und der Medienabhängigkeit gibt.
Nach dieser allgemein gehaltenen Einleitung folgt die Untersuchung des konkreten Beispiels. Welche terroristischen Gruppen sind aus welchen Gründen und mit welchen Methoden im Irak aktiv und wie sieht dort die Medienlandschaft aus? Daraus werden Schlussfolgerungen gezogen, ob die Terroristen im Irak Massenmedien brauchen oder nicht.
Die These, Terrorismus würde ohne Massenmedien nicht funktionieren, läuft beim Beispiel Irak ins Leere. Zum einen herrscht ein anderes Medien- und Gesellschaftssystem, zum anderen ist die Zahl der Anschläge und Opfer zu hoch, um noch von „symbolischer Gewalt“ sprechen zu können.
Vielmehr haben die religiösen Führer in den einzelnen Städten oder Regionen einen größeren Einfluss darauf, wie sich die Bevölkerung den Besatzungsmächten gegenüber verhält. Eine These dieses Buches ist, dass eine Medienabhängigkeit der Terroristen eine eurozentristische Sicht ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Terrorismus und Medien

2.1 Begriffsklärungen

2.2 Brauchen Medien den Terrorismus?

2.3 Brauchen Terroristen die Medien?

3. Terrorismus im Irak

3.1 Wer sind und was wollen die Terroristen im Irak?

3.1.1 Ziele der Gruppen

3.1.2 Strategien der Gruppen

3.2 Das Mediensystem im Irak vor und nach dem Irak-Krieg 2003

3.3 Der Nutzen von Massenmedien für Terrorismus im Irak

4. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht kritisch die Beziehung zwischen Terrorismus und Massenmedien am Beispiel des Iraks nach dem Krieg von 2003. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, ob die klassische Annahme einer zwingenden Abhängigkeit von Terroristen gegenüber den Medien in diesem spezifischen Kontext Bestand hat oder ob lokale Interessen und Gegebenheiten eine andere Dynamik erzeugen.

  • Analyse des symbiotischen Verhältnisses von Medien und Terrorismus in der Theorie.
  • Untersuchung der Akteursgruppen im Irak und deren unterschiedliche Strategien und Ziele.
  • Evaluation der irakischen Medienlandschaft und ihrer Einflussmöglichkeiten.
  • Kritische Hinterfragung der eurozentristischen Sicht auf Medienabhängigkeit von Terroristen.
  • Differenzierung zwischen lokalen und internationalen terroristischen Zielen.

Auszug aus dem Buch

2.2 Brauchen Medien den Terrorismus?

Die einfache Antwort lautet: Nein. Die komplizierte Antwort lautet: Nein, aber er hilft.

Das Ziel von Massenmedien in einer marktwirtschaftlich organisierten Gesellschaft ist die Vermittlung von Nachrichten, möglichst so, dass es sich rentiert.

Zwischen dem Ereignis auf der Welt und der verbreiteten Nachricht haben die Medien zwei Regelsysteme gesetzt. Das erste ist die Selektionslogik. Sie besagt, welche Ereignisse ausgewählt werden. Einige Kriterien dafür sind die Prominenz der handelnden oder betroffenen Personen, der Überraschungswert oder die Höhe des Schadens. Das zweite ist die Präsentationslogik. Sie besagt, wie über die Ereignisse berichtet wird. Methoden dafür sind unter anderem Dramatisierung, Personifikation, Mythologisierung oder Ritualisierung (vgl. Meyer 2002, Scheidt 2003).

Viele terroristische Organisationen helfen den Massenmedien, indem sie ihre Aktionen auf diese beiden Logiken maßschneidern. Dafür haben manche sogar Pressesprecher, Medien-Komitees und inszenieren ihre Anschläge medienkompatibel (Hirschmann 2003:51, Follath:16), Osama Bin Laden hat einen eigenen Medienberater (Bergen 2003:17). Aber auch ohne Berater und Inszenierung wohnen dem Terrorismus Kriterien inne, die Journalisten die Arbeit erleichtern: Terroristen brechen gesellschaftliche Normen, richten Schaden an, überraschen mit ihren Taten und verletzen oder töten Personen, manchmal sogar Prominente. Damit helfen Terroristen den Medien, auflagenfördernde Artikel zu veröffentlichen. Laqueur fasst das zusammen: „Die Medien finden im Terrorismus alle Zutaten für eine spannende Story“ (Laqueur 2001:54).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Forschungsthesen und des methodischen Vorgehens zur Analyse der Medien-Terrorismus-Beziehung im Irak.

2. Terrorismus und Medien: Theoretische Auseinandersetzung mit Begriffsdefinitionen und der wechselseitigen Abhängigkeit von terroristischen Akteuren und journalistischen Logiken.

3. Terrorismus im Irak: Detaillierte Untersuchung der verschiedenen Widerstandsgruppen, ihrer Strategien sowie der veränderten Medienlandschaft im Irak.

4. Zusammenfassung und Fazit: Synthese der Ergebnisse, die eine eurozentristische Sichtweise bei der Annahme einer generellen Medienabhängigkeit von Terroristen nahelegen.

Schlüsselwörter

Terrorismus, Massenmedien, Irak-Krieg, Medienabhängigkeit, Kommunikationsstrategie, Medienlogik, Widerstandsgruppen, Eurozentrismus, Al-Qaida, Selbstmordanschläge, Geiselnahmen, Internet, Guerilla-Kriegsführung, Selektionslogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Wechselbeziehung zwischen Terrorismus und Medien, speziell im Kontext des Iraks nach dem Krieg von 2003, um zu prüfen, ob Terroristen zwingend auf Medienberichterstattung angewiesen sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die theoretische Definition von Terrorismus und Medien, die Analyse der verschiedenen im Irak aktiven Widerstandsgruppen sowie die Beschaffenheit der dortigen Medienlandschaft.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die gängige These zu hinterfragen, dass Terrorismus ohne mediale Verbreitung nicht existieren könne, und aufzuzeigen, dass dies eine eurozentristische Sichtweise sein könnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Fundierung durch einschlägige Literatur zum Terrorismus und kombiniert diese mit einer fallbezogenen Analyse der Situation im Irak unter Rückgriff auf Medienberichte und Expertenquellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Identität und Ziele der verschiedenen Terrorgruppen im Irak, die veränderten Bedingungen der irakischen Medienlandschaft nach 2003 und den tatsächlichen Nutzen von Massenmedien für die Erreichung terroristischer Ziele.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Terrorismus, Medienabhängigkeit, Irak-Krieg, Kommunikationsstrategie und Widerstandsgruppen.

Welche Rolle spielt das Internet in diesem Kontext?

Das Internet wird als Medium diskutiert, das es Terroristen ermöglicht, Botschaften ungefiltert an ein westliches Publikum zu richten, wobei die "Pull"-Struktur des Internets jedoch eine Einschränkung darstellt.

Wie unterscheiden sich die Ziele der Terrorgruppen im Irak?

Die Arbeit differenziert zwischen Gruppen mit lokalen, politischen Zielen (wie ehemalige Baath-Parteigänger oder Nationalisten) und Gruppen mit internationalen, religiösen Zielen (wie Al-Qaida-nahe Akteure), die den Irak als Trainingsfeld nutzen.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Terrorismus im Irak: Internationaler Medienkrieg oder lokaler Befreiungskampf?
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft)
Veranstaltung
Islamistischer Terrorismus im Spannungsfeld zwischen Transnationalität und lokaler Zielsetzung
Note
1,3
Autor
Dipl. pol. Robert Kneschke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
28
Katalognummer
V39891
ISBN (eBook)
9783638385527
ISBN (Buch)
9783638655217
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Terrorismus Irak Internationaler Medienkrieg Befreiungskampf Islamistischer Terrorismus Spannungsfeld Transnationalität Zielsetzung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dipl. pol. Robert Kneschke (Autor:in), 2005, Terrorismus im Irak: Internationaler Medienkrieg oder lokaler Befreiungskampf?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/39891
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Leseprobe aus  28  Seiten
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