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Martin Arnold und seine Filme

Title: Martin Arnold und seine Filme

Presentation (Elaboration) , 2003 , 10 Pages , Grade: gut

Autor:in: Jens-Florian Groß (Author)

Art - Photography and Film

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Summary Excerpt Details

Der 1959 geborene Filmemacher Martin Arnold studierte zunächst Psychologie und Kunstgeschichte in Wien. Ende der 80er Jahre fing er mit ersten Filmprojekten an, erstellte kleine Kurzfilme und arbeitete an Werbefilmen. Bedeutend sind jedoch vor allem vier Werke, die zwischen 1989 und heute entstanden: pièce touchée, passage á l’acte, Alone Life Wastes Andy Hardy und Deanimated. Bei all diesen Projekten arbeitete Arnold mit vorgefundenem Filmmaterial, vornehmlich aus Hollywoodfilmen der 40er bis 60er Jahre. Weiterhin ist Martin Arnold Mitbegründer des unabhängigen Filmvertriebs Sixpackfilm. Der Kritiker Akira M. Lippit beschreibt Arnolds Kino als die Gedächtnismaschine Hollywoods und unterstellt Arnold analytische Absichten im Sinne einer Psychoanalyse.1 Arnold arbeitet mit seinen Filmen die Vergangenheit Hollywoods auf, legt dabei die unbewusst eingeschriebenen Gesellschaftlichen Kodes und Verhaltensweisen bloß. So liegt hinter einer Geschlechterrelation in einem Film zugleich auch ein übergroß gezeichnetes, aber vom Filmgeschehen überdecktes, Bild des Geschlechterverständnisses der Drehzeit. Arnolds psychologische Vorbildung macht sich deutlich bemerkbar, so auch in seinen Filmtiteln: Passage a l’acte bedeutet „aus sich herausgehen“ im Sinne eines Aussetzers, so wie die impulsiven Handlungen gewalttätiger Menschen, während Pièce Touchée eine doppelte Bedeutung hat, zum einen ist es ein Ausdruck aus der Schach Terminologie: berührt ein Spieler eine der Spielfiguren, so ist er verpflichtet mit dieser Figur seinen Zug zu machen, zum anderen wählte Arnold diesen Titel, da nicht nur der Film die Spannung von Berührungen benutzt, sondern auch er selbst bei der Arbeit das Material wieder und wieder berühren musste.2 [...] 1 Vgl. Lippit, Akira M.: Martin Arnold’s Memory Machine. In: Afterimage. The Journal of Media Arts and Cultural Criticism. Vol. 24 No. 6, Rochester, NY 1997. S. 8-10. 2 Vgl. Mac Donald, Scott: Martin Arnold. In: A Critical Cinema III: Interviews with Independent Filmmakers. Berkley 1998. S.347-362.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Passage á l’acte

Exkurs: Sampling

Alone Life Wastes Andy Hardy

Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das filmische Schaffen von Martin Arnold, wobei der Fokus auf seiner dekonstruktiven Arbeitsweise mit gefundenem Filmmaterial aus Hollywoodproduktionen liegt.

  • Analyse der psychoanalytischen Ansätze in Arnolds Filmen
  • Untersuchung der Technik der Bild- und Ton-Wiederholung
  • Einordnung des Samplings als künstlerische Strategie
  • Deutung der filmischen Dekonstruktion von Rollenbildern
  • Verhältnis zwischen Avantgarde-Kino und Videoinstallation

Auszug aus dem Buch

Passage á l’acte

Martin Arnolds zweiter, 12 Minuten dauernder Film Passage á l’acte ist aus einem Ausschnitt des Hollywoodfilms To kill a mocking bird (der deutsche Titel war: Wer die Nachtigall stört) entstanden. Dieser 1962 erstaufgeführte Film erzählt eine Geschichte um einen zu unrecht angeklagten Schwarzen, in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts und thematisiert damit Rassismus und Benachteiligung der schwarzen Bevölkerung in den Vereinigten Staaten von Amerika. Arnold jedoch wollte nicht auf die Rassismusthematik rekurrieren, sondern entschied sich für diesen Ausschnitt um “...a scene of a family at the diner table, where the family, home, and gender theme could pair best with my formal ambition to work with repetitions of sounds.” zu wählen.

Die gewählte Szene ist für die eigentliche Erzählung von To kill a mocking bird nicht relevant, zeigt aber sehr deutlich das Familien- und Rollenverständnis das Hollywood in die Filme dieser Zeit einschrieb. In jener Szene wird eine Familie, bestehend aus den Eltern, einem Jungen und seiner jüngeren Schwester, am Esstisch gezeigt. Der Junge steht vor allen anderen auf und rennt nach draußen, doch der Vater ruft ihn zurück und fordert ihn auf zu warten, bis seine Schwester ebenfalls fertig ist, der Junge kehrt zurück, setzt sich und treibt die Schwester zur Eile an, diese erklärt schließlich sie sei fertig, gibt dem Vater einen Kuss auf die Wange und beide Kinder verlassen den Raum. Im Hintergrund ist für einen kurzen Moment eine schwarze Hausangestellte zu sehen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den biografischen Hintergrund von Martin Arnold und verortet ihn im Kontext der avantgardistischen Filmpraxis.

Passage á l’acte: Der Abschnitt beleuchtet Arnolds methodisches Vorgehen bei der Dekonstruktion von Filmmaterial anhand seines Werkes „Passage á l’acte“.

Exkurs: Sampling: Es wird erörtert, wie das Sampling als ästhetische Technik zur Aneignung und Umdeutung kulturellen Gedächtnisses fungiert.

Alone Life Wastes Andy Hardy: Dieser Teil analysiert, wie Arnold durch die Kombination verschiedener Filmvorlagen komplexe narrative Strukturen und ödipale Dynamiken erzeugt.

Schlussbetrachtung: Hier werden die Ergebnisse zusammengeführt und die Frage geklärt, ob Arnold Gesellschaftskritik übt oder die verborgenen Strukturen des Kinos freilegt.

Schlüsselwörter

Martin Arnold, Hollywood, Found Footage, Sampling, Filmanalyse, Psychoanalyse, Avantgardefilm, Passage á l’acte, Alone Life Wastes Andy Hardy, Filmtheorie, Dekonstruktion, Bildzitat, kulturelles Gedächtnis, Rollenbilder, Montage

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Werk des Filmemachers Martin Arnold und seine spezifische Technik, Hollywood-Filme der 40er bis 60er Jahre durch Manipulation des Bild- und Tonmaterials zu dekonstruieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Psychoanalyse des Kinos, die künstlerische Praxis des Samplings sowie die Untersuchung eingeschriebener gesellschaftlicher Codes und Rollenverständnisse in Hollywoodfilmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Arbeitsweise Arnolds offenzulegen, die darauf abzielt, das "Unbewusste" des Kinos freizulegen, indem das vorgefundene Material rhythmisch zerlegt und neu zusammengesetzt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die filmwissenschaftliche Analyse von Montage- und Dekonstruktionstechniken, ergänzt durch kunsttheoretische Einordnungen zum Thema Sampling.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Filme "Passage á l’acte" und "Alone Life Wastes Andy Hardy" detailliert besprochen sowie die theoretische Fundierung des Samplings innerhalb des künstlerischen Schaffensprozesses erläutert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Found Footage, Filmanalyse, Dekonstruktion, Psychoanalyse, Montage und Hollywood beschreiben.

Wie unterscheidet sich "Alone Life Wastes Andy Hardy" von Arnolds früheren Werken?

Dieser Film verwendet erstmals Material aus einer ganzen Filmreihe statt nur aus einer einzelnen Szene und führt eine deutliche narrative Komponente ein, die sich mit dem ödipalen Drama der Erwachsenwerdung befasst.

Welche Rolle spielt der Begriff des "Samplings" für Martin Arnold?

Obwohl Arnold primär mit analogem Filmmaterial arbeitet, entstammt seine Technik der gleichen kulturellen Praxis des spielerischen Zitierens, Reflektierens und Modulierens, wodurch er zum "DJ" des Filmmaterials wird.

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Details

Title
Martin Arnold und seine Filme
College
University of Lüneburg  (Angewandte Kulturwissenschaften)
Course
Film als Film
Grade
gut
Author
Jens-Florian Groß (Author)
Publication Year
2003
Pages
10
Catalog Number
V39229
ISBN (eBook)
9783638380607
ISBN (Book)
9783656523932
Language
German
Tags
Martin Arnold Filme Film
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jens-Florian Groß (Author), 2003, Martin Arnold und seine Filme, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/39229
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