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Die generative Theorie tonaler Musik nach Lehrdal und Jackendoff - Darstellung und Kritik

Titel: Die generative Theorie tonaler Musik nach Lehrdal und Jackendoff - Darstellung und Kritik

Seminararbeit , 2005 , 54 Seiten , Note: Sehr gut

Autor:in: Wolfgang Just (Autor:in)

Musik - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ganz allgemein wird in der Musikwissenschaft oft von Beziehungen zwischen Musik und Sprache gesprochen. Ebendiese können auf verschiedenen Ebenen hergestellt werden. Die Generative Theorie der Tonalen Musik (GTTM) nach Lerdahl und Jackendoff ist ein solcher Versuch, wobei hier als Anknüpfungspunkt die Annahme steht, dass sowohl hinter der Sprache als auch hinter der Musik ein kognitiver Mechanismus steht, der unsere Wahrnehmung prägt. Den Ausgangspunkt für die GTTM bildete die Generative Transformationsgrammatik nach Chomsky, zusammenfassend kann sie als ein Regelwerk, das jeder Sprache, egal welcher, zu Grunde liegt, beschrieben werden. Dieses Regelwerk spiegelt gleichzeitig den Kognitionsmechanismus der Sprache wieder. Lerdahl und Jackendoff versuchten, eine ebensolche generative Grundlage in der kognitiven Wahrnehmung der Musik zu finden und im Rahmen einer Theorie zu formalisieren. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es einerseits, die Theorie von Lerdahl und Jackendoff vorzustellen, wobei der Blick besonders auf die Entstehung aus den Ansätzen Chomskys heraus gelenkt werden soll. Im Anschluss daran soll diskutiert werden, inwiefern die GTTM den Anspruch einlöst, eine kognitives Modell der Musikperzeption entwickelt zu haben, was als zentrale Frage hinter dieser Arbeit erachtet werden kann.

Zur ihrer Beantwortung soll wie folgt vorgegangen werden: In einem ersten Schritt soll die Generative Transformationsgrammatik nach Chomsky dargelegt sowie an einem konkrete Beispiel illustriert werden um die Arbeitsweise der Theorie zu verdeutlichen. In einem weiteren Schritt soll aufgezeigt werden, inwiefern sie Modellcharakter für die GTTM besitzt. Die Darstellung der GTTM beginnt mit einer kurzen Einführung, der verdeutlichen soll, wie die GTTM als Theorie durch die Autoren positioniert wird um anschließend in ihrer Ausarbeitung präsentiert werden zu können. Danach sind die Voraussetzungen geschaffen, um einen eigenen Abschnitt der Kritik an der Theorie zu widmen. In einem abschließenden Kapitel wird ein Resümee gezogen und die Möglichkeit für weitere Forschungsansätze aufgezeigt. Die in der Arbeit verwendete Terminologie stützt sich auf die Übersetzungen von Cornelius Bradters1 aus dem Englischen ins Deutsche. Bradters Bearbeitung des englischen Originalstexts ist eine der einzige umfangreichere deutsche Sekundärtext zu dieser Theorie. Insofern kann seine Übersetzung als Standard erachtet werden und wurde der Einfachheit halber in dieser Arbeit übernommen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Generative Transformationsgrammatik nach Chomsky

2.1 Einführende Darstellung

2.2 Modellcharakter für die GTTM

3 Die GTTM als kognitive Theorie

4 Strukturelle Darstellung der GTTM

4.1 Arbeitsweise und Aufbau der GTTM

4.2 Die Komponenten der GTTM

4.2.1 Gruppierungsgefüge

4.2.2 metrisches Gefüge

4.2.3 Zeitenreduktion

4.2.4 Prolongationsreduktion

4.3 Praktische Anwendung der GTTM an einem Beispiel

5 Kritik an der GTTM

6 Resümee

Zielsetzung & Themen der Seminararbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Vorstellung der Generativen Theorie der Tonalen Musik (GTTM) nach Lerdahl und Jackendoff, unter besonderer Berücksichtigung ihrer theoretischen Wurzeln in der generativen Transformationsgrammatik von Noam Chomsky. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, inwiefern die GTTM den Anspruch einlösen kann, ein valides kognitives Modell der Musikperzeption darzustellen.

  • Grundlagen der Generativen Transformationsgrammatik nach Chomsky
  • Charakterisierung der GTTM als kognitive Theorie
  • Struktureller Aufbau und Komponenten der GTTM (Gruppierungs-, metrisches Gefüge, Reduktionen)
  • Kritische Analyse der methodischen Validität der GTTM
  • Diskussion über das Verhältnis von musikalischer Analyse und kognitiver Modellierung

Auszug aus dem Buch

2 Die Generative Transformationsgrammatik nach Chomsky

Das Ziel der Transformationsgrammatik nach Noam Chomsky ist es, durch ein System von expliziten Regeln das dem aktuellen Sprachgebrauch zugrunde liegende implizite Wissen von Sprache abzubilden. Das Modell bezieht sich dabei auf vom kompetenten Sprecher bewertete Daten, also auf die sprachlichen Intuitionen, die ein kompetenter Sprecher bezüglich seiner Sprache explizieren kann. Chomsky versucht, eine formalisierte allgemeine Theorie der Sprachstruktur zu konstruieren. Seine Grundannahme ist, dass eine Sprache prinzipiell in der Lage sei, unendlich viele Sätze zu produzieren. Jedoch kann kein Sprecher - sowohl aus logischen als auch aus ökonomischen Gründen – sie alle in ihrer endgültigen Form mental präsent haben. Es muss eine Vorrichtung existieren, die in der Lage ist, mit endlichen und möglichst ökonomischen Mitteln, die unendliche Anzahl möglicher Sätze zu produzieren bzw. zu verstehen.

Chomsky schlägt vor, dass diese Vorrichtung mit Hilfe eines zu Grunde liegenden, endlichen Regelsystems formal repräsentiert werden kann, das in der Lage ist, Sätze zu analysieren bzw. zu generieren. So präsentiert Chomsky in Aspekte der Syntax Theorie, einem seiner Hauptarbeiten zu diesem Thema aus dem Jahr 1963, folgende Anforderung an sein Modell: „Unter einer generativen Grammatik verstehe ich einfach ein Regelsystem, das auf explizite und wohldefinierte Weise Sätzen Strukturbeschreibungen zuordnet.“

So führen dann auch die Regeln des Modells die Oberflächenstruktur des Satzes – hierunter wird die aktuelle sprachliche Erscheinungsform verstanden - auf einfachere und allgemeinere Strukturmerkmale zurück. Diese sogenannte Tiefenstruktur stellt eine abstrakte Konstruktion, die den Inhalt des Satzes repräsentiert, dar. Die hier zu Grunde liegende Idee ist, dass sich komplexere Sätze auf einfachere Strukturen zurückführen lassen, die einer semantischen Interpretation sehr viel besser zugänglich sind, als die konkrete, unter umständen sehr komplexe Oberflächenstruktur des Satzes.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Beziehung zwischen Musik und Sprache und stellt die GTTM als kognitives Modell vor, das auf Chomskys Transformationsgrammatik basiert.

2 Die Generative Transformationsgrammatik nach Chomsky: Dieses Kapitel legt die Grundlagen von Chomskys Sprachmodell dar und untersucht dessen Modellcharakter für die GTTM.

3 Die GTTM als kognitive Theorie: Hier wird die GTTM als Versuch einer Verbindung von kognitiver Psychologie und Musikanalyse charakterisiert.

4 Strukturelle Darstellung der GTTM: Dieses Kapitel beschreibt die vier hierarchischen Komponenten der GTTM und illustriert deren Anwendung an einem konkreten Beispiel.

5 Kritik an der GTTM: Dieses Kapitel führt eine kritische Auseinandersetzung mit der methodischen Validität und dem wissenschaftlichen Anspruch der GTTM.

6 Resümee: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet den Erfolg der GTTM als kognitives Modell.

Schlüsselwörter

GTTM, Generative Theorie der Tonalen Musik, Lerdahl, Jackendoff, Noam Chomsky, Transformationsgrammatik, Musikperzeption, kognitive Theorie, Gruppierungsgefüge, metrisches Gefüge, Zeitenreduktion, Prolongationsreduktion, Strukturanalyse, musikalische Kognition, Musikpsychologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Generative Theorie der Tonalen Musik (GTTM) nach Lerdahl und Jackendoff, indem sie deren theoretische Grundlagen, ihren Aufbau und ihre kognitionswissenschaftlichen Ambitionen darstellt und kritisch hinterfragt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Chomsky'sche Transformationsgrammatik, die formale Analyse von Musikstücken durch hierarchische Regelwerke (Gruppierung, Metrik, Reduktion) sowie die Debatte über den kognitiven Wahrheitsgehalt musiktheoretischer Modelle.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Vorstellung der GTTM, wobei die zentrale Frage ist, ob die GTTM tatsächlich ein kognitives Modell der Musikperzeption darstellt oder lediglich ein formales Analysesystem bleibt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine vergleichende und kritische Analyse, indem sie die theoretischen Konzepte der GTTM präsentiert, auf Basis der Primärliteratur erläutert und anschließend anhand musiktheoretischer und kognitionspsychologischer Kritikpunkte (u.a. Bradter, Valkonen) evaluiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Herleitungen von Chomsky, die spezifischen Komponenten der GTTM (Gruppierungs-, metrisches Gefüge, Zeiten- und Prolongationsreduktion) sowie eine praktische Beispielanalyse vorgestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind GTTM, kognitive Musiktheorie, generative Grammatik, strukturelle Musikanalyse und Musikwahrnehmung.

Warum wird die GTTM kritisiert?

Kritiker bemängeln den hierarchischen Vollständigkeitsanspruch der GTTM, die methodische Schwäche in der Anwendung auf reale Musikstücke und die fragwürdigen Analogien zu linguistischen Strukturen.

Inwiefern beeinflusste Heinrich Schenker die GTTM?

Die GTTM greift auf Konzepte der Schenker-Analyse zurück, insbesondere in der Prolongationsreduktion, was von Kritikern jedoch als inkompatible Vermischung eines kognitiven linguistischen Modells mit einem künstlerischen Analyseansatz wahrgenommen wird.

Ende der Leseprobe aus 54 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die generative Theorie tonaler Musik nach Lehrdal und Jackendoff - Darstellung und Kritik
Hochschule
Universität Wien
Veranstaltung
Zur Geschichte der musikalischen Analyse
Note
Sehr gut
Autor
Wolfgang Just (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
54
Katalognummer
V38965
ISBN (eBook)
9783638378796
ISBN (Buch)
9783638717779
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Theorie Musik Lehrdal Jackendoff Darstellung Kritik Geschichte Analyse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Wolfgang Just (Autor:in), 2005, Die generative Theorie tonaler Musik nach Lehrdal und Jackendoff - Darstellung und Kritik, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/38965
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Leseprobe aus  54  Seiten
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