Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Leser für das Thema Arbeitssucht zu sensibilisieren und das Bewusstsein darüber, dass Arbeitssucht eine ernstzunehmende Krankheit ist, zu stärken. Außerdem soll eine Grundbasis zur Erkennung der Suchterkrankung geschaffen werden. Auch die Vorbeugung sowie Maßnahmen und Therapiemöglichkeiten bei Betroffenen, speziell aus der Sicht der Unternehmen, soll im Vordergrund stehen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
1.3 Begriffliche Abgrenzung
2 Arbeitssucht im Überblick
2.1 Symptome und Phasen der Arbeitssucht
2.2 Gefährdete Berufe und Menschen
2.3 Arbeitssucht im Krankenkassensystem
3 Arbeitssucht im betrieblichen Gesundheitsmanagement
3.1 Prävention
3.2 Maßnahmen nach Erkrankung eines Mitarbeiters
4 Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Leser für das Krankheitsbild der Arbeitssucht zu sensibilisieren und ein Bewusstsein für deren Ernsthaftigkeit zu schaffen, um so eine Grundlage für die betriebliche Prävention und den Umgang mit betroffenen Mitarbeitern zu etablieren.
- Definition und Symptomatik der Arbeitssucht
- Analyse gefährdeter Personengruppen und Berufsbilder
- Problematik der Anerkennung als Krankheit im Krankenkassensystem
- Präventive Maßnahmen im betrieblichen Gesundheitsmanagement
- Therapeutische Ansätze und Maßnahmen nach erfolgter Erkrankung
Auszug aus dem Buch
2.1 Symptome und Phasen der Arbeitssucht
Zunächst ist es häufig schwierig überhaupt zu erkennen, ob jemand arbeitssüchtig ist, da sich die Krankheit schleichend entwickelt (Praxis für Psychotherapie Karin Kutz, o.J., o.S.). Allerdings gibt es einige Symptome und Verhaltensweisen, die einen Hinweis auf die Sucht geben.
Im Gegensatz zu dem, was von der Mehrheit vermutet wird, ist eine hohe Arbeitszeit nicht gleichbedeutend mit Arbeitssucht. Nicht jeder, der viel arbeitet, ist auch gleichzeitig arbeitssüchtig. Mehrarbeit kann auf ein bestimmtes Ziel ausgerichtet sein wie z.B. eine Bonuszahlung. Nach Erreichung des Ziels pendelt sich die Arbeitszeit automatisch wieder ein. (Rademacher, 2017, S.5) Arbeitssüchtige setzen sich oft zu hohe oder unrealistische Ziele (Poppelreuter und Mierke, 2012, S.121). Folglich pendeln sich die Arbeitszeit und die Menge an zu erledigenden Aufgaben nicht wieder ein und bleiben konstant hoch.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik ein, beleuchtet die gesellschaftliche Wahrnehmung der Arbeitssucht und erläutert den Aufbau der Untersuchung sowie die begrifflichen Grundlagen.
2 Arbeitssucht im Überblick: Hier werden Symptome, die Phasen des Krankheitsverlaufs, gefährdete Berufsgruppen sowie die aktuelle Problematik der fehlenden Anerkennung als klinische Diagnose durch Krankenkassen dargestellt.
3 Arbeitssucht im betrieblichen Gesundheitsmanagement: Der Fokus liegt hier auf präventiven Strategien bei der Personalauswahl und im Arbeitsalltag sowie auf konkreten Interventionsmöglichkeiten für Kollegen und Vorgesetzte bei bereits erkrankten Mitarbeitern.
4 Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, Arbeitssucht gesellschaftlich und unternehmerisch stärker als ernstzunehmende Krankheit zu etablieren.
Schlüsselwörter
Arbeitssucht, Workaholismus, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Prävention, Suchtverhalten, Leistungsdruck, Burn-out, Arbeitsunfähigkeit, Arbeitsbezogenheit, Getriebenheit, Psychotherapie, Anonyme Arbeitssüchtige, Selbsthilfegruppe, Unternehmenskultur, Arbeitsschutz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Thematik der Arbeitssucht, ihren Symptomen, den Ursachen und den Möglichkeiten, präventiv und intervenierend im betrieblichen Umfeld einzugreifen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition der Sucht, der psychologischen Betrachtung der Betroffenen, der Einordnung in das deutsche Krankenkassensystem sowie praktischen Handlungsansätzen für Unternehmen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist die Sensibilisierung für Arbeitssucht als ernsthafte Erkrankung und die Aufzeigung von Wegen zur Vorbeugung sowie zum Umgang mit betroffenen Mitarbeitern.
Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, die aktuelle Studien, psychologische Erkenntnisse und arbeitswirtschaftliche Publikationen zusammenführt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst das Krankheitsbild und die Risikogruppen definiert, gefolgt von der Analyse, wie Unternehmen durch Prävention und gezielte Maßnahmen ein gesundes Arbeitsumfeld fördern können.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Arbeitssucht, Prävention, betriebliches Gesundheitsmanagement, Arbeitsbezogenheit und die Notwendigkeit der Krankheitseinsicht.
Wie unterscheidet sich "viel arbeiten" von "arbeitssüchtig sein"?
Laut der Arbeit ist hohe Arbeitszeit nicht mit Sucht gleichzusetzen, da Mehrarbeit oft zielgerichtet und zeitlich begrenzt ist, während Arbeitssucht durch einen inneren Zwang und unrealistische Zielsetzungen gekennzeichnet ist.
Warum ist die Diagnose einer Arbeitssucht so schwierig?
Da Arbeitssucht in internationalen Klassifikationssystemen nicht als klinisch relevante Krankheit anerkannt ist, erfolgt häufig nur eine Diagnose der Folgeschäden wie Burn-out oder Depression, nicht aber der eigentlichen Sucht.
Was sind die AAS und welche Rolle spielen sie?
Die "Anonymen Arbeitssüchtigen" sind eine Selbsthilfegruppe, die auf einem 12-Schritte-Programm basiert und Betroffenen hilft, die Sucht zu erkennen und durch Gruppenaustausch zu bewältigen.
Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur bei der Suchtprävention?
Eine Kultur, die ausschließlich Fleiß und exzessiven Einsatz wertschätzt, fördert Arbeitssucht unbewusst. Unternehmen sind daher in der Pflicht, Vorbildfunktionen wahrzunehmen und eine gesunde Work-Life-Balance aktiv zu unterstützen.
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- Janina Henne (Author), 2017, Arbeitssucht erkennen und verhindern, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/388786